Links zu weiteren Portalen

Seiteninterne Suche

Forschung

Forschungsschwerpunkte

 

Forschungsschwerpunkte der Fakultät

Das Forschungsprofil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie (PhilFak) ist ein Ergebnis der Kooperation von nahezu allen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen sowie den religionsbezogenen. Die Schwerpunkte der Fakultät spiegeln diese interdisziplinäre Gestaltung wieder.

Der Forschungsschwerpunkt „Arbeit, Organisation und Lernen“ (AOL) widmet sich aus ökonomischer, pädagogischer, psychologischer und  soziologischer Perspektive dem im Titel ausgewiesenen Zusammenhang. Insbesondere geht es dabei um die Fragen, wie sich gesellschaftlicher Wandel auf die Organisation von Arbeit auswirkt und wie Organisationen als Arbeits-, Lebens- und Lernwelten den gesellschaftlichen Wandel mitbedingen. Der Forschungsschwerpunkt bezieht sich auf die Arbeitswelt in ihrer gesamten Breite, auf Organisationen aller drei Sektoren (Staat, Markt, Zivilgesellschaft) und dementsprechend sowohl auf For-Profit- als auch auf Non-Profit-Organisationen.

Der Forschungsschwerpunkt „BiTra“ (Bildung als Transformation) bildet den gemeinsamen Schwerpunkt der Departments Pädagogik und Fachdidaktiken sowie weiterer intra- und interfakultärer Kooperationspartner. BiTra widmet sich aus erziehungswissenschaftlicher, fachdidaktischer, kulturwissenschaftlicher, psychologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive bildungsbezogenen Forschungsthemen. Die Herausforderungen gesellschaftlicher Transformation nehmen insbesondere auch Einfluss auf das gegenwärtige wie zukünftige Verständnis von Bildung. In diesem Forschungsschwerpunkt werden daher Bedeutung, Ziele, Inhalte, Prozesse und Gelingensbedingungen von formaler, non-formaler und informeller Bildung mit Blick auf die gesamte Lebensspanne in Forschungsverbünden interdisziplinär bearbeitet. Der Schwerpunkt umfasst fünf Teilbereiche, die untereinander sowie FAU-intern, u.a. über das ZiLL und IZÄB, und darüber hinaus national wie international vielseitig vernetzt sind.

Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit Diversität unter den Bedingungen vor-moderner, transkontinentaler Verflechtung (Globalisierung). Im Zentrum steht räumlich und zeitlich das Imperium Romanum als das erste Imperium, das drei Kontinente umfasste: Europa, Asien und Afrika. Als Vorläufer und Kontrastfolie werden auch die Hellenistischen Königreiche und das Achämenidenreich berücksichtigt.

Der Forschungsschwerpunkt widmet sich der Frage, wie kulturelle Vielfalt in der Antike wahrgenommen wurde und wie man mit ihr umging: Welche Unterschiede wurden perzipiert, thematisiert oder tabuisiert, welche prämiert, toleriert oder sanktioniert? Welche Veränderungen lassen sich unter dem Einfluss antiker Globalisierung feststellen?

Diese Fragestellung ist für die Vormoderne bislang nicht systematisch verfolgt worden; sie ist also innovativ.  Um das ganze Spektrum kultureller Diversität in der Antike erforschen zu können, führt der Forschungsschwerpunkt eine Vielzahl von Disziplinen (historische, philologische, archäologische und theologische) zusammen, die institutionell getrennt, durch den Bezug auf die Antike aber verbunden sind. Als institutioneller Rahmen dient die AG „Kulturelle Differenz und transkontinentale Verflechtung im Altertum“, die innerhalb der PhilFak angesiedelt ist.

Der Forschungsschwerpunkt Gesundheit im Lebenslauf widmet sich aus verhaltens-, kultur-, sport- und sozialwissenschaftlicher Sicht den Veränderungen und Bedingungen von Gesundheit im Lebenslauf. Der Gesundheitsbegriff wird entsprechend allgemeiner WHO-Definition als Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens verstanden und bezieht sich hierbei die Forschungsfelder: Interaktion von Gesundheit und Verhalten, Bewegung, Bildung, Beruf und Beziehungen, sowie ethische und kulturelle Aspekte von Gesundheit. Der Forschungsschwerpunkt ist international ausgerichtet. Mitglieder des Forschungsschwerpunkts Gesundheit im Lebenslauf sind in europaweit führender Position an der EU-Spitzenforschung beteiligt. Der Schwerpunkt wurde seit dem Jahr 2009 explizit gestärkt und ausgebaut. Es gibt eine weitreichende Vernetzung der mitwirkenden Lehrstühle über alle Fakultäten und außeruniversitäre Partner, u.a. über das Interdisziplinäre Centrum für Alternsforschung (ICA). Der Schwerpunkt gliedert sich in vier Teilgebiete, die über FAU-interne und externe Kooperationen vielzeitig verzahnt sind:

  • Psychologie der Gesundheit im Lebenslauf
  • Sport und Gesundheit im Lebenslauf
  • Konkrete Ethik / Menschenrechte
  • Bildung, Organisation und Gesundheit

Der Forschungsschwerpunkt Inter- und Transkulturalität an der FAU wird getragen von Disziplinen mit kulturraumspezifischer Ausrichtung (Amerikanistik, Japanologie, Sinologie, Orientalistik, Romanistik), die mit den stärker generalisierenden Methodenfächern der Geschichts-, Politik-, Medien-, Religions- und Wirtschaftswissenschaften interdisziplinär in Forschung und Lehre kooperieren. Transkulturelle Phänomene in den Bereichen der Globalisierung und der regionalen, transregionalen und transkontinentalen Integration werden aus geschichts-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht. Im Zentrum der Forschung stehen Interaktionen, Interdependenzen, Transfer- und Austauschprozesse vor dem Hintergrund globaler und lokaler Machtkonstellationen. Methoden und Theorien der Inter- und Transkulturalitätsforschung erlauben es, die vielfältigen Verflechtungsprozesse auf der Makro- wie der Mikroebene zu betrachten, und diese Ebenen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Im Fokus des Forschungsschwerpunktes stehen Transformationsprozesse in den Gesellschaften Lateinamerikas, wie sie sich aktuell unter den Bedingungen von Globalisierung, Migration und Plurikulturalität vollziehen. Unter Beteiligung verschiedener geistes-, sozial- und naturwissenschaftlicher Disziplinen werden Praktiken und Repräsentationen in den Blick genommen, die diese Prozesse rahmen und hervorbringen. Dabei stehen u.a. Fragen von Nachhaltigkeit, Umgang mit Diversität und Konvivialität im Vordergrund. Den Kern des Forschungsschwerpunktes bildet die Sektion Iberoamerika am Zentralinstitut für Regionenforschung.

Der Forschungsschwerpunkt „Interdisziplinäre Nahostforschung“ umfasst die Fächer, die einen Bezug zur Region des so genannten Nahen Ostens oder zum Islam haben, die in Erlangen eine lange Tradition vorweisen können.

Das Centre for Euro-Oriental Studies (CEOS), welches die interdisziplinären Vernetzungen der beteiligten Fächer koordiniert, vereint fakultätsübergreifend Vertreter der Nahost- und Islamforschung mit insgesamt 21 Gründungsmitgliedern aus den Bereichen der Geistes- und Kulturwissenschaften, Medizingeschichte, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Theologien. Ziel ist es, durch eine Bündelung der Kräfte der an der FAU traditionell starken orient- und islambezogenen Disziplinen, den Erlanger Beitrag zur Nahostforschung in Deutschland und weltweit zu stärken. Das CEOS zeichnet sich insbesondere durch das breite fachliche Spektrum aus, bei dem historische mit gegenwartsbezogener Forschung verbunden wird. Auf der Basis der spezifischen Kompetenzen an der FAU wird der Forschungsschwerpunkt die Relationalität der räumlichen Kategorien „Europa“ und „Orient“ in den Mittelpunkt stellen und auf eine bisher unbekannte Weise euro-orientale „Doppelperspektiven“ „beyond “ einer Dichotomisierung von „Orient“ und „Europa“ entwickeln. So werden bspw. Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen im Nahen Osten und in Europa untersucht sowie der Umgang mit normativen Kollisionen in interreligiösen und religiös-säkularen Kontexten im Nahen Osten und in Europa beleuchtet.

Der Forschungsschwerpunkt LexikoGrammatik umfasst zentrale Bereiche der linguistischen Forschung an der FAU. In seinen Gegenstandsbereich fallen die verschiedensten Aspekte der Erforschung lexikalischer und grammatischer Phänomene der an der Fakultät vertretenen Sprachen, darunter insbesondere die Analyse von Erscheinungen im Übergangsbereich von Syntax und Lexik wie Wortbildung, Kollokation und idiomatische Mehrworteinheiten.

In Bezug auf Deskription bestehen mehrere Schwerpunkte: einerseits die Beschreibung verschiedener sprachlicher Einheiten (z.B. Wortbildungen, Kollokationen, Konnektoren) und die Weiterentwicklung korpuslinguistischer Methoden zu deren Identifizierung und Analyse; andererseits deren Beschreibung in Grammatiken, Lehrwerken und Wörterbüchern mit einem Fokus auf praktischer und theoretischer Lexikografie. Der Forschungsschwerpunkt umfasst die Analyse von Variation und Wandel ebenso wie Aspekte der Kognition, also Fragen der mentalen und neuronalen Repräsentation und des Erwerbs von Sprache.

Der Schwerpunkt bündelt die literaturwissenschaftliche Forschung der Fakultät, die sich, basierend auf philologischer wie kulturgeschichtlicher Expertise, wissens- und ideengeschichtlichen sowie komparatistischen Fragestellungen öffnet. Dabei werden besonders zwei Schwerpunkte verfolgt: Zum einen werden Relationen zwischen Literatur und Wissen fokussiert (etwa im Hinblick auf Naturwissenschaften, Zukunftswissen, Medizin oder Religion), zum anderen unterschiedliche Vermittlungskulturen (explizites und implizites Wissen, schulische Bildung, Editionen, elektronische Medien usw.) untersucht. In beiden Schwerpunkten stellen sich Fragen des Transfers zwischen sprachlich differenten Literaturen und Kulturen, verschiedenen Kulturmilieus, unterschiedlichen Diskursen, ideengeschichtlichen Zusammenhängen, Bildungsinstitutionen, universitären Disziplinen und sowohl konkurrierenden wie sich inspirierenden Künsten. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Materialität der Literatur und ihrer Medien.

Der Forschungsschwerpunkt Menschenrechte/Migration widmet sich grundlegenden und zugleich aktuellen Fragen der Theorie und Praxis der Menschenrechte aus interdisziplinärer Perspektive. Dazu zählen die Anerkennung der Menschenwürde als Ausgangspunkt menschenrechtlichen Denkens, der Anspruch des Universalismus, und die Unteilbarkeit der Menschenrechte, das Prinzip der Nichtdiskriminierung sowie die Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

Der Forschungsschwerpunkt bündelt die Forschungen zu den Epochen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die sich bereits durch erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen ausgewiesen haben. Die interdisziplinären Vernetzungen werden insbesondere über die einschlägigen Zentren der Fakultät organisiert (IZEMIR, ZAR), durch die Beteiligung der Medizingeschichte ist der FSP auch interfakultär ausgerichtet. Thematisch zeichnet sich der Schwerpunkt dadurch aus, dass traditionelle Epochengrenzen überschritten werden und die beteiligten Fächer mit ihren je eigenen Methoden und Ausrichtungen eine Großepoche in den Blick nehmen. Die ‚Vormoderne‘, die in ihrer Diversität und Heterogenität auch Phänomene der sog. ‚Postmoderne‘ präfiguriert (z.B. Multiethnizität, Multireligiosität), verleiht dem Schwerpunkt eine große Aktualität. Von Relevanz sind insbesondere die Fragen nach Wissensordnungen, Wissenskulturen und Praktiken, die transkulturell und transregional erforscht werden und zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für nicht-historische Disziplinen bieten. Darüber hinaus begünstigt der Masterstudien gang ‚Mittelalter- und Renaissancestudien’ (zukünftig MA ‚Mittelalter und Frühe Neuzeit‘) eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre und bietet neben forschungsrelevanten Synergieeffekte eine intensive Nachwuchsförderung.

Der FSP widmet sich den Möglichkeiten, Herausforderungen und Konsequenzen der Digitalisierung. Dazu gehören sowohl verschiedene Auswirkungen der Digitalisierung auf Teilbereiche der Gesellschaft, wie etwa Kultur, Medien, Politik, Bildung, Gesundheitswesen oder Wissenschaft, als auch neue digitale Methoden und Arbeitstechniken, die sich mit dem digital turn in den Geistes- und Sozialwissenschaften etabliert haben.

Digitalisierung bedeutet die Zerlegung von Informationen und Rechenoperationen in einen Binärcode, der elektronisch und damit losgelöst von spezifischen Verarbeitungs- und Trägermaterialien mit hoher Geschwindigkeit in großen Mengen und potenziell automatisch verarbeitet wird. Aufgrund dieser Eigenschaften hat die Digitalisierung das Potenzial alle Lebensbereiche zu durchdringen: Technologisierung und Automa­tisierung sind nicht wie es im Zuge der Industrialisierung der Fall war auf physikalische Prozesse beschränkt, son­dern betroffen sind vor allem auch nicht-physikalische Prozesse, wie z.B. Wissens- und Erkenntnisgewinn, Kommunikation und Pflege von Beziehungen, Zugang zu Information, Organisation von Arbeit oder Prozesse der politischen Entscheidungsfindung. Im selben Moment schafft die Digitalisierung neue Möglichkeiten und Methoden der wissenschaftlichen Forschung. Nicht zuletzt in den Bereichen Text (Linguistik, Philologie) und Bild ermöglichen digitale Forschungswerkzeuge Analysen, Beobachtungen und Erkenntniseffekte, die mit gleichsam traditionellen geistes- und sozialwissenschaftlichen Arbeitstechniken nicht erzielt werden können.

Vor diesem Hintergrund fokussieren die Forschungsaktivitäten der Fakultät in diesen FSP zwei größere Erkenntnisobjekte: Zum einen hat die Digitalisierung Effekte auf etablierte Institutionen, Organisationen, Strukturen und soziale Beziehungen als Ausprägungen menschengemachter Phänomene. Zum anderen verändern sich durch die neuen Möglichkeiten Arbeitstechniken in den Geistes- und Sozialwissenschaften und erfordern zusätzliche und umfangreiche Methodenkompetenz. Der Forschungsschwerpunkt widmet sich beiden Zugängen zum Thema. Er ist daher in zwei Arbeitsgebiete gegliedert: das Arbeitsgebiet Digitalisierung als Phänomenveränderer sowie das Arbeitsgebiet Digitalisierung als Methode.

Mehr Information »

Der Schwerpunkt bündelt die Forschungen zu Religion und Religionen in diachroner und synchroner Perspektive. Dabei sind Praktiken in der Religionen und der Religionsgeschichte ebenso Gegenstand der Forschung, wie Diskurse in und über Religionen. Die einzelnen Forschungsfelder ergeben sich aus zum Teil bereits langjährigen Projekten, die national und international sichtbar sind.

Die interdisziplinären Vernetzungen und Kooperationen innerhalb der Fakultät und Universität werden insbesondere über die einschlägigen Zentren und Kollegs organisiert (ZAR, IKGF). Darüber hinaus fördern die Elite Studiengänge, wie der bereits seit 2006 erfolgreich laufende Master-Studiengang ‚Ethik der Textkulturen’ und der 2017 neu eingerichtete ‚Standards of Decision-Making across Cultures’ die interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungsschwerpunkts.

Thematisch zeichnet sich der Forschungsschwerpunkt dadurch aus, dass religionsübergreifend und damit auch fachübergreifend geforscht wird und dass kulturwissenschaftliche Methoden ebenso wie philologische und historische Zugänge miteinander in eine fruchtbare Auseinandersetzung über unterschiedliche Praktiken und Diskurse in Religionen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Kulturen gebracht werden. Obwohl der religiöse Charakter von Handlungen, Objekten, Räumen, Personen und Diskursen immer wieder behauptet wurde und wird, lässt sich behaupten, dass Religion selten klar definiert wurde. Vielmehr muss stets aufs neue ausgehandelt werden, was als religiös zu bezeichnen ist. Daher sind insbesondere die Fragen danach, wie Ordnungen, Überzeugungen und Praktiken religiös konnotiert worden sind von Bedeutung. Das kann transkulturell und transregional erforscht werden.

Der Forschungsschwerpunkt zielt dabei nicht auf die Erarbeitung einer in sich geschlossenen Systematik der Konstruktion des Religiösen ab, vielmehr fördert und vernetzt er einzelne Forschungsprojekte die das, was als Religion verstanden wird in seinen konkreten historischen Wandlungs- und Aushandlungsprozessen untersucht. Dazu wird eine Plattform bereitgestellt, auf der sich die einzelnen Forschungsprojekte so vernetzen können, dass ein interdisziplinärer Mehrwert generiert wird.

Der Forschungsschwerpunkt entsteht auf dem Hintergrund mehrerer Verbundforschungsprojekte (z.B. der DFG Forschergruppe: Sakralität) und dem seit 2011 bestehenden Zentralinstitut Anthropologie der Religion(en) (ZAR). Daneben finden intensive Diskussionen über thematische Schwerpunkte mit Innovationspotential für zukünftige Verbundprojekte statt

Im Einzelnen sind das:

  • Wissen – Zeitlichkeit – Kulturvergleich
  • Grenzkonzeptionen im Nahen Osten
  • Kulturelle Differenz und transkontinentale Verflechtung im Altertum