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Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung

Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung

Der FSP widmet sich den Möglichkeiten, Herausforderungen und Konsequenzen der Digitalisierung. Dazu gehören sowohl verschiedene Auswirkungen der Digitalisierung auf Teilbereiche der Gesellschaft, wie etwa Kultur, Medien, Politik, Bildung, Gesundheitswesen oder Wissenschaft, als auch neue digitale Methoden und Arbeitstechniken, die sich mit dem digital turn in den Geistes- und Sozialwissenschaften etabliert haben.

Digitalisierung bedeutet die Zerlegung von Informationen und Rechenoperationen in einen Binärcode, der elektronisch und damit losgelöst von spezifischen Verarbeitungs- und Trägermaterialien mit hoher Geschwindigkeit in großen Mengen und potenziell automatisch verarbeitet wird. Aufgrund dieser Eigenschaften hat die Digitalisierung das Potenzial alle Lebensbereiche zu durchdringen: Technologisierung und Automa­tisierung sind nicht wie es im Zuge der Industrialisierung der Fall war auf physikalische Prozesse beschränkt, son­dern betroffen sind vor allem auch nicht-physikalische Prozesse, wie z.B. Wissens- und Erkenntnisgewinn, Kommunikation und Pflege von Beziehungen, Zugang zu Information, Organisation von Arbeit oder Prozesse der politischen Entscheidungsfindung. Im selben Moment schafft die Digitalisierung neue Möglichkeiten und Methoden der wissenschaftlichen Forschung. Nicht zuletzt in den Bereichen Text (Linguistik, Philologie) und Bild ermöglichen digitale Forschungswerkzeuge Analysen, Beobachtungen und Erkenntniseffekte, die mit gleichsam traditionellen geistes- und sozialwissenschaftlichen Arbeitstechniken nicht erzielt werden können.

Vor diesem Hintergrund fokussieren die Forschungsaktivitäten der Fakultät in diesen FSP zwei größere Erkenntnisobjekte: Zum einen hat die Digitalisierung Effekte auf etablierte Institutionen, Organisationen, Strukturen und soziale Beziehungen als Ausprägungen menschengemachter Phänomene. Zum anderen verändern sich durch die neuen Möglichkeiten Arbeitstechniken in den Geistes- und Sozialwissenschaften und erfordern zusätzliche und umfangreiche Methodenkompetenz. Der Forschungsschwerpunkt widmet sich beiden Zugängen zum Thema. Er ist daher in zwei Arbeitsgebiete gegliedert: das Arbeitsgebiet Digitalisierung als Phänomenveränderer sowie das Arbeitsgebiet Digitalisierung als Methode.

Projekte:

Ein erheblicher Teil des Minnesangs ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen überlieferungszuständen so auf…

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Das Forschungsprojekt thematisiert die Bereitstellungsqualität der digitalen Varianten von Printprodukten. Mit dem Aufkommen moderner Endgeräte (Tablets, Smartphones) eröffnen sich für Schriftmedien neue, im Vergleich zur Darstellung von Online-Inhalten im Browser aber wiederum printähnlichere Formen der Inhalte. Unklar ist dabei aber noch, welche Darstellungsformen hinsichtlich Wahrnehmung und Leserlichkeit der Inhalte geeignet sind. Hinzu kommt, dass die Bedienung der digitalen Objekte im Vergleich zu den Printversionen relativ komplex ist, z. B. müssen Buttons gefunden und interpretiert werden, und dass Standards in Struktur und Symbolik noch nicht ausgeprägt sind. Das Projekt ist im Jahr 2012 in einer Vorphase mit einer ersten mehrwöchigen empirischen Untersuchung zur Nutzung von digitalen Zeitungen und Zeitschriften gestartet und als inter- und transdisziplinäres Langzeitprojekt angelegt.

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Das Projekt erforscht die bildungstheoretische und musikpädagogische Bedeutung digital-materieller MusikmachDinge. Es entwickelt hierzu ein Forschungsdesign und Forschungsmethoden, die der besonderen Komplexität des Gegenstands und der mit ihm einhergehenden ästhetischen Praxen gerecht werden. Es ordnet die gewonnen Erkenntnisse zum einen in einen übergreifenden bildungsstheoretischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die ku…

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Ziel des Projekts ist die Rekonstruktion und die digitale Präsentation der ehem. Königlichen Filialgemäldegalerie, die ab 1906 in der Erlanger Orangerie eingerichtet wurde und zunächst auch als Lehr- und Studiensammlung für das Institut für Kunstgeschichte. Basierend auf einer Magisterarbeit von Franziska Köhler (2011) wird die Sammlung und die Präsentation in den Räumen der Orangerie minutiös rekonstruiert, die Daten in der webbasierten Forschungsdatenbank…

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Ein erheblicher Teil der Lyrik des deutschen Mittelalters ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte…

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Ziel des Projektes war, es in einem ausgewählten Bereich eines Verlags eine Analyse der Arbeitsprozesse im Rahmen eines Projektes zur Softwareumstellung durchzuführen. Die Prozess wurden mit Hilfe Interviews erhoben und in UML dokumentiert.

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Die exzessive Internetnutzung von Jugendlichen wird derzeit nicht nur in der medialen öffentlichkeit diskutiert, auch unterschiedliche Bereiche der Wissenschaft widmen sich der genaueren Untersuchung des Phänomens. Eine systematische Literaturrecherche zeigt, dass sich international Hinweise auf einen Zusammenhang des familiären Einflusses und der exzessiven Internetnutzung des Jugendlichen finden. Bisher fehlen aber längsschnittlich angelegte Studien, um diesen Zusammenhang genauer zu erklären. Deme…

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Die Digitalisierung der Gesellschaft und der Mediensysteme hat immense Auswirkungen auf (politische) Meinungsbildung und Diskurse. Dieses Projekt widmet sich der Untersuchung eines komplexen Phänomens, das im Zeitalter globalisierter Massenmedien und einer nationale Grenzen überschreitenden Konnektivität in den Sozialen Medien entstanden ist und von uns als transnationale algorithmische Öffentlichkeit bezeichnet wird. Eine interdisziplinäre Kombination aus computerlinguistischen…

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In diesem Teilprojekt sollen die mathematischen Eigenschaften von Vefahren zur Bestimmung des Autors von literarischen Texten besser verstanden werden. Neben dem Autor tragen auch die Textgattung und die Entstehungsepoche zu den beobachtbaren stilometrischen Merkmalen des Textes bei. Die verschiedenen Einflussfaktoren sollen getrennt werden, um beispielsweise die automatische Genreklassifikation zu verbessern. Um Aussagen über die statistische Signifikanz der Ergebnisse machen zu können, müssen geeignete statistische Methoden entwickelt werden.

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Der Artusroman ›Parzival‹ des Wolfram von Eschenbach gehört zu den bedeutendsten Dichtungen der höfischen Literatur um 1200. Die grundlegende Ausgabe von Karl Lachmann aus dem Jahr 1833, zu ihrer Zeit ein editorisches Meisterwerk, kann gegenwärtigen textkritischen Anforderungen nicht mehr genügen, da sie nur einen Bruchteil der heute bekannten Überlieferungsträger berücksichtigt und die Varianz des mittelalterlichen Textes unzureichend dokumentiert.…

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Im Rahmen dieses Teilprojekts entwickelt der Lehrstuhl für Korpus- und Computerlinguistik robuste Maße für lexikalische Komplexität, erweitert den Komplexitätsbegriff über die gängige vocabulary richness hinaus und implementiert die Ergebnisse in einer
frei verfügbaren stilometrischen Toolbox.

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Über einen blended learning-Kurs sollen zukünftigen Geographielehrkräfte wesentliche Kenntnisse im Bereich der Geoinformation und der Fernerkundung nähergebracht werden. Aufbauend auf diesen Grundlagen werden die Möglichkeiten des Unterrichtens mit Geoinformation und Fernerkundung ausführlich thematisiert, aber auch die Anwendungen in der Privatwirtschaft vorgestellt. Während der Durchführung des Kurses erfolgen begleitende Evaluationsmaßnahmen. Der…

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DABIGO adressiert die Frage, wie der Umgang mit individuellen (Gesundheits-)Daten in Zeiten von Big-Data verantwortlich gestaltet werden kann. Ziel ist es, ethische und rechtliche Orientierungsmarker für die Entwicklung eines multidimensionalen Konzepts von Datensouveränität in klinischer Forschung und Versorgung zu entwickeln. Methodologisch wird der Konnex zu diesem Anwendungsbereich, dem Ansatz einer konkreten Ethik folgend, durch Verknüpfung der ethischen und rechtlichen…

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Soziale Medien spielen in der gesellschaftlichen Meinungsbildung eine wachsende Rolle. Gegenstand von RANT ist die Entwicklung von Methoden und Formalismen zur Extraktion, Repräsentation und Verarbeitung von Argumenten aus Texten geringer linguistischer Qualität, wie sie eben in Diskussionen auf sozialen Medien anzutreffen sind, anhand einer laufenden Fallstudie an einem großen Korpus von vor dem Referendum verbreiteten Twitter-Botschaften zum Thema Brexit. Wir werden eine korpuslinguistische St…

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Meta-Vorhaben zur BMBF-Förderrichtlinie "Digitalisierung in der Kulturellen Bildung". Zuständigkeiten: Theoretische Modellbildung und gesellschaftliche Bewertung der Forschungsergebnisse der Richtlinie, quantitative, qualitative und intermethodologische Modellbildung und Methodenentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung der geförderten Projekte.

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Digitaler Campus Bayern

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Die Antikensammlung der FAU als drittgrößtes Musem antiker griechischer Keramik und Kleinkunst in Bayern mit ihren ausgedehnten Beständen legt eine Anwendung als "virtuelles Museum" im WWW nahe.

Hauptaufgabe ist neben der Vorlage des Inventares der Originalsammlung wie der Gipsabguss-Sammlung vor allem die Aufbereitung des umfangreichen Photoarchives mit rund 40.000 Aufnahmen, deren älteste in die Zeit vor 1870 zurückreichen.

Mit Förderung durch die DFN und der DeTeBerKom wurde, beginnend am 1. 9. 1996, ein Forschungsvorhaben ermöglicht, dessen Ziel der Aufbau eines wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden "virtuellen Museums" ist; allerdings soll dieses "virtuelle Museum" auch weiterhin für den "virtuellen Touristen" wie als Lehrmittel für den Schulunterricht interessant bleiben.

Vor allem kann durch AERIA an das ehemals in Erlangen beheimatete Forschungsvorhaben zur antiken Plastik "Corpus Statuarum" wieder angeknüpft werden.

Insgesamt werden langfristig ca. 8.000 originalen Objekte, 500 Gipsabgüsse nach antiker Plastik, 40.000 historischen Photographien und ungefähr ebenso viele Abdrücke nach antiken Gemmen und Ringsteinen zugänglich gemacht werden.

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Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg besitzt mit deutlich über
30.000 Objekten eine der umfangreichsten Münzsammlungen an Universitäten im
deutschsprachigen Raum.
Im Rahmen dieses Projekts soll eine Digitalisierung mittels 3-D Scans und
Materialanalysen geplant und konzipiert werden, damit diese einen detaillierten
Aufschluss über die angewendeten handwerklichen Verfahren der Antike geben können.
Der Zugang auf die Digitalisate ist mit zeitgemäßen Verfahren als online-Datenbank
geplant, da insbesondere die darin genutzte Funktion einer Ähnlichkeitssuche auf den
dann digital vorliegenden Bildern, 3-D Scans und Messprotokollen den möglichen
Erkenntnisgewinn substantiell erweitert.
Das an der Universität Erlangen-Nürnberg bereits genutzte WissKI-Datenbanksystem
wird mit seiner hierarchisch strukturierten Ontologie des "Comité international pour
la documentation Conceptual Reference Model" (CIDOC CRM) die erfassten Daten und
Forschungsergebnisse im Sinne des Semantic Web als Linked Open Data zugänglich
machen.

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Publikationen: