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Forschungsprojekte

Aktuell laufende Forschungsprojekte

Einzelförderung:

  • Episoden aus dem Leben eiszeitlicher Höhlenkünstler - Analyse menschlicher Fußabdrücke mit indigenem Wissen und Methoden westlicher Wissenschaften

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Aufbauend auf drei Pilotstudien (2013 bis 2015) sollen in dem beantragten Forschungsvorhaben spätpleistozäne und frühholozäne Fußabdrücke in ausgewählten südwestfranzösischen Bilderhöhlen von indigenen Fährtenlesern aus Namibia mit ihren eigenen indigenen Methoden untersucht werden. Parallel hierzu sollen dieselben Fußabdrücke mit aktuellen Methoden westlicher Wissenschaften analysiert werden, so dass die Ergebnisse beider Methodenspektren unmittelbar miteinander verglichen und diskutiert werden können. Die Analyse von Fußabdrücke ist seit den ersten Untersuchungen in den 1970er Jahren ein Desiderat der prähistorischen Archäologie, obwohl über Fußabdrücke wertvolle Einblicke in die Nutzung von Bilderhöhlen gewonnen werden können. Im Zentrum des beantragten Forschungsvorhabens stehen drei Anliegen: 1. Evaluation der im Rahmen der Pilotstudie von 2013 erarbeiteten Ergebnisse, 2. Generierung neuer Daten und 3. Aufbau einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke. Die Forschungen stehen in einem engen Austausch mit zwei weiteren, methodisch verwandten Projekten, die in einem Paketantrags Archäologie und indigenes Wissen (DFG 944/1) gebündelt sind.Gerade durch die Entwicklung einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu den archäologischen Wissenschaften und deren Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.

  • Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau, Rumänien

    Laufzeit: 15. September 2014 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: andere Förderorganisation, Bayerische Staatsministerien
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3265
  • Bevölkerungsschätzungen in den Vici des Obergermanisch-Raetischen Limes

    Laufzeit: 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3277

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Teilprojekt THEFBO: Gerätschaften und Funktionstextilien

    Titel des Gesamtprojektes: Die kulturhistorische Bedeutung des Textilhandwerks in den prähistorischen Feuchtbodensiedlungen am Bodensee und Oberschwaben - im Kontext von Anforderungen an textile Objekte und ihre Wahrnehmung.
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt

    Der Verbundpartner FAU untersucht in diesem Verbundprojekt die Gerätschaften zum Textilhandwerk und
    Funktionstextilien, die in elementaren Arbeitsbereichen früher bäuerlicher Siedlungsgemeinschaften, hier
    im Kontext der Pfahlbaukulturen, genutzt wurden. Bei den Gerätschäften soll eine erste Sondierung
    erfolgen. Seile/Knoten und Schnüre gehören zu den wichtigsten Textilgruppen im alltäglichen Leben. Hier
    soll eine grundlegende Bestandsaufnahme ihre Einsatzmöglichkeiten, wie im Lastenversatz, beim Hausbau
    oder als Verbindungselement von Verbundstoffen, wie geschäfteten Werkzeugen, erfolgen. Im Bereich der
    Fischfangtechniken sollen in Hornstaad Hörnle IA die Fischknochen mit einbezogen werden; ebenso die
    Aufnahme der Netzsenken. Maßgeblich bei der Auswertung wird das Herausarbeiten der spezialisierten
    Fischfangtechniken sein und deren Tradierung, bzw. Ausbreitungswege. Die Erfahrungen aus den
    Versuchen der Experimentellen Archäologie sollen den Stellenwert spezifizierter Funktionstextilien in
    diesen Siedlungsgemeinschaften herausstellen.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Nachahmungen griechischer Vasen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: der Tonwarenfabrikant August Sältzer in Eisenach als Beispiel

    Als ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche, mit antiken Gefäßen reich ausgestattete Gräber in Unteritalien und Etrurien aufgedeckt wurden, erregte dies erhebliches Aufsehen in Europa. Schnell wurden erste Sammlungen zusammengetragen und große Stichwerke – wie die ab 1767 erschienene Publikation der Sammlung des englischen Gesandten am neapolitanischen Königshof Sir William Hamilton – verbreiteten die Kenntnis der Vasen und ihrer reichen Bilderwelt. Die dadurch steigende Nachfrage nach antiker Keramik ließ sich nicht einmal mehr durch die zahlreichen Raubgrabungen, die alle archäologischen Kontextinformationen unwiederbringlich zerstörten, befriedigen. So gewannen auch moderne Reproduktionen und freiere Nachahmungen verschiedener Firmen wie die neapolitanische Manufaktur Giustiniani an Beliebtheit und fanden Eingang in Sammlungen und private Interieurs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verebbte das Interesse für antikisierende Keramik nicht, im Gegenteil: neue Firmen – wie etwa die dänische Firma Hjorth in Rønne – entstanden und fertigten noch bis ins 20. Jahrhundert hinein für eine breite interessierte Kundschaft.

    Bislang fast unbekannt ist der archäologischen Rezeptionsforschung die Produktionslinie der Firma August Sältzer, die spätestens ab 1864 in Eisenach mit der Fertigung von Gefäßen nach antiken Formen und mit antiken oder antikisierenden Bildern begann. Weitaus bekannter ist diese Firma heutzutage für ihre Bierhumpen, etwa Nachahmungen der sogenannten Creußener Krüge, während die antikisierenden Vasen in Vergessenheit geraten sind.
    Als Vorlagen für die Vasen wurden Stichwerke wie die 190 Tafeln mit Umrisszeichnungen umfassende Galerie Mythologique. Recueil de Monuments pour servir a l’étude de la mythologie, de l’histoire de l’art, de l’antiquité figurée. Et du langage allégorique des anciens von Aubin-Louis Millin (Paris 1811) oder die zahlreichen Publikationen des Klassischen Archäologen Eduard Gerhard verwendet, die die Vasenbilder in reichen, kolorierten Stichen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatten. Beiden Publikationen, die exemplarisch für eine ganze Reihe anderer im 19. Jahrhundert stehen, ist gemeinsam, dass sie die Bilder von ihrem dreidimensionalen Bildträger – der Vase – lösen und quasi als Abrollung auf die Tafel drucken. Dadurch waren sie als Vorlagen für das neu entstehende Kunstgewerbe und seine unterschiedlichen Belange verwendbar – ob auf Möbeln, als Wanddekoration oder eben auf neuen Gefäßen. So werden in der Firma August Sältzer sowohl die Bilder als auch die Ornamente, Vasenformen und der Malstil von der Antike übernommen, jedoch stets in neuen Kombinationen, unabhängig von der originalen Vase. Da es sich somit nicht um Kopien handelt, steht das originale Objekt anders als in der Archäologischen Wissenschaft nicht im Vordergrund des Interesses. Allein die Vorbildhaftigkeit der antiken Formen und Bilder für das Kunstgewerbe war von Bedeutung. Kunstfertigkeit besaß derjenige, dem es gelang, mit Geschmack diese Elemente zu kombinieren.
    Und August Sältzer scheint diesbezüglich überaus erfolgreich gewesen zu sein, da man seine Arbeiten mehrfach auf den Kunstgewerbeausstellungen in Deutschland und Österreich prämierte und seine Vasen auch Eingang in den Bestand der neu entstandenen Kunstgewerbemuseen (etwa in München und Wien) fanden. Und nicht nur dies: Die Firma erwarb sich wegen ihrer qualitätsvollen Nachahmungen auch den Titel des Hoflieferanten am preußischen Königshof.
    Die Untersuchung der Eisenacher Produktion kann daher einen beispielhaften Einblick in den zeitgenössischen Geschmack – vor allem des wohlhabenden Bürgertums – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geben. Die Antike gesellte sich in deren heimischen Interieurs immer häufiger neben Produktionen anderer Stilarten – ohne, dass dies störte, wie die „Zeitschrift für Kunst und Gewerbe“ von 1873 zur Verwendung derartiger Vasen bemerkte: „Man könnte vielleicht die Frage aufwerfen: Was sollen diese Nachbildungen altgriechischer Vasen und Schüsseln in unsern modern eingerichteten Zimmern? Werden sie, müssen sie dort nicht den Eindruck der Unruhe, des Unpassenden machen, das mühsam hergestellte Ensemble derselben stören? Die Frage ist unbedingt zu verneinen, sofern der Besitzer überhaupt ein Verständniss für die Eigenart der einzelnen Gegenstände mitbringt, die er in seinen Gemächern zusammenstellt, sobald er mit Absicht und künstlerischem Geschmacke wählt, der ihn in Bezug auf Form und Farbe das Richtige treffen lässt. Ist das der Fall, dann stören diese Nachbildungen neben Majoliken so wenig, als Abbildungen des Parthenon-Frieses neben einer solchen der Hermannsschlacht auf dem östlichen Giebel der Walhalla und eine Copie der Mediceischen Venus neben einer Apostelfigur von Peter Vischer.“ (Kunst und Gewerbe, Wochenschrift zur Förderung Deutscher Kunst-Industrie 7. Jg. Nr. 27, 1873, 214)

    Verschiedene Exemplare der Produktion und ein Verkaufskatalog der Firma ermöglichen einen nahsichtigen Einblick in die Variationsbreite der Produktion. Anhand dieser Zeugnisse werden Fragen nach den Geschmacksvorstellungen der Zeit in Bezug auf die griechische Antike, den Umgang mit Vorlagewerken und dem Stellenwert der Originale untersucht, ebenso wie ein Einblick in die spezifische Rezeption der Antike und die damit zusammenhängende kunstgewerbliche Produktion im Historismus verfolgt wird.

    Projektleitung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt
    Durchführung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt, Katharina Hefele, BA, Jannis Rütten, BA

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland

    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Produktion und Konsum von Authentizität — Vergangenheitspolitik in der Kultur- und Kreativwirtschaft im sinophonen Raum

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Das Projekt untersucht die Bedeutung von Authentizität bei der Schaffung und Verbreitung historischer Erinnerungen im sinophonen Raum. Im Fokus steht die durch die Pluralisierung der historiographischen Akteure in den letzten drei Dekaden tiefgreifend veränderte Bedeutung von Vergangenheit in China, Hongkong und Taiwan. Besonders in der Kultur- und Kreativwirtschaft sind durch digitale Technologien, populäre Medien und die Kommerzialisierung kulturelle Produkte geschaffen worden, die die Vergangenheit als Identitätsressource nutzen und neu imaginieren. In Ergänzung zur top-down-Perspektive in der bestehenden Forschung, die sich seit langem mit staatlich gelenkter Vergangenheitspolitik und nationalen Identitätsdiskursen befasst hat, widmet sich dieses Projekt drei Fallstudien, in denen populäre Modi der Repräsentation und Rekonstruktion von Vergangenheit betrachtet werden: 1. historische Stätten und living history im Tourismus; 2. nichtstaatlich organisierte Ausstellungen und Museen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts; und 3. kulinarische Kultur. Dies sind derzeit stark umstrittene Räume der Aushandlung von historischer Erinnerung, wo Konsumenten eine „authentische“ Vergangenheit durch persönliche und personalisierte Erfahrungen nachvollziehen, historische Gebrauchsgegenstände wieder entdecken oder die Vergangenheit durch Nostalgie nacherleben. In allen Fällen ist die abstrakte, an Meistererzählungen gebundene Vergangenheit zu einem Ereignis oder einer Ware geworden, die sich über Authentizität statt historische Wahrheit legitimiert und damit nicht mehr ausschließlich einer politischen Logik zu folgen scheint. Die Erfindung und Anfechtung historischer Authentizität ist damit zu einem hochkomplexen Prozess geworden, in dem Identitätskonzepte zwischen kolonialer und/oder revolutionärer Nostalgie und unvermeidlicher Globalisierung oszillieren.
    Die Kernfragen des Projekts lauten: Wie helfen Kultur- und Kreativindustrien dem Konsumenten, durch ein Re-enactment von Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit vielschichtigen Zeitlichkeiten und Nostalgie historische Authentizität zu schaffen? Wie trägt der oft proklamierte Rückzug von politischer Ideologie und staatlicher Autorität zur wachsenden Polyphonie in der Kultur- und Kreativwirtschaft bei, und welche gesellschaftlichen und politischen Implikationen besitzt selbst behauptete Authentizität in den betrachteten Gesellschaften? Das Projekt zielt darauf ab, die Rollen des Staates, der Gesellschaft und der Kulturindustrie in der Vergangenheitspolitik nuancierter darzustellen, die Beziehung zwischen populärer und offizieller Sicht auf die Geschichte zu überdenken und schließlich einen möglichen Beitrag der jüngsten theoretischen Neuerungen in der Forschung zur öffentlichen Geschichte (public history) für ein neues Verständnis von historischer Erinnerung im sinophonen Raum zu eruieren.

  • Standards of Decision-Making Across Cultures

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://www.sdac.studium.fau.de/

        

    Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC) is an interdisciplinary study programme in cultural studies with an emphasis on East Asian societies. It allows the students to acquire profound academic and methodological knowledge, as well as additional key skills regarding decision-making processes in East Asia. The MA degree program requires a BA degree of variable disciplinary orientation. This non-consecutive Master’s program draws from the fields of anthropology, philosophy, political science, economics, history, and Chinese studies. In addition to core courses, students have the possibility to further shape their curriculum around linguistic-cultural, comparative-philosophical, or economical & political academic focuses.

    During their obligatory stay at the European Centre for Chinese Studies (ECCS) in Beijing, students will be given the opportunity to apply their theoretical knowledge to both academic and everyday situations in China.

    The programme is organized into four semesters. Students must acquire a total of 120 ECTS credit points. The Master’s thesis is due at the end of the fourth semester. The study plan includes lectures (including the IKGF lecture series), seminars and tutorials. All courses are held in English.

  • Emmy Noether-Programm: "Die Bürokratisierung des Islam und ihre sozio-rechtlichen Dimensionen in Südostasien"

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Emmy-Noether-Programm (EIN-ENP)
  • Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa

    Laufzeit: 1. Juli 2015 - 30. Juni 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Elitestudiengang "Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC)"

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Grundbegriffe chinesischer Geschichte im transnationalen Kontext

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2018
  • Scientists and their Knowledge Networks in the Cold War Era

    In the past decades, the history of science has experienced numerous turns due to new methodologies or the investigation of previously overlooked sources. This gave rise to new perspectives that have emphasized the contribution of non-European societies to both the emergence and formation of academic disciplines. While these findings have been analyzed in detail for late imperial and Republican China, the case for the People’s Republic of China during the Cold War era has remained a lacuna. This project understands knowledge production as a continuous transnational process in which the countries of China, Japan, USA, Western Europe and the Soviet Union were equally involved. Applying methods of digital humanities (DH) we measure and visualize transnational knowledge flows beyond the national scale by highlighting the movement of scientists, of their publications and of research topics across time and space.

Einzelförderung:

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland

    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Briefkultur in der englischen Restaurationszeit

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://www.angam.phil.fau.de/fields/enst/lit/research/epistolaryrestoration/
  • Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

    Laufzeit: 1. Mai 2018 - 30. April 2025
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

Einzelförderung:

  • Sprachliche Praktiken der Raumkonstruktion in einem transnationalen Kontext: Soziale Differenzierung und Agency in den "bateyes" der Dominikanischen Republik.

    Laufzeit: 1. September 2016 - 31. August 2024
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Paragesellschaften. Parallele und alternative Sozialformationen in den Gegenwartskulturen und -literaturen

    Laufzeit: 22. Mai 2016 - 31. Januar 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Wissensproduktion und -transfer in Naturwissenschaften und Literatur

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021
  • Narrative Entwürfe möglicher Welten in Science Fiction und populärwissenschaftlichen Schriften über Kosmologie und Astronomie

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021
  • Kants Schriften in Übersetzungen

    Laufzeit: 1. September 2016 - 1. Oktober 2020
  • Transmediale story worlds in der Gegenwartsliteratur und –kultur

    Laufzeit: 1. April 2016 - 30. September 2020
  • Dokufiktionales Erzählen in der zeitgenössischen Populärkultur

    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 30. September 2020

Einzelförderung:

  • Deutsch als Fremdsprache lernen mit Fußball

    Laufzeit: 1. September 2020 - 28. Februar 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Anschlussuntersuchung an den Schulversuch "Lernen in zwei Sprachen – Bilinguale Grundschule Englisch"

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 31. Juli 2022
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien

    Inder Anschlussuntersuchung an den Schulversuch „Lernen in zwei Sprachen –Bilinguale Grundschule Englisch“ ist es das Ziel, in den Jahrgangsstufen 5 bis7 der weiterführenden Schulen Erkenntnisse über den weiteren Bildungsverlaufvon Schülerinnen und Schülern zu gewinnen, die in ihrer Grundschulzeit nach demUnterrichtskonzept Lernen in zweiSprachen deutsch-englisch bilingual unterrichtet wurden. Die Untersuchungerstreckt sich über die Schuljahre 2019/2020 bis 2021/2022 und wird an ca. 100 Mittelschulen,Realschulen und Gymnasien in ganz Bayern durchgeführt.

    Longitudinalwird untersucht, inwieweit sich die in der Grundschule bilingual unterrichtetenSchülerinnen und Schüler durch die weiterführende Schule mit Blick auf ihreBildungsbiografie gut aufgenommen fühlen, wie die Erziehungsberechtigten undLehrkräfte dies einschätzen, welche Leistungen die betroffenen Schülerinnen undSchüler im Fach Englisch an der weiterführenden Schule zeigen und welcheMaßnahmen sich aus leitfadengestützten Interviews mit Lehrkräften und anderenerhobenen Sprachdaten über eine möglichst wirkungsvolle Unterstützung desweiteren Bildungsverlaufs der vormals bilingual unterrichteten Schülerinnen undSchüler ableiten lassen.

    Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus inKooperation mit der Stiftung Bildungspakt Bayern ist federführend bei dieser Anschlussuntersuchung.Mit der Durchführung der wissenschaftlichen Untersuchung ist der Lehrstuhl fürFremdsprachendidaktik mit Schwerpunkt Didaktik des Englischen derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Thorsten Piske undDr. Anja Steinlen) betraut.

  • Schriftspracherwerb im Kontext der Mehrsprachigkeit

    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2020
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Das Projekt, das in Kooperation mit der SalahaddinUniversity in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau vonnachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, derForschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universitätmit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftlicheWeiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildungin der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildungund Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für denTheorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oderregional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz vonbestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern undgesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme derLehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale undökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitungvon zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unterbesonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in derRegion. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre undForschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zurFörderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalenVernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinausträgt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkungder Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf denGebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen undinterkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Einleitung

    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen. Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:

    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.

    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen, Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev. oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt wird.

    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit, Ritualgebet in der Schule).

    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf Deutschland übertragen werden.

    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.

    2. Forschungsfrage / Hypothesen

    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:

    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;

    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen, eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;

    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch aufgeklärt werden.

    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als deutschstämmige.

    3. Forschungsdesign

    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen sowie Strukturgleichungsmodellen.

  • Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für Inklusive Bildung. Entwicklung und Evaluation von Aus- und Fortbildungsangeboten für inklusiven Geographieunterricht im Design-Based-Research

    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/geolink/

    Für die Qualifizierung von Lehrpersonen für einen inklusiven Unterricht sind entsprechende Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen notwendig. Jedoch fehlen bislang theoretische und empirische Erkenntnisse zur Konzeptualisierung bzw. Identifizierung der notwendigen fachdidaktischen Qualifikationen im Bereich des Geographieunterrichts. Daher soll in diesem Projekt das für einen inklusiven Geographieunterricht notwendige fachdidaktische Wissen identifiziert bzw. modelliert werden. Danach sollen im Forschungs- und Entwicklungsrahmen des Design-Based-Research universitäre, geographiedidaktische Seminare sowie Fortbildungsveranstaltungen für Geographielehrpersonen entwickelt, durchgeführt und in Form eines mixed-methods-Ansatz forschend begleitet werden. Dabei stehen Gelingensbedingungen der Veranstaltungen sowie Wirkungen auf Einstellungen und das fachdidaktische Wissen im Forschungsinteresse. Insbesondere in konzeptionellen Phasen des Projektes erfolgt eine enge Einbindung sonderpädagogischer Expertise.

  • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Schulversuchs „Bilinguale Grundschule Französisch“

    Laufzeit: 1. August 2017 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    DerLehrstuhl für Fremdsprachendidaktik führt seit August 2017 diewissenschaftliche Begleitung des von der Stiftung Bildungspakt Bayerngeförderten Modellversuchs „Bilinguale Grundschule Französisch“ durch. An demModellversuch nehmen insgesamt elf Grundschulen in Bayern teil. Die Umsetzungdes Französischangebots reicht von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaftenoder als Zusatzangebot im Ganztag bis hin zu Bilingualem Sachfachunterricht inder Regelklasse.

    Diewissenschaftliche Begleitung umfasst die Entwicklung eines Kompetenzrahmens fürFranzösisch an der Grundschule, die Unterstützung der Lehrkräfte durchFortbildungsveranstaltungen sowie die wissenschaftliche Evaluation. Sie findetin enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterrichtund Kultus sowie mit dem Deutsch-Französischen Institut statt.

    Beider Untersuchung von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaften und alsZusatzangebot im Ganztag steht die Frage im Vordergrund, wie sich die jeweiligeUmsetzungsvariante bzw. Organisationsform auf den Erwerb des Französischenauswirkt. Beim Bilingualen Sachfachunterricht in derRegelklasse konzentriert sich die Evaluation auf die Frage, wie sich derbilinguale Unterricht Deutsch/Französisch auf die Kompetenzen im Sachfach, imDeutschen und im Französischen auswirkt.

    In jahrgangsstufenangemessenen Tests werden die Kompetenzen allerSchülerinnen und Schüler im Französischen, bei den deutsch-französischbilingual unterrichteten Grundschulkindern außerdem die Kompetenzen im Sachfachund im Deutschen überprüft. Weiterhin werden Elternfragebögen analysiert,Erhebungen zu kognitiven Grundfähigkeiten durchgeführt und untersucht, ob esLeistungsunterschiede zwischen ein- und mehrsprachig aufwachsenden Kindernsowie zwischen Mädchen und Jungen gibt.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Fachübergreifende Digitale Bildung – Kompetenzen für das Unterrichten in der digitalen Gesellschaft

    Laufzeit: 1. November 2016 - 1. Oktober 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://ddi.cs.fau.de/forschung/digi4all

    Ziel des Projekts Digi4All ist die Konzeption, Ausgestaltung und Implementierung eines Online-gestützten Studienangebots zur Digitalen Bildung für Lehramtsstudierende aller Fächer und Schularten. Das Projekt greift die Ziele der Zukunftsstrategie der Bayerischen Staatsregierung zum Thema „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“, des KMK-Schwer­punkt­themas „Bildung in der digitalen Welt“, der Digitalen Strategie 2025 des BMWi und des neuen FAU-Leitbild-Konzepts „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ auf. Durch ein innovatives Blended-Learning-Lehr-Lern-Angebot soll ein Beitrag geleistet werden, digitale Bildung in den Lehreramtsstudiengängen aller Fächer zu verankern.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • BayTreeNet - Talking Trees - TP3: Bildung für Nachhaltige Entwicklung

    Titel des Gesamtprojektes: "Talking Trees": Schnittstelle von Klimadynamik, Dendroökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2023
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (seit 2018)
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/baytreenet/

    Im Zentrum dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes steht die bildungsbezogene Arbeit zu Zusammenhängen von Großwetterlagen und Waldökosystemen in Bayern im Kontext des Klimawandels. Dazu wird u.a. ein Unterrichtskonzept für Schülerinnen und Schüler in Bayern entwickelt und forschend begleitet, in dem die regional unterschiedlichen Auswirkungen von (durch den Klimawandel verändert auftretenden) Großwetterlagen auf Waldökosysteme im Zentrum stehen. Die begleitende Forschung beleuchtet die Wirkungen des Unterrichtskonzepts, u.a. hinsichtlich Veränderungen im Wissensbereich und bei Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse fließen wiederum in eine Überarbeitung des Konzeptes ein, so dass ein empirisch fundiertes und in der schulischen Praxis erprobtes Unterrichtskonzept unter dem Leitbild einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet wird. Es ermöglicht als übergeordnete Zielstellung einen Wissenstransfer in die Zivilgesellschaft über die in diesem Kontext besonders relevante Institution Schule. So kann eine große Gruppe von Entscheidungsträgern der Zukunft erreicht werden, die von den regionalen Folgen des Klimawandels in besonderem Maße betroffen sein werden, bei der jedoch bislang große Defizite insbesondere im Wissens- (Folgen des Klimawandels) und Einstellungsbereich (wenig eigene Bezüge zum Klimawandel) festzustellen sind.

Eigenmittelprojekte:

  • Alltagsweltliche Vorstellungen von Schüler*innen der Grundschule zum natürlichen Wasserkreislauf

    Laufzeit: 1. Juli 2018 - 30. Juni 2021

    Im Projekt werden die alltagsweltlichen Vorstellungen von Schüler*innen in der Grundschule zum Thema "Natürlicher Wasserkreislauf" erforscht. Dabei wird im Sinne eines mixed-methods-Ansatz zunächst ein geschlossener, itembasierter Fragebogen eingesetzt, um besonders häufig auftretende alltagsweltliche Vorstellungen sowie bestimmte Vorstellungsmuster zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden mit ausgewählten Schüler*innen leitfadengestützte Interviews geführt, um die Vorstellungen in der Tiefe verstehen zu können.

  • Lehrerinnen der Stadt Erlangen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus - politische und pädagogische Arbeit

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2017

    Eine Veröffentlichung im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes des Stadtarchivs Erlangen ist für 2020/21 geplant.

    Ausgangspunkt meiner Arbeit ist der Nachlass der Lehrerin Elisabeth Ewald. Das Forschungsvorhaben erstreckt sich jedoch auch auf weitere exemplarische Personenkreise und auf die  Untersuchtung weiblicher Handlungsspielräume vom Ende des Ersten Weltkriegs über die Novemberrevolution 1918/19 bis zum Ende der NS-Diktatur.

  • Concept Maps als Strategie für sprachliches UND fachliches Lernen im Geographieunterricht (Arbeitstitel)

    Concept Maps (auch Begriffsnetze oder Gedankenlandkarten) als Sonderform der Mappingverfahren dienen der systematischen Darstellung von Inhalten und Konzepten. Durch die Visualisierung von Begriffen und ihrer Beziehung zueinander wird das Vorwissen und das erworbene Wissen strukturiert und neu organisiert. Derartige Strukturierung von Wissen wird vor allem in naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern für das fachliche Lernen genutzt.

    Im Geographieunterricht werden Concept Maps hauptsächlich für drei verschiedene Bereiche verwendet: zur Erschließung von Fachtexten (Raschke 2018), zur Diagnostik von Fachwissen (Mehren, Rempfler, Ulrich‐Riedhammer 2015) und zur Strukturierung von Vorwissen (Schramke 1999). Bisherige Studien zum Einsatz von Concept Maps beziehen sich auf lernförderliche Effekte im fachlichen Bereich. Ein Desiderat stellt allerdings die Betrachtung der Concept Maps als Strategie für das sprachliche Lernen für alle SchülerInnen und insbesondere diejenigen mit Deutsch als Zweitsprache dar.

    In dem Promotionsprojekt wird dieser Frage nachgegangen. Es wird untersucht, welche sprachförderlichen Effekte die Arbeit mit Concept Maps für die Lernenden im Geographieunterricht hat. Grundannahme ist, dass fachliches Lernen und sprachliches Lernen eng miteinander verbunden sind. Geplant ist eine Interventionsstudie.

  • Beliefs von (angehenden) Geographielehrpersonen zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2017
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/forschung/

    Das unterrichtliche Handeln von Lehrpersonen wird von deren subjektiven Überzeugungen (sog. beliefs) zum Beispiel zum Ablauf von Lernprozessen im Allgemeinen oder zum Nutzen bestimmter Unterrichtsmethoden im Speziellen beeinflusst. Im Bereich der Unterrichtsmethoden gelten naturwissenschaftliche Arbeitsweisen (Experimente, Untersuchungen, …) als Schlüssel für den Aufbau eines Wissens über das Fach Geographie, im Geographieunterricht kommt ihnen daher eine große Bedeutung zu. Jedoch deuten empirische Studien darauf hin, dass naturwissenschaftliche Arbeitsweisen von Geographielehrpersonen im Unterricht wesentlich seltener eingesetzt werden, als dieses aus didaktischer Perspektive wünschenswert und auf normativer Ebene (Lehrpläne) vorgeschrieben ist. Die konkrete Entscheidung für oder gegen den Einsatz einzelner Methoden treffen die Geographielehrpersonen; daher ist es von großem Interesse und für mögliche Interventionen in Aus- und Fortbildung von großer Bedeutung, mehr über die bislang nicht erforschten beliefs der Lehrpersonen zu diesem Bereich zu wissen. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Projekt fragebogengestützt erhoben werden, welche beliefs (angehende) Geographielehrpersonen zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen haben, wie diese beliefs mit allgemeinen beliefs zu Lernprozessen in Beziehung stehen und ob sich diese beliefs in positivem Sinne verändern lassen. Dazu werden Geographielehrpersonen in unterschiedlichen beruflichen Stadien (Studium, Referendariat, Schuldienst) in einer Querschnittsstudie befragt.

  • Effekte musikalischer Aktivitäten im Alter

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. November 2020
  • Die geographische Perspektive im Sachunterricht kompetenzorientiert unterrichten

    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 31. Dezember 2020

    Im Rahmen des Projektes wurden konzeptionelle Ansätze sowie Unterrichtsbausteine für einen kompetenzorientierten Sachunterricht in der geographischen Perspektive entwickelt.

  • Geschichte des AfS

    Laufzeit: 12. November 2010 - 19. November 2020

Einzelförderung:

  • Prekäre Literaturen (1830-1900). Zur Erschließung und Systematisierung nichtkanonisierter Erzähltexte im 19. Jahrhundert

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert) (2019-2022)

    Laufzeit: seit 9. Juni 2019
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.literarischer-zweifel.phil.fau.de/
  • Artefakte der Avantgarden 1885-2015 - Schlecht gemachte Bücher: Subversive Publikationspraktiken und hybride Artefakte der Neo-Avantgarde im postdigitalen Zeitalter

    Laufzeit: 1. April 2019 - 30. März 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.apod.li

    Print-on-demand is a new production method based on digital print that has revolutionized the book world. Allowing for very small print runs down to one single copy the availability of book titles no longer requires a physical stock—in contrast to traditional print runs. This has fundamental effects on the production of printed matter and its contents.

     Contemporary experimental artists and writers who have adopted print-on-demand publishing praise the method’s low financial risk, creative autonomy, and independence from trade publishers. They embrace it as a means of self-empowerment and democratization—although (or, maybe, precisely because) it has been discredited by the literary establishment as a vanity enterprise and by book lovers and designers irritated by its low production values. Drawing on some of the most notable examples of the genre, this research project investigates how print-on-demand facilitates an astonishing variety of forms and aesthetic approaches and how it functions as a critical media practice that continues avant-garde, underground, and counterculture traditions and also responds to our post-digital age in compelling us to re-conceptualize our understanding of the book and publishing.

     Our collection of artistic print-on-demand publications will grow through curatorial acquisition and artist’s/author’s contributions. It will be preserved in future years as special collection in the Bavarian State Library, a leading German library. It will be an important resource for the study of print-based experimental publishing, art and literature in the post-digital era.

  • Produktivität und Kreativität in der Lexik des Ostfränkischen

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung

    DasProjektthematisiert die Frage, wie sich Dialekte in Richtung Regiolekte undStandardsprache weiterentwickeln und akkommodieren. Dieses Ziel steht imKontrast zur bisherigen Forschung, die weitgehend auf den Aspekt desDialektabbaus ausgerichtet ist. Im Projekt wird das lexikalische Potential vonDialektsprechern und -sprecherinnen in den Fokus gerückt: Erstmals wirdsystematisch am Beispiel des Ostfränkischen untersucht, was denWortschatzausbau im Dialekt steuert.

    DerAusbau des Dialektwortschatzes erfolgt auf dreierlei Weise: durch Wortbildung(Produktivität) sowie Bedeutungsbildung und Entlehnung (Kreativität). Alsprimäre Datenbasis dient das online verfügbare Material des Fränkischen Wörterbuchs, das Erhebungenaus den Jahren 1960–2001 enthält. Zur Ergänzung dieser Daten wird einvergleichendes Korpus ‚Dialektliteratur‘ aufgebaut und ausgewertet. ZurÜberprüfung der Ergebnisse werden kompetente Dialektsprecher und -sprecherinnenin Interviews befragt.

  • Dokufiktionales Erzählen. Neue Formen des Realistischen in der Literatur der Gegenwart

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Dem Projekt geht es um eine grundlegende Konturierung und Produktiv-Machung des aktuell hochvirulenten Begriffs ‚Dokufiktion‘ für den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Ziel soll allerdings nicht dadurch erreicht werden, dass Dokufiktion als eigenes Genre in der literarischen Landschaft etabliert wird, wie es in anderen Ansätzen bereits der Fall ist. Vielmehr wird die dokufiktionale Narration als eine gegenwärtige Schreibweise und Erzählhaltung begriffen, die in reflektierter Weise auf den zunehmenden Realitätsverlust in einer digitalen und virtuell überformten Lebenswelt antwortet und einen konstruktiven Umgang mit dieser veränderten medialen Realität erprobt. Hierfür nutzen die bewusst zwischen Fakt und Fiktion changierenden Texte sowohl dokumentarische als auch fiktionale Darstellungsformen, die mithilfe intramedialer, intermedialer und transmedialer Verfahrensweisen verwoben werden. Diese vielfältigen Erzählverfahren und Darstellungsweisen – unter Einbezug zeitgenössischer medientheoretischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher und nicht zuletzt philosophisch-ethischer Ansätze – offenzulegen, sie in ihrer Funktionsweise ebenso wie in ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung zu analysieren und daraus eine Poetik dokufiktionalen Erzählens abzuleiten, ist die Zielsetzung des Projekts.

  • Irrtum in der Literatur

    Laufzeit: seit 27. September 2018
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
  • Rekonstruktion von Argumenten aus Noisy Text (SPP 1999: RATIO)

    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Soziale Medien spielen in der gesellschaftlichen Meinungsbildung eine wachsende Rolle. Gegenstand von RANT ist die Entwicklung von Methoden und Formalismen zur Extraktion, Repräsentation und Verarbeitung von Argumenten aus Texten geringer linguistischer Qualität, wie sie eben in Diskussionen auf sozialen Medien anzutreffen sind, anhand einer laufenden Fallstudie an einem großen Korpus von vor dem Referendum verbreiteten Twitter-Botschaften zum Thema Brexit. Wir werden eine korpuslinguistische Studie zur Identifikation wiederkehrender sprachlicher Argumentationsschemata durchführen und anhand dieser Schemata im Sinne eines High-Precision-Low-Recall-Ansatzes entsprechende Korpusanfragen zur Extraktion von Argumenten entwerfen. In der Tat erwarten wir, dass sich Argumentationsschemata unmittelbar mit logischen Schemata in einem dedizierten Formalismus in Verbindung bringen lassen und somit einzelne Argumente direkt als logische Formeln geparst werden können. Der zur Argumentrepräsentation verwendete Formalismus wird ein breites Spektrum an Modalitäten beinhalten, die in realen Texten auftretende sprachlich-semantische Phänomene wie Unsicherheit, Wirkung, Präferenz, Sentiment, Vagheit und Default-Implikation widerspiegeln. Wir werden einen solchen Formalismus als Familie von Instanzlogiken in der koalgebraischen Logik darstellen, die als generisches logisches Rahmenwerk vereinheitlichte semantische, deduktive und algorithmische Methoden für Modalitäten jenseits der üblichen relationalen Semantik zur Verfügung stellt; insbesondere werden wir Deduktionswerkzeuge für Argumentationslogiken auf bestehende generische koalgebraische Werkzeuge aufbauen. Die so entstehende logische Sprache zur Repräsentation einzelner Argumente wird ergänzt durch ein flexibles Rahmenwerk zur Repräsentation von Beziehungen zwischen Argumenten. Hierzu gehören sowohl in der Argumentationstheorie verbreitet betrachtete Relationen wie die Angriffs- und Unterstützungsrelationen sowie aus den Metadaten des Korpus gewonnene Beziehungen wie Zitation, Hashtags oder direkte Ansprache (per Erwähnung von Benutzernamen) als auch solche Beziehungen, die sich erst durch logische Schlussfolgerung aus dem Inhalt der Argumente ergeben. Insbesondere letztere Beziehungen stellen sich semantisch oft nicht als Relationen im engeren Sinne dar, sondern involvieren z.B. kontinuierliche Wahrheitswerte, Präferenzordnungen oder Wahrscheinlichkeiten und profitieren insofern von einer einheitlichen koalgebraischen Modellierung, die auch die semantische Grundlage der koalgebraischen bildet. Wir werden dementsprechend geeignete Verallgemeinerungen der für Dung's Argumentation Frameworks definierten Extensionssemantiken entwickeln und somit letztlich Begriffe wie „kohärenter Standpunkt“ oder „verbreitete Sichtweise“ formal einfangen; in Verbindung mit entsprechenden algorithmischen Methoden wird dies die automatisierte Extraktion umfassender argumentativer Positionen aus dem Korpus erlauben.

  • Nachwuchsforschergruppe "Der flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
  • Lyrik des deutschen Mittelalters: Eine elektronische Edition des Minnesangs

    Laufzeit: 1. März 2017 - 28. Februar 2026
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.ldm-digital.de

    Ein erheblicher Teil des Minnesangs ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen überlieferungszuständen so aufzubereiten, dass jedem Benutzer genau die Synopse an die Hand gegeben werden kann, die er gerade benötigt. Zudem kann der Text nicht nur in editorisch bearbeiteter Form dargeboten werden, sondern auch in den Gestalten, die wie das Digitalisat und die Transkription unmittelbar an die Handschriften selbst heranführen. Schließlich ermöglicht es die Wahl des elektronischen Mediums, die Texte frei zugänglich zu machen (Open Access). Das Projekt schließt an ein Pionierprojekt an, in dem das editorische Konzept detailliert ausgearbeitet, die verschiedenen Arbeitsabläufe erprobt und die technische Machbarkeit nachgewiesen worden sind. Sein Korpus umfasst den gesamten Minnesang.

  • Forschungspartnerschaft zur Komödie im 18. Jahrhundert

    Laufzeit: 8. März 2016 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR), Fritz Thyssen Stiftung
  • Literarischer Untergrund. Schriftstellerische Produktion in nichtakademischen Milieus des 17. bis 19. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. Januar 2005 - 31. Dezember 2025
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://untergrund.repositorium.gf-franken.de/

    Der Bestand an deutscher Literatur, der im Licht heutiger literaturwissenschaftlicher Forschung als kanonisiert gilt, stammt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Wesentlichen von männlichen protestantischen Angehörigen der akademischen Bildungsschicht, die durch eben diesen Hintergrund über einen relativ homogenen Wissens- und Wertungshorizont verfügten. Dabei trifft man bei unvoreingenommener Auswertung der schriftstellerischen Produktion auch zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert auf eine überraschend hohe Zahl von Autoren, die trotz fehlender höherer Schul- oder gar Universitätsbildung produktiv am literarischen Leben teilnahmen. Sie verfaßten und publizierten Texte aller denkbaren Gattungen, die sich zum Teil an den Konventionen der „Bildungsliteratur“ orientierten, zum Teil aber inhaltlich und formal auch eigenen, alteritären Traditionen folgten.

    Das Forschungsprojekt soll zum einen die Entstehensbedingungen und Funktionen literarischer Werke rekonstruieren, die in bildungsfernen Milieus entstanden sind („Sitz von Literatur im Leben“). Zum anderen sollen die Formen, rhetorischen Verfahren und Kunstmittel analysiert und die immanente Poetik derartiger Literatur beleuchtet werden.

    Anstatt der in der Literaturwissenschaft bislang gängigen Opposition zwischen ‘Gelehrtenliteratur’ und ‘Volksliteratur’ bzw. ‘populärer Literatur’ wird dabei ein Milieu-Modell angewandt, das auf sozial- und bildungsgeschichtlichen Quellen basiert und eine angemessenere Binnendifferenzierung auch nichtintellektueller Autorenkreise erlaubt. Milieus werden durch eine Vielzahl korrelierender Elemente (neben Geburts- und Rechtsstand auch Konfession und Bildungsgang, Beruf und Status, Vermögen, soziale und politische Loyalitäten etc.) bestimmt; zentral für die literarische Produktion scheinen dabei v.a. die Stufungen der Teilhabe an der „Bildungstradition“ zu sein, d.h. Wissensinhalten und Formvorschriften, die im akademischen Unterricht vermittelt wurden.

    Ein solcher Ansatz erlaubt es einmal, relativ direkte Interdependenzen zwischen der Rhetorizität der Texte und ihren außerliterarischen Kontexten aufzudecken. Er ermöglicht zum anderen einen differenzierteren Blick auf die Literaturhistorie, die nur scheinbar durch den heute konsekrierten „Mainstream“, tatsächlich aber durch mehrere „literarische Kulturen“ geprägt war, die in komplexer Gemengelage nebeneinander existierten und jeweils über bestimmte Trägerschichten und Geltungsbereiche verfügten.

    Teilprojekte:

    • Werkausgabe Wilhelm Weber (abgeschlossen)

    • Poetische Neujahrswünsche

    • Lob des Handwerks

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Eigenmittelprojekte:

  • Poetiken des Parasitären

    Laufzeit: seit 1. Januar 2019
  • Athena Norica - Altdorfer Universitätsgeschichte

    Laufzeit: 1. Januar 2007 - 31. Dezember 2027
  • Alba Amicorum - Erforschung und Dokumentation

    Laufzeit: 1. März 1995 - 31. Dezember 2027

Einzelförderung:

  • Russischer Republikanismus vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Des Sultans Sternkunde. al-Ashraf Umar und sein Kitab al-Tabsira fi ilm al-nujum

    Laufzeit: 15. November 2019 - 14. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://tabsira.hypotheses.org/
  • Spektakuläre Gewaltakte. Transnationale Öffentlichkeiten und Terrorismus, 1880-1914

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    In dem Projekt soll die kommunikative Wirkung spektakulärer Gewaltakte in den letzten beiden Jahrzehnten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges in vergleichender und transnationaler Perspektive analysiert werden. Als „spektakulär“ werden dabei Attentate bezeichnet, die besonders heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorriefen. Dies galt (und gilt) insbesondere für terroristisch motivierte Bombenattentate aus dem Untergrund mit einer großen Zahl unbeteiligter Opfer, aber auch für Pogrome und Massaker. Geplant ist zunächst eine möglichst dichte Beschreibung der unmittelbaren Reaktionen auf Gewaltereignisse in Spanien, Frankreich, dem Russischen Reich und den USA anhand der bereits vorhandenen Literatur sowie anhand von Quellen aus dem unmittelbaren Umfeld (Polizei- und Gerichtsakten, Geheimdienstberichte, Bekennerschreiben, Memoiren). Darauf folgt eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Zeitungen, die über Attentate berichteten. Von Interesse sind dabei Zeitungen, deren Berichterstatter unmittelbar vor Ort waren, sowie daran anschließend die nationale und internationale Presse, in der die Ereignisse kommentiert und eingeordnet wurden. Die Arbeit wird damit einen wichtigen Beitrag nicht nur zum besseren Verständnis von durch Gewalt ausgelösten kommunikativen Dynamiken, sondern auch der transnationalen Vernetzung von Öffentlichkeiten vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges leisten.

  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Überlieferungsweisen - Betrachtungsweisen - Gebrauchsweisen: Bedeutungszuweisungen an Artefakte der Hellseherei

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Der Wunsch, in die Zukunft blicken zu können, ist eine Konstante im individuellen und kollektiven Leben des Menschen. Jahrtausende lang hat man sich der Deutung von scheinbar ‚natürlichen‘ oder aber ‚künstlich geschaffenen‘ Zeichen bedient, um der Unsicherheit über die Ereignisse, die uns erwarten, Herr zu werden. Doch auch wenn Formen der Hellseherei lange sehr bedeutsam waren, so ist für Europa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts der Prozess eines sukzessiven Bedeutungs- und vor allem Legitimationsverlustes von Divination als anerkannter Form der ‚Wissensproduktion‘ auszumachen.

    Sinnfälliger Ausdruck dieser Distanznahme ist der Umstand, dass divinatorische Objekte ihrer Anwendung enthoben und als Gegenstände musealen Sammelns in vollkommen neue Sinnzusammenhänge eingebettet wurden. Diese Geschichte musealen Sammelns und (Um)Deutens divinatorischer Objekte steht im Mittelpunkt des Projekts.

    Bearbeitet wird das Thema in zwei, chronologisch aufeinander aufbauenden Teilprojekten. Im frühneuzeitlichen Teilprojekt stehen höfischen Sammlungen in der Zeit vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Charakteristisch für diesen Sammlungstyp ist, dass einschlägige Objekte bereits in der Blütezeit divinatorischer Praxis systematisch zusammengetragen wurden. Mit dem Bedeutungsverlust der Hellseherei wurden sie aber gerade nicht ausgesondert, vielmehr blieben sie Teil der repräsentativen Schauseite höfischer Kunstkammern. Die Sammlungen bieten damit die Chance, jenseits der oft polemisierend zugespitzten Debatten der ‚Aufklärer‘, für die spätere Frühe Neuzeit Übergangsphänomene im Umgang mit der Hellseherei und Abstufung in der Bewertung ihrer einstigen Bedeutung in den Blick zu bekommen und so eine bestehende Forschungslücke zu schließen.

    Im chronologischen Anschluss an das frühneuzeitliche Teilprojekt untersucht das zweite Teilprojekt vom Standort des Germanischen Nationalmuseums aus die Anfänge des Sammelns divinatorischer Schrift- und Sachquellen in musealen Institutionen, insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen hier die Fragen, welche aversive oder affirmative kuratoriale Haltung in der Frühzeit des modernen Museumswesens den – wissenschaftstheoretisch mit dem Kampfbegriff „Aberglaube“ abqualifizierten – Zeugnissen historischer Prognostik entgegengebracht wurde, wie sich dies im Sammlungsaufbau und in den Sammlungspräsentationen niederschlug und welche Reaktionen des Publikums sich ausmachen lassen.

    In einem epochenübergreifenden Zugriff verspricht das Vorhaben damit Aufschluss über die Frage, welchen Beitrag fürstliche und bürgerliche Sammlungen zur Historisierung und zugleich zur nachhaltigen Abwertung divinatorischer Praktiken als lächerlich und unseriös geleistet haben.

    Der Wunsch, in die Zukunft blicken zu können, ist eine Konstante im individuellen und kollektiven Leben des Menschen. Jahrtausende lang hat man sich der Deutung von scheinbar ‚natürlichen‘ oder aber ‚künstlich geschaffenen‘ Zeichen bedient, um der Unsicherheit über die Ereignisse, die uns erwarten, Herr zu werden. Doch auch wenn Formen der Hellseherei lange sehr bedeutsam waren, so ist für Europa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts der Prozess eines sukzessiven Bedeutungs- und vor allem Legitimationsverlustes von Divination als anerkannter Form der ‚Wissensproduktion‘ auszumachen.

    Sinnfälliger Ausdruck dieser Distanznahme ist der Umstand, dass divinatorische Objekte ihrer Anwendung enthoben und als Gegenstände musealen Sammelns in vollkommen neue Sinnzusammenhänge eingebettet wurden. Diese Geschichte musealen Sammelns und (Um)Deutens divinatorischer Objekte steht im Mittelpunkt des Projekts.

    Bearbeitet wird das Thema in zwei, chronologisch aufeinander aufbauenden Teilprojekten. Im frühneuzeitlichen Teilprojekt stehen höfischen Sammlungen in der Zeit vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Charakteristisch für diesen Sammlungstyp ist, dass einschlägige Objekte bereits in der Blütezeit divinatorischer Praxis systematisch zusammengetragen wurden. Mit dem Bedeutungsverlust der Hellseherei wurden sie aber gerade nicht ausgesondert, vielmehr blieben sie Teil der repräsentativen Schauseite höfischer Kunstkammern. Die Sammlungen bieten damit die Chance, jenseits der oft polemisierend zugespitzten Debatten der ‚Aufklärer‘, für die spätere Frühe Neuzeit Übergangsphänomene im Umgang mit der Hellseherei und Abstufung in der Bewertung ihrer einstigen Bedeutung in den Blick zu bekommen und so eine bestehende Forschungslücke zu schließen.

    Im chronologischen Anschluss an das frühneuzeitliche Teilprojekt untersucht das zweite Teilprojekt vom Standort des Germanischen Nationalmuseums aus die Anfänge des Sammelns divinatorischer Schrift- und Sachquellen in musealen Institutionen, insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen hier die Fragen, welche aversive oder affirmative kuratoriale Haltung in der Frühzeit des modernen Museumswesens den – wissenschaftstheoretisch mit dem Kampfbegriff „Aberglaube“ abqualifizierten – Zeugnissen historischer Prognostik entgegengebracht wurde, wie sich dies im Sammlungsaufbau und in den Sammlungspräsentationen niederschlug und welche Reaktionen des Publikums sich ausmachen lassen.

    In einem epochenübergreifenden Zugriff verspricht das Vorhaben damit Aufschluss über die Frage, welchen Beitrag fürstliche und bürgerliche Sammlungen zur Historisierung und zugleich zur nachhaltigen Abwertung divinatorischer Praktiken als lächerlich und unseriös geleistet haben.

    http://www.ng1.geschichte.uni-erlangen.de/cms/team/ulrike-ludwig/forschung-und-forschungsprojekte/ueberlieferungsweisen-ndash-betrachtungsweisen-ndash-gebrauchsweisen.php

  • Regesta Imperii - Quellen der Reichsgeschichte

    Laufzeit: 25. Februar 2016 - 31. Dezember 2033
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa

    Laufzeit: 1. Juli 2015 - 30. Juni 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Eigenmittelprojekte:

  • Adelsverflechtungen zwischen Romania und Germania am Beispiel der historischen Gebiete des Grenzraums „Saar-Lor-Lux“ (ca. 1600−1737)

    Laufzeit: seit 1. April 2020

    Das Vorhaben ist als Postdoc-Projekt konzipiert und thematisch im Bereich der Neueren Geschichte, Schwerpunkt 17. und frühes 18. Jahrhundert, angesiedelt. Ziel ist die Erforschung grenzübergreifender Transferprozesse am Beispiel ausgewählter Adelsverbindungen in den historischen Gebieten einer heutigen europäischen Binnenregion (Großregion bzw. "Saar-Lor-Lux"). Das Projekt folgt neueren, transfer- bzw. verflechtungshistorischen Ansätzen und erprobt diese anhand von Geschehenszusammenhängen lokaler bzw. regionaler Tragweite, wie sie auch in mikrohistorischen Untersuchungen Beachtung finden. Im Mittelpunkt stehen klassische Formen adeliger Herrschaftsausübung und Selbsterhaltungsstrategien, welche geographische, sprachliche, kulturelle oder konfessionelle Transgressionen aufwiesen, vor allem (I) höfische und geistliche Laufbahnen, (II) Heiratsprojekte sowie (III) Migrationen und kulturelle Transferprozesse (Menschen, Tiere, Güter), die zuweilen mit (I) und (II) einhergingen. Ausgangspunkt ist eine Erhebung von familienbezogenen Akten und Amtsbüchern in den jeweiligen Kommunal- und Landesarchiven respektive Nationalarchiven, darunter Korrespondenzen adeliger Familienmitglieder, Inventare, administrative Schriftwechsel und Zeugnisse der Standeskorporationen. Das Erkenntnisinteresse ist auf zwei Ebenen anzusiedeln. Zum einen sollen Mechanismen sprachlicher und kultureller Übersetzungsprozesse in kleinen Räumen sondiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Alteritätserfahrungen, die eher bei sprachlichen Verständigungsproblemen, kulturellen Missverständnissen und politischen Konflikten als in 'erfolgreichen' Beziehungen zum Ausdruck kamen. Zum anderen zielt die Untersuchung auf politische Merkmale 'kleiner', bislang wenig beachteter Herrschaftsträger, die direkt an und über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg agierten: Neigten die lokalen Eliten im stark fragmentierten und herrschaftlich instabilen Raum Lothringen, Luxemburg und Mosel-Saar angesichts fehlender Machtmonopole und äußerer Hegemonialansprüche zu einer Beziehungsverdichtung? Welche Faktoren waren in diesem spezifischen Fall für eine versuchte Netzwerkbildung ausschlaggebend? Das Projekt leistet einen Beitrag zur übergreifenden Regionalgeschichte eines klassischen Grenzraums sowie zur Methodenbildung innerhalb der historischen Grenzraumforschung, die gerade komplexere, vornationalstaatliche Konstellationen noch nicht abschließend erforscht hat.

    Résumé (fr.)

    Le projet vise à étudier les notions d’échange entre noblesses dans l’espace frontalier formé par les territoires historiques de l’actuelle Grande Région, sujet qui n’a jamais fait l’objet d’une étude systématique. Tandis que les réseaux transnationaux des noblesses de cour ont fait l’objet de recherches exhaustives, le « cosmopolitisme » des noblesses provinciales, agissant à l’échelle micro-locale, laissent encore en suspens quelques questions: De quelles stratégies politiques, culturelles et linguistiques les collectifs nobles se servaient-ils pour nouer des liens au-delà des frontières? L’absence d’un monopole de pouvoir, privilégiait-il la fusion entre noblesses et l’émergence d’une « terre de métissage » (Motta 2016)? À base de sources relevant de l’histoire locale seront étudiés méthodiquement deux familles exemplaires, leurs pratiques matrimoniales ainsi que d’autres liens dans les terres limitrophes. Le rôle spécifique de la noblesse luxembourgeoise sera d’abord traité à part, puis relié à l’ensemble des transferts culturels franco-germaniques.

  • Studien zur Perzeption, Inszenierung und Funktionalisierung der Apostel in Spätantike und Frühmittelalter (Habilitationsprojekt)

    Laufzeit: seit 1. Februar 2018
  • Griechische Epigraphik, Feldforschung.

    Laufzeit: 1. April 2010 - 31. März 2035
    URL: http://www.boris-dreyer.de/

    Jährlicher Aufenthalt an den Grabungsorten Metropolis in Ionien bei Izmir, Magnesia bei Aydin,  Appolonia bei Bursa, Nikaia bei Iznik (Istanbul)

Einzelförderung:

  • Serielle Handlungsmacht. Eine historische Produktionsstudie zu Serien im öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehen auf Grundlage des Nachlasses von Wolfgang Rademann

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.serielle-handlungsmacht.fau.de

    Im Projekt soll der (Arbeits-)Nachlass des kürzlich verstorbenen Fernsehproduzenten Wolfgang Rademann auf Grundlage der production studies aufgearbeitet werden. Das Ziel unserer dezidiert mikroskopisch angelegten Produktionsstudie ist es zum einen, die vielgestaltigen und dabei heterogenen Dynamiken eines hochgradig arbeitsteiligen Produktionsprozesses televisueller Serialität medienhistoriografisch beschreibbar zu machen. Zum anderen soll aus diskursanalytischer Perspektive gefragt werden, welche strategischen Operationen und Zuschreibungen dazu führten, dass gerade der Fernsehproduzent Rademann als eine maßgebliche Autorität in Fragen deutschen Unterhaltungsfernsehens über Jahrzehnte hinweg fungieren konnte.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Theater im Archiv: Orte, Ordnungen, Prozesse

    Laufzeit: seit 1. Februar 2019
  • Probenprozesse in der Oper. Szenarien der Hervorbringung von Wissen über zukünftige Aufführungen

    Laufzeit: seit 2. Mai 2018

    In den Forschungen zum Verhältnis von (Theater)Wissenschaft und Theater(kunst) ist die ästhetische Praxis der Oper bislang noch wenig präsent. Dies gilt insbesondere für einen erst in den letzten Jahren in den Fokus der Theaterwissenschaft gerückten Phänomenbereich: den der Probe. Das geplante Forschungsprojekt, das von Bettina Brandl-Risi und Clemens Risi initiiert wurde und an dem ein Team aus Post-Doc und Promovierenden teilnehmen wird, will die Theaterprobe als Bindeglied zwischen den Dimensionen der Inszenierung, verstanden als strategisch entwickeltem Konzeptentwurf, und der sich selbst organisierenden Aufführung innerhalb der ganz eigenen Ausgangsbedingungen unterliegenden Theatergattung der Oper auf die daraus sich ergebenden Strategien der Opernprobe hin untersuchen.Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die europäische Opernaufführungspraxis im institutionalisierten Stadt- und Staatstheatersystem, die sich durch ein Festhalten an einem relativ begrenzten Repertoire der immer wieder aufgeführten Werke (einem Kanon) auszeichnet und einer aus dieser Grundkonstellation sich ergebenden Probenpraxis mit einer im voraus festgelegten Zeitspanne der Proben, in denen das Erproben von vor Probenbeginn erarbeiteten Konzepten mit Phasen des ad hoc improvisierenden Ausprobierens abwechseln. 

    Die Opernprobe interessiert dabei als Phänomen und kollektive Praxis der Koordination multipler Akteure in einem komplexen Handlungsgefüge, bei dem nicht alle Faktoren der Ausführung in der Konzeptebene der Planung hinreichend erfasst bzw. festgelegt werden können und bei der gerade das Ausprobieren und Einüben von Entscheidungsfindung in Interaktionen notwendig ist und im Zentrum steht, insbesondere solcher Handlungen und Entscheidungen, die auf implizitem bzw. verkörpertem Wissen beruhen.

    In einem mehrfachen Zugriff – (1) einem historiographischen, (2) einem auf gegenwärtige Praktiken fokussierten und (3) einem kulturvergleichenden – soll die Opernprobe als paradigmatische Konstellation von unterschiedlichen Wissensbeständen und impliziten theoretischen Annahmen analysiert werden, deren Ziel es ist, Szenarien von Zukunft zu entwerfen und besondere Strategien im Versuch des Eindämmens, aber auch des Zulassens von unknowability, des Ermöglichens des Erscheinens von Emergenz zu entwickeln. Der Frage nach dem dem Phänomenbereich adäquaten Methodenarsenal (im Dialog von theaterwissenschaftlicher Aufführungsanalyse und sozialwissenschaftlichen Ansätzen) soll dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

    Für das Forschungsprojekt wurde 2019 eine Anschubfinanzierung der Fakultät eingeworben. Antragstellung bei der DFG soll im September 2019 erfolgen.

Einzelförderung:

  • Bildsynthese als Methode des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Forschungsprojekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Das Digitale Bild“

    Digitale Bilder ermöglichen es uns Kunstwerke virtuell zusammenzubringen, sie zu gruppieren und beliebig zu rearrangieren. Die potentiell sehr komplexen Verbindungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede innerhalb solcher Datensätze können von Computern analysiert werden. Dies macht jedoch ein Verständnis der grundlegenden, vom Computer gelernten Repräsentationen zwingend für den wissenschaftlich Erkenntnisprozess. Mithilfe generativer Verfahren aus dem Bereich des „deep learning“ soll eine neue Methodik zur Erschließung und Visualisierung von Bildkonzepten etabliert werden, die auf der Analyse dieser Repräsentationen aufbaut, wodurch das synthetische, digitale Bild zu einem bedeutenden Instrument des Interpretationsprozesses sowie des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns wird.

  • Zeichnen im Barock

    Laufzeit: 1. April 2017 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.kunstgeschichte.phil.fau.de/forschung/forschungsprojekte/zeichnen-im-barock/

    Die Bearbeitung der Erlanger Handzeichnungen des Spätmanierismus und des Barock setzt das Projekt einer Gesamtkatalogisierung des Bestands der bedeutenden Erlanger Sammlung fort.

    Ein Sammlungsschwerpunkt liegt auf dem süddeutsch-österreichischen Raum, mit einem besonderen Fokus auf Nürnberger Blättern. Neben Musterblättern, Studien, Nachzeichnungen und Kopien nach Gemälden oder Graphiken sind auch Entwurfszeichnungen vorhanden, darunter auch bisher nicht identifizierte Skizzen für Deckengemälde, die für die im 17. Jahrhundert in Süddeutschland und Österreich einsetzende barocke Deckenmalerei unverzichtbare Bausteine des Werkprozesses darstellten. Ziel ist die heutigen wissenschaftlichen Maßstäben entsprechende genaue Bestandsaufnahme, die technische, ikonographische und funktionale Bestimmung sowie die Diskussion von Zuschreibungsfragen. Das Forschungsprojekt nimmt eine wichtige Vorreiterrolle bei der wissenschaftlichen Erforschung barocker Zeichnungen in der Region ein.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Michael Wolgemut: Mehr als Dürers Lehrer

    Laufzeit: seit 19. Dezember 2019
  • Deutsche Künstler vor Dürer in Venedig

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2018

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://digista.de

    Im September 2018 hat der interdisziplinäre Forschungsverbund „Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur (DIGISTA)“ seine Arbeit aufgenommen. Der Verbund wird Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp einer Million Euro gefördert. DIGISTA arbeitet als interdisziplinärer Forschungsverbund zu Fragen der Materialität urbaner Kommunikationskultur und vereint vier Teilprojekte aus den Wissenschaftsdisziplinen Architektur, Informatik, Kommunikationswissenschaft und Kultursoziologie. Beteiligte Projektpartner sind neben der Universität Augsburg die Universität Leipzig und die Technische Universität München.

    Der Forschungsverbund geht der gemeinsamen Fragestellung nach, welcheBedeutung die materiale Dimension des Medienwandels für die Konstitution und Veränderung urbaner Räume und urbaner Kommunikationskultur hat. Der Forschungsverbund verfolgt damit eine doppelte Zielstellung. Erstens soll die Erforschung der materialen Dimension sozialer und kultureller Prozesse transdisziplinär vorangetrieben werden. Zweitens sollen die beteiligten Disziplinen für Stadtkommunikation als eigenes Forschungsfeld sensibilisiert werden, da in Zeiten fortschreitender globaler Verstädterung die Stadt nicht nur Kontext für Kommunikation ist, sondern die kommunikative Lebenswelt von Bürgerinnen und Bürgern maßgeblich bestimmt. Deshalb ist die direkte Kommunikation der wissenschaftlichen Ergebnisse an interessierte Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Anliegen des Forschungsverbundes. Zu diesem Zweck werden eine Ausstellung (Architekturmuseum Schwaben in Augsburg) sowie eine multimediale Webopera realisiert.

    Die Materialität der Medien wird auf einer Struktur- und einer Handlungsebene analysiert. Auf der Strukturebene wird Medieninfrastruktur als Institutionalisierung gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen angesehen. Auf der Handlungsebene interessiert der medientechnisch durchdrungene urbane Raum als Konstruktionsort sozialer Praktiken. In dieser Dimension stehen Fragen nach der Alltagsintegration und den sich wandelnden Gebrauchsweisen der Medien des urbanen Raums im Vordergrund. Dabei wird berücksichtigt, dass Städte als Orte der Vielfalt und Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Entwicklungen von kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Aushandlungsprozessen geprägt sind. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, berücksichtigt DIGISTA sowohl auf der Struktur- als auch auf der Handlungsebene die Perspektiven unterschiedlicher lokaler Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft als auch von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit heterogenem sozioökonomischem und kulturellem Hintergrund. Durch den Einbezug der Perspektiven unterschiedlicher Gruppen von Stadtbewohnern will DIGISTA die Diskussion über Smart Cites um eine wichtige Dimension bereichern. Denn diese Diskussionen sind oftmals von ökonomischen und Stadtplanerischen Perspektiven dominiert, ohne die Sichtweisen von Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern einzubeziehen.

    In den vier Teilprojekten werden jeweils unterschiedliche Facetten urbaner Medienmaterialität in ihrer Bedeutung für sich historisch wandelnde kommunikative Praktiken untersucht. Als gemeinsamer Bezugspunkt der Fallstudien dient dabei der öffentliche Raum der Stadt Augsburg. Teilprojekt 1 „Materialität und Bedeutung urbaner Kommunikationspraktiken“ führt ein Mapping der gegenwärtigen medialen Artefakte und materiellen Infrastruktur im Stadtraum durch. Anschließend werden deren intendierten Verwendungszwecke mit ihrer tatsächlichen Bedeutung für die alltägliche Kommunikationspraxis der Menschen abgeglichen. Teilprojekt 2 „Urbane Plätze als Orte der Kommunikation“ widmet sich historisch-rekonstruktiv dem Wandel urbaner Plätze und fragt nach dem Zusammenhang der materiell unterschiedlichen Gestaltung dieser Orte und der dort beobachtbaren Kommunikationspraktiken. Im 3. Teilprojekt „Medien und Architektur: Prägungen und Effekte gebauter Materialität“ wird die Bedeutung von Medienmaterialität und urbaner Kommunikationspraxis für Architektur und Stadtplanung in Vergangenheit und Gegenwart rekonstruiert. Im 4. Teilprojekt „Zukunftsszenarien der Augmentierung des öffentlichen Raums“ werden Objekte des urbanen Raums medial erweitert und deren Aneignung und Bedeutungsaushandlung im öffentlichen Stadtraum getestet.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

Einzelförderung:

  • Bibliotheken, Digitalisierung und kulturelle Bildung in peripheren Räumen: Bedingungen und Modelle zur Entwicklung der Bibliothek als Kulturort im Kontext post-digitaler Jugendkultur.

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Libraries, Digitalization, and Cultural Education in Peripheral Areas: Conditions and Models for theDevelopment of Local Libraries as Culture Space in the Context of Post-digital Youth Culture.

  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.

    Titel des Gesamtprojektes: Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://www.paedagogik.phil.fau.de/2017/10/bmbf-verbundprojekt-midakuk-musikalische-interface-designs-augmentierte-kreativitaet-

    Das Projekt erforscht die bildungstheoretische und musikpädagogische Bedeutung digital-materieller MusikmachDinge. Es entwickelt hierzu ein Forschungsdesign und Forschungsmethoden, die der besonderen Komplexität des Gegenstands und der mit ihm einhergehenden ästhetischen Praxen gerecht werden. Es ordnet die gewonnen Erkenntnisse zum einen in einen übergreifenden bildungsstheoretischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die kulturpädagogische Erforschung insbesondere materiell-digitaler Transformationsprozesse ermöglicht. Es macht zum anderen Transformationen musikalischer Werk- und Prozessstrukturen sichtbar und pädagogisch beurteilbar. Dadurch zeigt es musikpädagogische Innovationspotenziale, Professionalisierungsbedarfe, -chancen auf und trägt dazu bei, zukunftsweisende Professionalisierungsmodelle zu entwickeln.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Lernentwicklungsgespräche - Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation von Kindern im Grundschulalter

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zentrales Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Lernentwicklungsgespräche günstige Auswirkungen auf motivationale Aspekte des Lernens von Grundschulkindern haben, wenn sie entsprechend zentraler Elemente des Formativen Assessments durchgeführt werden. Untersucht werden sollen das Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen sowie die Qualität der Motivation. Lernentwicklungsgespräche – Gespräche zwischen Schüler*in und Lehrer*in im Beisein mindestens eines Erziehungsberechtigten – stellen ein Verfahren der Leistungsrückmeldung (und -beurteilung) dar, in dem zentrale Elemente Formativen Assessments gut umgesetzt werden können, wie z.B. der Einbezug von Selbstwertung/Selbstreflexion, Rückmeldungen zu Lernstand und Lernentwicklung unter Verwendung kriterialer und individueller Bezugsnorm, lernförderliches Feedback sowie die Vereinbarung klarer Ziele. Verschiedene Studien bestätigen positive Effekte des Formativen Assessments auf die motivationalen Aspekte des Lernens, allerdings nur dann, wenn die einzelnen Elemente auf tiefenstruktureller Ebene umgesetzt werden. Da bezüglich der konkreten Umsetzung von Lernentwicklungsgesprächen kaum inhaltliche oder methodische Vorgaben bestehen, ergibt sich hier eine große Varianz. Die bisher durchgeführten Forschungsarbeiten zu Lernentwicklungsgesprächen beziehen sich vorrangig auf die gesprächsanalytische Perspektive. Zur (Qualität der) Umsetzung sowie zu den Effekten von Lernentwicklungsgesprächen gibt es kaum empirische Evidenz. Diese Lücke soll mit der geplanten Studie geschlossen werden. Zu diesem Zweck wird die Qualität von Lernentwicklungsgesprächen aus Sicht der beteiligten Schüler*innen und Lehrpersonen sowie durch externe Beobachtung erhoben. Die Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation werden mithilfe eines Prä-Post-Follow-Up-Designs untersucht.

  • E-Learning: Primary Education - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Primary Education“ – Kurs in englischer Sprache

    Laufzeit: 1. März 2017 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Primary Education“ auf der Lernplattform StudOn (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutorinnen und -Tutoren. Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Im Kurs werden zunächst wichtige Entwicklungen im Blick auf die Internationalisierung der Bildung dargestellt. Ebenso sollen zentrale Fragen der Aufgabe und Funktion von Grundschule und der Ausbildung von Grundschullehrkräften im internationalen Vergleich beleuchtet werden. Es folgt die exemplarische Beschreibung ausgewählter europäischer Bildungssysteme. Hier liegt der Fokus jeweils auf der Grundschule und der Ausbildung von Grundschullehrkräften. Die Ausführungen erfolgen jeweils vor dem historischen und kulturellen Hintergrund der einzelnen Länder.

    Der Kurs wird in Kooperation mit verschiedenen internationalen Partneruniversitäten entwickelt. Er richtet sich neben deutschen Studierenden auch an englischsprachige Studierende, die bei uns in Deutschland oder aber in ihrem Heimatland an einer Partneruniversität studieren. Damit soll die Zusammenarbeit und Vernetzung von Studierenden und Dozierenden aus verschiedenen Ländern ermöglicht werden.

    So hat der Kurs nicht nur „Internationalisierung“ zum Thema, sondern ermöglicht für Studierende und Dozierende explizit einen Zusammenarbeit und einen Austausch über die Ländergrenzen hinweg.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Heterogenität - ein Merkmal der Grundschulkinder?! - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Heterogenität – ein Merkmal der Grundschulkinder?!“

    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Heterogenität- ein Merkmal der Grundschulkinder?!“ auf der Lernplattform GRIPS zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Das Thema Heterogenität liegt im Bereich der Grundschulpädagogik und –didaktik seit Jahren immer wieder im Fokus. Nicht zuletzt die großen Themen Inklusion oder die Flüchtlingsaufnahme in Schulen vergrößern dieses Thema um weitreichende Bereiche.

    Eine theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit existierenden Studien und rechtlichen Grundlagen ist für angehende Lehrer/innen dabei ebenso notwendig wie das Anbahnen fallbasierter Diagnose- und Förderkompetenzen. Beides zusammen bildet die Schwerpunkte des zu entwickelnden Seminars. Zudem ermöglicht die Form des Online-Seminars neben den Fallbeispielen im „virtuellen Klassenzimmer“ zeit- und ortsunabhängiges Lernen auf Studierendenseite und trägt zu einer Steigerung der eigenen Medienkompetenz bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen der Grundschule - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“

    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Konzeptionen der Grundschule bilden einen wichtigen Bereich in der Grundschulpädagogik und -didaktik, da hier die Studierenden verschiedene konzeptionelle Zugangsweisen für diesen Fachbereich kennenlernen.

    Darüber hinaus bietet die Beschäftigung mit den Konzeptionen der Grundschule eine Möglichkeit, verschiedene relevante Erkenntnisse und Forschungstraditionen zu bündeln, da sich viele Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik auch im Bereich der Konzeptionen wiederfinden, da hier zentrale Fragestellungen zusammenlaufen und vertieft werden.

    Damit die Studierenden Konzeptionen kriterienbezogen beurteilen können, werden diese immer vor dem Hintergrund der wesentlichen Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik reflektiert.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Digitaler Campus

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des für die Studierenden zu erwerbenden Zertifikats „IT-Kompetenz“ werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    ProjektpartnerHochschulübergreifende ZusammenarbeitUniversität Regensburg:

    Projektleitung: Dr. Michael Haider, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Astrid Rank, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Alexandra Pöferlein, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Petra Kirchhoff, Professur für Fachdidaktik Englisch

    Prof. Dr. Anita Schlicher, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Johannes Wild, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Prof. Dr. Stefan Krauss, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Andreas Eberl, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Prof. Dr. Silke Schworm, Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt “Lernen mit visuellen Medien”), UR-Klassen

    Stefan Prock, Projektkoordinator UR-Klassen

    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:

    Dr. Günter Renner, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Dr. Eva-Maria Kirschhock, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Bärbel Kopp, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Projektinhalt

    Das Projekt “Digitaler Campus” strebt eine Stärkung domänspezifischer IT-Grundkompetenzen für Dozierende und Studierende des Lehramts an Grundschulen an. Dabei wird eine Einbindung des Lehrangebots in den Studiengang “Lehramt an Grundschulen” auf drei Ebenen fokussiert:

    Erreicht werden soll eine Förderung der Kompetenzen von Hochschuldozenten, Lehramtsstudierenden und SchülerInnen im Bereich der digitalisierten Welt. Im Programm werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Eine höhere Kompetenz der Dozierenden soll in den Lehrveranstaltungen zu einem höheren Output durch Modelllernen und einem höheren mediendidaktischen Niveau der Veranstaltungen beitragen, somit auch zu einer Erweiterung der Kompetenzen der Studierenden. Geschult werden soll auf Medien bezogenes Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Im Rahmen dessen können Studierende das “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” erwerben. Dies wird zunächst für das Lehramt an Grundschulen angeboten, wobei weiterfolgend die Möglichkeit der Realisierung für die Lehrämter an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien angestrebt wird.

    Pressemitteilung der Universität Regensburg zum Projekt “Digitaler Campus” http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb

    Titel des Gesamtprojektes: Digitaler Campus Bayern
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit einer an das Projekt anschließenden Evaluation an ausgewählten Grundschulen erprobt werden.

    Das Projekt „Digitale Medien im Schriftspracherwerb“ ist Teil des Gesamtprojektes „Digitaler Campus – IT4@ll“ in Kooperation mit der Universität Regensburg. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

Eigenmittelprojekte:

  • Blended-Learning: Individuelle Unterstützung im Schriftspracherwerb

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2019

    Blended-LearningFormate kombinieren verschiedene Vorteile von Präsenzveranstaltung undE-Learning, da die Studierenden sowohl selbstständig als auch kooperativ inPräsenz- und Onlinephasen im Wechsel arbeiten. Ziel des Projekts ist die Gestaltung eines Blended-Learning Seminars, bei welchemStudierenden anhand digitalisierter Fälle in Online- und Präsenzphasenfallbasierte Diagnose- und Förderkompetenzen entwickeln und sich kooperativsowie kokonstruktiv zu bezugswissenschaftlichen Grundlagen desSchriftspracherwerbs austauschen können. Fokussiert wird hier die Diagnose undFörderung besonderer Problemfälle im Schriftspracherwerb sowie der Umgang mit unterschiedlichen Problemperspektiven im gemeinsamen Unterricht. Überverschiedene Feedbackmaßnahmen (z.B. Videofeedback) erhalten die StudierendenRückmeldung über ihren Lernprozess und die Entwicklung ihrer Kompetenzeninnerhalb des Seminars. 

    DasBlended-Learning Format wird zu mehreren Messzeitpunkten sowohl durchqualitative als auch durch quantitative Evaluationsmaßnahmen erfasst. Außerdem werden imPrä-Post-Design konstruktivistische sowie instruktionsorientierte transmissive Einstellungen zu Konzepten des Schriftspracherwerbs erfasst,  um zu untersuchen, ob und inwiefern Erfahrungen in E-Phasen zu Veränderungen der Einstellungenführen.

    DieLehrveranstaltung wird ab Oktober 2019 voraussichtlich in vier Seminaren (N=ca. 120) eingesetzt. Die Förderungerfolgt über das QuiS-Projekt „Digitalisierung in der Lehre“.

  • FIT 2020. Fallbezogenes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen – Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Intervention.

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2018

    Theorie/Forschungsstand

    Der gegenwärtige Forschungsstand legt nahe, dass durch die Umgestaltung von Grundschulen hin zu inklusiven Lernorten die Schülerschaft immer heterogener wird und sich Lehrkräfte durch „besondere“ Kinder mit (sonder-)pädagogischem Förderbedarf zusätzlich belastet fühlen (Albisser et al. 2006). Studien zur Lehrergesundheit betonen für den Umgang mit Belastungen die Bedeutsamkeit professioneller Handlungskompetenzen (Peperkorn/Horstmann 2018) und Ressourcen (Döring-Seipel/Dauber 2010). Die Lehrerfortbildung übernimmt hierbei eine Schlüsselfunktion, da sich Lehrkräfte auf den Reformprozess der Inklusion nicht vorbereitet fühlen (Amrhein 2015) und in inklusiven Settings eine starke Steigerung der „ohnehin als hoch erlebten Belastung erwarten“ (Erbring 2015, S.159). Problematisch ist, dass der inklusionsspezifische Fortbildungsbedarf weiterhin steigt, jedoch zum einen nicht gedeckt werden kann (Amrhein/Badstieber 2013) und zum anderen keine Qualitätssicherungsmaßnahmen vorliegen (Amrhein 2015). Gleichzeitig verweisen die wenigen vorliegenden Studien zur salutogenen Perspektive von Lehramtsanwärter*innen der zweiten Ausbildungsphase (Braun et al. 2015) auf hohe Werte in „Burnout“ und „kognitiven Stresssymptomen“, die die der Lehrkräfte sogar übersteigen (Drüge et al. 2014). Die Belastungen zeigen sich auch darin, dass viele Lehrkräfte bereits nach wenigen Jahren ihren Beruf wieder verlassen (Albisser/Keller-Schneider 2010). Die verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen, Reformen/Neuerungen im Bildungssystem sowie das Verhalten/die Motivation einzelner Schüler*innen stellen dabei die drei am häufigsten genannten Belastungsfaktoren aus Sicht der Lehramtsanwärter*innen dar (Albisser 2009), die als Hinweise angesehen werden können, dass aktuell vorwiegend inklusive Settings mit besonderen Fällen als Belastung angesehen werden. Beutel et al. (2016) zufolge zeigt diese Zielgruppe  großes Interesse an gesundheitsbezogenen Unterstützungsangeboten, Fallbezug (z.B. Lipowsky/Rzejak 2017) und zielgruppenspezifische Anpassung (Kaluza 2018) stellen dabei zentrale Kriterien für deren Wirksamkeit dar.

    Fragestellungen/Ziel

    Die Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, die Fortbildungskonzeption LehrKRÄFTE (Elting et al. 2020; Martschinke et al. 2019) zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings für Lehramtsanwärter*innen weiterzuentwickeln, auf die Bedarfe der zweiten Lehrerbildungsphase anzupassen und zu evaluieren. Die ersten Evaluationsergebnisse aus LehrKRÄFTE können als Hinweise gedeutet werden, dass es sich um eine gewinnbringende Unterstützung zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings handeln kann (Elting et al. 2020) und phasenübergreifend erprobt werden könnte. Von Interesse ist dabei die Frage, inwiefern in inklusiven Settings durch die Intervention die fallspezifischen Belastungen reduziert und fallspezifischen Ressourcen gestärkt werden können und wie hoch der Lernnutzen eingeschätzt wird.

    Design/Methode

    Für die Vorstudie im Sommer 2019 konnten N=21 Lehramtsanwärter*innen rekrutiert werden. Hierbei wurden die Intervention und Messinstrumente aus LehrKRÄFTE bei der Zielgruppe der der Lehramtsanwärter*innen erprobt sowie deren spezifische Fortbildungsbedarfe erfasst. In der Hauptstudie im Februar/März/Juli 2020 wurde das daraufhin weiterentwickelte Training (FIT 2020. Fallbasiertes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen) in weiteren sechs Seminargruppen (N=58) implementiert. Die fragebogenbasierte Evaluation erfolgt im Rahmen einer quasi-experimentellen Prä-Post-Studie im Mixed-Methods- und Wartekontrollgruppendesign. Um mögliche Transferwirkungen des Trainings in den inklusiven Schulalltag erfahrbar zu machen, wurden im Juli 2020 mit N=22 Lehramtsanwärter*innen telefonische Leitfadeninterviews als Follow-Up-Messung geführt. Zudem wurden von diesen und weiteren Lehramtsanwärter*innen (N=32) erneut Fragebögen zu möglichen Transferwirkungen im inklusiven Schulalltag ausgefüllt.

    Literaturangaben

    Albisser, S.; Kirchhoff, E.; Meier, A.; Grob, A. (2006): Anforderungsverarbeitung & Gesundheit im Berufszyklus von Lehrpersonen. Symposiumsbeitrag zu "Balancieren im Lehrberuf".

    Albisser, S. (2009): Belastender oder kompetenzorientierter Umang mit Anforderungen und Ressourcen im Berufseinstieg? In: PÄD-Forum: unterrichten erziehen 37/28 (3), S.104-107.

    Albisser, S.; Keller-Schneider, M. (2010): Unter Druck - und trotzdem professionell. In: ph akzente (2), S. 23–25.

    Amrhein, B. (2015): Professionalisierung für Inklusion gestalten: Stand und Perspektiven der Lehrerfortbildung in Deutschland. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.): Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 139-155.

    Amrhein, B.; Badstieber, B. (2013): Lehrerfortbildungen zu Inklusion - eine Trendanalyse. Hg. v. Bertelsmann Stiftung. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/lehrerfortbildungen-zu-inklusion-eine-trendanalyse/.

    Beutel, T..; Adams, J.; Engler, S.; Gerzymisch, K.; Rose, D.-M. (2016): Gesundheitliche Auswirkungen des Referendariats und Präventionsansätze. Eine qualitative Interviewstudie. In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 9 (2), S. 267–283.

    Döring-Seipel, E; Dauber, H. (2010): Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. In: Schulpädagogik heute (2), S.1-16.

    Drüge, M.; Schleider, K.; Rosati, A.-S. (2014): Psychosoziale Belastungen im Referendariat - Merkmale, Ausprägungen, Folgen. In: Die deutsche Schule 106 (4), S. 358–372. 

    Elting, C., Baumann, R., Martschinke, S., Grüning, M., Niessen, C., Kopp, B. & Oetjen, B. (ersch. 2020). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen: Konzeption und erste Evaluation einer fallbasierten Fortbildung für Lehrkräfte zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. In N. Böhme, B. Dreer, H. Hahn, S. Heinecke, G. Mannhaupt & S. Tänzer (Hg.), Eine Schule für alle - 100 Jahre Grundschule - Mythen, Widersprüche, Gewissheiten. Springer VS.

    Erbing, S. (2015): Lehrer/innengesundheit und schulische Inklusion. Engagiert, und doch entspannt mit Vielfalt in der Schule umgehen. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.):  Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 157–168.

    Lipowsky, F.; Rzejak, D. (2017): Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzepte aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. In: Bildung und Erziehung 70 (4), S. 379–399. 

    Martschinke, S.; Elting, C.; Grüning, M.; Kopp, B.; Niessen, C.; & Schröder, C. (2019): Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Donie, C.: Foerster, F., Obermayr, M.; Deckwerth, A.; Kammermeyer G., Lenske, G.; Leuchter, M.; Wildemann, A. (Hg.): Grundschulpädagogik zwischen Wissenschaft und Transfer. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018): Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. In: Prävention und Gesundheitsförderung (15), S. 607-613.

  • Empowerment für Studierende und Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe - Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2018

    Theorie und Forschungsstand
    Die Bandbreite der Heterogenität der Grundschulkinder nimmt durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) zu und stellt Lehrkräfte vor zusätzliche An- und Herausforderungen (z.B. Horstmann/Perperkorn, 2018; Martschinke et al., 2019). Mit diesen zusätzlichen An- und Herausforderungen sehen sich nicht allein bereits ausgebildete Lehrkräfte konfrontiert; Lehramtsanwärter(innen) der ersten und zweiten Ausbildungsphase sind gleichermaßen hiervon betroffen. Obwohl Theoriebestände zu Auswirkungen von Belastungen (z.B. Maslach/Leiter, 1999) sowie Ergebnisse der Belastungs- (z.B. Peperkorn/Horstmann, 2018) und Forschung speziell im Referendariat (z.B. Braun et al., 2015) auf eine zusätzliche Beanspruchung in inklusiven Settings verweisen, gelten Lehramtsanwärter(innen) im Übergang in die zweite Ausbildungsphase (LAAs) als eine noch unzureichend erforschte Gruppe (Albisser/Keller-Schneider, 2010), wenngleich gerade der Einstieg in den Lehrberuf mit besonderen Beanspruchungen sowie hohen Abbruch- und Wechselquoten (z.B. OECD, 2004) einhergeht und eine entscheidende Phase der Professionalisierung sowie beruflichen Identitätsfindung darstellt (z.B. Terhart, 2000). Für einen erfolgreichen Umgang mit Belastungen gelten geeignete Ressourcen als besonders bedeutsam (z.B. Döring-Seipel/Dauber, 2010). Bekannt ist, dass es durch emotionale Erschöpfung zu einem veränderten Sozialverhalten der Lehrperson gegenüber den Schüler(inne)n kommen kann, die sogar mit negativen Konsequenzen für Leistung und Motivation der Schüler einhergehen (Maslach/Leiter, 1999; Klusmann et al., 2008; Klusmann/Richter, 2014). Nicht hinreichend erforscht sind hingegen Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten sowie deren Entwicklung im beruflichen Übergang. 

    Fragestellungen
    Diesen Desiderata widmet sich die Hauptfragestellung des Dissertationsprojekts: Wie entwickeln sich Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsphase und wie gehen Lehramtsanwärter*innen mit belastenden Fällen und Situationen im Unterricht um? Dabei soll auch deskriptiv erfasst werden, von welchen Fällen und Situationen sich Studierende und Lehramtsanwärter(innen) im inklusiven Setting besonders belastet fühlen, über welche Ressourcen diese für den Umgang mit diesen Belastungen verfügen und wie diese Personengruppe den gemeinsamen Unterricht gestaltet.

    Methode
    Das Dissertationsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, in einem Mixed-Methods-Design Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsbildungsphase zu identifizieren und den Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht näher zu beschreiben. Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teilstudien.

    Teilstudie 1 widmet sich der Erfassung der Anforderungen und Ressourcen von Studierenden und Lehramtsanwärter(innen) im Umgang mit Heterogenität. In einem quantitativen Längsschnittdesign sollen  mittels standardisierter Fragebögen zu mehreren Messzeitpunkten Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings im weiteren Sinn von Studierenden im Übergang zur zweiten Ausbildungsphase erfasst werden. So wird im Bereich der Anforderungen auf Basis authentischer Fallskizzen (vgl. Martschinke et al., 2019) die emotionale Erschöpfung (z.B. Demerouti/Bakker 2007) sowie die Belastungsintensität des jeweiligen Falls erfasst. Hinsichtlich der Ressourcen sollen emotional-energetische Ressourcen (z.B. Distanzierungsfähigkeit) (z.B. Schaarschmidt/Fischer, 2008)  sowie  personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Kompetenzerleben, Einstellung)  (z.B. Bosse/Spörer, 2014) erfasst werden. 

    In Teilstudie 2 sollen mittels leitfadengestützten Telefoninterviews Lehramtswärter(innen) des ersten und zweiten Dienstjahres zu ihrem Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht befragt werden. Flankierend sollen diese Lehramtsanwärter(innen) auch die Belastungsintensität authentischer Fallskizzen einschätzen sowie zu ihrer emotionalen Erschöpfung befragt werden.   

    Zwischenstand
    Für eine geplante Pilotierung des Fragebogens zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen konnten drei  Seminargruppe N=30 LAAs für Juni/Juli 2019 rekrutiert werden. Die Erhebungen der Hauptstudie sind ab Anfang 2020 geplant.

    Literaturangaben

    • Albisser, S. & Keller-Schneider, M. (2010). Unter Druck - und trotzdem professionell. ph akzente, (2), 23–25.
    • Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 63, 258-277.
    • Braun, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2015). Wie erleben Lehramtsreferendare den Vorbereitungsdienst? Eine Clusteranalyse zum Erleben der zweiten Ausbildungsphase in Abhängigkeit von personalen Merkmalen. Lehrerbildung auf dem Prüfstand, 8 (6), 21-37.
    • Demerouti, E. & Bakker, A. B. (2007). The Oldenburg Burnout Inventory: A Good Alternative to Measure Burnout (and Engagement). Manuscript.
    • Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund - die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1 (2), 1-16.
    • Hobfoll, S. E. (1989). Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.
    • Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts "Pythagoras". In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG - Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.
    • Klusmann, U. & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülern in der Primarstufe. Zeitschrift für Pädagogik, 60 (2), 202-224.
    • Klusmann, U., Kunter, M., Trautwein, U., Lüdtke, O. & Baumert, J. (2008). Teachers’ occupational well-being and quality of instruction: The important role of self-regulatory patterns. Journal of Eductational Psychology, 100 (3), 702-715.
    • Martschinke, S., Elting, C., Grüning, M., Kopp, B., Niessen, C., & Schröder, C. (2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Kucharz, D. & Skorsetz, N. (Hrsg.): Diversität und soziale Ungleichheit. Herausforderungen an die Integrationsleistung der Grundschule. Wiesbaden.
    • Maslach, C., & Leiter, M. P. (1999). Teacher burnout: A research agenda. In R. Vandenburghe & A. M. Huberman (Hrsg.), Understanding and preventing teacher stress: A sourcebook of international research and practice (S. 295-303). Cambridge, UK: Cambridge University Press.
    • OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) (2004). Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Länderbericht Deutschland. Bonn.
    • Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht – Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Schulform. Präv Gesundheitsf, 15, 607–613.
    • Pianta, R. C. & Hamre, B. K. (2009). Conceptualization, Measurement, and Improvement of Classroom Processes: Standardized Observation Can Leverage Capacity. Educational Researcher, 38 (2), 109–119.
    • Schaarschmidt, U. & Fischer, A. W. (2008). AVEM – Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster. London: Pearson.
    • Terhart, E. (2000). Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Weinheim: Belz.
  • Sichtweisen von Grundschullehramtsstudierenden auf das Kinderrecht auf Partizipation

    Laufzeit: 1. November 2018 - 31. Dezember 2020
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de

    Theorie und Forschungsstand

    In den Artikeln 12 und 13 der UN-Kinderrechtskonvention wird jedem Kind das Recht auf Äußerung und Berücksichtigung der eigenen Meinung zugesprochen. Ein Kernbereich des Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule stellt die Verwirklichung der Kinderrechte dar. Für Unterricht und Schule bedeutet dies neben der Vermittlung der Kinderrechte auch die Eröffnung von Partizipationsgelegenheiten (KMK 2018). In den Leitlinien des LehrplanPLUS für bayerische Grundschulen findet sich ebenfalls eine Verankerung des Rechts der Grundschüler*innen auf Partizipation. Zur Umsetzung sollen Kinder an Entscheidungen beteiligt werden, dabei sie sollen zu aktiven Mitgestaltenden werden. Damit diese Partizipation gelingen kann, müssen auch Lehrkräfte „eine neue Rolle und Haltung“ einnehmen (Leitlinien LehrPLUS, S. 11). Eine verstärkte Einbindung von Schüler*innen in unterrichtliche und schulische Aktivitäten kann zu einer Steigerung der Motivation (z.B. Deci & Ryan 1993), der Lebenszufriedenheit (Pupeter & Schneekloth 2018) oder einer verbesserten Lehrer-Schüler-Beziehung (Helsper et al. 2006) führen. Die Partizipation von Schüler*innen ist mit Herausforderungen an Lehrkräfte verbunden, das geforderte neue Rollenverständnis kann zu Konflikten mit bereits vorhandenen, subjektiven Theorien führen (Strauss et al. 2017). Partizipationserfahrungen in Schulzeit, Hochschule und Praktika im Lehramtsstudium prägen das spätere unterrichtliche Handeln und somit auch das eigene Rollenverständnis (Wiedemair, 2011, S. 162). Schüler*innen werden vor allem in Randbereiche des Schullebens, z.B. bei außerunterrichtlichen Aktivitäten wie Schulfesten, einbezogen, eher selten hingegen können Schüler*innen bei Methodik, Unterrichtsinhalt und -form mitbestimmen (Wetzelhütter et al. 2013).

    Fragestellungen

    Das Forschungsprojekt widmet sich der Frage nach dem Grad der Umsetzung und Thematisierung von Kinderrechten, v.a. in Hinblick auf die Artikel 12 und 13 der UN-Kinderrechtskonvention in der Grundschule. Dabei soll der Fokus auf die Lehrerbildung gerichtet werden und im ersten Schritt Präkonzepte Studierender des Lehramts Grundschule im Hinblick auf die Umsetzung in Schule und Unterricht erfasst werden.

    Leitende Fragestellungen sind:

    1. Was wissen Grundschullehramtsstudierende zu Studienbeginn über Kinderrechte im Allgemeinen bzw. das „Kinderrecht auf Mitbestimmung“?

    2. Welche Möglichkeiten zur Umsetzung des Kinder „Kinderrechts auf Mitbestimmung“ können sich Grundschullehramtsstudierende vorstellen?

    Erhebungsmethode

    Zur Erfassung der Sichtweisen von Studierenden auf das Recht der Kinder, mitbestimmen zu dürfen, wurden Grundschullehramtsstudierende anhand von Fragebögen und in Gruppendiskussionen befragt. Hierbei wurde das Wissen über Kinderrechte und Umsetzungsmöglichkeiten, eigene Erfahrungen bezüglich der Umsetzung (in der eigenen Schulzeit und im Schulpraktikum) sowie Erwartungen bzw. Befürchtungen an eine Partizipation von Grundschüler*innen erfasst.

    Zwischenstand

    Die ersten Ergebnisse zeigen ein geringes Wissen der Studierenden über Kinderrechte, dabei wird dem Kinderrecht auf Mitbestimmung im Vergleich zu anderen Kinderrechten eher wenig Bedeutung beigemessen. Die Studierenden verfügen einerseits nur geringfügig über Ideen und Wissen zur konkreten Umsetzung, was die wenigen Erfahrungen aus der eigenen Schulbiografie und in den Lehramtspraktika widerspiegelt. Genannte Ideen beziehen sich dabei fast ausschließlich auf das Schulleben, während Möglichkeiten im konkreten Unterrichtsalltag im Klassenzimmer eher einen „blinden Fleck“ darstellen. Es zeigt sich andererseits, dass insgesamt in dem Kinderrecht auf Mitbestimmung Chancen für Lehrer*innen und Schüler*innen gesehen werden.

    Literaturangaben

    Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (2014): LehrplanPLUS Grundschule. Lehrplan für die bayerische Grundschule.

    Deci, E.L. & Ryan, R.M. (1993). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik (39)2, S. 223-238.

    Helsper, W., Böhm-Kasper, O. & Sandring, S. (2006). Die Ambivalenzen der Schülerpartizipation – Partizipationsmaße und Sinnmuster der Partizipation im Vergleich. In W. Helsper et al. (Hrsg): Unpolitische Jugend? S. 310-339. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Kultusministerkonferenz (2018): Menschenrechtsbildung in der Schule (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 04.12.1980 i.d.F. vom 11.10.2018). 

    Pupeter, M. & Schneekloth, U. (2018). Selbstbestimmung: Selbstständigkeit und Wertschätzung. In: World Vision Deutschland e.V. (Hrsg.): Kinder in Deutschland 2018. 4. World Vision Kinderstudie. S. 148-195. Weinheim, Basel: Beltz.

    Strauss, N., Zala-Mezo, E., Herzig, P., Häbig, J. & Müller-Kuhn, D. (2017). Partizipation von Schülerinnen und Schülern ermöglichen: Perspektiven von Lehrpersonen. In: Journal für Schulentwicklung 4, S. 13-21.

    Wetzelhütter, D., Paseka, A. & Bacher, J. (2013) Partizipation in der Organisation Schule aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler. In S. Weber, M. Göhlich, A. Schröer, C. Fahrenwald & H. Macha (Hrsg.): Organisation und Partizipation. Organisation und Pädagogik. S. 157-166. Wiesbaden: Springer VS.

    Wiedemair, Andrea (2011): Partizipation in der Volksschule. Analyse Subjektiver Theorien von Lehrerinnen und Lehrern. In A. Gastager, J.-L. Patry & K. Gollackner (Hrsg.): Subjektive Theorien über das eigene Handeln und Tun. S. 157-170. Innsbruck, Wien, Bozen: StudienVerlag.

    Vereinte Nationen (1989): Übereinkommen über die Rechte des Kindes. New York. www.netzwerk-kinderrechte.de

Einzelförderung:

  • Innovative Lernumgebungen im Verbund

    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.schulportal-thueringen.de/schulentwicklung/inlive_schulnetzwerk

    Gefördert von der Robert Bosch Stiftung und in Kooperation mit dem Thüringer Institut fürLehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) führt der Lehrstuhlfür Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine wissenschaftlicheBegleitung der „InLiVe-Netzwerke“ durch.

    Schulnetzwerke fördern die Schulentwicklung und ermöglichen Schulen einen effizienteren Umgangmit Ressourcen (Hillebrand, Webs, Kamarianakis, Holtappels, Bremm &Ackeren, 2017). Zentral ist dafür ein zielgerichteter, anlassbezogener Ansatzder Netzwerkarbeit. Im Rahmen dieser soll ein Raum für den Austausch undTransfer innovativer Ideen und Ansätze zur Lösung verschiedenerHerausforderungen und Probleme generiert werden (Killus & Gottman, 2012).Daran soll im Projekt „InLiVe“ angesetzt werden.

    Innovative Lernumgebung im Verbund (InLiVe)“ entwickelte sich aus dem internationalen OECDProjekt zu Schulnetzwerkarbeit „Entwicklung innovativer Lernumgebungen (ILE)“.Einige Schulen aus diesem Projekt wünschten sich die Möglichkeit des Austauschesund der Vernetzung zu verschiedenen Themenbereichen der Schulentwicklung auchauf nationaler Ebene. International etablierte Kriterien zu innovativenLernumgebungen des Centre for Educational Research and Innovation (CERI) derOECD bilden für die Arbeit in den Netzwerken eine themenspezifischenReferenzrahmen.

    Ziel des Projekts ist es einen Raum für einen Erfahrungsaustausch zwischen Schulen bereitzustellen,eine Reflexion des pädagogischen Handelns und der Schulentwicklungsprozesse unterBezugnahme auf innovative Lernumgebungen und der international anerkannterKriterien zur Gestaltung von innovativen Lernumgebungen des CERI der OECD zuetablieren und innovative Konzepte für Schul- undUnterrichtsentwicklungsprozesse zu generieren. Hierzu sollen bereits bestehendeSchulnetzwerke in Thüringen mit einer intensiven Begleitung zu einemGesamtnetzwerk zusammengeführt werden. Darüber hinaus sollenbundeslandübergreifende Schulnetzwerke nachhaltig etabliert werden, womit ein umfassenderRaum für Austausch, Reflexion und Transfer von Ideen undProblemlösungsstrategien für die Schulen geschaffen wird. Diebundeslandübergreifende Netzwerkarbeit konzentriert sich auf die an Thüringenangrenzenden Bundesländern Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

    Literatur:

    Gläser-Zikuda, M., Baumgart, K., Herzer, G., Kemper, R., König-Wendel, J., & Wenke, F.(2014). Schulentwicklung in Thüringen – das Startprojekt E.i.L. (“Entwicklunginnovativer Lernumgebungen”) .In A. Jantowski (Eds.), Unterricht im Spannungsfeld zwischen Kompetenz- undStandardorientierung. (pp. 71-81). Thillm.: Bad Berka.

    Hillebrand, A., Webs, T., Kamarianakis, Eva, Holtappels, H.-G., Bremm, N. & Ackeren, I.v. (2017). Schulnetzwerke als Strategie der Schulentwicklung: Zurdatengestützten Netzwerkzusammenstellung von Schulen on sozialräumlichdeprivierten Lagen. Journal for educational research online 9 (1), S.118-143.

    Killus, D. & Gottmann, C. (2012). Schulübergreifende und schulinterne Kooperationin Schulnetzwerken. In E. Baum, T.-S. Idel, H. Ullrich (Hrsg.), Kollegialitätund Kooperation in der Schule. Wiesbaden: VS Verlag fürSozialwissenschaften.

    Rössler, L., Gläser-Zikuda, M., Bonitz, M., & Anderegg, N. (2017). Innovation durchTransformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigenNetzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE).Journal für Schulentwicklung, 21(2), 8-15.

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Wissenschaftliche Prozessbegleitung von Schulnetzwerkarbeit zur Senkung des Anteils von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss in einem ausgewählten Schulnetzwerk in den Schuljahren 2018/2019 bis 2020/2021

    Laufzeit: 1. März 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des europäischen Sozialfonds führt der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) sowie dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) eine wissenschaftliche Prozessbegleitung zu Netzwerkarbeit an Schulen in Südthüringen durch.
    Die Kooperation von Schulen im Rahmen eines Schulnetzwerks bietet einer Einzelschule durch die Bündelung spezifischer Kompetenzen und Ressourcen die Möglichkeit, Lerngelegenheiten und Entwicklungsimpulse wahrzunehmen, die ohne externe Kooperationen ungenutzt bleiben würden (Dresselhaus, 2006). Schulnetzwerkarbeit kann regional, national wie international somit durch die systematische Nutzung von Synergieeffekten zu Schulentwicklung beitragen (Berkemeyer et al., 2008; Rößler, Gläser-Zikuda, Bonitz & Anderegg, 2017). So können Netzwerke beispielsweise auch im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote wirksam sein. Schulnetzwerke sollten dabei unter einer klaren Zielsetzung agieren und intensiv gepflegt bzw. strukturiert werden. Eine wissenschaftliche Prozessbegleitung bietet durch kontinuierliche Begleitung und fachlichen Input die Möglichkeit, die Schulnetzwerke diesbezüglich zu unterstützen.
    Um Entwicklungspotenziale an der Einzelschule aufzuzeigen, werden Schulentwicklungsbedingungen datenbasiert erfasst und in Form schulscharfer Portfolios an die einzelnen Netzwerkschulen rückgemeldet. Darüber hinaus wird die Reflexionskultur an Netzwerkschulen hinsichtlich der Schulentwicklungsprozesse zur Senkung der Schulabbruchquote systematisch durch die Etablierung eines Multiplikatorensystems gefördert. Ergänzend werden Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen angeboten. Neben der aktiven Unterstützung der pädagogischen Arbeit der Netzwerkschulen wird im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zudem die Wirksamkeit von Schulnetzwerkarbeit im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote geprüft. Im Vergleich zu Schulen ohne Netzwerkarbeit werden dann schließlich evidenzbasierte Hinweise und Praxisempfehlungen für die erfolgreiche Schulnetzwerkarbeit generiert.

    Literatur:
    Berkemeyer, N., Manitius, V. & Müthing, K. (2008). „Schulen im Team“. Erste empirische Befunde. In N. Berkemeyer, W. Bos, V. Manitius & K. Müthing (Hrsg.), Unterrichtsentwicklung in Netzwerken. Konzeptionen, Befunde, Perspektiven (S. 329–341). Münster: Waxmann.
    Dresselhaus, G. (2006). Netzwerkarbeit und neue Lernkultur. Theoretische Grundlagen und praktische Hinweise für eine zukunftsfähige Bildungsregion. Münster: Waxmann.
    Rößler, L.; Gläser-Zikuda, M.; Bonitz, M. & Anderegg, N. (2017). Innovation durch Transformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigen Netzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE). Journal für Schulentwicklung 21(2), 8-15.

  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Das Projekt, das in Kooperation mit der SalahaddinUniversity in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau vonnachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, derForschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universitätmit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftlicheWeiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildungin der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildungund Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für denTheorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oderregional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz vonbestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern undgesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme derLehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale undökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitungvon zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unterbesonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in derRegion. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre undForschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zurFörderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalenVernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinausträgt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkungder Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf denGebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen undinterkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Einleitung

    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen. Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:

    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.

    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen, Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev. oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt wird.

    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit, Ritualgebet in der Schule).

    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf Deutschland übertragen werden.

    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.

    2. Forschungsfrage / Hypothesen

    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:

    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;

    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen, eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;

    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch aufgeklärt werden.

    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als deutschstämmige.

    3. Forschungsdesign

    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen sowie Strukturgleichungsmodellen.

  • Sozialisation in einer sich wandelnden Medienumgebung - ConKids

    Laufzeit: 1. August 2018 - 31. Juli 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://sozialisation.net/

    Das Projekt untersucht die Konsequenzen einer sich wandelnden Medienumgebung für die Sozialisation von Kindern. Dabei wird unter Sozialisation jener Prozess verstanden, durch den Individuen zu sozial handlungsfähigen Mitgliedern einer Gesellschaft werden. Vor dem Hintergrund tiefgreifender und dynamischer Mediatisierung, die sich durch eine Zunahme an internetbasierter Verbundenheit, Datafizierung und zunehmende Ausdifferenzierung von Kommunikationsmedien kennzeichnet, sind zahlreiche Fragen nach der Relevanz neuer medialer Praktiken für das Aufwachsen offen. Als theoretischer Rahmen dient der Ansatz der kommunikativen Figurationen, in dem Sozialisationsinstanzen als kommunikativ konstruiert verstanden werden. Innerhalb der kommunikativen Figurationen von Familie, Peergroup oder Schulklasse dienen Medien als wichtige Kommunikationsmittel und -themen. Besonderes Augenmerk liegt in dem Forschungsvorhaben auf medienbezogenen Prozessen des Aushandelns von Zugehörigkeit und Abgrenzung. Die Familie steht im Mittelpunkt des Projekts. Sie ist der erste und einer der bedeutendsten sozialen Kontexte, in denen Sozialisation stattfindet und spielt auch bei der Regulierung des Medienrepertoires der Kinder eine gewichtige Rolle. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Bedeutung haben das Medienrepertoire und die kommunikativen Praktiken der Kinder für deren soziale Einbettung innerhalb verschiedener sozialer Kontexte? In einer qualitativen Panel-Studie werden Kinder und ihre Eltern in einem Zeitraum von drei Jahren zweimal interviewt. Die theoretische und empirische Anlage des Projekts erlaubt es, sowohl die medialen Entwicklungen innerhalb sogenannter „Early Adopter“-Familien als auch mögliche Tendenzen und Gründe einer Ablehnung digitaler Medien einzubeziehen. Die Arbeit mit zwei parallelen Kohorten erlaubt die Untersuchung einer relativ großen Altersspanne. Dabei werden die institutionellen Übergänge vom Kindergarten in die Schule bzw. von der Grundschule auf eine weiterführende Schule mit einbezogen, der oft mit erheblichen Veränderungen in Bezug auf Mediennutzung und Medienkompetenz der Heranwachsenden verbunden ist. Um ein umfassendes Bild des interaktiven Sozialisationsprozesses zu zeichnen, werden die Perspektiven sowohl der Kinder als auch der Eltern berücksichtigt.

  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

  • Verläufe exzessiver Internetnutzung in den Familien

    Laufzeit: 8. April 2015 - 31. Juli 2018
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.medpaed.phil.fau.de/forschung/veif/
    Die exzessive Internetnutzung von Jugendlichen wird derzeit nicht nur in der medialen öffentlichkeit diskutiert, auch unterschiedliche Bereiche der Wissenschaft widmen sich der genaueren Untersuchung des Phänomens. Eine systematische Literaturrecherche zeigt, dass sich international Hinweise auf einen Zusammenhang des familiären Einflusses und der exzessiven Internetnutzung des Jugendlichen finden. Bisher fehlen aber längsschnittlich angelegte Studien, um diesen Zusammenhang genauer zu erklären. Dementsprechend liegt der Fokus des Forschungsvorhabens auf dem Verlauf exzessiver Internetnutzung von Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der Familie. Leitend sind folgende Fragestellungen: In welcher Lebensphase und warum beginnt die exzessive oder pathologische Internetnutzung beim Jugendlichen? Wann nimmt sie gegebenenfalls wieder ab? Welchen Einfluss nimmt die Familie auf den individuellen Entwicklungsverlauf? Anhand quantitativer Methoden werden über 24 Monate Daten erhoben, welche Aufschluss über das Phänomen exzessiver Internetnutzung, dessen Entwicklung und den Einfluss der Familie geben sollen. Exzessive Internetnutzung wird in Familien zu einem Problem, wenn es von den Familienmitgliedern als ein solches wahrgenommen wird. Dabei muss die Perspektive der Erziehenden/der Eltern nicht notwendigerweise von den Jugendlichen geteilt werden. Gleichzeitig entsprechen die als Problem wahrgenommenen Phänomene nicht unbedingt einer wissenschaftlichen Definition exzessiver Internetnutzung. Daher liegt der Untersuchung ein Modell zugrunde, welches zum einen die subjektive Sicht der Betroffenen (Jugendlichen und Eltern) sowie die wissenschaftliche Perspektive auf das Problem der exzessiven Internetnutzung berücksichtigt. Ausgehend von einer Problemgruppe, in der eine Mediennutzungsproblematik mindestens seitens der Erziehenden oder der Jugendlichen wahrgenommen wird, soll in dieser Panelstudie vor allem die Entwicklung und der Verlauf exzessiver Internetnutzung betrachtet werden. Forschungsschwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Familienbeziehungen und -interaktionen (u.a. FB-S; SFB; KV-Fam) sowie der Medienerziehung. Für die Einbindung der wissenschaftlichen Perspektive kommt ein Instrument zur Messung exzessiver Internetnutzung (CIUS) zum Einsatz. Zum Vergleich der Problemgruppen mit Familien ohne jegliche Problemdefinition, wird eine Kontrollgruppe hinzugezogen. Um dem oben genannten Modell gerecht zu werden, werden jeweils ein Jugendlicher und ein Erziehungsberechtigter (Familiendyade) befragt. Die Datenerhebung anhand standardisierter Interviews umfasst drei Wellen in 700 Familiendyaden, wobei 500 Familien die Problemgruppe und 200 Familien die Kontrollgruppe bilden.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education

    Titel des Gesamtprojektes: INSHIP
    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Europäische Union (EU)
    URL: https://www.spaed.phil.fau.de/forschung/forschungsschwerpunkte/#collapse_7

    The project entitled Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education (INSHIP) aims to develop educational innovation in the area of higher education through a complementary partnership model for teaching practice (TP) in initial teacher education. The project follows four main objectives: (1) Provision of appropriate educational opportunities for student teachers in the course of TP, (2) Enhancement of the professional competencies of academic staff in the in-service course of TP (CPD-INSHIP course), (3) Operationalization of tools and guidance materials for implementation of TP (INSHIP-toolkit) (4) Development of Professional Learning Network in TP (INSHIP-PLN).
    INSHIP-project derives from an international consortium of experts in the field of teacher education, and is evidence-based. Its background is a socio-constructivist paradigm, at the forefront of which is situational learning of student teachers, and the role of collaboration and professional learning communities in bridging the gap between theory and practice in teacher education, which can be exceeded in an authentic learning context, i.e. in the concrete work environments. Moreover, in the course of the TP student teachers become professionally socialised, evolving their professional identity on the basis of shared attitudes and values within the teaching and learning community. Finally, the active participation of students in their future work environments contributes to their professional promotion, as the particular school gets to know the individual students during the TP course, which provides for a higher level of security of the institution in the employment of the graduates.
    The main achievement of the project will be the INSHIP-model, which will take the form of four basic elements covering the educational principles of strategic complementary partnership collaboration, professional socialisation, the student teachers TP competencies, and quality indicators for TP, with its own developed evaluation system. Supporting the INSHIP-model, the CPD-INSHIP course for academic staff will be developed and piloted within the project, as well as the INSHIP-toolkit and INSHIP-PLN fostering the spread of the professional learning community in TP by using INSHIP-portal, attending various professional meetings and using the materials produced in INSHIP. The INSHIP-project aims to bring together a total of 96 education professionals for INSHIP transnational teaching / learning / training events. It is planned to engage with another 150 education professionals for professional dissemination events taking place ones simultaneously across 6 partner countries and 120 participants in the INSHIP final conference. It is expected to gradually involve more education professionals across the participating countries who will benefit INSHIP-PLN, as well as other project outputs over time.

  • A

    Titel des Gesamtprojektes: Primat des Pädagogischen in der Digitalen Grundbildung. Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen in der Professionalisierung von pädagogischen Akteuren für Bildung im Grundschulalter (P3DIG)
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.p3dig.de/
    Problembeschreibung:In aktuellen Strategiepapieren zur Bildung in der digitalen Welt fordern BMBF und KMK, ein Primat der Pädagogik in den Mittelpunkt der Bildungsstrategien zu stellen. Grundlegende digitale Kompetenzen werden im Grundschulalter erworben. In dieser Lebensspanne soll die Grundschule als erste öffentliche Pflichtschule mit weiteren Bildungsakteuren den Erwerb der basalen Kompetenzen absichern, wobei hinsichtlich der Kompetenzmodelle, der Anforderungen an die Akteure und der notwendigen Rahmenbedingungen Unklarheiten bestehen.
    Zielstellung:Das Forschungsprojekt P3DiG macht es sich zur Aufgabe, sowohl mehrperspektivisch Professionalisierungsbereiche und -prozesse von pädagogischen Akteuren zur „digitalen Grundbildung“ zu beschreiben und theoretisch zu modellieren als auch deren Umsetzung zu erfassen.
    Forschungsmethoden:In der ersten Projektstufe werden mit einem theoriebasierten Mehrebenenmodell die strukturellen Bedingungen von Kompetenzerwerb und Einstellungsänderungen von pädagogischen Akteuren (schulisch und außerschulisch) erfasst. Mittels Gruppendelphi-Verfahren werden wissenschaftliche Experten und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen zur „digitalen Grundbildung“ im Kindesalter, zu Professionalisierungserfordernissen und -prozessen und strukturellen Rahmenbedingungen befragt. Ziel dieser ersten Stufe ist die Klärung von Grundsatzfragen hinsichtlich veränderter Aufgaben von Bildungseinrichtungen.
    In der zweiten, umfassenderen Projektstufe erfolgt die Analyse von Gelingensbedingungen durch die Befragungen von Ausbildungspersonen und pädagogischen Akteuren zur Identifikation von Kompetenzen und Einstellungen zur „digitalen Grundbildung“. Dabei werden insbesondere auch treibende und hemmende Faktoren in der Professionalisierung der pädagogischen Akteure erfasst. Hierzu werden in einem Methodenmix theoriegenerierende qualitative und hypothesenprüfende quantitative Forschungselemente miteinander kombiniert. Im qualitativen Teil werden insbesondere auch Bedingungskonstellationen von Kompetenzerwerb, Einstellungsveränderungen und praktischen Umsetzungen erfragt. Bestehende Daten aus aktuellen Studien mit einem ähnlichen Fokus werden mittels Sekundäranalysen eingebunden. Die Befunde der qualitativen Teilprojekte werden für eine quantitative Erhebung genutzt, mit der neue Skalen zur digitalen Bildung im Kindesalter validiert werden und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen endogenen Faktoren (Kompetenzen, Einstellungen) pädagogischer Akteure und strukturellen Bedingungen geprüft werden sollen.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Paralinguistische Stimmmerkmale in Major Depression (ParaStiChaD)

    Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Integration von Online-Interventionen in die ambulante Psychotherapie bei Patienten mit depressiven Störungen und Angststörungen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 30. April 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Smartphone-assistierte Abstinenzförderung nach Alkoholentzug

    Laufzeit: 1. April 2019 - 31. März 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Evaluation der Behandlung von Opioidabhängigen während der Inhaftierung im bayerischen Justizvollzug

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
  • Multisensorische kausalen Inferenz in kortikalen Hierarchien und ihre Veränderung bei Schizophrenien

    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Forschungs- und Entwicklungsvertrag im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundforschungsvorhabens „COMPARE - Risikobewertung bei Kindern psychisch kranker Eltern“.

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Gesundheitsförderung und Prävention von psychischen Störungen bei Studierenden

    Laufzeit: 1. Februar 2016 - 31. Januar 2021
    Mittelgeber: Industrie
  • Evaluation der psychotherapeutischen Fachambulanzen für Gewaltstraftäter München, Nürnberg und Würzburg

    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
    URL: http://www.lsdiagnostik.phil.uni-erlangen.de/forschungsprojekt_fachambulanzen

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Mit uns im Gleichgewicht - Präventionsprojekt zu internet- und telefonbasierten Interventionen bei psychisch belasteten Versicherten in den „grünen Berufen”

    Laufzeit: 1. Juni 2017 - 30. Mai 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: http://www.psych1.phil.uni-erlangen.de/forschung/internetbasierte-therapie/mit-uns-im-gleichgewicht.shtml

    Allgemeine Beschreibung

    Das von der Sozialversicherung fürLandwirtschaft, Forst- und Gartenbau (SVLFG) geförderte Modelprojekt „Mit unsim Gleichgewicht“ hat die Förderung und den Erhalt der psychischen Gesundheitbei Landwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen zum Ziel und wird vonder Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Ulmwissenschaftlich evaluiert.

    Um die psychische Gesundheit vonLandwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen zu erhalten und zu fördern,bietet die SVLFG den Versicherten Vor-Ort-Präventionsangebote wie zum BeispielSeminare zur Betriebsübergabe oder zum Stressmanagement an. Diese Angebotewerden im Rahmen des Modellprojektes um internet- und telebasierteInterventionen (Online-Gesundheitstrainings vom GET.ON Institut und intensivesEinzelfallcoachings von IVPNetworks) erweitert. Interventionen zur Präventionvon psychischen Belastungen sind besonders in der Landwirtschaft gefragt, dadiese Berufsgruppe aufgrund schwieriger Arbeitsbedingungen (zum Beispiel hoheArbeitsbelastung, Familienkonflikte, Saisonarbeit) vielen Belastungenausgesetzt ist. Nachgewiesenermaßen sind internet- und telebasierteInterventionen wirksam, allerdings sind die Effekte auf Populationsebeneabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme der Zielgruppe. Vor diesemHintergrund besteht ein hoher Bedarf an wissenschaftlich fundiertenErkenntnissen darüber, welcher Bedarf bei Landwirte*innen, Förster*innen undGartenbauer*innen, deren Partner*inne sowie mitarbeitenden Familienangehörigebesteht und wie diese effektiv erreicht werden können. Zudem soll überprüftwerden, ob zielgruppenspezifische Angebote für diese Personengruppe wirksam undkosteneffektiv der Entwicklung depressiver Störungen entgegenwirken können.

    Vordiesem Hintergrund untersucht der Lehrstuhl für Klinische Psychologie undPsychotherapie der FAU im Auftrag der SVLFG in zeitlich teils überschneidendenTeilprojekten zum einen die aktuelle Inanspruchnahme und Akzeptanz vonpräventiven Interventionen bei Landwirten, Gärtnern und Förstern, zum anderendie Wirksamkeit zweier spezifischer Interventionen (online-basierteGesundheitstrainings, telemedizinische Intensivbetreuung). Zudem werden dieneuen Gesundheitsangebote und online-basierten Interventionen im Rahmen einergroßen Implementierungsstudie in ganz Deutschland über unterschiedliche Zugangswegeden Versicherten der SVLFG angeboten.

    Zielgruppe des Projekts sind beider SVLFG versicherte Landwirt*innen, deren mitversicherten Partner*innen undmitarbeitenden Familienangehörige.

    Teilprojekt 1 und 2: Pilotimplementierung undImplementierungsstudie (ImpleMentIT)

    Die Pilot-Implementierungsphase in Bayern und Schleswig-Holsteindiente der Vorbereitung für die nationale Implementierung der internet- undtelebasierten Präventionsangebote, welche seit April 2019 stufenweise auf alleBundesländer ausgeweitet werden.

    Das primäre Ziel der Implementierungsstudie ist die Evaluation desImplementierungserfolgs von internet- und telebasierten Präventionsleistungenin der Routine-Versorgung. Der Implementierungserfolg wird anhand derDimensionen des „RE-AIM“- Frameworks (Reichweite, Effektivität, Annahme,Implementierung und Nachhaltigkeit) und des „Consolidated Framework forImplementation Research“ (Charakteristiken der Intervention, äußeres Setting,inneres Setting, Merkmale der beteiligten Personen und Implementierungsprozess)bewertet und verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz. Zudem werden Vergleichehinsichtlich der jeweiligen Angebote (GET.ON, IVPNetworks) bzw. zwischen denBundesländern näher betrachtet. Die Einsteuerung der Versicherten erfolgt überdie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der SVLFG, die zu den Präventionsangebotenberaten und Versicherte zu den externen Dienstleistern (GET.ON, IVP Networks)weiterleiten.

    Verschiedene Personen, die am Implementierungsprozess beteiligtsind, werden im Rahmen der Studie befragt, wie z.B. Versicherte der SVLFG, diedie internet- oder telefongestützten Präventionsleistungen in Anspruch nehmen,als auch Mitarbeiter/-innen der beteiligten Organisationen (GET.ON, IVPNetworksund SVLFG). Ziel der Befragungen bei den Versicherten ist es, Prä-, Post- undFollow-Up-Vergleiche hinsichtlich der psychischer Beschwerden durchzuführensowie die Zufriedenheit und Akzeptanz der internet- und telefongestütztenPräventionsangebote zu erfassen. Qualitative Interviews mit Teilnehmendendienen dazu, Einblicke in die subjektiven Erfahrungen zu bekommen (u.a.Zufriedenheit, Akzeptanz und Barrieren und Förderfaktoren bei derInanspruchnahme). Ebenso werden Mitarbeiter/-innen befragt, um Veränderungen imImplementierungsprozess abzubilden (insbesondere der Grad derNormalisierung/Gewöhnung hinsichtlich innovativer Technologien) sowieorganisationale Aspekte und die Akzeptanz bzw. Einstellung der internet- undtelefon-gestützten Präventionsangebote zu erfassen. Zusätzlich werden inFokusgruppen mit Außendienstmitarbeiter/-innen der SVLFG förderliche undhinderliche Aspekte der Beratung zu den Präventionsangeboten ermittelt, umdarauf aufbauend Handlungsempfehlungen abzuleiten.

    Wenn die Implementierung der neuen Präventionsangebote gelingt undsich diese in parallelen randomisiert-kontrollierten Studien als wirksam undkosteneffizient aufzeigen, ist die langfristige Aufrechterhaltung derPräventionsleistungen Ziel dieses Modellvorhabens. Somit haben die niederschwelligenAngebote das Potential, unmittelbar zur nachhaltigen Verbesserung derGesundheitsversorgung im ländlichen Raum beizutragen.

    Die Pilot-Implementierung der neuen Gesundheitsangebote erfolgtvom 11/2017 bis 03/2019 in Bayern und Schleswig-Holstein. Eine weitereAusweitung des Angebots über die gesamte Bundesrepublik erfolgt stufenweise imZeitraum von 04/2019 bis 05/2020.

    Teilprojekt 2: ImpleMentAll(Implementierung von internetbasierten Gesundheitsprogrammen)

    Bei ImpleMentAll (IMA) handelt es sich um ein von der EuropäischenKommission gefördertes Projekt. An zwölf Standorten, unter anderem in denPilotregionen Bayern und Schleswig-Holstein in Kooperation mit der FAU, demGET.ON Institute für Online-Gesundheitstrainings und der SVLFG, werdeninternet-basierte Interventionen eingesetzt, um die Prävention und Behandlungpsychischer Erkrankungen zu verbessern. Ziel des Projekts ist es, dieEffektivität von „maßgeschneiderter“ Implementierung mit der gewöhnlichenImplementierung (Implementation-as-Usual) an den zwölf Standorten zuvergleichen. Dazu wird überprüft, ob die Implementierung aufgrund der Nutzungeines dafür entwickelten „Online-Werkzeugkastens“ (ItFitsToolkit) effektiverist als bei regulären Implementierungsaktivitäten. Gemessen werden dafür Zahlenzur Inanspruchnahme der jeweiligen Intervention, der Grad derNormalisierung/Gewöhnung hinsichtlich innovativer Technologien sowie Kosten fürdie Implementierung. An jedem der 12 Standorte gibt es einImplementierungsteam, welches mithilfe des ItFitsToolkitImplementierungsstrategien entwickeln. In Erlangen besteht dieses Team ausMitarbeiter/-innen der FAU, des GET.ON Institutes und der SVLFG. Dieses setztsich unter Anleitung der ItFits-Toolkit-Plattform mit aktuellen Barrieren derImplementierung auseinander und entwickelt Strategien zur Erhöhung derInanspruchnahme durch Versicherte der SVLFG.

    Die Datenerhebung für die ImpleMentAll-Studie läuft seit 06/2018und endet im 09/2020.

    Teilprojekt 3: Wirksamkeitsstudie zu den GET.ON Online-Gesundheitstrainings

    Dieses Teilprojekt besteht aus zweirandomisiert-kontrollierten Studien (RCT). Es soll die Wirksamkeit undKosteneffektivität der Online-Gesundheitstrainings von GET.ON hinsichtlich derPrävention von schmerzbezogenen Belastungen bei chronischen Schmerzen (PACT-A)und der Vorbeugung undVerringerung von depressiven Beschwerden (PROD-A) bei der Zielgruppe derLandwirt*innen, Förster*innen und Gartenbauer*innen überprüft werden. 

    PACT-A. Bei dieser Studiesoll die Wirksamkeit und Kosteneffektivität einer auf der Akzeptanz undCommitment Therapie (ACT) basierten internetgestützten Intervention zurPrävention von schmerzbezogenen psychischen Belastungen bei Vorliegen vonchronische Schmerzen evaluiert werden. Das dafür verwendete Online-Training wird vom GET.ON Institut zurVerfügung gestellt und durchgeführt. Die Teilnehmenden werden zufällig in eineKontrollgruppe oder in eine Interventionsgruppe eingeteilt. Die Kontrollgruppeerhält Zugang zu psychoedukativem Informationsmaterial und Informationenbezüglich weiterer Möglichkeiten der Regelversorgung. Den Teilnehmenden derInterventionsgruppe steht die internetbasierte Intervention „GET.ON chronischeSchmerzen“ zur Verfügung. Die Intervention besteht aus insgesamt siebenaufeinander aufbauenden Lektionen, von denen wöchentlich eine bearbeitet werdensoll. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden der Interventionsgruppe nachAbschluss jeder Lektion von ausgebildeten Psychologen (E-Coaches) Feedback. Diebeiden Gruppen werden zu sechs Messzeitpunkten über 36 Monate hin bezüglichihrer psychischen Gesundheit und Belastung miteinander verglichen.

    Erweist sich das internetbasierteGesundheitstraining als wirksam und kosteneffektiv in der Prävention vonSchmerzinterferenz oder anderen psychischen Belastungen, bietet dies dieGrundlage für die Implementierung internetbasierter Gesundheitstrainings in dieRegelversorgung der Versicherten als Gesundheitsangebot der SVLFG.

    Die Studie ist seit Januar 2018 in derRekrutierungsphase.

    PROD-A. Bei dieserStudie soll die Wirksamkeit und Kosteneffektivität internetbasierterInterventionen hinsichtlich der Verringerung von depressiven Beschwerdenüberprüft werden. Zusätzlich soll die Wirkung dieser Interventionen auf dieAnzahl der Neuerkrankungen von Depression, sowie die Auswirkung auf Stress,Angst, Schlafqualität, und der Verringerung von problematischem Alkoholkonsumerfasst werden. Ziel der Wirksamkeitsstudie ist es, zu untersuchen, ob dieBearbeitung einer internetbasierten Gesundheitsintervention, unabhängig vonihrem inhaltlichen Schwerpunkt, zu einer Verbesserung subklinischer depressiverBeschwerden in der Zielgruppe führt. Diedafür verwendeten Online-Trainings werden vom GET.ON Institut zur Verfügunggestellt und durchgeführt. Die Teilnehmenden werden zufällig in eineKontrollgruppe oder in eine Interventionsgruppe eingeteilt. Die Kontrollgruppeerhält Zugang zu psychoedukativem Informationsmaterial und Informationenbezüglich weiterer Möglichkeiten der Regelversorgung. Den Teilnehmenden derInterventionsgruppe stehen der Zugang zu einem von sechs verschiedenenOnline-Trainings, die sich hinsichtlich ihrer Schwerpunktsetzungunterscheiden, zur Verfügung (GET.ON Stimmung, GET.ON Diabetes und depressiveBeschwerden, GET.ON Fit im Stress, GET.ON Regeneration, GET.ON Panik und GET.ONClever weniger trinken). Die Interventionen bestehen aus 6-8 Trainingseinheitenmit Informationen und vertiefenden Übungen zur Verbesserung depressiverSymptomatik. Nach Bearbeitung einerTrainingseinheit erhalten die Teilnehmenden der Interventionsgruppe vonausgebildeten Psychologen (E-Coaches) Feedback. Die Effektivität derinternetbasierten Interventionen wird mit der Kontrollgruppe verglichen undüber einen Zeitraum von 36 Monaten in regelmäßigen Abständen evaluiert.

    Erweisen sich die internetbasierten Gesundheitstrainings alswirksam und kosteneffektiv in der Reduktion subklinischer depressiverBeschwerden und der Prävention depressiver Störungen, bietet dies die Grundlagefür die Implementierung internetbasierter Gesundheitstrainings in dieRegelversorgung der Versicherten als Gesundheitsangebot der SVLFG und stündedamit allen Versicherten zur Verfügung.

    Die Rekrutierung lief vom Januar 2018 bis April 2019. Aktuellbefindet sich diese Studie in der Auswertungsphase. 

    Teilprojekt 4: Wirksamkeitsstudie zum IVPNetworks Einzelfallcoaching

    In dieser randomisiert-kontrollierten Studie sollen dieWirksamkeit und Kosteneffektivität des telefonischen Einzelfallcoachings vonIVPNetworks hinsichtlich der Vorbeugung und Verringerung von depressivenBeschwerden bei der Zielgruppe der Landwirt*innen, Förster*innen undGartenbauer*innen überprüft werden (TEC-A).

    Den randomisiert zugeordneten Teilnehmenden derInterventionsgruppe steht ein persönlicher Telefoncoach über 3-6 Monate zurVerfügung. Die Kontrollgruppe erhält psychoedukatives Informationsmaterialbezüglich Stress, Erschöpfung und psychischer Beschwerden und Informationen zuAngeboten der Regelversorgung. In der vorliegenden Studie werden dieTeilnehmenden der jeweiligen Gruppen zu vier Messzeitpunkten hinsichtlich ihrerpsychischen Belastung befragt und miteinander verglichen. Primäres Ziel derStudie ist die Reduktion depressiver Symptomatik bei den Teilnehmenden in derInterventionsgruppe.

    Erweist sich das telefonische Einzelfallcoaching als wirksam undkosteneffektiv in der Verringerung depressiver Beschwerden und der Präventiondepressiver Störungen, bietet dies die wissenschaftliche Grundlage für dieImplementierung telefonbasierter Präventionsangebote in die Regelversorgung derSVLFG.

    Die Rekrutierung lief vom Dezember 2018 bis April 2019. Aktuellbefindet sich diese Studie in der Auswertungsphase.

    Teilprojekt 5: Experimentelle Testung der Wirksamkeit von Rekrutierungsstrategien

    Ziel dieses Teilprojektes soll ist es herauszufinden, inwieweitsich Rekrutierungsstrategien im Rahmen des Modellprojektes optimieren lassen.Es werden unterschiedlicheDisseminationsstrategien zur Optimierung der Akzeptanz und Inanspruchnahme derInterventionen überprüft.

    Dafür werden in mehreren Anschreibewellen verschiedene Varianten des Informationsmaterials (Infoblatt, Flyer) für dieWirksamkeitsstudien zu den GET.ON Gesundheitstrainings und dem intensivenEinzelfallcoaching von IVPNetworks erstellt und an Versicherte der SVLFGverschickt. Dabei werden Layoutaspekte (z.B. Schriftgröße, Farbe),Versandoptionen (Standardversand und Dialogpost) und Inhalt (Informationsmenge,Wortwahl) variiert und der Rücklauf der verschieden Varianten beobachtet.

    Die Durchführung der Interviews fand im 2019 statt. Die Studiebefindet sich aktuell in der Auswertungsphase.

    Teilprojekt 6: GesundheitsökonomischeAnalysen

    In diesem Teilprojekt soll die Kosteneffektivität und der Kostennutzen derbeiden Intervention (GET.ON Trainings und intensives Einzelfallcoaching)evaluiert werden. Hierzu werden im Rahmen der Wirksamkeitsstudien (Teilprojekte3 + 4) die wirtschaftlichen Folgekosten aufgrund von psychischer Erkrankung(z.B. Nutzung ärztlicher Leistungen, Aufnahme einer regulären Behandlung,Medikation, Krankschreibungen, Arbeitstätigkeit trotz Erkrankung) sowie dieLebensqualität der Teilnehmer erfasst. Diese werden darüber hinaus in Bezug zusekundäre Versichertendaten der SVLFG anonymisiert auf Gruppenebene ausgewertetund in Zusammenhang gesetzt.

    Die Durchführung der gesundheitsökonomischen Analysen ist für 2021/22geplant.

    Teilprojekt 7: Akzeptanz undZufriedenheit der Teilnehmer mit den neuen Gesundheitsangeboten

    Im Rahmen von qualitativen Interviews mit Teilnehmenden derOnline-Gesundheitstrainings und des intensiven Einzellfallcoachings werdenInterviews geführt um die Zufriedenheit mit der erhaltenen Gesundheitsleistungsowie der Akzeptanz des Mediums (Internet oder Telefon) für dasGesundheitsangebot aus Teilnehmersicht erfassen zu können.

    Die Studie befindet sich aktuell in der Auswertungsphase.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Ermittlung der Praxis- und Alltagstauglichkeit des IEEDA, Untersuchungen der Patienten und Durchführung der IASON-Validierung

    Titel des Gesamtprojektes: Intelligenter emotional-empathischer digitaler Assistent mit EEG-Zeitreihenanalyse zur Früherkennung und Verlaufskontrolle bei Alzheimer-Demenz - IASON
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 30. Juni 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien

    Titel des Gesamtprojektes: Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien
    Laufzeit: 1. Juni 2019 - 31. Mai 2023
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (seit 2018)
  • Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse

    Titel des Gesamtprojektes: Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse
    Laufzeit: 1. April 2019 - 31. März 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation

    Titel des Gesamtprojektes: @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation
    Laufzeit: 1. Februar 2019 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Anforderungsanalyse, Entwicklung der Motivationsstrategie und des Geschäftsmodells, Test und Evaluierung

    Titel des Gesamtprojektes: Intelligentes Servicesystem für lokal vernetzte Prosumer
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Ziel des Verbundprojektes liegt in der Unterstützung und Entlastung der Menschen, die in einem Quartier zusammenleben und kurzfristig oder dauerhaft Hilfe benötigen ohne dass durch diese Hilfen finanzielle Mehrbelastungen entstehen dürfen. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Verbundprojektes ein neuartiges, interaktives und nicht-monetäres Dienstleistungssystem für eine "Nachbarschaftshilfe 2.0" entwickelt und aufgebaut. Das innovative Konzept entwickelt ein Netzwerk gegenseitiger Hilfe durch Integration von Bürgern mit ehrenamtlichen, gemeinnützigen und professionellen Organisationen über eine neuartige digitale Plattform. 

  • Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)

    Titel des Gesamtprojektes: Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)
    Laufzeit: 1. Juni 2017 - 31. Mai 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Eigenmittelprojekte:

  • Organisationale Hormoneffekte, Körper-Morphologie und das motivationale Gehirn

    Laufzeit: seit 2. Februar 2018

    Das Projekt zielt auf die Identifizierung organisationaler Hormoneffekte auf das motivationale Gehirn während der Entwicklung anhand von Markern in der Köper-Morphologie ab. Indem das Projekt Marker für pränatale (z.B. das Fingerlängenverhältnis 2D:4D) und pubertäre (facial width-to-height ratio) Hormone einschließt, die spezifisch von organisierenden Effekten während spezifischer Entwicklungsphasen beeinflusst werden, schließt es auf das Ausmaß zurück, in dem Sexualsteroide wie Testosteron oder Östradiol während dieser Phasen auch die Gehirnentwicklung beeinflussen. Zu diesem Zweck werden Anthropometrie, 2D-Messungen auf Fotos und Scans, sowie zukünftig auch fMRI-Methoden eingesetzt. Auf Seiten des motivationalen Gehirns liegt ein besonderer Schwerpunkt auf impliziten Motiven, da diese im späteren Lebensverlauf Beziehungen zu endokrinen Parametern aufweisen. Das Projekt verfolgt die folgenden Ziele: (1) Nachweis von Beziehungen zwischen Markern organisationaler Hormoneffekte und motivationalen Parametern bei Erwachsenen; (2) Nachweis von Beziehungen zwischen Markern und behavioralen, physiologischen und endokrinologischen Outcomes bei Erwachsenen (geplant); (3) Erbringen weiterer Nachweise für die Validität von Markern durch Verwendung externer Datenbanken, die gleichzeitig morphometrisch analysierbares Material  und behaviorale Outcomes beinhalten; (4) Verbesserung von Messprozessen von Markern durch Messanleitungen und Software; (5) Verwendung von fMRI zur Aufdeckung struktureller Gehirneigenschaften, die mit Markern und motivationalen Parametern in Zusammenhang stehen (geplant).

  • Entwicklung und Validierung eines Verfahrens zur Messung sexueller Motivation

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2017

    Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung und Validierung eines neuen Instruments für die Erfassung sexueller Motivation. Der Messansatz basiert auf aktuellen Theorien sexueller Motivation, die die Bedeutung sexueller Anreize für die Auslösung eines zentralen Motivzustands betonen, der auf sexuelle Befriedigung drängt. Er basiert zudem auf einem Validitätskonzept, das die kausale Manipulierbarkeit des Messinstruments durch Veränderung der zu messenden Eigenschaft betont und das bereits erfolgreich bei der Entwicklung von anderen bildgeschichtenbasierten Motivmaßen zum Einsatz gekommen ist. Die spezifischen Projektziele sind: (1) Entwicklung eines Bildgeschichtenverfahrens für die Messung des Bedürfnisses nach Sex (bSex); (2) Entwicklung eines geeigneten Bildersatzes für die Erhebung von Geschichten zur Messung von bSex; (3) Untersuchung der Reliabilität des Instruments (Auswerterobjektivität; Testwiederholung; Profilstabilität); (4) Testung der prädiktiven Validität des neuen Verfahrens anhand von Kerncharakteristika motivationaler Prozesse (Aufmerksamkeit, Affekt, Hormone, Physiologie, assoziatives und instrumentelles Lernen, Sexualität und emotionales Wohlbefinden im täglichen Leben); (5) Bestimmung der konvergenten und diskriminanten Validität.

Einzelförderung:

  • 9x selbstbestimmtes Wohnen in Oberfranken

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) (ab 10/2013)
  • Beratungsstelle für gesundes Altern

    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: http://www.geronto.fau.de/bega

    An BegA können sich Menschen mit Beratungsbedarf zu allgemeinen Fragen der Lebensführung im Alter, zu subjektiven Einschränkungen der kognitiven oder körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. bei der Verkehrsteilnahme wenden bzw.  auch deren Angehörige. Ziel von BegA ist es, basierend auf ausführlichen Gesprächen und evtl. vertiefender Diagnostik, individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln.

    Das Projekt BegA - Beratung für gesundes Altern ist langfristig ausgelegt, d.h. Klienten und Klientinnen sollen so lange wie möglich und gewünscht (in jährlichen Abständen) weiter begleitet werden. Die Anzahl der Klienten wird letztendlich durch Nachfrage und Ressourcen bestimmt. Im ersten Jahr der Projektlaufzeit haben sich seit Januar 2016 schon mehr als 100 Klienten an BegA gewandt.

    Arbeitsschwerpunkte von BegA sind:
    1. Beratung zu Fragen der Lebensführung im höheren Lebensalter
    2. Beratung bei subjektiv erlebten Gedächtnis- oder sonstigen kognitiven Leistungseinbußen
    3. Mobilitätsberatung und Fahreignungsdiagnostik bei subjektiver Unsicherheit im Verkehr
    4. Nicht-medikametöse therapeutische Interventionen wie z.B. Kognitiv-körperliches Training zur Prävention von kognitiven Leistungseinbußen oder Gesprächsangebote in Gruppenform zu verschiedenen Themenbereichen (z. B. Trauerbegleitung).

    BegA wird für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert. Im Förderumfang enthalten sind 0.75 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, Mittel für wissenschaftliche Hilfskräfte (15h/Woche) sowie Sachmittel.  Beiträge der Klienten und Eigenleistungen der FAU Erlangen-Nürnberg ergänzen die Finanzierung.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Dezentralisierung in der Arabischen Welt: Eine vergleichende Studie zu Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien

    Laufzeit: 1. August 2017 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.pol.phil.fau.de/institut/middleeast/dfg-projekt-dezentralisierung/

    In der Arabischen Welt sind seit den frühen 1990er Jahren auf Regierungsseite verstärkt Dezentralisierungsstrategien zu beobachten, die eine hohe Varianz in Bezug auf Zeitpunkt, Intensität, Erfolg, Reichweite und Folgen aufzeigen. Trotz dieser empirischen Befunde bleibt die internationale Forschung sowohl hinsichtlich der Ursachen als auch der Konsequenzen der Entscheidung für ein Mehr an dezentraler Staatsorganisation weitgehend im Ungefähren.

    Unser Forschungsprojekt setzt an diesem Punkt an und thematisiert die Erfahrungen mit Strategien administrativer Dezentralisierung im Kontext einer in der Literatur dargelegten, regionalen Persistenz neopatrimonialer Patronage- und Klientelnetzwerke. Unsere Grundannahme ist dabei, dass Politiken der Dezentralisierung durch klar identifizierbare personelle Netzwerke getragen, angeregt und instrumentalisiert werden. Sie überspannen in einer Verflechtungsbeziehung die zentralstaatliche, regionale und lokale Ebene. Das Entstehen und die Funktion von Dezentralisierungsprozessen sind deshalb mehr als nur Ergebnis einer modifizierten verfassungsrechtlichen Architektur. Ursache des durch Dezentralisierung herbeigeführten politischen Wandels ist eine Neuausrichtung neopatrimonialer Netzwerke, mit welcher eine Territorialisierung von Herrschaft im Zuge zentralstaatlicher Strategien der Aufgabenübertragung erfolgt. Unser Projekt fragt, in welchem Umfang und mit welchen gesellschaftlichen und politischen Folgen solche Dezentralisierungsprozesse Regierbarkeit („governability“) in den vier zu untersuchenden Ländern verändern und damit jenseits des klassischen Motivs der Herrschaftssicherung durch institutionellen Wandel legitimatorische Wirkung entfalten. Indikator und Analysetool der Regierbarkeitsfolgen von Dezentralisierung ist die Steuerung von Budgets und Finanzströmen auf der subnationalen Ebene.

    Das Vergleichssample umfasst die Länder Marokko, Tunesien, ägypten und Jordanien. Diese Fälle wurden gewählt, weil sie im arabischen Raum unterschiedlichste Formen, Funktionen und Folgen von Dezentralisierung vorweisen, bei dennoch sehr ähnlichen Ausgangsbedingungen (Tradition zentralisierter Staatsorganisation, ähnliche Pfade der Staatsbildung und Persistenz neopatrimonialer Netzwerke). Das Projekt liefert einen konzeptionellen und empirischen Beitrag zu den noch weitgehend unerforschten Fragen der Dezentralisierung und ihren Folgen in der Arabischen Welt. Wir streben an, jenseits von Landesspezifika der vier untersuchten Fälle, Erklärungszusammenhänge mittlerer theoretischer Reichweite zu identifizieren, die uns erlauben, die innere Logik von Dezentralisierungspolitik im Arabischen Raum im Kontext der vergleichenden Staatsorganisationsforschung erstmals zu verorten.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Das Imaginäre an den Grenzen des Sozialen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.soziologie.phil.fau.de/imaginaeres/
  • Die Struktur kognitiver Minderheiten: Evangelikale in Leipzig und Unitarier in Dallas

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch die komparative Untersuchung 'kognitiver Minderheiten' herauszufinden, wie Menschen eine von ihrer sozialen Umgebung abweichende Wirklichkeitsdefinition aufrechterhalten. In einem komplementär aufgebauten Forschungsdesign soll rekonstruiert werden, wie die Welt für eine religiöse Gruppierung (Evangelikale) in einer stark säkularisierten Stadt (Leipzig) und für eine Gruppe von Zweiflern und Suchenden (Unitariern) in einer von evangelikaler Religiosität geprägten Stadt (Dallas) jeweils wirklich wird. Vor dem Hintergrund einer wissenssoziologischen Theorieperspektive gehe ich davon aus, dass Wirklichkeitsdefinitionen in einem permanenten Wechselspiel zwischen der subjektiven Ebene des Bewusstseins und der objektiven Ebene der Institutionen und geteilten Sinnstrukturen entstehen. Um das Thema zu bearbeiten, wird entlang einer rekonstruktiven Methodologie ein ethnografischer Forschungsansatz gewählt, der teilnehmende Beobachtung mit narrativ-biographischen Interviews verbindet. An aktuelle religionssoziologische Debatten anschließend, soll das Projekt erstens einen empirisch fundierten mikrosoziologischen Beitrag zur Verhältnisbestimmung von Stadt, Religion und Moderne leisten und damit zweitens an der konzeptionellen Weiterentwicklung neuerer religionssoziologischer Theorieansätze mitwirken.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen

    Titel des Gesamtprojektes: Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen
    Laufzeit: 1. November 2018 - 31. Oktober 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Entwicklung von Kriterien zum Selbstcheck guter agiler Projektarbeit.

    Titel des Gesamtprojektes: Gute agile Projektarbeit in der digitalisierten Welt (diGAP)
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. Oktober 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Design Thinking als Modell forschenden Lernens in der Theologie

    Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2024
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • vALID: KI-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme in der Klinik. Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt

    Künstliche Intelligenz (KI) scheint in aller Munde. Von zunehmender Bedeutung sind Anwendungen von KI im Bereich klinischer Entscheidungsfindung. Liegen einige der denkbaren Anwendungen klinischer KI noch in der Zukunft, verändern andere bereits die Praxis. Das Projekt vALID unternimmt eine normative, rechtliche und technische Analyse der Frage, wie KI-gesteuerte klinische Entscheidungsunterstützungssysteme mit dem Ideal der Arzt- und Patientensouveränität in Einklang gebracht werden können.

    vALID besteht aus vier Teilprojekten. Im ethischen Teilprojekt wird auf Basis einer eingehenden Analyse bestehender normativer Arbeiten zur KI in der Klinik untersucht, welche Aspekte das Ideal der Souveränität von ÄrtzInnen und PatientInnen umfasst. Das rechtliche Teilprojekt wird auf Basis einer De Lege Lata Analyse verschiedene Regulierungsoptionen im nationalen und internationalen Kontext analysieren und bewerten. Beide Teilprojekte untersuchen, wie Konzepte von Vertrauenswürdigkeit, Transparenz, Akteurschaft und Verantwortung durch klinische KI beeinflusst und verschoben werden—sowohl auf theoretischer Ebene als auch im Hinblick auf konkrete moralische und rechtliche Konsequenzen.

    Im technischen Teilprojekt werden vor dem Hintergrund einer eingehenden Analyse technisch möglicher sowie in der Klinik bereits eingesetzter Anwendungen Mock-Up-Simulationen von konventionellen, automatisierten sowie integrativen Entscheidungsunterstützungssystemen entworfen. Im empirischen Teilprojekt werden anhand dieser Mock-Ups sowie mittels quantitativer und qualitativer Erhebungsmethoden die Perspektiven und Argumentationsmuster von Patientinnen und ÄrztInnen zu einer Bandbreite von Designs und Implementierungen KI-getriebener, klinischer Entscheidungsunterstützungssysteme systematisch erfasst.

    Während dieses Prozesses sind die Teilprojekte fortwährend methodologisch verzahnt: Die normwissenschaftlichen Teilprojekte erarbeiten einerseits den konzeptionellen Rahmen für die empirischen Untersuchungen, und nehmen andererseits deren Zwischenergebnisse in die Argumentationsgänge auf.

    Auf Basis dieser Arbeiten werden die vier vALID-Teilprojekte schließlich gemeinsam eine ethisch, rechtlich, technisch, und empirisch informierte Governance-Perspektive für KI-getriebene Entscheidungsunterstützungssysteme im Kontext eines shared decision-making erarbeiten.

  • Kritischer Katalog der Luther-Bildnisse (1519-1530)

    Laufzeit: 1. Juni 2018 - 31. Mai 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://www.gnm.de/forschung/projekte/luther-bildnisse/

    Die Bedeutung Martin Luthers für die Religions- undKulturgeschichte ist unbestritten. Anders als seine Werke sind die für seineWirkungsgeschichte ebenso wichtigen zeitgenössischen Porträts (Gemälde und Druckgrafik) jedoch wedervollständig gesammelt noch kritisch erschlossen. Das gemeinsame Projekt der FAU, des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg und der TH Köln wurde initiiert, um in einem interdisziplinären Ansatz, der die Bereiche Kunstgeschichte, Kirchengeschichte, Kunsttechnologie, und Informatik umfasst, einen kritischen Katalog der Luther-Bildnisse für die Jahre 1519 bis 1530 zu erstellen. Dabei sollen Fragen der Authentizität, der Datierung der Kunstwerke und ihres historischen Verwendungszusammenhangs sowie das Vorliegen eventueller serieller Produktionsweisen untersucht werden.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte

    Titel des Gesamtprojektes: GRK 2304: Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 31. März 2023
    Mittelgeber: DFG / Graduiertenkolleg (GRK)

    Zum 1. Oktober 2018 wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ein neues geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg eingerichtet. Die DFG bewilligte das interdisziplinäre GRK 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen: Austausch, Abgrenzung und Rezeption“, an dem insgesamt zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen historischen, archäologischen und theologischen Fächern sowie der Musikwissenschaft beteiligt sind, die von der Antike bis zur Frühen Neuzeit forschen. Sprecher ist der Byzantinist Johannes Pahlitzsch, stellvertretende Sprecherin die Kirchenhistorikerin Heike Grieser. Ute Verstegen vom LS Christliche Archäologie der FAU ist als externe Expertin Mitglied des Trägerkreises und wird Qualifikationsarbeiten zur spätantiken und byzantinischen Archäologie und Kunstgeschichte betreuen.

    Das GRK untersucht die Wechselbeziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und seinen Nachbarn und Konkurrenten erstmals aus einer transkulturellen Perspektive, nicht nur anhand von Formen und Praktiken des Krieges, sondern auch mithilfe der sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen.

    Das GRK bietet einen intensiven fachlichen und interdisziplinären Austausch, eine fächerübergreifende Betreuung durch zwei Professorinnen/Professoren aus dem Trägerkreis, praxisbezogene Ausbildungsanteile im Museumsbereich, ein umfangreiches Angebot zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z. B. aus dem Bereich der Digital Humanities) und vielfältige Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung.

Eigenmittelprojekte:

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Beauty and Islamic Theology

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://aiwg.de/beauty-and-islamic-theology/

    Hier setzt die AIWG-Projektwerkstatt “Beauty and Islamic Theology” an: Sie möchte mit ihrem Forschungsvorhaben auch innerhalb der islamisch-theologischen Forschung in Deutschland den Blick auf eine „Theologie der Ästhetik“ richten. Ziel ist es, das Wesen, den Wert und die theologische Bedeutung von Ästhetik aus interdisziplinärer Perspektive zu beleuchten, um neue konzeptionelle Horizonte zu eröffnen. Die zentralen Forschungsfragen sind: Welche Bedeutung hat Ästhetik in islamischer Kunst und im islamisch-theologischen Diskurs? In welchem Ausmaß fungieren Schönheit und Kunst als eine Quelle der Theologie? Und welche Ansätze verhelfen zu einem besseren Verständnis islamischer Schönheits- und Kunstkonzeptionen?

    Die Projektwerkstatt will Grenzen zwischen Theorie und Praxis, zwischen Kunstgeschichte und Theologie überwinden. So nehmen Forschende und Studierende verschiedener Disziplinen (z. B. Islamwissenschaft, Nah- und Mitteloststudien, Kunstgeschichte und -pädagogik, Philosophie und Ethnologie) unter Anleitung eines Khattât, eines Meisters der Kalligraphie, an zwei praktischen Workshops zu Kalligraphie und Geometrie teil. Dabei soll den Teilnehmenden das Zusammenspiel von Kunst, Handwerk, moralischer Kraft und göttlicher Inspiration erlebbar gemacht werden. Geplant ist, die Forschungsergebnisse und praktischen Erfahrungen Ende 2020 im Rahmen einer Konferenz zu “Beauty and Islamic Theology” zu diskutieren und in einer Publikation zu veröffentlichen

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Tierschutz und die Gerechtigkeitsidee im Islam

    Titel des Gesamtprojektes: Nachwuchsforschergruppe "Norm, Normativität und Normenwandel"
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.dirs.phil.fau.de/norm-normativitaet-und-normenwandel/
  • Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption

    Titel des Gesamtprojektes: Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption
    Laufzeit: 15. November 2018 - 31. August 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Bewegungsversorgung im Gesundheitssystem – Etablierung von Versorgungsketten zur Bewegungsförderung für Menschen mit nichtübertragbaren Erkrankungen

    Laufzeit: 1. Juni 2019 - 31. Mai 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/bewegtversorgt/
  • PEN - Wirksamkeit bestehender politischer Maßnahmen für Lebensstil-Interventionen - Netzwerk zur Evaluation politischer Maßnahmen

    Laufzeit: 1. Februar 2019 - 31. Januar 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.jpi-pen.eu
  • Qualifizierung im DOSB: Kompetenzorientierung in der Trainerbildung Leistungssport

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Kooperation 

    Das DSS der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im Rahmen eines wissenschaftlichen Förderprojektes namens „KMU bewegt!“ eine onlinebasierte Weiterbildungsplattform „Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz“ (nachfolgend „BGK-online“ genannt) entwickelt. Hierin enthalten sind konzeptuelle Bestandteile eines bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenzmodells für Gesundheitsberufe. Der DVGS vertritt in Konzeption, Realisation und Evaluation die Themen körperliche Aktivität, Bewegung und Sport in der Prävention und Rehabilitation. Dabei stützt sich der DVGS auf evidenzbasierte biopsychosoziale Modelle. Die Intention der Arbeit des Fachverbandes ist explizit der Wissenschaftstransfer in die Anwenderorientierung. Zu diesem Ziel kooperiert der DVGS mit den zuständigen wissenschaftlichen Einrichtungen einerseits sowie andererseits mit Leistungserbringern und Leistungsträgern des Gesundheitswesens.

    Das DSS  und der DVGS intendieren mit dieser Kooperation

    • Weiterentwicklung des vorliegenden Konzeptes der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz sowie zur Bewegungsförderung in Bezug auf die praktische Umsetzung sowie theoretische Konzeptualisierung
    • Wissenstransfer bezüglich Blended-Learning- sowie E-Learning-Verfahren für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in Bewegungs- und Gesundheitsfachberufe
    • Entwicklung von Konzepten für berufstätige Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen, die in den Feldern der Prävention, der ambulanten und stationären medizinischen Rehabilitation, der Akutversorgung und der Pflege tätig sind
    • Weiterentwicklung theoretischer Rahmenkonzepte und Definition von Kernkompetenzen für Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen zu verhaltensbezogenen Bewegungsinterventionen
    • Weiterentwicklung, Implementierung und Evaluation von analogen und digitalisierten Interventionen zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz in der Gesundheitsversorgung (Prävention, ambulante und stationäre medizinische Rehabilitation, Akutversorgung und Pflege)
  • Kommunale Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Bewegungsempfehlungen

    Laufzeit: 1. Juni 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/kombine/
  • Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten

    Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die sich durch einen stetig fortschreitenden Verlust der Bewegungsqualität und –sicherheit kennzeichnet. Bewegungstherapeutische Maßnahmen zielen insbesondere auf den Erhalt und das Wiedererlernen grundlegender motorischer Funktionen. Ihre Wirkung begründet sich durch zentralnervöse Reorganisationsprozesse (Neuroplastizität) und sind demnach als Lernprozess zu betrachten. Die motorische Lernfähigkeit bleibt im Verlauf der Erkrankung weitestgehend erhalten, jedoch ist sie im Vergleich zur Altersnorm reduziert. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Lernleistung gesunder Erwachsener durch eine Kombination mit gezielten aeroben Belastungsreizen gesteigert werden kann. Ziel der Studie ist es daher, die Effekte eines, dem motorischen Lernen unmittelbar vorangehenden, aeroben Trainings auf die motorische Lernleistung von Parkinsonpatienten zu untersuchen.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"

    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Juli 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Capital4Health 2 - Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung

    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://www.capital4health.de
  • MS bewegt - Menschen mit MS in Bewegung bringen!
    Bewegungsförderung mit einem internetbasierten E-Health Beratungs- und Trainingsprogramm für Personen mit Multipler Sklerose

    Laufzeit: 1. November 2017 - 31. Oktober 2020
    Mittelgeber: Industrie
    URL: https://www.sport.fau.de/ms-bewegt/

    Forschungsproblematik
    Obwohl Personen mit Multipler Sklerose (PmMS) noch vor wenigen Jahren von Bewegung und sportlicher Aktivität abgeraten wurde, besteht heute kein Zweifel mehr über die nachgewiesenen, vielfältigen positiven Wirkungen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit / Mobilität von PmMS sowie deren Lebensqualität. Im Kontrast dazu steht jedoch, dass ein Großteil der PmMS eher einen körperlich inaktiven Lebensstil aufweist. Diese Umstände unterstreichen die Bedeutung von Maßnahmen zur nachhaltigen Förderung von körperlich aktiven Lebensstilen bei dieser Zielgruppe, um langfristig von den positiven Wirkungen der Bewegung zu profitieren. Das Internet hat sich als geeignetes Medium für gesundheitsförderliche Interventionen bei Gesunden, chronisch Kranken und auch speziell bei PmMS erwiesen.

    Ziel und Produkte
    Die Ziele des Projekts sind die Entwicklung eines E-Health-Angebots für Personen mit MS (Ziel 1) sowie die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Machbarkeit und Wirksamkeit dieses E-Health Angebots (Ziel 2) im Hinblick auf eine gelingende Bewegungsförderung. Damit sollen vor allem die gesundheitsbezogene Selbsthilfe gefördert und PmMS beim Aufbau eines körperlich aktiven Lebensstils durch eine professionelle und integrative Betreuung durch medizinisches sowie therapeutisches Fachpersonal unterstützt werden (s. Abb. unten). Ein innovativer Aspekt dieses Projekts ist die Entwicklung und Validierung von Mobilitäts-Parametern zur Bewertung der Mobilität von PmMS (Ziel 3).
    Produkte: E-Health Plattform | Bewegungs-App | Bewegungsprofil | Mobilitätsprofil | Kommunikation

    Methodik
    Um die oben beschriebenen Projekt- und Studienziele zu erreichen, beträgt die Projektlaufzeit drei Jahren (36 Monate) und umfasst zwei Phasen. Phase 1 besteht aus einer Entwicklungs- und Testphase und dient zur Entwicklung und Verfeinerung der Plattform sowie der (Weiter-) Entwicklung der Mobilitätsparameter. Phase 2 besteht aus einer Verfeinerungs- und Evaluationsphase. Hier soll die Machbarkeit sowie die Wirksamkeit des E-Health Angebots in Bezug auf die Verbesserung der körperlichen Aktivität und der Mobilität überprüft werden. Es soll nicht rein um Evaluation der Wirksamkeit einer einmalig entwickelten Intervention gehen, sondern aufgrund von erzielten (Zwischen-) Ergebnisse der formativen Evaluation werden Korrekturen und Qualitätsverbesserungen der laufenden Prozesse sowie der entwickelten Spezifikationen vorgenommen, um die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung zu erhöhen.

    Nutzen
    Nachhaltige Integration einer ortsunabhängigen, web-basierten E-Health Plattform in die Versorgungsstruktur für PmMS. Eine umfassende und abgestimmte medizinische wie therapeutische Betreuung kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Neben der Verbesserung der Lebensqualität wäre damit auch die Senkung der direkten wie indirekten Kosten verbunden. Die mit diesem Projekt aufgebauten Strukturen und Prozesse sind auf andere Erkrankungsformen übertragbar.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Planung, Durchführung und Analyse der Erhebung

    Titel des Gesamtprojektes: NUBIG - Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"
    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Juli 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten III - FaST-PD III

    Titel des Gesamtprojektes: Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten
    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/optimierung-motorischer-lernprozesse-

    Im dritten Studienteil soll das in denExperimenten #1 und #2 gewählte Paradigma auf einen mehrwöchigen Therapieprozess übertragen und evaluiertwerden. Untersucht wird, wie sich die regelmäßige unmittelbare Kopplung vonmotorischen Lerneinheiten und Herz-Kreislauf-Beanspruchungen auf dieKonsolidierung und Automatisierung der geübten Bewegungen auswirkt. Ausgehendvon den Erkenntnissen der ersten beiden Studien soll dabei das aerobe Trainingdem motorischen Lernen über einen mehrwöchigen Trainingszeitraum jeweilsunmittelbar nachfolgen.

  • Health.eduPLUS: Gesundheit in Sportunterricht und Sportlehrerbildung

    Titel des Gesamtprojektes: CAPITAL4HEALTH II: Handlungmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung - Teilprojekt Erlangen
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://health.edu.capital4health.de/
  • Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz in der beruflichen Bildung (2. Projektphase)

    Titel des Gesamtprojektes: Capital4Health
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://parc-ave.capital4health.de/

    Das Projekt PArC-AVE (Physical Activity-related Health Competence in Apprenticeship and Vocational Education; deutsch: Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz in der beruflichen Bildung) beschäftigt sich mit dem Thema der Bewegungsförderung in der Ausbildung und fokussiert im Zuge dessen die Entwicklung und Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz (BGK) von Auszubildenden der Krankenpflege und KFZ-Mechatronik.

    Auch in der zweiten Förderphase liegt das primäre Ziel in der Förderung der BGK von Auszubildenden. Dabei widmet sich PArC-AVE folgenden weiteren Zielen:

    1. Transfer von kooperativen Planungsprozessen zur Förderung der BGK in neue Settings;
    2. Analyse der Beziehungen zwischen den subjektiv wahrgenommenen körperlichen Arbeitsbeanspruchungen und der Ausprägung der BGK;
    3. Langzeitbewertung von BGK und strukturellen Veränderungen in den Settings der ersten Förderphase.
  • Capital4Health 2 - Querschnittsprojekt CAPCOM

    Titel des Gesamtprojektes: Capital4Health 2 - Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien
    URL: http://www.capital4health.de

Eigenmittelprojekte:

 

Die Informationen zu den Projekten werden automatisch aus dem Forschungsinformationssystem (CRIS: Current Research Information System) der FAU generiert.