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Forschung

laufende Verbundprojekte

laufende BMBF-Verbundforschungsprojekte und Koordinierte Programme der DFG

Manche Fragen lassen sich nur gemeinsam im Verbund und mit internationalen Partnern erforschen. Die laufenden Verbundprojekte schaffen geeignete Strukturen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, den Austausch mit außeruniversitären und internationalen Kooperationspartnern und den Wissenstransfer in die Praxis.

Das Kolleg „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ untersucht Vorstellungen zum individuellen und kollektiven Schicksal in Lebenswelt und Weltanschauung des traditionellen, modernen und gegenwärtigen Chinas (bzw. Ostasiens), mittelalterlichen Europas sowie weiterer Kulturräume. Die Erkenntnisse zum Verhältnis zwischen den Einstellungen zu Schicksal und Prognose sollen Antworten auf die Frage nach dem Ort ermöglichen, den Freiheit in verschiedenen Kulturen einnimmt.

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In vormodernen Gesellschaften Europas und Asiens wurde der sakrale Charakter von Handlungen, Objekten, Räumen und Personen immer wieder behauptet, aber auch bezweifelt und abgelehnt. Ausgehend von der Beobachtung, dass Sakralität selten klar definiert, sondern vielmehr höchst umstritten gewesen ist, mithin also stets aufs Neue ausgehandelt wurde, fragt die Forschergruppe nach dem Umgang mit dem Sakralen in Europa und Asien in der Vormoderne. Ziel des Projektes ist eine vergleichende Betrachtung sowohl christlicher als auch nicht christlicher Konzeptionen von Heiligkeit in verschiedenen europäischen und asiatischen Kulturräumen, wie sie sich in Texten und Bildern, in Architektur und Raumgestaltung, in Personenkulten und Herrschermodellen oder in performativen Akten niederschlagen.
Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, wie sich Heiligkeit konstituiert. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass Sakralisierung als ein Zuschreibungs- und Inszenierungsprozess zu begreifen ist, der sich je nach Kontext höchst unterschiedlich gestaltet. Von besonderem Interesse für das Projekt sind daher Bezüge zwischen verschiedenen Medien, der Zusammenhang von Institutionalisierung und Entinstitutionalisierung von Heiligkeit sowie die Spannung zwischen individuell legitimierter und kollektiv verbindlicher, kirchenamtlicher „Kanonisierung“.
Der methodische Zugriff des interkulturell und intermedial angelegten, epochenübergreifenden Vergleichs ermöglicht es, Sakralität sowohl in ihrer historischen Wandelbarkeit als auch systematisch zu untersuchen. Vor allem die im Projekt avisierte Gegenüberstellung von christlich bestimmten Kulturen Europas mit Indien und China verspricht, den Blick für strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede über Epochengrenzen und die Grenzen von Religionen bzw. Konfessionen hinweg zu schärfen.

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Die Debatte um Präsenz – verstanden als zeitliche und räumliche Gegenwart und Unmittelbarkeit – findet im internationalen Forschungskontext bisher auf die europäische Ideengeschichte beschränkt und dort insbesondere auf ästhetische Diskurse fokussiert statt. Demgegenüber untersucht das Graduiertenkolleg kulturell divergente Formen der Diskursivierung von Präsenz in verschiedenen gesellschaftlichen Funktionsbereichen. Die Forschungshypothese lautet, dass Präsenz und implizites Wissen in einem wechselseitigen Begründungszusammenhang stehen. Durch die kulturvergleichende Perspektive wird ein neuartiger Ansatz in die Forschungsdiskussion eingeführt, der die Debatte um Präsenz um die Dimension des Kulturvergleichs erweitert. Verbunden sind mit diesem Ansatz Forschungsperspektiven, die im Rückgriff sowohl auf kultur- als auch sozialwissenschaftliche Theorie- und Methodenbestände entwickelt werden und das Augenmerk auf die Reflexion der visuellen, materiellen und performativen Aktualisierung relevanter Präsenzphänomene in verschiedenen Funktionsbereichen und unterschiedlichen Kulturräumen legen. Das Forschungsprogramm ist mit einem Qualifizierungs- und Betreuungskonzept verknüpft, das sich durch die Integration forschungsorientierter Ausbildung und praxisbezogener Maßnahmen auszeichnet (interdisziplinäres Mentorat, regelmäßige Projektvorstellungen, Workshops/Konferenzen, Soft-Skill-Maßnahmen, programmatische Publikationen). Die Verbindung von interkultureller Expertise und theoretischer Grundlagenreflexion im Kontext kulturraumspezifischer Forschungen bildet die Basis für die Umsetzung des Forschungsparadigmas in den individuellen Projekten und für die gemeinsame Begriffs- und Forschungsarbeit im Graduiertenkolleg.

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Der Forschungsverbund Capital4Health steht für „Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung“. Der Verbund zielt auf die Entwicklung und Erforschung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Altersgruppen und Multiplikatoren. Über innovative Ansätze des interaktiven Wissensaustausches sollen dabei auch Bewegungsverhältnisse nachhaltig gesundheitsförderlicher ausgerichtet werden, um Menschen in ihren Lebens-, Bildung- und Arbeitswelten zu erreichen.
Der Verbund besteht aus Forschungseinrichtungen (universitär- und außeruniversitär, national und international) sowie Praxis- und Politikpartnern. Fünf empirische Teilprojekte, die in Bayern verortet und national sowie international vernetzt sind, entwickeln, implementieren und evaluieren Interventionen zur Förderung von Bewegungsmöglichkeiten. Sie zielen dabei auf Zielgruppen der gesamten Lebensspanne, adressieren unterschiedliche professionelle Akteuren sowie strukturelle Kapazitäten in relevanten Settings:

Das Teilprojekt QueB bezieht sich auf KITAS, Health.Edu auf die Schule, PArc-ave auf die betriebliche Ausbildung, Action for men auf die Gemeinde und PATEN auf das Altenheim. Zwei Querschnittsprojekte zielen darauf, zur Theorie-, Methodenentwicklung und Evaluation von Ansätzen in den Bereichen Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile und interaktiven Wissensaustauschs beizutragen.

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