Mit der Kick-off-Veranstaltung am 14. Juli 2026 hat sich Dr. Peter Lintl der FAU und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Hörsaal C auf dem Campus Bismarckstraße in Erlangen begrüßten Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der FAU, und Prof. Dr. Kay Kirchmann, Dekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie, die zahlreichen Gäste.
Ein besonderer Dank des Dekans galt Prof. Dr. Thomas Demmelhuber, Prof. Dr. Lutz Edzard und Prof. Dr. Matthias Rohe, die die Initiative für diese Gastdozentur ergriffen und die für die Fakultät und die FAU die Gespräche mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geführt haben.
Zum Auftakt seiner Tätigkeit an der FAU haben wir mit Dr. Lintl darüber gesprochen, warum er diese Aufgabe übernehmen wollte, welche Bedeutung Israelstudien als Disziplin haben und worauf er sich in den kommenden Monaten freut.
1. Was hat Sie daran gereizt, diese Position zu übernehmen?
Mich hat an der Gastdozentur besonders gereizt, einen wissenschaftlichen Rahmen für Themen mitzugestalten, die gesellschaftlich stark diskutiert und häufig sehr polarisiert verhandelt werden. Gerade beim Thema Israel und beim israelisch-palästinensischen Konflikt braucht es Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven zur Sprache kommen, Begriffe und Argumente kritisch geprüft werden und auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten ausgehalten werden können. Die Universität bietet dafür einen besonderen Raum: Sie kann historische und politische Zusammenhänge vermitteln, zur Differenzierung beitragen und einen offenen Austausch ermöglichen, ohne Konflikte künstlich zu entschärfen oder in eine bloße Lagerlogik zu verfallen.
2. Welche besondere Bedeutung hat die wissenschaftliche Disziplin ‚Israelstudien‘ aus Ihrer Sicht in Deutschland?
Gerade in Deutschland ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit Israel von besonderer Bedeutung. Die politischen, gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen Israels sowie die Konfliktdynamiken im Nahen Osten gehören zu den prägenden und zugleich kontroversesten Themen internationaler Politik. Zudem berührt die Auseinandersetzung mit Israel grundlegende Fragen deutscher Geschichte, des Umgangs Deutschlands mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und demokratischer Selbstverständigung. Deshalb braucht es Orte, an denen diese Fragen wissenschaftlich fundiert, differenziert und im offenen Austausch diskutiert werden.
3. Worauf freuen Sie sich in den kommenden Monaten?
Ich freue mich besonders auf viele gute Gespräche – mit Studierenden, mit Gästen und mit den Vortragenden der geplanten Veranstaltungen. Ebenso freue ich mich darauf, neue Perspektiven kennenzulernen, Diskussionen anzustoßen und zugleich auf die Gelegenheit neben meiner Arbeit an der SWP auch wieder an meiner Alma Mater tätig sein zu können, mit der ich viele gute Erinnerungen verbinde
Vielen Dank für das Gespräch!
In der Bildergalerie finden Sie einige Eindrücke von der Auftaktveranstaltung.





Mehr zu der Gastdozentur für Israelstudien und der Expertise von Dr. Peter Lintl finden Sie hier: Erstmalige Gastdozentur für Israelstudien an der FAU – Auftakt am 14. Juli – Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
