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Hauptseminar "Food and the Reformation"

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.

  • Fr 10:00-12:00, Raum TSG R. 2.025 ICS

Liebe Studierende, die Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Kirchengeschichte II (Neuere Kirchengeschichte) finden in Präsenzform, unter Einhaltung der 3G-Regelung sowie Richtlinien zum Vollzug der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung an bayerischen Universitäten statt. Die jeweils aktuelle Fassung finden Sie auf https://www.fau.de/corona/hygiene/ . Um die entsprechenden Informationen und Zugangsdaten zu erhalten, ist eine rechtzeitige Anmeldung über Mein Campus unerlässlich (s.u.).

Inhalt

Bei der theologischen Wende der Reformation denken wir heute meist an Luthers Ablassthesen und den Streit um die Rechtfertigung allein aus Glauben. Wenig bekannt ist dagegen, dass der Effekt reformatorischen Denkens, der die meisten Menschen am direktesten betraf, die Aufhebung der kirchlichen Fasten- und Speisegebote war: in Zürich und Basel begann die Reformation mit einem Wurstessen in der Fastenzeit und der Streit um die rechte Nahrung des Christen begleitete die Reformation bis weit ins 16. Jahrhundert. Luther, Zwingli, Erasmus, Rezeptbücher, Reichstagsakten und Flugschriften beschäftigen sich mit dem Thema. "Food History" ist eine der neuesten Forschungsrichtungen der Geschichtwissenschaft - und eine der interessantesten. In diesem Hauptseminar wollen wir "Food History" mit der Reformationsgeschichte zusammenbringen und untersuchen, wie die Reformation nicht nur das ganz alltägliche Leben der Menschen geändert hat, sondern auch heute noch unsere Vorstellungen vom richtigen und verantwortlichen Umgang mit Nahrung, Umwelt und uns selbst prägt.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 15