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NS-Euthanasie in Erlangen: Rundgang über das ehemalige Gelände der Heil- und Pflegeanstalt mit Susanne Ude-Koeller und Marion Voggenreiter

Jun 24
24. Juni 2021 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Eingang Neues Hörsaalzentrum, Ulmenweg 18, Erlangen

Im Herbst 2020 jähren sich die ersten Transporte von Patientinnen und Patienten aus den Heil- und Pflegeanstalten Erlangen und Ansbach im Rahmen der nationalsozialistischen Tötungsaktion „T4“ zum 80. Mal. Zuerst wurden jüdische Patientinnen und Patienten, bis Juni 1941 dann weitere etwa 1.800 Kranke der Einrichtungen in jeweils sieben Transporten in die Tötungsanstalten transportiert und dort ermordet. Obwohl die „T4“-Aktion danach offiziell eingestellt wurde, starben auch in den folgenden Jahren Hunderte Erwachsene und Kinder durch Medikamente, Vernachlässigung und Nahrungsentzug in den Anstalten.

Der Bezirk Mittelfranken sieht sich als Träger der Bezirkskliniken und zahlreicher sozialer Hilfen für Menschen mit Behinderung, sowie als Nachfolgeorganisation der ehemaligen Heil und Pflegeanstalten in der Verantwortung, die Verbrechen, die in der Zeit des Nationalsozialismus an kranken Menschen und Menschen mit Behinderung begangen wurden, zu erforschen und in Erinnerung zu halten. Dazu soll auch diese Veranstaltungsreihe dienen.