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Forschungsprojekte

Aktuell laufende Forschungsprojekte

Einzelförderung:

  • Hallstattzeitliche Grabhügel in Sankt Helena, Gemeinde Simmelsdorf, Landkreis Nürnberger Land, Regierungsbezirk Mittelfranken; Maßnahme: Restgrabung St. Helena Simmelsdorf
    Laufzeit: 11. Februar 2019 - 31. Oktober 2019
    Mittelgeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/projekte-der-juengeren-urgeschichte/das-hallstattzeitliche-graeberfeld-von-simmelsdorf-st-helena/
  • Siedlungsmuster, Kontakte und Netzwerke. Eine diachrone Untersuchung zur steinzeitlichen Nutzung des Alpenraums am Beispiel des Allgäu (Voralpenland und Alpen)
    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Episoden aus dem Leben eiszeitlicher Höhlenkünstler - Analyse menschlicher Fußabdrücke mit indigenem Wissen und Methoden westlicher Wissenschaften
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Aufbauend auf drei Pilotstudien (2013 bis 2015) sollen in dem beantragten Forschungsvorhaben spätpleistozäne und frühholozäne Fußabdrücke in ausgewählten südwestfranzösischen Bilderhöhlen von indigenen Fährtenlesern aus Namibia mit ihren eigenen indigenen Methoden untersucht werden. Parallel hierzu sollen dieselben Fußabdrücke mit aktuellen Methoden westlicher Wissenschaften analysiert werden, so dass die Ergebnisse beider Methodenspektren unmittelbar miteinander verglichen und diskutiert werden können. Die Analyse von Fußabdrücke ist seit den ersten Untersuchungen in den 1970er Jahren ein Desiderat der prähistorischen Archäologie, obwohl über Fußabdrücke wertvolle Einblicke in die Nutzung von Bilderhöhlen gewonnen werden können. Im Zentrum des beantragten Forschungsvorhabens stehen drei Anliegen: 1. Evaluation der im Rahmen der Pilotstudie von 2013 erarbeiteten Ergebnisse, 2. Generierung neuer Daten und 3. Aufbau einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke. Die Forschungen stehen in einem engen Austausch mit zwei weiteren, methodisch verwandten Projekten, die in einem Paketantrags Archäologie und indigenes Wissen (DFG 944/1) gebündelt sind.Gerade durch die Entwicklung einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu den archäologischen Wissenschaften und deren Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.
  • Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau, Rumänien
    Laufzeit: 15. September 2014 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: andere Förderorganisation, Bayerische Staatsministerien
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3265
  • Bevölkerungsschätzungen in den Vici des Obergermanisch-Raetischen Limes
    Laufzeit: 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
    URL: http://www.uf.uni-erlangen.de/?page_id=3277

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Teilprojekt THEFBO: Gerätschaften und Funktionstextilien
    Titel des Gesamtprojektes: Die kulturhistorische Bedeutung des Textilhandwerks in den prähistorischen Feuchtbodensiedlungen am Bodensee und Oberschwaben - im Kontext von Anforderungen an textile Objekte und ihre Wahrnehmung.
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    Der Verbundpartner FAU untersucht in diesem Verbundprojekt die Gerätschaften zum Textilhandwerk und
    Funktionstextilien, die in elementaren Arbeitsbereichen früher bäuerlicher Siedlungsgemeinschaften, hier
    im Kontext der Pfahlbaukulturen, genutzt wurden. Bei den Gerätschäften soll eine erste Sondierung
    erfolgen. Seile/Knoten und Schnüre gehören zu den wichtigsten Textilgruppen im alltäglichen Leben. Hier
    soll eine grundlegende Bestandsaufnahme ihre Einsatzmöglichkeiten, wie im Lastenversatz, beim Hausbau
    oder als Verbindungselement von Verbundstoffen, wie geschäfteten Werkzeugen, erfolgen. Im Bereich der
    Fischfangtechniken sollen in Hornstaad Hörnle IA die Fischknochen mit einbezogen werden; ebenso die
    Aufnahme der Netzsenken. Maßgeblich bei der Auswertung wird das Herausarbeiten der spezialisierten
    Fischfangtechniken sein und deren Tradierung, bzw. Ausbreitungswege. Die Erfahrungen aus den
    Versuchen der Experimentellen Archäologie sollen den Stellenwert spezifizierter Funktionstextilien in
    diesen Siedlungsgemeinschaften herausstellen.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland - die Münzsammlungen der FAU
    Titel des Gesamtprojektes: NUMiD - Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland; Dr. Johannes Wienand (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprecher)
    Laufzeit: 1. April 2017 - 31. März 2020
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: http://www.numid-verbund.de/
    Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg besitzt, obwohl bislang weniger bekannt, eine der umfangreichsten Münzsammlungen an Universitäten im deutschsprachigen Raum überhaupt. Ihre traditionsreichen Bestände umfassen neben den Sammlungen Will und Gerlach, Sinugowitz und der Ilse und Ulrich Zwicker Stiftung in der UB auch die Sammlung Heerdegen in der Antikensammlung.
    Die Vorlage eines solch umfangreichen Bestandes wie den der Münzsammlungen der FAU mit zeitgemäßen Mitteln ist nur als digitale Datenbank vorstellbar. Aus diesem Grunde hat sich die FAU, Antikensammlung wie UB, dem Forschungsprojekt NumID angeschlossen.

    http://www.aeria.phil.uni-erlangen.de/projekte/2016_NumFAU/2016_NumFAU.html

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Das hagiographische Œuvre des Giraldus Cambrensis (Gerald of Wales)
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020

Einzelförderung:

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland
    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.
  • Produktion und Konsum von Authentizität — Vergangenheitspolitik in der Kultur- und Kreativwirtschaft im sinophonen Raum
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Das Projekt untersucht die Bedeutung von Authentizität bei der Schaffung und Verbreitung historischer Erinnerungen im sinophonen Raum. Im Fokus steht die durch die Pluralisierung der historiographischen Akteure in den letzten drei Dekaden tiefgreifend veränderte Bedeutung von Vergangenheit in China, Hongkong und Taiwan. Besonders in der Kultur- und Kreativwirtschaft sind durch digitale Technologien, populäre Medien und die Kommerzialisierung kulturelle Produkte geschaffen worden, die die Vergangenheit als Identitätsressource nutzen und neu imaginieren. In Ergänzung zur top-down-Perspektive in der bestehenden Forschung, die sich seit langem mit staatlich gelenkter Vergangenheitspolitik und nationalen Identitätsdiskursen befasst hat, widmet sich dieses Projekt drei Fallstudien, in denen populäre Modi der Repräsentation und Rekonstruktion von Vergangenheit betrachtet werden: 1. historische Stätten und living history im Tourismus; 2. nichtstaatlich organisierte Ausstellungen und Museen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts; und 3. kulinarische Kultur. Dies sind derzeit stark umstrittene Räume der Aushandlung von historischer Erinnerung, wo Konsumenten eine „authentische“ Vergangenheit durch persönliche und personalisierte Erfahrungen nachvollziehen, historische Gebrauchsgegenstände wieder entdecken oder die Vergangenheit durch Nostalgie nacherleben. In allen Fällen ist die abstrakte, an Meistererzählungen gebundene Vergangenheit zu einem Ereignis oder einer Ware geworden, die sich über Authentizität statt historische Wahrheit legitimiert und damit nicht mehr ausschließlich einer politischen Logik zu folgen scheint. Die Erfindung und Anfechtung historischer Authentizität ist damit zu einem hochkomplexen Prozess geworden, in dem Identitätskonzepte zwischen kolonialer und/oder revolutionärer Nostalgie und unvermeidlicher Globalisierung oszillieren.
    Die Kernfragen des Projekts lauten: Wie helfen Kultur- und Kreativindustrien dem Konsumenten, durch ein Re-enactment von Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit vielschichtigen Zeitlichkeiten und Nostalgie historische Authentizität zu schaffen? Wie trägt der oft proklamierte Rückzug von politischer Ideologie und staatlicher Autorität zur wachsenden Polyphonie in der Kultur- und Kreativwirtschaft bei, und welche gesellschaftlichen und politischen Implikationen besitzt selbst behauptete Authentizität in den betrachteten Gesellschaften? Das Projekt zielt darauf ab, die Rollen des Staates, der Gesellschaft und der Kulturindustrie in der Vergangenheitspolitik nuancierter darzustellen, die Beziehung zwischen populärer und offizieller Sicht auf die Geschichte zu überdenken und schließlich einen möglichen Beitrag der jüngsten theoretischen Neuerungen in der Forschung zur öffentlichen Geschichte (public history) für ein neues Verständnis von historischer Erinnerung im sinophonen Raum zu eruieren.
  • Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa
    Laufzeit: 1. Juli 2015 - 30. Juni 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Scientists and their Knowledge Networks in the Cold War Era
    In the past decades, the history of science has experienced numerous
    turns due to new methodologies or the investigation of previously
    overlooked sources. This gave rise to new perspectives that have
    emphasized the contribution of non-European societies to both the
    emergence and formation of academic disciplines. While these findings
    have been analyzed in detail for late imperial and Republican China, the
    case for the People’s Republic of China during the Cold War era has
    remained a lacuna. This project understands knowledge production as a
    continuous transnational process in which the countries of China, Japan,
    USA, Western Europe and the Soviet Union were equally involved.
    Applying methods of digital humanities (DH) we measure and visualize
    transnational knowledge flows beyond the national scale by highlighting
    the movement of scientists, of their publications and of research topics
    across time and space.

Einzelförderung:

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland
    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.
  • Briefkultur in der englischen Restaurationszeit
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://www.angam.phil.fau.de/fields/enst/lit/research/epistolaryrestoration/

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Bending Boundaries: Modern Dance and the Politics of Expression in the Age of Modernity
    Laufzeit: 1. September 2017 - 1. September 2020
    Habilitation
  • The Diversification of the Contemporary Hipster: Nostalgia and Irony in Postmodern Music and Aesthetics
    Laufzeit: 2. Mai 2017 - 2. Mai 2020
  • Literature as a Life Science: Human Enhancement in 21st Century North American Science Fiction
    Laufzeit: 1. Mai 2017 - 1. Mai 2020
  • Keywords for Critical Futures Studies
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020
    Buchprojekt des Forschungsschwerpunkts "Wissen - Zeitlichkeit - Kulturvergleich"
  • Death becomes us - stories of the end of life in contemporary literature and culture
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020
    In frequently uncanny ways, ageing, illness, death, dying, and mourning have been and continue to be both constant companions and threatening future `others´ we have little knowledge of (Eagleton 2003). A growing awareness of death scares people anytime and anywhere, and it intercepts culturally specific convictions supporting individual and collective everyday lives, in particular notions of able-bodied `normal´ life and progress. In modern Western societies, the void of meaning created by illness, ageing, dying, death, and mourning is tentatively covered up by medical and insurance protocols, legally and socially regulated care work as well as self-help markets, and by religious rituals which, even though they have lost their appeal for many, often seem the only ground to fall back on.

     

    Drawing on the internationally growing field of Age and Disability Studies, "Death becomes us" seeks to investigate how, at the intersection of discursive frameworks attempting to administer a future of loss, literary writing and other cultural practices and media, particularly in the US, narratively trade in uncertain and threatening futures under the sign of death.

  • Zum Verlust der 2. Person Singular im Englischen
    Laufzeit: 9. November 2016 - 9. November 2019
  • Perfect Auxiliary Selection in Middle English
    Laufzeit: 1. November 2016 - 1. November 2019
    In Old and Middle English both BE and HAVE combined with past participles of verbs to form perfect periphrases. While originally, HAVE combined with transitive verbs only (e.g. hie hæfdon hine gebundenne ‘they had bound him’) and BE with intransitive ones, the combinational range of HAVE increased already in Old English to include intransitives (e.g. Þa hie [...]gewicod hæfdon ‘when they had encamped’). Ultimately, only the HAVE-perfect survived. However, for a long time, BE+past participle remained in use with mutative intransitive verbs, i.e., verbs denoting a change of state or location (e.g. He is come, still in the 19th century).

    On the basis of attestations like (1) and (2), Los (2015: 76–77) has recently suggested that there might be a systematic difference in the use of BE and HAVE with manner of motion verbs in Middle English: These can denote both a change of location, like mutative intransitives (cf. unto the temple walked is in (1)), and a ‘controlled process’ or ‘activity’, i.e., non-mutative (cf. ye han walked wyde in (2)). Los suggests that in the former use of manner of motion verbs, BE might the auxiliary of choice, in the latter HAVE.

    1. Arcite unto the temple walked is / of fierse Mars, to doon his sacrifise (Chaucer, Canterbury Tales, Knight’s Tale 2368–9) ‘Arcite has walked to the temple of fierce Mars to make his offering.’
    2. ‘Saw ye’, quod she, ‘as ye han walked wyde / Any of my sustren walke you besyde [...]?’ (Chaucer, Legend of Good Women 3, 978–9) ‘“Did you”, she said, “while you were walking far and wide, see any of my sisters walking beside you?”’

    Taking into account also other factors that have been found to influence the choice of be and have, such as counterfactuality, infinitive or past perfect context (cf., e.g., Kytö 1997), I test the above hypothesis with attestations of manner of motion verbs taken from the Corpus of Middle English Prose and Verse.

Einzelförderung:

  • Histoire naturelle des Indes
    Laufzeit: 1. September 2017 - 1. September 2020
    Mittelgeber: Stiftungen

    Die Histoire naturelle des Indes (Drake-Manuskript)
    – ein bisher ungehobener Schatz der Sprachgeschichte der Karibik 
    Im Jahre 1983 vermachte die Buchsammlerin Clara S. Peck der
    New Yorker Morgan Library ein außergewöhnliches Werk: Eine reich bebilderte Handschrift
    in französischer Sprache, die auf 125 Tafeln ein Porträt der Flora, Fauna und
    indigenen Kulturen Amerikas um 1600 liefert. Das Dokument kann als
    Faksimile-Ausgabe auf der Website der Bibliothek konsultiert werden (vgl. http://www.themorgan.org/collection/Histoire-Naturelle-des-Indes).

    Über den Autor (oder möglicherweise die Autoren) des
    Dokuments ist nichts bekannt, ebensowenig wie über die Umstände seiner
    Entstehung. Die zweimalige Erwähnung des englischen Korsaren Francis Drake, die
    Tatsache, dass praktisch alle im Text erwähnten Ortsnamen entweder auf der
    Route von Drake’s Weltumsegelung (1577-1580) oder seiner zweiten Kaperfahrt in
    die Karibik (1585/86) liegen, sowie eine Passage, in der der Verfasser sich zu
    der Überlegenheit des Christengottes gegenüber den indigenen Dämonen äußert
    legen nahe, dass die Handschrift von einem oder mehreren französischen
    Hugenotten stammt, die Drake auf seinen Fahrten begleiteten und/oder in engem
    Kontakt zu Drakes Weggefährten standen. Einige Formulierungen im Text weisen
    darauf hin, dass dieser zumindest teilweise in Frankreich entstanden ist. Da
    der Autor jedoch tiefgreifende Kenntnisse der indigenen Kulturen insbesondere
    im Karibischen Raum besaß und auch mit den Institutionen, der Ökonomie und
    Lebensweise der spanischen Kolonialgesellschaft vertraut war, ist anzunehmen,
    dass er zumindest eine Zeitlang im hispanoamerikanischen Raum gelebt hat.

    Das Dokument kann daher in mehrfacher Hinsicht als
    emblematisch für die Geschichte der Sprach- und Kulturkontakte in der Karibik
    gelten: Es illustriert am Beispiel einer individuellen Sprachbiographie die
    Rolle der spanischen Sprache und Kultur für die Akkulturationsprozesse in der
    kolonialen Karibik, spiegelt gleichzeitig aber auch die Interaktion zwischen
    verschiedenen europäischen und indigenen Sprachen bei der Herausbildung des
    Kolonialfranzösischen wider. Darüber hinaus enthält es sogar wichtige
    Informationen über die Entwicklung des Spanischen in Amerika, insbesondere den
    Erwerb der spanischen Sprache unter Indigenen.

    Die Histoire naturelle
    des Indes hat noch längst nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben. Im
    Rahmen unseres Projektes entsteht eine buchstabengetreue Transkription der Handschrift,
    die für eine weitere sprachwissenschaftliche, aber auch historische,
    ethnobotanische oder anthropologische Erforschung des Textes unerlässlich
    ist.  Durch die Untersuchung dialektaler
    und soziolektaler Besonderheiten und möglicher Einflüsse aus anderen
    europäischen sowie indigenen Sprachen sollen neue Erkenntnisse über die
    sprachliche Entwicklung des karibischen Raums und Hypothesen zu den
    Entstehungsbedingungen (insbesondere Ort und Verfasser) des Manuskripts
    gewonnen werden. 
    Zugehörige Publikation: Jansen 2018 (in Schöntag/Schäfer
    Priess)

  • ‚Monstres et christianisme – monstres du christianisme, XVIe - XVIIIe siècles‘
    Laufzeit: 15. Dezember 2016 - 15. Dezember 2019
    Mittelgeber: FWF. Der Wissenschaftsfonds
  • Paragesellschaften. Parallele und alternative Sozialformationen in den Gegenwartskulturen und -literaturen
    Laufzeit: 22. Mai 2016 - 31. Januar 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Wissensproduktion und -transfer in Naturwissenschaften und Literatur
    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021
  • Narrative Entwürfe möglicher Welten in Science Fiction und populärwissenschaftlichen Schriften über Kosmologie und Astronomie
    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021
  • Kants Schriften in Übersetzungen
    Laufzeit: 1. September 2016 - 1. Oktober 2020
  • Transmediale story worlds in der Gegenwartsliteratur und –kultur
    Laufzeit: 1. April 2016 - 30. September 2020
  • Dokufiktionales Erzählen in der zeitgenössischen Populärkultur
    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 30. September 2020

Einzelförderung:

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Nachhaltige Entwicklung. Auf der Suche nach generationengerechtem und umweltfreundlichem Handeln
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    In einem Kurs für die open VHB soll sowohl der interessierten Allgemeinheit als auch Lehrkräften der Bereich Nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung nähergebracht werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kompetenzen und Kenntnisse im Bereich der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Entwicklung können als eine Art "Basisqualifikation" angesehen werden, über die jeder Bürger verfügen sollte. Schon die Gestaltungsphase des Kurses wird forschend begleitet und der Kurs wird nach Fertigstellung systematisch evaluiert.
  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
    Das Projekt, das in Kooperation mit der Salahaddin
    University in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau von
    nachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, der
    Forschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universität
    mit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftliche
    Weiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildung
    in der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildung
    und Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für den
    Theorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oder
    regional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz von
    bestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern und
    gesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme der
    Lehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale und
    ökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitung
    von zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unter
    besonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)
    einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in der
    Region. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre und
    Forschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zur
    Förderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalen
    Vernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinaus
    trägt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkung
    der Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf den
    Gebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)
    Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen und
    interkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.
  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de
    1. Einleitung
    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche
    Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische
    Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen.
    Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:
    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als
    für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die
    tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.
    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen,
    Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr
    berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev.
    oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt
    wird.
    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse
    Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit,
    Ritualgebet in der Schule).
    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte
    von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften
    zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen
    Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf
    Deutschland übertragen werden.
    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.
    2. Forschungsfrage / Hypothesen
    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen
    Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere
    Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:
    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;
    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen,
    eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der
    beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;
    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von
    Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch
    aufgeklärt werden.
    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen
    oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu
    ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit
    ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen
    zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und
    Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als
    deutschstämmige.
    3. Forschungsdesign
    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines
    Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei
    exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden.
    Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen
    sowie Strukturgleichungsmodellen.
  • Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für Inklusive Bildung. Entwicklung und Evaluation von Aus- und Fortbildungsangeboten für inklusiven Geographieunterricht im Design-Based-Research
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Für die Qualifizierung von Lehrpersonen für einen inklusiven Unterricht sind entsprechende Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen notwendig. Jedoch fehlen bislang theoretische und empirische Erkenntnisse zur Konzeptualisierung bzw. Identifizierung der notwendigen fachdidaktischen Qualifikationen im Bereich des Geographieunterrichts. Daher soll in diesem Projekt das für einen inklusiven Geographieunterricht notwendige fachdidaktische Wissen identifiziert bzw. modelliert werden. Danach sollen im Forschungs- und Entwicklungsrahmen des Design-Based-Research universitäre, geographiedidaktische Seminare sowie Fortbildungsveranstaltungen für Geographielehrpersonen entwickelt, durchgeführt und in Form eines mixed-methods-Ansatz forschend begleitet werden. Dabei stehen Gelingensbedingungen der Veranstaltungen sowie Wirkungen auf Einstellungen und das fachdidaktische Wissen im Forschungsinteresse. Insbesondere in konzeptionellen Phasen des Projektes erfolgt eine enge Einbindung sonderpädagogischer Expertise.
  • Sommercamp
    Laufzeit: 31. Juli 2017 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    Das Sommercamp ist ein Projekt der Bürgerstiftung Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache der Universität Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 2016 fand das Sommercamp bereits zum 13. Mal statt und ist seit Jahren fester Bestandteil des Ferienprogramms der Stadt Nürnberg. Dieses erfolgreiche Projekt wird auch im Jahr 2017 fortgesetzt werden.

    Das Sommercamp verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Sprachförderung von Nürnberger Schülerinnen und Schülern in der Zweitsprache Deutsch sowie deren Integration in ihre (neue) Heimatstadt zu leisten. Im Jahr 2016 besuchten erstmals knapp 25 Kinder aus Nürnberger Flüchtlingsunterkünften das Sommercamp.

    Der Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache übernimmt die Vorbereitung und Ausbildung der studentischen Lehrkräfte. Im Sommercamp haben die Studierenden die Möglichkeit, das im Studium erworbene didaktische und fachliche Wissen in Kombination mit altersgerechten Spiel-  und Lernmethoden zu erproben - ausgerichtet an einem jährlich wechselnden Rahmenthema, z.B. Nürnberg – Meine Stadt und ihre Geschichten oder Wie forschen Forscher? In den zwei Wochen des Sommercamps sammeln nicht nur die Studierenden Praxiserfahrung, auch die Kinder verbessern spielerisch ihr Deutsch, lachen und spielen gemeinsam und schließen neue Freundschaften.

    Der Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache trägt darüber hinaus die Verantwortung für die wissenschaftliche Begleitung des Sommercamps.

  • Verstetigung der „Wahrnehmungs- und werteorientierten Schulentwicklung“ (WWSE)
    Laufzeit: 1. April 2017 - 31. März 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    Auf wissenschaftlicher, empirischer und theoretischer Basis soll das Schulevaluations-Instrument WWSE weiterentwickelt werden.
  • Videobasierte Studie zur Effektivität des Übens im Keyboardunterricht
    Laufzeit: 1. September 2016 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien
  • Musik integriert
    Laufzeit: 1. September 2016 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Fachübergreifende Digitale Bildung – Kompetenzen für das Unterrichten in der digitalen Gesellschaft
    Laufzeit: 1. November 2016 - 1. Oktober 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://ddi.cs.fau.de/forschung/digi4all
    Ziel des Projekts Digi4All ist die Konzeption, Ausgestaltung und Implementierung eines Online-gestützten Studienangebots zur Digitalen Bildung für Lehramtsstudierende aller Fächer und Schularten. Das Projekt greift die Ziele der Zukunftsstrategie der Bayerischen Staatsregierung zum Thema „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“, des KMK-Schwer­punkt­themas „Bildung in der digitalen Welt“, der Digitalen Strategie 2025 des BMWi und des neuen FAU-Leitbild-Konzepts „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ auf. Durch ein innovatives Blended-Learning-Lehr-Lern-Angebot soll ein Beitrag geleistet werden, digitale Bildung in den Lehreramtsstudiengängen aller Fächer zu verankern.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • BayTreeNet - Talking Trees - TP3: Bildung für Nachhaltige Entwicklung
    Titel des Gesamtprojektes: "Talking Trees": Schnittstelle von Klimadynamik, Dendroökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2023
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (seit 2018)
    Im Zentrum dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes steht die bildungsbezogene Arbeit zu Zusammenhängen von Großwetterlagen und Waldökosystemen in Bayern im Kontext des Klimawandels. Dazu wird u.a. ein Unterrichtskonzept für Schülerinnen und Schüler in Bayern entwickelt und forschend begleitet, in dem die regional unterschiedlichen Auswirkungen von (durch den Klimawandel verändert auftretenden) Großwetterlagen auf Waldökosysteme im Zentrum stehen. Die begleitende Forschung beleuchtet die Wirkungen des Unterrichtskonzepts, u.a. hinsichtlich Veränderungen im Wissensbereich und bei Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse fließen wiederum in eine Überarbeitung des Konzeptes ein, so dass ein empirisch fundiertes und in der schulischen Praxis erprobtes Unterrichtskonzept unter dem Leitbild einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet wird. Es ermöglicht als übergeordnete Zielstellung einen Wissenstransfer in die Zivilgesellschaft über die in diesem Kontext besonders relevante Institution Schule. So kann eine große Gruppe von Entscheidungsträgern der Zukunft erreicht werden, die von den regionalen Folgen des Klimawandels in besonderem Maße betroffen sein werden, bei der jedoch bislang große Defizite insbesondere im Wissens- (Folgen des Klimawandels) und Einstellungsbereich (wenig eigene Bezüge zum Klimawandel) festzustellen sind.

Eigenmittelprojekte:

  • Alltagsweltliche Vorstellungen von Schüler*innen der Grundschule zum natürlichen Wasserkreislauf
    Laufzeit: 1. Juli 2018 - 30. Juni 2021
    Im Projekt werden die alltagsweltlichen Vorstellungen von Schüler*innen in der Grundschule zum Thema "Natürlicher Wasserkreislauf" erforscht. Dabei wird im Sinne eines mixed-methods-Ansatz zunächst ein geschlossener, itembasierter Fragebogen eingesetzt, um besonders häufig auftretende alltagsweltliche Vorstellungen sowie bestimmte Vorstellungsmuster zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden mit ausgewählten Schüler*innen leitfadengestützte Interviews geführt, um die Vorstellungen in der Tiefe verstehen zu können.
  • Erlanger Frauengeschichte in der Weimarer Republik
    Laufzeit: 1. Dezember 2017 - 1. Dezember 2020
  • Beliefs von (angehenden) Geographielehrpersonen zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 1. Oktober 2020
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/forschung/
    Das unterrichtliche Handeln von Lehrpersonen wird von deren subjektiven Überzeugungen (sog. beliefs) zum Beispiel zum Ablauf von Lernprozessen im Allgemeinen oder zum Nutzen bestimmter Unterrichtsmethoden im Speziellen beeinflusst. Im Bereich der Unterrichtsmethoden gelten naturwissenschaftliche Arbeitsweisen (Experimente, Untersuchungen, …) als Schlüssel für den Aufbau eines Wissens über das Fach Geographie, im Geographieunterricht kommt ihnen daher eine große Bedeutung zu. Jedoch deuten empirische Studien darauf hin, dass naturwissenschaftliche Arbeitsweisen von Geographielehrpersonen im Unterricht wesentlich seltener eingesetzt werden, als dieses aus didaktischer Perspektive wünschenswert und auf normativer Ebene (Lehrpläne) vorgeschrieben ist. Die konkrete Entscheidung für oder gegen den Einsatz einzelner Methoden treffen die Geographielehrpersonen; daher ist es von großem Interesse und für mögliche Interventionen in Aus- und Fortbildung von großer Bedeutung, mehr über die bislang nicht erforschten beliefs der Lehrpersonen zu diesem Bereich zu wissen. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Projekt fragebogengestützt erhoben werden, welche beliefs (angehende) Geographielehrpersonen zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen haben, wie diese beliefs mit allgemeinen beliefs zu Lernprozessen in Beziehung stehen und ob sich diese beliefs in positivem Sinne verändern lassen. Dazu werden Geographielehrpersonen in unterschiedlichen beruflichen Stadien (Studium, Referendariat, Schuldienst) in einer Querschnittsstudie befragt.
  • Der Einfluss Sprachsensiblen Geographieunterrichts auf sprachliche und fachliche Kompetenzen von Schüler*innen
    Laufzeit: 1. Juli 2017 - 1. Juli 2020
    Besonders mit dem Übergang vom Sachkundeunterricht in der Grundschule zum Fachunterricht an weiterführenden Schulen begegnen Schüler*innen sprachlichen Schwierigkeiten im Geographieunterricht. Die speziellen Anforderungen von Fachsprache an Kinder ab der Sekundarstufe I stellen für alle Schüler*innen – besonders aber für jene aus sprachlichen Risikogruppen – einen Lerngegenstand dar. Sprache wird im Sprachsensiblen Geographieunterricht (SGU) nicht mehr nur als Medium, sondern als zu erwerbende Kompetenz begriffen. Erste Studien in den Fächern Mathematik, Chemie und Physik deuten darauf hin, dass eine sprachsensible Ausrichtung des Fachunterrichts sowohl die sprachlichen als auch die fachlichen Kompetenzen von Schüler*innen verbessert. Das Promotionsprojekt ist eingebettet in den Forschungsrahmen des Design-Based-Researches (DBR). Der DBR-Ansatz verbindet Forschungs- und Entwicklungsarbeit: das auf theoretischer Basis entwickelte Lernsetting wird forschend erprobt und verbessert. Dabei wird die Wirksamkeit der nach Kriterien von SGU entwickelten Unterrichtseinheit in einem quasi-experimentellen Prä-Post-Test-Design mit Kontrollgruppen geprüft.
  • Einstellungen von Schülerinnen und Schülern der Grundschule zu geographischen Raumkonzepten
    Laufzeit: 1. Februar 2017 - 1. Februar 2020
    Die Raumkonzepte stellen ein Basiskonzept der Geographie dar. Dieses wird bereits im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule grundgelegt. Die Ergebnisse einer Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. und 12. Jahrgangsstufe ergaben eine weniger positive Bewertung der "neuen" im Vergleich zu den "traditionellen" Raumkonzepte. In diesem Projekt soll daher der Frage nachgegangen werden, ob diese Einstellung sich bereits bei Schülerinnen und Schülern im Grundschulalter zeigt. Die Studie ist zunächst als querschnittliche Erhebung in den Jahrgangsstufen 3, 4 und 5 strukturiert, eine längsschnittliche Befragung der Schülerinnen und Schüler der 3. Jahrgangsstufe ist geplant.
  • Effekte musikalischer Aktivitäten im Alter
    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. November 2020
  • Die geographische Perspektive im Sachunterricht kompetenzorientiert unterrichten
    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 31. Dezember 2020
    Im Rahmen des Projektes wurden konzeptionelle Ansätze sowie Unterrichtsbausteine für einen kompetenzorientierten Sachunterricht in der geographischen Perspektive entwickelt.
  • Geschichte des AfS
    Laufzeit: 12. November 2010 - 19. November 2020
  • Produktion von Musicals
    Laufzeit: 17. September 2001 - 30. August 2020

Einzelförderung:

  • Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert) (2019-2022)
    Laufzeit: 9. Juni 2019 - 9. Juni 2022
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Artefakte der Avantgarden 1885-2015 - Schlecht gemachte Bücher: Subversive Publikationspraktiken und hybride Artefakte der Neo-Avantgarde im postdigitalen Zeitalter
    Laufzeit: 1. April 2019 - 30. März 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.apod.li

    Das Projekt „Artefakte der Avantgarde 1885–2015“ nimmt die Geschichte
    der europäischen Avantgarden von ihren Rändern her in den Blick und will
    erstmals die außergewöhnlichen, immer noch weitgehend unbekannten Artefakte aus
    Papier, die seit Mallarmé die ‚Avantgarde der Avantgarden‘ prägen, und deren
    zeitgenössische digitale Wiederkehr in den digital-analogen Medienhybriden und
    bewegten Schrift-Bild-Ensembles der Gegenwartsliteratur im historischen und
    systematischen Zusammenhang sichten, analysieren und zugänglich machen. Ausgehend
    von diesen Objekten sollen die je spezifischen avantgardistischen Schreibweisen
    und Praktiken beschreibbar und die einzelnen Artefakte als jeweils neue
    Verhandlung der ästhetischen, poetologischen, historischen und politischen
    Dimensionen des Literarischen rekonstruiert werden. Dabei wird die gegenwärtige
    Konjunktur avantgardistischer Schreibweisen mit den Mitteln des digitalen
    Zeitalters eine neue Reflexion auf die je eigene historische Signatur
    innovativer Schreibweisen ermöglichen. Das Projekt gliedert sich in drei
    Teilprojekte, die Mallarmés Papierarbeiten, auch in Übersetzungen und
    Transformationen, hybride Publikationsstrategien aus Pdf und Print-on-Demand
    sowie zwischen Materialität und Digitalität oszillierende Artefakte mit
    algorithmischer Architektur untersuchen. Es situiert sich an der Schnittstelle
    literatur- und buchwissenschaftlicher, objektbezogener, materialtheoretischer
    und praxeologischer Überlegungen und will einen substantiellen Beitrag zur Erschließung
    und Diskussion historischer und gegenwärtiger Arbeiten der ‚Avantgarden der
    Avantgarden‘ leisten.

  • Produktivität und Kreativität in der Lexik des Ostfränkischen
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 1. Oktober 2021
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
  • Dokufiktionales Erzählen. Neue Formen des Realistischen in der Literatur der Gegenwart
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Dem Projekt geht es um eine grundlegende Konturierung und Produktiv-Machung des aktuell hochvirulenten Begriffs ‚Dokufiktion‘ für den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Ziel soll allerdings nicht dadurch erreicht werden, dass Dokufiktion als eigenes Genre in der literarischen Landschaft etabliert wird, wie es in anderen Ansätzen bereits der Fall ist. Vielmehr wird die dokufiktionale Narration als eine gegenwärtige Schreibweise und Erzählhaltung begriffen, die in reflektierter Weise auf den zunehmenden Realitätsverlust in einer digitalen und virtuell überformten Lebenswelt antwortet und einen konstruktiven Umgang mit dieser veränderten medialen Realität erprobt. Hierfür nutzen die bewusst zwischen Fakt und Fiktion changierenden Texte sowohl dokumentarische als auch fiktionale Darstellungsformen, die mithilfe intramedialer, intermedialer und transmedialer Verfahrensweisen verwoben werden. Diese vielfältigen Erzählverfahren und Darstellungsweisen – unter Einbezug zeitgenössischer medientheoretischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher und nicht zuletzt philosophisch-ethischer Ansätze – offenzulegen, sie in ihrer Funktionsweise ebenso wie in ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung zu analysieren und daraus eine Poetik dokufiktionalen Erzählens abzuleiten, ist die Zielsetzung des Projekts.
  • Irrtum in der Literatur
    Laufzeit: 27. September 2018 - 27. September 2021
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
  • Rekonstruktion von Argumenten aus Noisy Text (SPP 1999: RATIO)
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    Soziale Medien spielen in der gesellschaftlichen Meinungsbildung eine wachsende Rolle. Gegenstand von RANT ist die Entwicklung von Methoden und Formalismen zur Extraktion, Repräsentation und Verarbeitung von Argumenten aus Texten geringer linguistischer Qualität, wie sie eben in Diskussionen auf sozialen Medien anzutreffen sind, anhand einer laufenden Fallstudie an einem großen Korpus von vor dem Referendum verbreiteten Twitter-Botschaften zum Thema Brexit. Wir werden eine korpuslinguistische Studie zur Identifikation wiederkehrender sprachlicher Argumentationsschemata durchführen und anhand dieser Schemata im Sinne eines High-Precision-Low-Recall-Ansatzes entsprechende Korpusanfragen zur Extraktion von Argumenten entwerfen. In der Tat erwarten wir, dass sich Argumentationsschemata unmittelbar mit logischen Schemata in einem dedizierten Formalismus in Verbindung bringen lassen und somit einzelne Argumente direkt als logische Formeln geparst werden können. Der zur Argumentrepräsentation verwendete Formalismus wird ein breites Spektrum an Modalitäten beinhalten, die in realen Texten auftretende sprachlich-semantische Phänomene wie Unsicherheit, Wirkung, Präferenz, Sentiment, Vagheit und Default-Implikation widerspiegeln. Wir werden einen solchen Formalismus als Familie von Instanzlogiken in der koalgebraischen Logik darstellen, die als generisches logisches Rahmenwerk vereinheitlichte semantische, deduktive und algorithmische Methoden für Modalitäten jenseits der üblichen relationalen Semantik zur Verfügung stellt; insbesondere werden wir Deduktionswerkzeuge für Argumentationslogiken auf bestehende generische koalgebraische Werkzeuge aufbauen. Die so entstehende logische Sprache zur Repräsentation einzelner Argumente wird ergänzt durch ein flexibles Rahmenwerk zur Repräsentation von Beziehungen zwischen Argumenten. Hierzu gehören sowohl in der Argumentationstheorie verbreitet betrachtete Relationen wie die Angriffs- und Unterstützungsrelationen sowie aus den Metadaten des Korpus gewonnene Beziehungen wie Zitation, Hashtags oder direkte Ansprache (per Erwähnung von Benutzernamen) als auch solche Beziehungen, die sich erst durch logische Schlussfolgerung aus dem Inhalt der Argumente ergeben. Insbesondere letztere Beziehungen stellen sich semantisch oft nicht als Relationen im engeren Sinne dar, sondern involvieren z.B. kontinuierliche Wahrheitswerte, Präferenzordnungen oder Wahrscheinlichkeiten und profitieren insofern von einer einheitlichen koalgebraischen Modellierung, die auch die semantische Grundlage der koalgebraischen bildet. Wir werden dementsprechend geeignete Verallgemeinerungen der für Dung's Argumentation Frameworks definierten Extensionssemantiken entwickeln und somit letztlich Begriffe wie „kohärenter Standpunkt“ oder „verbreitete Sichtweise“ formal einfangen; in Verbindung mit entsprechenden algorithmischen Methoden wird dies die automatisierte Extraktion umfassender argumentativer Positionen aus dem Korpus erlauben.
  • Nachwuchsforschergruppe "Der flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts
    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
  • Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts.
    Laufzeit: 1. September 2017 - 1. September 2020
    Mittelgeber: Elitenetzwerk Bayern
    Wir variieren ständig bei der Verwendung von Sprache. Dabei passen wir uns unterschiedlichen Situationen und Gesprächspartnern an, setzen Sprache gezielt ein, um bestimmte Emotionen und auch Handlungen zu evozieren, verändern – bewusst oder unbewusst – Wortschatz und Grammatik je nach aktueller Stimmung, und zudem wandelt sich auch unser Sprachgebrauch im Laufe der Jahre. Die Nachwuchsforschergruppe überträgt die Beobachtungen der modernen Soziolinguistik zur internen sprachlichen Variabilität in die Sprachgeschichte und stellt sich die Frage, ob auch historische Schreiberinnen und Schreiber sprachliche Flexibilität zeigten. Inwiefern passten sich diese also den erforderlichen schriftsprachlichen Normen unterschiedlicher Textsorten und Verschriftungssituationen an? Waren sie sich dieser Anpassungen bewusst und darüber hinaus auch in der Lage, aktiv ihre Sprachwahl zu steuern? Fokus soll hierbei weniger auf privilegierten und höher gebildeten Personen liegen denn auf dem Großteil der Bevölkerung, also ‚einfachen Schreibern‘ mit geringerer Schulbildung und bäuerlichen sowie handwerklichen Berufen.

     

    Als Datengrundlage dienen hauptsächlich Briefe und weitere persönliche Dokumente von ehemaligen Patientinnen und Patienten psychiatrischer Anstalten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In diesen Institutionen, die im Zuge der Institutionalisierung der Psychiatrie im 19. Jahrhundert in großer Anzahl in den deutschen Ländern entstanden sind, herrschte die Praxis, bestimmte Briefe nicht abzuschicken, sondern den Patientenakten beizulegen, wo diese seitdem meist unbeachtet schlummern. Im Forschungsprojekt widmen wir uns diesen Briefen aus interdisziplinärer Perspektive und erstellen zunächst ein elektronisches und frei zugängliches Briefkorpus mit Material aus Süddeutschland (psychiatrische Anstalt Irsee/Kaufbeuren), Norddeutschland und Großbritannien (siehe http://copadocs.de). Dieses untersuchen wir anschließend hinsichtlich der Hypothese, dass auch ‚einfache Schreiber‘ sich bewusst für den Einsatz unterschiedlicher sprachlicher Register und damit auch unterschiedlicher (Bündel von) Varianten entscheiden konnten.

     

    Das Forschungsprojekt entwickelt dabei Methoden zur Kombination funktionaler mit strukturellen Herangehensweisen an sprachliche Variation und schließt an eine integrative Theoriebildung in der Variationsforschung an. Die Spezifik dieses Korpus erlaubt es darüber hinaus, den Einfluss von Alter und/oder Krankheiten auf den Sprachgebrauch zu analysieren, und leistet dabei Pionierarbeit im Bereich einer Historischen Patholinguistik. Ethische Relevanz erhält das Projekt durch die Untersuchung von Textbewertungen, der Zensurpraxis und der Legitimation von Wissen und Macht – schließlich ergreifen die Patienten mit ihren Erfahrungen im psychiatrischen Kontext nun selbst das Wort, welches ihnen damals verwehrt wurde. Die Nachwuchsforschergruppe besteht aus dem Gruppenleiter sowie sechs Doktoranden, und ist angegliedert an den Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen“ der Universitäten Erlangen und Augsburg.

  • Lyrik des deutschen Mittelalters: Eine elektronische Edition des Minnesangs
    Laufzeit: 1. März 2017 - 28. Februar 2026
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.ldm-digital.de
    Ein erheblicher Teil des Minnesangs ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen überlieferungszuständen so aufzubereiten, dass jedem Benutzer genau die Synopse an die Hand gegeben werden kann, die er gerade benötigt. Zudem kann der Text nicht nur in editorisch bearbeiteter Form dargeboten werden, sondern auch in den Gestalten, die wie das Digitalisat und die Transkription unmittelbar an die Handschriften selbst heranführen. Schließlich ermöglicht es die Wahl des elektronischen Mediums, die Texte frei zugänglich zu machen (Open Access). Das Projekt schließt an ein Pionierprojekt an, in dem das editorische Konzept detailliert ausgearbeitet, die verschiedenen Arbeitsabläufe erprobt und die technische Machbarkeit nachgewiesen worden sind. Sein Korpus umfasst den gesamten Minnesang.
  • Germanistische Institutspartnerschaft (Erlangen – Porto Alegre/Pelotas (Brasilien), DAAD)
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 1. Januar 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Literarischer Untergrund. Schriftstellerische Produktion in nichtakademischen Milieus des 17. bis 19. Jahrhunderts
    Laufzeit: 1. Januar 2005 - 31. Dezember 2025
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://untergrund.repositorium.gf-franken.de/
    Der Bestand an deutscher Literatur, der im Licht heutiger literaturwissenschaftlicher Forschung als kanonisiert gilt, stammt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Wesentlichen von männlichen protestantischen Angehörigen der akademischen Bildungsschicht, die durch eben diesen Hintergrund über einen relativ homogenen Wissens- und Wertungshorizont verfügten. Dabei trifft man bei unvoreingenommener Auswertung der schriftstellerischen Produktion auch zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert auf eine überraschend hohe Zahl von Autoren, die trotz fehlender höherer Schul- oder gar Universitätsbildung produktiv am literarischen Leben teilnahmen. Sie verfaßten und publizierten Texte aller denkbaren Gattungen, die sich zum Teil an den Konventionen der „Bildungsliteratur“ orientierten, zum Teil aber inhaltlich und formal auch eigenen, alteritären Traditionen folgten.

    Das Forschungsprojekt soll zum einen die Entstehensbedingungen und Funktionen literarischer Werke rekonstruieren, die in bildungsfernen Milieus entstanden sind („Sitz von Literatur im Leben“). Zum anderen sollen die Formen, rhetorischen Verfahren und Kunstmittel analysiert und die immanente Poetik derartiger Literatur beleuchtet werden.

    Anstatt der in der Literaturwissenschaft bislang gängigen Opposition zwischen ‘Gelehrtenliteratur’ und ‘Volksliteratur’ bzw. ‘populärer Literatur’ wird dabei ein Milieu-Modell angewandt, das auf sozial- und bildungsgeschichtlichen Quellen basiert und eine angemessenere Binnendifferenzierung auch nichtintellektueller Autorenkreise erlaubt. Milieus werden durch eine Vielzahl korrelierender Elemente (neben Geburts- und Rechtsstand auch Konfession und Bildungsgang, Beruf und Status, Vermögen, soziale und politische Loyalitäten etc.) bestimmt; zentral für die literarische Produktion scheinen dabei v.a. die Stufungen der Teilhabe an der „Bildungstradition“ zu sein, d.h. Wissensinhalten und Formvorschriften, die im akademischen Unterricht vermittelt wurden.

    Ein solcher Ansatz erlaubt es einmal, relativ direkte Interdependenzen zwischen der Rhetorizität der Texte und ihren außerliterarischen Kontexten aufzudecken. Er ermöglicht zum anderen einen differenzierteren Blick auf die Literaturhistorie, die nur scheinbar durch den heute konsekrierten „Mainstream“, tatsächlich aber durch mehrere „literarische Kulturen“ geprägt war, die in komplexer Gemengelage nebeneinander existierten und jeweils über bestimmte Trägerschichten und Geltungsbereiche verfügten.

    Teilprojekte:

    • Werkausgabe Wilhelm Weber (abgeschlossen)

    • Poetische Neujahrswünsche

    • Lob des Handwerks

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Eigenmittelprojekte:

  • Poetiken des Parasitären
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 1. Januar 2022
  • Arktisprimitivismus
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020
  • Athena Norica - Altdorfer Universitätsgeschichte
    Laufzeit: 1. Januar 2007 - 31. Dezember 2027
  • WSK-1 Grammatik: Formenlehre und Syntax. Ein Lern- und Konsultationswörterbuch
    Laufzeit: 1. April 2005 - 31. März 2020
    WSK-1 wird innerhalb der Fachwörterbuchreihe „Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft“ in zwei Teilbänden (Formenlehre, Syntax) von Stefan J. Schierholz und Pál Uzonyi herausgegeben. Es handelt sich um ein alphabetisches und teilbilingualisiertes terminologisches Fachwörterbuch, das als Adressaten in erster Linie Studierende sieht und bei der Textrezeption und fachbezogenen Information behilflich sein soll. Von insgesamt ca. geplanten 4500 Artikeln sind über 4000 Artikel bereits online erschienen. 
  • Die portugiesischen Äquivalentangebote zur Terminologie im "Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" (WLWF)
    Laufzeit: 1. August 1999 - 31. Dezember 2020
    Das „Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung“ ist ein
    Spezialwörterbuch im Fach, das sich an Experten wendet und bei dem die Lemmata in
    neun Sprachen übersetzt werden. Zusammen mit Prof. Dr. Rute Costa (Lissabon)
    wird seit 1999 die Terminologie für das Portugiesische neu entwickelt. Ein
    Fachwörterbuch zur Wörterbuchforschung gibt es im Portugiesischen bisher nicht.
    In der Terminologie wird nahezu vollständig Neuland betreten. Bislang sind zwei
    Bände (A-C, E-H) erschienen. Die restlichen Buchstabenstrecken sollen in 2019/2020
    fertiggestellt werden.
  • Alba Amicorum - Erforschung und Dokumentation
    Laufzeit: 1. März 1995 - 31. Dezember 2027

Einzelförderung:

  • Überlieferungsweisen - Betrachtungsweisen - Gebrauchsweisen: Bedeutungszuweisungen an Artefakte der Hellseherei
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Der Wunsch, in die Zukunft blicken zu können, ist eine Konstante im individuellen und kollektiven Leben des Menschen. Jahrtausende lang hat man sich der Deutung von scheinbar ‚natürlichen‘ oder aber ‚künstlich geschaffenen‘ Zeichen bedient, um der Unsicherheit über die Ereignisse, die uns erwarten, Herr zu werden. Doch auch wenn Formen der Hellseherei lange sehr bedeutsam waren, so ist für Europa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts der Prozess eines sukzessiven Bedeutungs- und vor allem Legitimationsverlustes von Divination als anerkannter Form der ‚Wissensproduktion‘ auszumachen.

    Sinnfälliger Ausdruck dieser Distanznahme ist der Umstand, dass divinatorische Objekte ihrer Anwendung enthoben und als Gegenstände musealen Sammelns in vollkommen neue Sinnzusammenhänge eingebettet wurden. Diese Geschichte musealen Sammelns und (Um)Deutens divinatorischer Objekte steht im Mittelpunkt des Projekts.

    Bearbeitet wird das Thema in zwei, chronologisch aufeinander aufbauenden Teilprojekten. Im frühneuzeitlichen Teilprojekt stehen höfischen Sammlungen in der Zeit vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Charakteristisch für diesen Sammlungstyp ist, dass einschlägige Objekte bereits in der Blütezeit divinatorischer Praxis systematisch zusammengetragen wurden. Mit dem Bedeutungsverlust der Hellseherei wurden sie aber gerade nicht ausgesondert, vielmehr blieben sie Teil der repräsentativen Schauseite höfischer Kunstkammern. Die Sammlungen bieten damit die Chance, jenseits der oft polemisierend zugespitzten Debatten der ‚Aufklärer‘, für die spätere Frühe Neuzeit Übergangsphänomene im Umgang mit der Hellseherei und Abstufung in der Bewertung ihrer einstigen Bedeutung in den Blick zu bekommen und so eine bestehende Forschungslücke zu schließen.

    Im chronologischen Anschluss an das frühneuzeitliche Teilprojekt untersucht das zweite Teilprojekt vom Standort des Germanischen Nationalmuseums aus die Anfänge des Sammelns divinatorischer Schrift- und Sachquellen in musealen Institutionen, insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen hier die Fragen, welche aversive oder affirmative kuratoriale Haltung in der Frühzeit des modernen Museumswesens den – wissenschaftstheoretisch mit dem Kampfbegriff „Aberglaube“ abqualifizierten – Zeugnissen historischer Prognostik entgegengebracht wurde, wie sich dies im Sammlungsaufbau und in den Sammlungspräsentationen niederschlug und welche Reaktionen des Publikums sich ausmachen lassen.

    In einem epochenübergreifenden Zugriff verspricht das Vorhaben damit Aufschluss über die Frage, welchen Beitrag fürstliche und bürgerliche Sammlungen zur Historisierung und zugleich zur nachhaltigen Abwertung divinatorischer Praktiken als lächerlich und unseriös geleistet haben.

    Der Wunsch, in die Zukunft blicken zu können, ist eine Konstante im individuellen und kollektiven Leben des Menschen. Jahrtausende lang hat man sich der Deutung von scheinbar ‚natürlichen‘ oder aber ‚künstlich geschaffenen‘ Zeichen bedient, um der Unsicherheit über die Ereignisse, die uns erwarten, Herr zu werden. Doch auch wenn Formen der Hellseherei lange sehr bedeutsam waren, so ist für Europa seit der Mitte des 17. Jahrhunderts der Prozess eines sukzessiven Bedeutungs- und vor allem Legitimationsverlustes von Divination als anerkannter Form der ‚Wissensproduktion‘ auszumachen.

    Sinnfälliger Ausdruck dieser Distanznahme ist der Umstand, dass divinatorische Objekte ihrer Anwendung enthoben und als Gegenstände musealen Sammelns in vollkommen neue Sinnzusammenhänge eingebettet wurden. Diese Geschichte musealen Sammelns und (Um)Deutens divinatorischer Objekte steht im Mittelpunkt des Projekts.

    Bearbeitet wird das Thema in zwei, chronologisch aufeinander aufbauenden Teilprojekten. Im frühneuzeitlichen Teilprojekt stehen höfischen Sammlungen in der Zeit vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Charakteristisch für diesen Sammlungstyp ist, dass einschlägige Objekte bereits in der Blütezeit divinatorischer Praxis systematisch zusammengetragen wurden. Mit dem Bedeutungsverlust der Hellseherei wurden sie aber gerade nicht ausgesondert, vielmehr blieben sie Teil der repräsentativen Schauseite höfischer Kunstkammern. Die Sammlungen bieten damit die Chance, jenseits der oft polemisierend zugespitzten Debatten der ‚Aufklärer‘, für die spätere Frühe Neuzeit Übergangsphänomene im Umgang mit der Hellseherei und Abstufung in der Bewertung ihrer einstigen Bedeutung in den Blick zu bekommen und so eine bestehende Forschungslücke zu schließen.

    Im chronologischen Anschluss an das frühneuzeitliche Teilprojekt untersucht das zweite Teilprojekt vom Standort des Germanischen Nationalmuseums aus die Anfänge des Sammelns divinatorischer Schrift- und Sachquellen in musealen Institutionen, insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen hier die Fragen, welche aversive oder affirmative kuratoriale Haltung in der Frühzeit des modernen Museumswesens den – wissenschaftstheoretisch mit dem Kampfbegriff „Aberglaube“ abqualifizierten – Zeugnissen historischer Prognostik entgegengebracht wurde, wie sich dies im Sammlungsaufbau und in den Sammlungspräsentationen niederschlug und welche Reaktionen des Publikums sich ausmachen lassen.

    In einem epochenübergreifenden Zugriff verspricht das Vorhaben damit Aufschluss über die Frage, welchen Beitrag fürstliche und bürgerliche Sammlungen zur Historisierung und zugleich zur nachhaltigen Abwertung divinatorischer Praktiken als lächerlich und unseriös geleistet haben.

    http://www.ng1.geschichte.uni-erlangen.de/cms/team/ulrike-ludwig/forschung-und-forschungsprojekte/ueberlieferungsweisen-ndash-betrachtungsweisen-ndash-gebrauchsweisen.php

  • Wasserinfrastrukturen in Leningrad/St. Petersburg und im Leningrader Gebiet im langen 20. Jahrhundert: Umwelt und Gesellschaft, Expertentum und Politik
    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Regesta Imperii - Quellen der Reichsgeschichte
    Laufzeit: 25. Februar 2016 - 31. Dezember 2033
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa
    Laufzeit: 1. Juli 2015 - 30. Juni 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Diamantenpolitik. Transnationale Eigentumsordnungen in der Moderne
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020
    Das Projekt geht von der These aus, dass soziale und politische Gefüge
    in der Moderne ganz wesentlich über materielle Verfügungs- und
    Handlungsrechte ausgehandelt wurden. Als produktive Sonde in das
    Handeln, die Aushandlungsprozesse und die Konflikte rund um Eigentum
    nutzt das Projekt Diamanten. Denn Diamanten waren im 19. und 20.
    Jahrhundert auf doppelte Weise eine umstrittene Ressource. Zum einen
    stellten sie ein in hohem Maße begehrtes Gut dar. Sie galten als
    verlässliche Wertspeicher, symbolisierten ökonomische und politische
    Macht und standen im Zentrum einer Vielzahl politischer Konflikte: im
    Zeichen imperialer und postimperialer Auseinandersetzungen, als
    Gegenstand zwischenstaatlicher Konkurrenzen – auch in Europa – und
    staatlicher Begünstigungs- und Entrechtungspolitik. Zum anderen waren
    sie nicht nur am Entstehen und Wandel von Eigentumsordnungen maßgeblich
    beteiligt, sondern standen zugleich im Zentrum der Kritik an den so
    entstehenden Ordnungen – von Juwelendieben, welche die Fragilität der
    bestehenden Verteilung von Gütern vorexerzierten, bis zu NGOs, die
    Macht- und Verteilungsasymmetrien problematisierten und moralisierten.
    Der Fokus auf Diamanten ermöglicht so nicht nur ein historisches
    Verständnis von Eigentumsordnungen – von der lokalen über die nationale
    bis zur internationalen Ebene –, sondern eröffnet zugleich grundlegende
    Einsichten in die politische und soziale Bedeutung des Materiellen in
    der Moderne.
  • Griechische Epigraphik, Feldforschung.
    Laufzeit: 1. April 2010 - 31. März 2035
    URL: http://www.boris-dreyer.de/
    Jährlicher Aufenthalt an den Grabungsorten Metropolis in Ionien bei Izmir, Magnesia bei Aydin,  Appolonia bei Bursa, Nikaia bei Iznik (Istanbul)

Einzelförderung:

  • Serielle Handlungsmacht. Eine historische Produktionsstudie zu Serien im öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehen auf Grundlage des Nachlasses von Wolfgang Rademann
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.serielle-handlungsmacht.fau.de
    Im Projekt soll der (Arbeits-)Nachlass des kürzlich verstorbenen Fernsehproduzenten Wolfgang Rademann auf Grundlage der production studies aufgearbeitet werden. Das Ziel unserer dezidiert mikroskopisch angelegten Produktionsstudie ist es zum einen, die vielgestaltigen und dabei heterogenen Dynamiken eines hochgradig arbeitsteiligen Produktionsprozesses televisueller Serialität medienhistoriografisch beschreibbar zu machen. Zum anderen soll aus diskursanalytischer Perspektive gefragt werden, welche strategischen Operationen und Zuschreibungen dazu führten, dass gerade der Fernsehproduzent Rademann als eine maßgebliche Autorität in Fragen deutschen Unterhaltungsfernsehens über Jahrzehnte hinweg fungieren konnte.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Probenprozesse in der Oper. Szenarien der Hervorbringung von Wissen über zukünftige Aufführungen
    Laufzeit: 2. Mai 2018 - 2. Mai 2021
    In den Forschungen zum Verhältnis von (Theater)Wissenschaft und Theater(kunst) ist die ästhetische Praxis der Oper bislang noch wenig präsent. Dies gilt insbesondere für einen erst in den letzten Jahren in den Fokus der Theaterwissenschaft gerückten Phänomenbereich: den der Probe. Das geplante Forschungsprojekt, das von Bettina Brandl-Risi und Clemens Risi initiiert wurde und an dem ein Team aus Post-Doc und Promovierenden teilnehmen wird, will die Theaterprobe als Bindeglied zwischen den Dimensionen der Inszenierung, verstanden als strategisch entwickeltem Konzeptentwurf, und der sich selbst organisierenden Aufführung innerhalb der ganz eigenen Ausgangsbedingungen unterliegenden Theatergattung der Oper auf die daraus sich ergebenden Strategien der Opernprobe hin untersuchen.Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die europäische Opernaufführungspraxis im institutionalisierten Stadt- und Staatstheatersystem, die sich durch ein Festhalten an einem relativ begrenzten Repertoire der immer wieder aufgeführten Werke (einem Kanon) auszeichnet und einer aus dieser Grundkonstellation sich ergebenden Probenpraxis mit einer im voraus festgelegten Zeitspanne der Proben, in denen das Erproben von vor Probenbeginn erarbeiteten Konzepten mit Phasen des ad hoc improvisierenden Ausprobierens abwechseln. Die Opernprobe interessiert dabei als Phänomen und kollektive Praxis der Koordination multipler Akteure in einem komplexen Handlungsgefüge, bei dem nicht alle Faktoren der Ausführung in der Konzeptebene der Planung hinreichend erfasst bzw. festgelegt werden können und bei der gerade das Ausprobieren und Einüben von Entscheidungsfindung in Interaktionen notwendig ist und im Zentrum steht, insbesondere solcher Handlungen und Entscheidungen, die auf implizitem bzw. verkörpertem Wissen beruhen.In einem mehrfachen Zugriff – (1) einem historiographischen, (2) einem auf gegenwärtige Praktiken fokussierten und (3) einem kulturvergleichenden – soll die Opernprobe als paradigmatische Konstellation von unterschiedlichen Wissensbeständen und impliziten theoretischen Annahmen analysiert werden, deren Ziel es ist, Szenarien von Zukunft zu entwerfen und besondere Strategien im Versuch des Eindämmens, aber auch des Zulassens von unknowability, des Ermöglichens des Erscheinens von Emergenz zu entwickeln. Der Frage nach dem dem Phänomenbereich adäquaten Methodenarsenal (im Dialog von theaterwissenschaftlicher Aufführungsanalyse und sozialwissenschaftlichen Ansätzen) soll dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.Für das Forschungsprojekt wurde 2019 eine Anschubfinanzierung der Fakultät eingeworben. Antragstellung bei der DFG soll im September 2019 erfolgen.

Einzelförderung:

  • Die Bildgeschichte der Botanik
    Laufzeit: 1. Juli 2017 - 1. Juli 2020
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://www.kunstgeschichte.phil.fau.de/forschung/forschungsprojekte/bildgeschichte-botanik/
    Das Forschungsprojekt fragt aus wissenschaftsgeschichtlicher und bildwissenschaftlicher Perspektive nach der Funktion botanischer Illustrationen bei der Identifizierung und Analyse von Pflanzen seit der frühen Neuzeit. Der seit der Antike schriftlich überlieferte Wissenskanon hatte mit der Entdeckung neuer Pflanzen in Nordeuropa und Übersee seine Autorität verloren und wich einer neuen Empirie der Anschauung. Pflanzendarstellungen in der Nachfolge Albrecht Dürers und Albrecht Altdorfers ergänzen in den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts und den Florilegien und Prachtbänden des 17. Jahrhunderts den gedruckten Text. Die wissenschaftlichen Pflanzenzeichnungen Conrad Gessners („Historia plantarum“) bilden schließlich eine Voraussetzung für jene Optimierung und Verfeinerung der botanischen Illustration, die der Nürnberger Gelehrte Dr. Christoph Jacob Trew (1695-1769) mit seiner kolorierten Kupferstichserie der „Plantae selectae“ anstrebte. Grundlage des Forschungsprojektes sind die umfassenden Bestände aus Trews medizinhistorischer Sammlung, die heute in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg aufbewahrt werden.
  • Zeichnen im Barock
    Laufzeit: 1. April 2017 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.kunstgeschichte.phil.fau.de/forschung/forschungsprojekte/zeichnen-im-barock/
    Die Bearbeitung der Erlanger Handzeichnungen des Spätmanierismus und des Barock setzt das Projekt einer Gesamtkatalogisierung des Bestands der bedeutenden Erlanger Sammlung fort.

    Ein Sammlungsschwerpunkt liegt auf dem süddeutsch-österreichischen Raum, mit einem besonderen Fokus auf Nürnberger Blättern. Neben Musterblättern, Studien, Nachzeichnungen und Kopien nach Gemälden oder Graphiken sind auch Entwurfszeichnungen vorhanden, darunter auch bisher nicht identifizierte Skizzen für Deckengemälde, die für die im 17. Jahrhundert in Süddeutschland und Österreich einsetzende barocke Deckenmalerei unverzichtbare Bausteine des Werkprozesses darstellten. Ziel ist die heutigen wissenschaftlichen Maßstäben entsprechende genaue Bestandsaufnahme, die technische, ikonographische und funktionale Bestimmung sowie die Diskussion von Zuschreibungsfragen. Das Forschungsprojekt nimmt eine wichtige Vorreiterrolle bei der wissenschaftlichen Erforschung barocker Zeichnungen in der Region ein.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt
    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.
  • Postdigitale kulturelle Jugendwelten - Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt
    Laufzeit: 1. November 2016 - 31. Oktober 2019
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.
    Titel des Gesamtprojektes: Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://www.paedagogik.phil.fau.de/2017/10/bmbf-verbundprojekt-midakuk-musikalische-interface-designs-augmentierte-kreativitaet-
    Das Projekt erforscht die bildungstheoretische und musikpädagogische Bedeutung digital-materieller MusikmachDinge. Es entwickelt hierzu ein Forschungsdesign und Forschungsmethoden, die der besonderen Komplexität des Gegenstands und der mit ihm einhergehenden ästhetischen Praxen gerecht werden. Es ordnet die gewonnen Erkenntnisse zum einen in einen übergreifenden bildungsstheoretischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die kulturpädagogische Erforschung insbesondere materiell-digitaler Transformationsprozesse ermöglicht. Es macht zum anderen Transformationen musikalischer Werk- und Prozessstrukturen sichtbar und pädagogisch beurteilbar. Dadurch zeigt es musikpädagogische Innovationspotenziale, Professionalisierungsbedarfe, -chancen auf und trägt dazu bei, zukunftsweisende Professionalisierungsmodelle zu entwickeln.
  • Durchführung einer Serie musikpädagogischer Feldexperimente zu Determinanten und Effekten musikpädagogischer Interventionen.
    Titel des Gesamtprojektes: Kondensiertes Glück? Mehrtägige musikpädagogische Interventionen: Determinanten der Teilnahme, wirksame Gestaltungsmerkmale und Effekte auf Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
    Laufzeit: 1. Dezember 2016 - 30. November 2019
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamem Unterricht begegnen - Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Flucht und Vertreibung, UN-Behindertenrechtskonvention) und der damit einhergehenden Zunahme der Heterogenität der Schülerschaft nimmt auch die Belastung für Lehrkräfte an Grundschulen zu (Peperkorn & Horstmann, 2018). Lehrkräfte gelten schon lange als hoch belastet und sind öfter als andere Berufsgruppen von Burn-Out und/oder psychischen Krankheiten betroffen, die auch mit Frühpensionierung einhergehen (Chang, 2009; Aloe, Amo & Shanahan, 2014). Belastungen und emotionale Erschöpfung gehen allerdings nicht allein zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften, Forschungsbefunde verweisen auch auf eine geringere Unterrichtsqualität belasteter Lehrkräfte, die wiederum zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht (Klusmann & Richter, 2014). Für ein erfolgreiches Belastungsmanagement wird theorieübergreifend die Bedeutsamkeit des Verhältnisses von Anforderungen und Ressourcen betont (Bakker & Demerouti, 2007; Lazarus & Folkman, 1984; Hobfoll, 1989). Es gibt empirische Hinweise dafür, dass professionelle Handlungskompetenz (Peperkorn/Horstmann, 2018) sowie personale, soziale und emotional-energetische Ressourcen (z.B. Döring-Seipel & Dauber, 2010) für ein erfolgreiches Belastungsmanagement besonders bedeutsam sind.

    Fragestellungen
    Ungeklärt ist bislang die Frage, welche Fälle und Situationen von den Grundschullehrkräften in inklusiven Settings als besonders belastend wahrgenommen werden und welche Ressourcen und Strategien die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Belastungen nutzen. Das Kooperationsprojekt BISU erfasst daher die wahrgenommenen Belastungen und Ressourcen von Grundschullehrkräften in inklusiven Settings, um Ansatzpunkte zur Qualifizierung zu identifizieren. Hierauf aufbauend wird ein modulares Fortbildungskonzept entwickelt, das sich an authentischen Fallbeispielen orientiert, um möglichst „close to the job“ (Lipowsky & Rzejak, 2017) an vorhandene Erfahrungen von Lehrkräften anknüpfen zu können.

    Projektphasen
    Im ersten Förderjahr (2018) wurden in Teilstudie 1 (Institut für Grundschulforschung) durch inhaltsanalytische Auswertung telefonischer Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften (N=51) und deren Schulleitungen (N=10) in inklusiven Settings Fortbildungsbedarfe, Belastungen (Fälle und Situationen) sowie Ressourcen (personale, emotional-energetische, soziale Ressourcen) zum Umgang mit diesen inklusionsspezifischen Belastungen identifiziert. In Teilstudie 2 (Lehrstuhl für Arbeitspsychologie) wurden Lehrkräfte (N=45) in einer Critical-Incident-Befragung zu gut oder weniger gut bewältigten Belastungssituationen, ihrem emotionalen Erleben, Verhalten sowie ihren Bewältigungsstrategien in kritischen Situationen befragt. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Fortbildung „LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen – ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings ein. In den einzelnen Fortbildungsmodulen werden theoretische Grundlagen vermittelt und in Übungen angewendet, um professionelle Handlungskompetenzen und Ressourcen der Lehrkräfte zu erweitern, indem sie ihre Ressourcen und Belastungen reflektieren (Modul 1), systematisch Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit belastenden Fällen entwickeln (Modul 2), Bewältigungsstrategien für unlösbare Fälle (Modul 3) und Möglichkeiten des kollegialen Problemlösens (Modul 4) kennenlernen. Die begleitende, fragenbogenbasierte Evaluation der Fortbildung gibt Auskunft über den subjektiven Lernnutzen und Wirkungen der Fortbildung auf die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Förderjahr (2019) eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Fortbildung sowie die Implementation der Erkenntnisse des Forschungsprojektes in die universitäre Lehre. Die Präsenzphasen der Fortbildung werden hierbei zunehmend abgebaut und durch Online-Elemente zu einem Blended-Learning Format entwickelt, um das Selbststudium und die Selbstreflexion zu intensivieren. Zum anderen wird die Stichprobe der Fortbildungsteilnehmenden um zusätzliche relevante Akteursgruppen (z.B. Lehramtsanwärterinnen und -anwärter) erweitert. Die entwickelten Online-Phasen werden zusätzlich als Bausteine in thematisch bestehende oder neue universitäre Online- oder Blended-Learning-Lehrveranstaltungen implementiert. Das selbstreflexive Lernen soll in der Fortbildung wie auch in den Lehrveranstaltungen durch ein „digitales Tagebuch“ (smart diary) zu Ressourcen und Strategien im Umgang mit Belastungen (Niessen et al., 2017) unterstützt werden.

    Aus dem Forschungsprojekt „BISU“ und der Fortbildung „LehrKRÄFTE“ entstehen derzeit zwei Dissertationsprojekte. In diesen soll unter anderem die Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation des Trainings für Lehramtsanwärter*innen erfolgen. Zudem sollen Auswirkungen der Belastung auf die Unterrichtsgestaltung von Lehramtsanwärter*innen und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern näher betrachtet werden.

    Literaturangaben
    Aloe, A. M., Amo, L. C., & Shanahan, M. E. (2014). Classroom management self-efficacy and burnout: A multivariate meta-analysis. Educational Psychology Review, 26(1), 101–126.

    Bakker, A.B. & Demerouti, E. (2007). The job demands‐resources model: state of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309-328.

    Chang, M. (2009). An appraisal perspective of teacher burnout: Examining the emotional work of teachers. Educational Psychology Review, 21(3), 193–218.

    Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1(2). Zugriff am 12.02.2018. Verfügbar unter http://www.schulpaedagogik-heute.de/conimg/SH2_34.pdf

    Klusmann, U., & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülerleistung. Zeitschrift für Pädagogik, 60(2), 202-224.

    Hobfoll, Stevan E. (1989): Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.

    Lazarus, Richard S.; Folkman, Susan (1984). Stress, appraisal and coping. New York: Springer Publishing Company.

    Lipowsky, F. & Rzejak, D. (2017). Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzept aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. Bildung und Erziehung, 70(4), 379-399.

    Niessen, C., Mäder, I., Stride, C. & Jimmieson, N. L. (2017). Thriving when exhausted. The role of perceived transformational leadership. Journal of Vocational Behavior, 103, 41–51.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. Prävention und Gesundheitsförderung, 15, 607-613.

  • E-Learning: Primary Education - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Primary Education“ – Kurs in englischer Sprache
    Laufzeit: 1. März 2017 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Primary Education“ auf der Lernplattform StudOn (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutorinnen und -Tutoren. Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Im Kurs werden zunächst wichtige Entwicklungen im Blick auf die Internationalisierung der Bildung dargestellt. Ebenso sollen zentrale Fragen der Aufgabe und Funktion von Grundschule und der Ausbildung von Grundschullehrkräften im internationalen Vergleich beleuchtet werden. Es folgt die exemplarische Beschreibung ausgewählter europäischer Bildungssysteme. Hier liegt der Fokus jeweils auf der Grundschule und der Ausbildung von Grundschullehrkräften. Die Ausführungen erfolgen jeweils vor dem historischen und kulturellen Hintergrund der einzelnen Länder.

    Der Kurs wird in Kooperation mit verschiedenen internationalen Partneruniversitäten entwickelt. Er richtet sich neben deutschen Studierenden auch an englischsprachige Studierende, die bei uns in Deutschland oder aber in ihrem Heimatland an einer Partneruniversität studieren. Damit soll die Zusammenarbeit und Vernetzung von Studierenden und Dozierenden aus verschiedenen Ländern ermöglicht werden.

    So hat der Kurs nicht nur „Internationalisierung“ zum Thema, sondern ermöglicht für Studierende und Dozierende explizit einen Zusammenarbeit und einen Austausch über die Ländergrenzen hinweg.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.orgProjektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Heterogenität - ein Merkmal der Grundschulkinder?! - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Heterogenität – ein Merkmal der Grundschulkinder?!“
    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/
    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Heterogenität- ein Merkmal der Grundschulkinder?!“ auf der Lernplattform GRIPS zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Das Thema Heterogenität liegt im Bereich der Grundschulpädagogik und –didaktik seit Jahren immer wieder im Fokus. Nicht zuletzt die großen Themen Inklusion oder die Flüchtlingsaufnahme in Schulen vergrößern dieses Thema um weitreichende Bereiche.

    Eine theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit existierenden Studien und rechtlichen Grundlagen ist für angehende Lehrer/innen dabei ebenso notwendig wie das Anbahnen fallbasierter Diagnose- und Förderkompetenzen. Beides zusammen bildet die Schwerpunkte des zu entwickelnden Seminars. Zudem ermöglicht die Form des Online-Seminars neben den Fallbeispielen im „virtuellen Klassenzimmer“ zeit- und ortsunabhängiges Lernen auf Studierendenseite und trägt zu einer Steigerung der eigenen Medienkompetenz bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen der Grundschule - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“
    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/
    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Konzeptionen der Grundschule bilden einen wichtigen Bereich in der Grundschulpädagogik und -didaktik, da hier die Studierenden verschiedene konzeptionelle Zugangsweisen für diesen Fachbereich kennenlernen.

    Darüber hinaus bietet die Beschäftigung mit den Konzeptionen der Grundschule eine Möglichkeit, verschiedene relevante Erkenntnisse und Forschungstraditionen zu bündeln, da sich viele Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik auch im Bereich der Konzeptionen wiederfinden, da hier zentrale Fragestellungen zusammenlaufen und vertieft werden.

    Damit die Studierenden Konzeptionen kriterienbezogen beurteilen können, werden diese immer vor dem Hintergrund der wesentlichen Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik reflektiert.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen des Schriftspracherwerbs - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen des Schriftspracherwerbs“
    Laufzeit: 1. März 2015 - 31. März 2020
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen des Schriftspracherwerbs“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Der Inhalt des Kurses umfasst, neben der Vermittlung von Basiskenntnissen, historische und aktuelle Konzeptionen des Schriftspracherwerbs. Für Studierende ist wichtig, verschiedene Zugangswege und Möglichkeiten des Schriftspracherwerbs kennenzulernen, um diese später in ihrer Berufspraxis anwenden zu können. Das Thema „Konzeptionen“ erlaubt darüber hinaus auch die Vermittlung verschiedener Forschungstraditionen, da sich hier verschiedene Aspekte der Didaktik des Schriftspracherwerbs wiederfinden.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2015 – Februar 2016: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2016 – Februar 2017: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2018: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen des Sachunterrichts - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen des Sachunterrichts“
    Laufzeit: 1. März 2015 - 31. März 2020
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/
    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen des Sachunterrichts“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Inhaltlich beschäftigt sich der Kurs in erster Linie mit historischen, aber auch jüngeren Konzeptionen des Sachunterrichts, deren Vermittlung Studierende dazu befähigen soll, aktuelle Entwicklungen der Sachunterrichtsdidaktik nachvollziehen und beurteilen zu können.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2015 – Februar 2016: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2016 – Februar 2017: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2018: Phase 3: Abschlussevaluation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Digitaler Campus
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des für die Studierenden zu erwerbenden Zertifikats „IT-Kompetenz“ werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Projektpartner

    Hochschulübergreifende Zusammenarbeit

    Universität Regensburg:

    Projektleitung: Dr. Michael Haider, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Astrid Rank, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Alexandra Pöferlein, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Petra Kirchhoff, Professur für Fachdidaktik Englisch

    Prof. Dr. Anita Schlicher, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Johannes Wild, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Prof. Dr. Stefan Krauss, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Andreas Eberl, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Prof. Dr. Silke Schworm, Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt “Lernen mit visuellen Medien”), UR-Klassen

    Stefan Prock, Projektkoordinator UR-Klassen

    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:

    Dr. Günter Renner, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Dr. Eva-Maria Kirschhock, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Bärbel Kopp, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Projektinhalt

    Das Projekt “Digitaler Campus” strebt eine Stärkung domänspezifischer IT-Grundkompetenzen für Dozierende und Studierende des Lehramts an Grundschulen an. Dabei wird eine Einbindung des Lehrangebots in den Studiengang “Lehramt an Grundschulen” auf drei Ebenen fokussiert:

    Erreicht werden soll eine Förderung der Kompetenzen von Hochschuldozenten, Lehramtsstudierenden und SchülerInnen im Bereich der digitalisierten Welt. Im Programm werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Eine höhere Kompetenz der Dozierenden soll in den Lehrveranstaltungen zu einem höheren Output durch Modelllernen und einem höheren mediendidaktischen Niveau der Veranstaltungen beitragen, somit auch zu einer Erweiterung der Kompetenzen der Studierenden. Geschult werden soll auf Medien bezogenes Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Im Rahmen dessen können Studierende das “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” erwerben. Dies wird zunächst für das Lehramt an Grundschulen angeboten, wobei weiterfolgend die Möglichkeit der Realisierung für die Lehrämter an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien angestrebt wird.

    Pressemitteilung der Universität Regensburg zum Projekt “Digitaler Campus” http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb
    Titel des Gesamtprojektes: Digitaler Campus Bayern
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit einer an das Projekt anschließenden Evaluation an ausgewählten Grundschulen erprobt werden.

    Das Projekt „Digitale Medien im Schriftspracherwerb“ ist Teil des Gesamtprojektes „Digitaler Campus – IT4@ll“ in Kooperation mit der Universität Regensburg. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html
    https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

Eigenmittelprojekte:

  • Blended-Learning: Individuelle Unterstützung im Schriftspracherwerb
    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 1. Oktober 2022

    Blended-Learning
    Formate kombinieren verschiedene Vorteile von Präsenzveranstaltung und
    E-Learning, da die Studierenden sowohl selbstständig als auch kooperativ in
    Präsenz- und Onlinephasen im Wechsel arbeiten. Ziel des Projekts ist die Gestaltung eines Blended-Learning Seminars, bei welchem
    Studierenden anhand digitalisierter Fälle in Online- und Präsenzphasen
    fallbasierte Diagnose- und Förderkompetenzen entwickeln und sich kooperativ
    sowie kokonstruktiv zu bezugswissenschaftlichen Grundlagen des
    Schriftspracherwerbs austauschen können. Fokussiert wird hier die Diagnose und
    Förderung besonderer Problemfälle im Schriftspracherwerb sowie der Umgang mit unterschiedlichen Problemperspektiven im gemeinsamen Unterricht. Über
    verschiedene Feedbackmaßnahmen (z.B. Videofeedback) erhalten die Studierenden
    Rückmeldung über ihren Lernprozess und die Entwicklung ihrer Kompetenzen
    innerhalb des Seminars. Das
    Blended-Learning Format wird zu mehreren Messzeitpunkten sowohl durch
    qualitative als auch durch quantitative Evaluationsmaßnahmen erfasst. Außerdem werden im
    Prä-Post-Design konstruktivistische sowie instruktionsorientierte transmissive Einstellungen zu Konzepten des Schriftspracherwerbs erfasst,  um zu untersuchen, ob und inwiefern Erfahrungen in E-Phasen zu Veränderungen der Einstellungen
    führen.Die
    Lehrveranstaltung wird ab Oktober 2019 voraussichtlich in vier Seminaren (N=ca. 120) eingesetzt. Die Förderung
    erfolgt über das QuiS-Projekt „Digitalisierung in der Lehre“.

  • Empowerment für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe - Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings
    Laufzeit: 1. Dezember 2018 - 1. Dezember 2021

    Theorie und Forschungsstand
    Die Bandbreite der Heterogenität der Grundschulkinder nimmt durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) zu und stellt Lehrkräfte vor zusätzliche An- und Herausforderungen (z.B. Horstmann/Perperkorn, 2018; Martschinke et al., 2019). Mit diesen zusätzlichen An- und Herausforderungen sehen sich nicht allein bereits ausgebildete Lehrkräfte konfrontiert; Lehramtsanwärter(innen) der ersten und zweiten Ausbildungsphase sind gleichermaßen hiervon betroffen. Obwohl Theoriebestände zu Auswirkungen von Belastungen (z.B. Maslach/Leiter, 1999) sowie Ergebnisse der Belastungs- (z.B. Peperkorn/Horstmann, 2018) und Forschung speziell im Referendariat (z.B. Braun et al., 2015) auf eine zusätzliche Beanspruchung in inklusiven Settings verweisen, gelten Lehramtsanwärter(innen) der zweiten Ausbildungsphase (LAAs) als eine noch unzureichend erforschte Gruppe (Albisser/Keller-Schneider, 2010), wenngleich gerade der Einstieg in den Lehrberuf mit besonderen Beanspruchungen sowie hohen Abbruch- und Wechselquoten (z.B. OECD, 2004) einhergeht und eine entscheidende Phase der Professionalisierung sowie beruflichen Identitätsfindung darstellt (z.B. Terhart, 2000). Für einen erfolgreichen Umgang mit Belastungen gelten geeignete Ressourcen als besonders bedeutsam (z.B. Döring-Seipel/Dauber, 2010). Bekannt ist, dass es durch emotionale Erschöpfung zu einem veränderten Sozialverhalten der Lehrperson gegenüber den Schüler(inne)n kommen kann, die sogar mit negativen Konsequenzen für Leistung und Motivation der Schüler einhergehen (Maslach/Leiter, 1999; Klusmann et al., 2008; Klusmann/Richter, 2014). Nicht hinreichend erforscht ist dagegen die Wirkung der genannten Belastungen und Ressourcen für die inklusive Unterrichtsgestaltung insbesondere für die Gruppe der Referendare. Fragestellungen
    Diesen Desiderata widmet sich die Hauptfragestellung des Dissertationsprojekts: Welches Erklärungspotenzial haben Belastungen und Ressourcen von Referendar(inn)en im inklusiven Setting für die Gestaltung eines gemeinsamen Unterrichts? Dabei soll auch deskriptiv erfasst werden, von welchen Fällen und Situationen sich Lehramtsanwärter(innen) im inklusiven Setting besonders belastet fühlen, über welche Ressourcen diese für den Umgang mit diesen Belastungen verfügen und wie diese Personengruppe den gemeinsamen Unterricht gestaltet.Methode
    Zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen der Lehramtsanwärter(innen) sowie deren Wirkung auf ein inklusives Setting ist derzeit ein quantitatives Querschnittsdesign geplant, welches die Belastungen und Ressourcen sowie die Unterrichtsgestaltung im Referendariat erfassen soll. Anforderungen und Ressourcen sollen anhand eines standardisierten Fragebogens erfasst werden. Für Anforderungen sollen die Konstrukte emotionale Erschöpfung, Belastungsintensität sowie Belastungshäufigkeit erfasst werden (z.B. Demerouti/Bakker, 2007). Hinsichtlich der Ressourcen sollen inklusionsspezifisches Professionswissen, emotional-energetische Ressourcen (z.B. Arbeitsengagement), personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit) sowie soziale Ressourcen (z.B. Erleben sozialer Unterstützung) untersucht werden (Schaarschmidt/Fischer, 2008; Bosse/Spörer, 2014). Für die Erfassung der Unterrichtsgestaltung sind derzeit Unterrichtstagebücher geplant. Hier sollen die Dimensionen Classroom Management (z.B. Strukturierung) (z.B. Klieme et al., 2006) und emotionale und konstruktive Unterstützung (z.B. Positive Fehlerkultur) (z.B. Pianta/Hamre, 2009) fokussiert werden.  Zwischenstand
    Für eine geplante Pilotierung des Fragebogens zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen konnten drei  Seminargruppe N=30 LAAs für Juni/Juli 2019 rekrutiert werden. Die Erhebungen der Hauptstudie sind ab Anfang 2020 geplant.Literaturangaben

    • Albisser, S. & Keller-Schneider, M. (2010). Unter Druck - und trotzdem professionell. ph akzente, (2), 23–25.
    • Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 63, 258-277.
    • Braun, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2015). Wie erleben Lehramtsreferendare den Vorbereitungsdienst? Eine Clusteranalyse zum Erleben der zweiten Ausbildungsphase in Abhängigkeit von personalen Merkmalen. Lehrerbildung auf dem Prüfstand, 8 (6), 21-37.
    • Demerouti, E. & Bakker, A. B. (2007). The Oldenburg Burnout Inventory: A Good Alternative to Measure Burnout (and Engagement). Manuscript.
    • Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund - die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1 (2), 1-16.
    • Hobfoll, S. E. (1989). Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.
    • Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts "Pythagoras". In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG - Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.
    • Klusmann, U. & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülern in der Primarstufe. Zeitschrift für Pädagogik, 60 (2), 202-224.
    • Klusmann, U., Kunter, M., Trautwein, U., Lüdtke, O. & Baumert, J. (2008). Teachers’ occupational well-being and quality of instruction: The important role of self-regulatory patterns. Journal of Eductational Psychology, 100 (3), 702-715.
    • Martschinke, S., Elting, C., Grüning, M., Kopp, B., Niessen, C., & Schröder, C. (2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Kucharz, D. & Skorsetz, N. (Hrsg.): Diversität und soziale Ungleichheit. Herausforderungen an die Integrationsleistung der Grundschule. Wiesbaden.
    • Maslach, C., & Leiter, M. P. (1999). Teacher burnout: A research agenda. In R. Vandenburghe & A. M. Huberman (Hrsg.), Understanding and preventing teacher stress: A sourcebook of international research and practice (S. 295-303). Cambridge, UK: Cambridge University Press.
    • OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) (2004). Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Länderbericht Deutschland. Bonn.
    • Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht – Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Schulform. Präv Gesundheitsf, 15, 607–613.
    • Pianta, R. C. & Hamre, B. K. (2009). Conceptualization, Measurement, and Improvement of Classroom Processes: Standardized Observation Can Leverage Capacity. Educational Researcher, 38 (2), 109–119.
    • Schaarschmidt, U. & Fischer, A. W. (2008). AVEM – Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster. London: Pearson.
    • Terhart, E. (2000). Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Weinheim: Belz.
  • Fallbezogenes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen – Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Intervention.
    Laufzeit: 1. Dezember 2018 - 1. Dezember 2021

    Theorie/ForschungsstandDer gegenwärtige Forschungsstand legt nahe, dass durch die Umgestaltung von Grundschulen hin zu inklusiven Lernorten die Schülerschaft immer heterogener wird und sich Lehrkräfte durch „besondere“ Kinder mit (sonder-)pädagogischem Förderbedarf zusätzlich belastet fühlen (Albisser et al. 2006). Studien zur Lehrergesundheit betonen für den Umgang mit Belastungen die Bedeutsamkeit professioneller Handlungskompetenzen (Peperkorn/Horstmann 2018) und Ressourcen (Döring-Seipel/Dauber 2010). Die Lehrerfortbildung übernimmt hierbei eine Schlüsselfunktion, da sich Lehrkräfte auf den Reformprozess der Inklusion nicht vorbereitet fühlen (Amrhein 2015) und in inklusiven Settings eine starke Steigerung der „ohnehin als hoch erlebten Belastung erwarten“ (Erbring 2015, S.159). Problematisch ist, dass der inklusionsspezifische Fortbildungsbedarf weiterhin steigt, jedoch zum einen nicht gedeckt werden kann (Amrhein/Badstieber 2013) und zum anderen keine Qualitätssicherungsmaßnahmen vorliegen (Amrhein 2015). Gleichzeitig verweisen die wenigen vorliegenden Studien zur salutogenen Perspektive von Referendar*innen (Braun et al. 2015) auf hohe Werte in „Burnout“ und „kognitiven Stresssymptomen“, die die der Lehrkräfte sogar übersteigen (Drüge et al. 2014). Die Belastungen zeigen sich auch darin, dass viele Lehrkräfte bereits nach wenigen Jahren ihren Beruf wieder verlassen (Albisser/Keller-Schneider 2010). Die verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen, Reformen/Neuerungen im Bildungssystem sowie das Verhalten/die Motivation einzelner Schüler*innen stellen dabei die drei am häufigsten genannten Belastungsfaktoren aus Sicht der Referendar*innen dar (Albisser 2009), die als Hinweise angesehen werden können, dass aktuell vorwiegend inklusive Settings mit besonderen Fällen als Belastung angesehen werden. Beutel et al. (2016) zufolge zeigen die Lehramtsanwärter*innen großes Interesse an gesundheitsbezogenen Unterstützungsangeboten, Fallbezug (z.B. Lipowsky/Rzejak 2017) und zielgruppenspezifische Anpassung (Kaluza 2018) stellen dabei zentrale Kriterien für deren Wirksamkeit dar.Fragestellungen/ZielDie Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, die Fortbildungskonzeption LehrKRÄFTE (Martschinke et al. 2019) zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings für Lehramtsanwärter*innen weiterzuentwickeln, auf die Bedarfe der zweiten Lehrerbildungsphase anzupassen und zu evaluieren. Die ersten Evaluationsergebnisse aus LehrKRÄFTE können als Hinweise gedeutet werden, dass es sich um eine gewinnbringende Unterstützung zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings handeln kann (Martschinke et al. 2019) und phasenübergreifend erprobt werden könnte. Von Interesse ist dabei die Frage, ob in inklusiven Settings durch die Intervention die fallspezifischen Belastungen reduziert und fallspezifischen Ressourcen gestärkt werden können sowie ob ein Lernnutzen wahrgenommen wird. Design/MethodeFür die Vorstudie im Sommer 2019 konnten N=14 Lehramtsanwärter*innen rekrutiert werden. Ziel der Vorstudie ist es, die Intervention und Messinstrumente aus LehrKRÄFTE bei der Zielgruppe der Referendar*innen zu erproben sowie deren spezifische Fortbildungsbedarfe zu erfassen. In der Hauptstudie Anfang 2020 wird die Konzeption für die Zielgruppe weiterentwickelt und in mehreren Seminargruppen (circa N=50) implementiert. Die Evaluation erfolgt im Rahmen einer quasi-experimentellen Prä-Post-(Follow-Up-)Studie im Mixed-Methods- und Wartekontrollgruppendesign. ZwischenstandEin qualitativer Fragebogen wird entwickelt und soll um ein quantitatives Erhebungsinstrument ergänzt werden. Die Stichprobe wird bei Bedarf angepasst. Die Auswahl von theoretisch begründbaren Variablen, z.B. von Wohlbefinden wird geprüft. Es ist zu diskutieren, ob es einen dritten Messzeitpunkt im Sinne von Follow-Up-Interviews zur Anwendung der Fortbildungsinhalte mit einzelnen Referendar*innen geben wird.Literaturangaben
    Albisser, S.; Kirchhoff, E.; Meier, A.; Grob, A. (2006). Anforderungsverarbeitung & Gesundheit im Berufszyklus von Lehrpersonen. Symposiumsbeitrag zu "Balancieren im Lehrberuf".
    Albisser, S.; Keller-Schneider, M. (2010): Unter Druck - und trotzdem professionell. In: ph akzente (2), S. 23–25.
    Amrhein, B. (2015): Professionalisierung für Inklusion gestalten: Stand und Perspektiven der Lehrerfortbildung in Deutschland. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.): Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 139-155.
    Amrhein, B.; Badstieber, B. (2013): Lehrerfortbildungen zu Inklusion - eine Trendanalyse. Hg. v. Bertelsmann Stiftung. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/lehrerfortbildungen-zu-inklusion-eine-trendanalyse/.
    Beutel, T..; Adams, J.; Engler, S.; Gerzymisch, K.; Rose, D.-M. (2016): Gesundheitliche Auswirkungen des Referendariats und Präventionsansätze. Eine qualitative Interviewstudie. In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 9 (2), S. 267–283.
    Döring-Seipel, E; Dauber, H. (2010): Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. In: Schulpädagogik heute (2), S.1-16.
    Drüge, M.; Schleider, K.; Rosati, A.-S. (2014): Psychosoziale Belastungen im Referendariat - Merkmale, Ausprägungen, Folgen. In: Die deutsche Schule 106 (4), S. 358–372. 
    Erbing, S. (2015): Lehrer/innengesundheit und schulische Inklusion. Engagiert, und doch entspannt mit Vielfalt in der Schule umgehen. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.):  Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 157–168.
    Lipowsky, F.; Rzejak, D. (2017): Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzepte aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. In: Bildung und Erziehung 70 (4), S. 379–399. 
    Martschinke, S.; Elting, C.; Grüning, M.; Kopp, B.; Niessen, C.; & Schröder, C. (ersch. 2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Donie, C.: Foerster, F., Obermayr, M.; Deckwerth, A.; Kammermeyer G., Lenske, G.; Leuchter, M.; Wildemann, A. (Hg.): Grundschulpädagogik zwischen Wissenschaft und Transfer. VS Verlag für Sozialwissenschaften.
    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. In: Prävention und Gesundheitsförderung (15), S. 607-613.

  • Kooperatives Arbeiten in jahrgangsgemischten Klassen der Grundschule
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 1. Januar 2021
    Ausgangspunkt dieses Projekts ist zum einen die bildungspolitische Erwünschtheit (pädagogische und didaktische Aspekte, organisatorische Notwendigkeit, …) von Jahrgangsmischungen mit einem enormen Anstieg, zum anderen eine noch relativ unbefriedigende Forschungslage. Viele der bisherigen Studien stammen entweder aus dem internationalen Raum oder aus der Schuleingangsphase, sodass sich Ergebnisse nur bedingt auf Mischungen der dritten und vierten Jahrgangsstufe übertragen lassen.Weiterhin unzureichend erforscht ist die Frage nach mögliche Qualitätskriterien jahrgangsge­mischten Unterrichts. Hier könnte die Zusam­menarbeit der Kinder eine wichtige Rolle spielen: Das Mit- und Voneinanderlernen sowie die be­wusst eingesetzte Zusammenarbeit von Kindern unterschiedlicher Jahrgänge gelten als besondere Ressourcen jahrgangsgemischten Lernens (Hahn & Berthold 2010; Wagener 2017). Da bisherige Studien zu kooperativem Lernen unter Berücksichtigung gewisser Qualitätskriterien durchwegs positive Effekte im Leistungs- und Persönlichkeitsbereich im Vergleich zu anderen Lernformen bezeugt haben (z.B. Cohen 1993; Johnson, Johnson & Stanne 2000; Slavin 2000; Veenman et al. 2005), könnte gerade in Jahrgangsmischungen das kooperative Lernen ei­nen besonderen Stellenwert einnehmen: Die Schüler_innen haben in Mischungen stets ein älteres/jüngeres, (un)erfahreneres Kind an ihrer Seite, sodass diese Asymmetrie bewusst für ko-konstruk­tive Lernprozesse genutzt werden kann. Man hofft, dass die jüngeren Kinder durch die älteren und deren Wissensvorsprung und die älteren durch ihre Rolle als Lehrende profitieren. Man befürchtet aber auch, dass die Jüngeren überfordert und die Älteren unterfordert sind. Wie genau die Kooperation in der Praxis abläuft und im besten Fall ablaufen könnte und sollte, wurde noch nicht empirisch untersucht.Daraus resultierende Fragestellungen, die zugleich das Zentrum des Projekts bilden, sind u.a.:1)     Wie interagieren Paare in kooperativen Arbeitsphasen in jahrgangsgemischten Klassen?2)     Unterscheiden sich Dritt- und Viertklässler_innen in ihrem partnerschaftlichen Arbeitsver­halten?Langfristig sollen die Forschungsergebnisse Lehrkräften Hinweise geben, wie Tandems zusammengesetzt werden sollen und ob die Zusammenarbeit von je einer/einem Dritt- und einer/einem Viertklässler_in positive Effekte mit sich bringt. Darüber hinaus sollen Hinweise abgeleitet werden, wie die Lehrkraft die Zusammenarbeit gewinnbringend anregen kann.Die Studie versteht sich als explorative Videostudie im Mixed-Methods-Design mit einem Messzeitpunkt pro teilnehmender Klasse.Das Projekt ist ein Anschlussprojekt an die Längsschnittstudie "JGM 3/4: Jahrgangsgemischtes Lernen in der 3. und 4. Klasse" (Munser-Kiefer; Hartinger; Martschinke).
  • Computational Thinking in der Grundschule - Was und wie arbeiten Informatiker?
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 1. Januar 2020
    Es geht in diesem Projekt darum, Informatik, die über die „klassischen“ und offensichtlich digitalen Geräte hinausgeht, als unmittelbare Lebenswirklichkeit erfahrbar und bewusst zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht vorrangig programmieren, sondern ein erstes Verständnis für die fundamentalen Prinzipien, Konzepte und Problemlösungen in der Informatik entwickeln. Zusätzlich sollen auch erste praktische (Programmier-)Erfahrungen gesammelt werden. Langfristiges Ziel ist, dass Grundschulkinder verantwortungsvoll, selbstsicher und kreativ Informatik anwenden und mit ihr umgehen können.

    Vorbilder für die Entwicklung einer Unterrichtseinheit im Bereich „Computational Thinking“ sind Länder, wie z.B. England oder Australien, die bereits Curricula oder Unterrichtsvorschläge ab Klasse 1 vorgelegt haben. Dazu wurde eine kleine Unterrichtseinheit entworfen unter Titel  „WAS und WIE arbeiten Informatiker?“, die sieben Unterrichtseinheiten umfasst (mit je ca. 60 – 70 Minuten). Die Kompetenzentwicklung der Kinder aus ca. drei dritten Klassen soll dabei evaluiert werden.

Einzelförderung:

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Wissenschaftliche Prozessbegleitung von Schulnetzwerkarbeit zur Senkung des Anteils von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss in einem ausgewählten Schulnetzwerk in den Schuljahren 2018/2019 bis 2020/2021
    Laufzeit: 1. März 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des europäischen Sozialfonds führt der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) sowie dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) eine wissenschaftliche Prozessbegleitung zu Netzwerkarbeit an Schulen in Südthüringen durch.
    Die Kooperation von Schulen im Rahmen eines Schulnetzwerks bietet einer Einzelschule durch die Bündelung spezifischer Kompetenzen und Ressourcen die Möglichkeit, Lerngelegenheiten und Entwicklungsimpulse wahrzunehmen, die ohne externe Kooperationen ungenutzt bleiben würden (Dresselhaus, 2006). Schulnetzwerkarbeit kann regional, national wie international somit durch die systematische Nutzung von Synergieeffekten zu Schulentwicklung beitragen (Berkemeyer et al., 2008; Rößler, Gläser-Zikuda, Bonitz & Anderegg, 2017). So können Netzwerke beispielsweise auch im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote wirksam sein. Schulnetzwerke sollten dabei unter einer klaren Zielsetzung agieren und intensiv gepflegt bzw. strukturiert werden. Eine wissenschaftliche Prozessbegleitung bietet durch kontinuierliche Begleitung und fachlichen Input die Möglichkeit, die Schulnetzwerke diesbezüglich zu unterstützen.
    Um Entwicklungspotenziale an der Einzelschule aufzuzeigen, werden Schulentwicklungsbedingungen datenbasiert erfasst und in Form schulscharfer Portfolios an die einzelnen Netzwerkschulen rückgemeldet. Darüber hinaus wird die Reflexionskultur an Netzwerkschulen hinsichtlich der Schulentwicklungsprozesse zur Senkung der Schulabbruchquote systematisch durch die Etablierung eines Multiplikatorensystems gefördert. Ergänzend werden Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen angeboten. Neben der aktiven Unterstützung der pädagogischen Arbeit der Netzwerkschulen wird im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zudem die Wirksamkeit von Schulnetzwerkarbeit im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote geprüft. Im Vergleich zu Schulen ohne Netzwerkarbeit werden dann schließlich evidenzbasierte Hinweise und Praxisempfehlungen für die erfolgreiche Schulnetzwerkarbeit generiert.

    Literatur:
    Berkemeyer, N., Manitius, V. & Müthing, K. (2008). „Schulen im Team“. Erste empirische Befunde. In N. Berkemeyer, W. Bos, V. Manitius & K. Müthing (Hrsg.), Unterrichtsentwicklung in Netzwerken. Konzeptionen, Befunde, Perspektiven (S. 329–341). Münster: Waxmann.
    Dresselhaus, G. (2006). Netzwerkarbeit und neue Lernkultur. Theoretische Grundlagen und praktische Hinweise für eine zukunftsfähige Bildungsregion. Münster: Waxmann.
    Rößler, L.; Gläser-Zikuda, M.; Bonitz, M. & Anderegg, N. (2017). Innovation durch Transformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigen Netzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE). Journal für Schulentwicklung 21(2), 8-15.

  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
    Das Projekt, das in Kooperation mit der Salahaddin
    University in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau von
    nachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, der
    Forschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universität
    mit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftliche
    Weiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildung
    in der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildung
    und Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für den
    Theorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oder
    regional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz von
    bestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern und
    gesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme der
    Lehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale und
    ökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitung
    von zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unter
    besonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)
    einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in der
    Region. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre und
    Forschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zur
    Förderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalen
    Vernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinaus
    trägt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkung
    der Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf den
    Gebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)
    Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen und
    interkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.
  • Evaluation des Programms „MITEINANDER REDEN"
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium des Inneren
    Das Programm MITEINANDER REDEN- Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln (2018-2020), ist ein Ideenwettbewerb und Weiterbildungsangebot für Akteure in ländlichen Räumen, (www.miteinanderreden.net). Es ist initiiert und wird finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Es findet mit Unterstützung durch den Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), den Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGb), die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und den Deutschen Volkshochschulverband statt und wird von der Bildungsagentur labconcepts als Programmbüro realisiert. Zur Sicherung der Qualität des Qualifizierungs- und Kompetenzförderungsprogramms der politischen Bildung sowie zur strategischen Weiterentwicklung wird das Programm und seine Programmmodule vom Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education und internationale Bildungsforschung wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
  • Verbundvorhaben - Primat des Pädagogischen in der Digitalen Grundbildung. Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen in der Professionalisierung von pädagogischen Akteuren für Bildung im Grundschulalter (P3DIG) - Teilvorhaben A
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.p3dig.de/
    Problembeschreibung:In aktuellen Strategiepapieren zur Bildung in der digitalen Welt fordern BMBF und KMK, ein Primat der Pädagogik in den Mittelpunkt der Bildungsstrategien zu stellen. Grundlegende digitale Kompetenzen werden im Grundschulalter erworben. In dieser Lebensspanne soll die Grundschule als erste öffentliche Pflichtschule mit weiteren Bildungsakteuren den Erwerb der basalen Kompetenzen absichern, wobei hinsichtlich der Kompetenzmodelle, der Anforderungen an die Akteure und der notwendigen Rahmenbedingungen Unklarheiten bestehen.
    Zielstellung:Das Forschungsprojekt P3DiG macht es sich zur Aufgabe, sowohl mehrperspektivisch Professionalisierungsbereiche und -prozesse von pädagogischen Akteuren zur „digitalen Grundbildung“ zu beschreiben und theoretisch zu modellieren als auch deren Umsetzung zu erfassen.
    Forschungsmethoden:In der ersten Projektstufe werden mit einem theoriebasierten Mehrebenenmodell die strukturellen Bedingungen von Kompetenzerwerb und Einstellungsänderungen von pädagogischen Akteuren (schulisch und außerschulisch) erfasst. Mittels Gruppendelphi-Verfahren werden wissenschaftliche Experten und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen zur „digitalen Grundbildung“ im Kindesalter, zu Professionalisierungserfordernissen und -prozessen und strukturellen Rahmenbedingungen befragt. Ziel dieser ersten Stufe ist die Klärung von Grundsatzfragen hinsichtlich veränderter Aufgaben von Bildungseinrichtungen.
    In der zweiten, umfassenderen Projektstufe erfolgt die Analyse von Gelingensbedingungen durch die Befragungen von Ausbildungspersonen und pädagogischen Akteuren zur Identifikation von Kompetenzen und Einstellungen zur „digitalen Grundbildung“. Dabei werden insbesondere auch treibende und hemmende Faktoren in der Professionalisierung der pädagogischen Akteure erfasst. Hierzu werden in einem Methodenmix theoriegenerierende qualitative und hypothesenprüfende quantitative Forschungselemente miteinander kombiniert. Im qualitativen Teil werden insbesondere auch Bedingungskonstellationen von Kompetenzerwerb, Einstellungsveränderungen und praktischen Umsetzungen erfragt. Bestehende Daten aus aktuellen Studien mit einem ähnlichen Fokus werden mittels Sekundäranalysen eingebunden. Die Befunde der qualitativen Teilprojekte werden für eine quantitative Erhebung genutzt, mit der neue Skalen zur digitalen Bildung im Kindesalter validiert werden und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen endogenen Faktoren (Kompetenzen, Einstellungen) pädagogischer Akteure und strukturellen Bedingungen geprüft werden sollen.
  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de
    1. Einleitung
    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche
    Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische
    Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen.
    Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:
    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als
    für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die
    tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.
    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen,
    Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr
    berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev.
    oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt
    wird.
    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse
    Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit,
    Ritualgebet in der Schule).
    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte
    von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften
    zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen
    Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf
    Deutschland übertragen werden.
    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.
    2. Forschungsfrage / Hypothesen
    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen
    Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere
    Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:
    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;
    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen,
    eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der
    beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;
    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von
    Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch
    aufgeklärt werden.
    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen
    oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu
    ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit
    ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen
    zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und
    Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als
    deutschstämmige.
    3. Forschungsdesign
    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines
    Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei
    exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden.
    Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen
    sowie Strukturgleichungsmodellen.
  • Sozialisation in einer sich wandelnden Medienumgebung - ConKids
    Laufzeit: 1. August 2018 - 31. Juli 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://sozialisation.net/
    Das Projekt untersucht die Konsequenzen einer sich wandelnden Medienumgebung für die Sozialisation von Kindern. Dabei wird unter Sozialisation jener Prozess verstanden, durch den Individuen zu sozial handlungsfähigen Mitgliedern einer Gesellschaft werden. Vor dem Hintergrund tiefgreifender und dynamischer Mediatisierung, die sich durch eine Zunahme an internetbasierter Verbundenheit, Datafizierung und zunehmende Ausdifferenzierung von Kommunikationsmedien kennzeichnet, sind zahlreiche Fragen nach der Relevanz neuer medialer Praktiken für das Aufwachsen offen. Als theoretischer Rahmen dient der Ansatz der kommunikativen Figurationen, in dem Sozialisationsinstanzen als kommunikativ konstruiert verstanden werden. Innerhalb der kommunikativen Figurationen von Familie, Peergroup oder Schulklasse dienen Medien als wichtige Kommunikationsmittel und -themen. Besonderes Augenmerk liegt in dem Forschungsvorhaben auf medienbezogenen Prozessen des Aushandelns von Zugehörigkeit und Abgrenzung. Die Familie steht im Mittelpunkt des Projekts. Sie ist der erste und einer der bedeutendsten sozialen Kontexte, in denen Sozialisation stattfindet und spielt auch bei der Regulierung des Medienrepertoires der Kinder eine gewichtige Rolle. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Bedeutung haben das Medienrepertoire und die kommunikativen Praktiken der Kinder für deren soziale Einbettung innerhalb verschiedener sozialer Kontexte? In einer qualitativen Panel-Studie werden Kinder und ihre Eltern in einem Zeitraum von drei Jahren zweimal interviewt. Die theoretische und empirische Anlage des Projekts erlaubt es, sowohl die medialen Entwicklungen innerhalb sogenannter „Early Adopter“-Familien als auch mögliche Tendenzen und Gründe einer Ablehnung digitaler Medien einzubeziehen. Die Arbeit mit zwei parallelen Kohorten erlaubt die Untersuchung einer relativ großen Altersspanne. Dabei werden die institutionellen Übergänge vom Kindergarten in die Schule bzw. von der Grundschule auf eine weiterführende Schule mit einbezogen, der oft mit erheblichen Veränderungen in Bezug auf Mediennutzung und Medienkompetenz der Heranwachsenden verbunden ist. Um ein umfassendes Bild des interaktiven Sozialisationsprozesses zu zeichnen, werden die Perspektiven sowohl der Kinder als auch der Eltern berücksichtigt.
  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt
    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.
  • Verstetigung der „Wahrnehmungs- und werteorientierten Schulentwicklung“ (WWSE)
    Laufzeit: 1. April 2017 - 31. März 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    Auf wissenschaftlicher, empirischer und theoretischer Basis soll das Schulevaluations-Instrument WWSE weiterentwickelt werden.
  • Evaluation von Eltern- und Lehrertrainingsmaßnahmen im Rahmen von Schulentwicklung
    Gefördert durch das Katholische Schulwerk Bayern (https://www.schulwerk-bayern.de/schulwerk.html) führt der Lehrstuhl für Schulpädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Evaluation des Schulentwicklungsprojekts „Stärkende Lebenswelten“ an katholischen Schulen durch.

    „Stärkende Lebenswelten“ zielt darauf ab, durch die Trainingsprogramme FamilienTeam (für Eltern; Graf & Walper, 2003; Graf, 2013) und KlasseTeam (für Lehrkräfte; Graf & Bauer, 2009) mit Blick auf Beziehung und Erziehung Familie und Schule stärker aufeinander zu beziehen und somit die Entwicklung von Schüler/innen positiv zu beeinflussen. Durch die Förderung von Beziehungs- und Selbstregulationskompetenz auf Seiten der Lehrpersonen und Eltern sowie deren intensivere Kooperation wird davon ausgegangen, dass die Schüler/innen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz, Selbstregulationsfähigkeit sowie hinsichtlich ihrer emotionalen und sozialen Kompetenz positiv beeinflusst werden. Damit ist letztlich auch die Annahme verbunden, dass ihr Lernprozess sowie ihre Leistung gefördert werden. Neben der Zielgruppe der Schüler/innen sollen auch Lehrkräfte und Eltern im Hinblick auf Selbstregulation und emotionale Stabilität betrachtet werden. Zudem ist die Analyse verschiedener Faktoren auf der Mikro-, Meso- und Makroebene vorgesehen.

    Im Zuge der Evaluation werden, in Kooperation mit dem Katholischen Schulwerk Bayern, insgesamt ca. 32 Sekundarschulen mit 60 Klassen rekrutiert, die entsprechend ihrer Teilnahme an den Trainingsprogrammen in eine Volltreatment-Gruppe (KlasseTeam und FamilienTeam), zwei Teiltreatment-Gruppen (entweder KlasseTeam oder FamilienTeam) und eine Kontroll-Gruppe (kein Training) eingeteilt werden. Im Rahmen eines quasi-experimentellen Untersuchungsdesigns mit einer Prä- und Postmessung sowie zwei Follow-up Messungen werden die angenommenen Effekte auf der Basis standardisierter Instrumente überprüft. Für vertiefende und einzelfallbasierte Analysen kommen sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerebene qualitative Methoden (Gruppendiskussion und teilnehmende Beobachtung) zum Einsatz.

  • Verläufe exzessiver Internetnutzung in den Familien
    Laufzeit: 8. April 2015 - 31. Oktober 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.medpaed.phil.fau.de/forschung/veif/
    Die exzessive Internetnutzung von Jugendlichen wird derzeit nicht nur in der medialen öffentlichkeit diskutiert, auch unterschiedliche Bereiche der Wissenschaft widmen sich der genaueren Untersuchung des Phänomens. Eine systematische Literaturrecherche zeigt, dass sich international Hinweise auf einen Zusammenhang des familiären Einflusses und der exzessiven Internetnutzung des Jugendlichen finden. Bisher fehlen aber längsschnittlich angelegte Studien, um diesen Zusammenhang genauer zu erklären. Dementsprechend liegt der Fokus des Forschungsvorhabens auf dem Verlauf exzessiver Internetnutzung von Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der Familie. Leitend sind folgende Fragestellungen: In welcher Lebensphase und warum beginnt die exzessive oder pathologische Internetnutzung beim Jugendlichen? Wann nimmt sie gegebenenfalls wieder ab? Welchen Einfluss nimmt die Familie auf den individuellen Entwicklungsverlauf? Anhand quantitativer Methoden werden über 24 Monate Daten erhoben, welche Aufschluss über das Phänomen exzessiver Internetnutzung, dessen Entwicklung und den Einfluss der Familie geben sollen. Exzessive Internetnutzung wird in Familien zu einem Problem, wenn es von den Familienmitgliedern als ein solches wahrgenommen wird. Dabei muss die Perspektive der Erziehenden/der Eltern nicht notwendigerweise von den Jugendlichen geteilt werden. Gleichzeitig entsprechen die als Problem wahrgenommenen Phänomene nicht unbedingt einer wissenschaftlichen Definition exzessiver Internetnutzung. Daher liegt der Untersuchung ein Modell zugrunde, welches zum einen die subjektive Sicht der Betroffenen (Jugendlichen und Eltern) sowie die wissenschaftliche Perspektive auf das Problem der exzessiven Internetnutzung berücksichtigt. Ausgehend von einer Problemgruppe, in der eine Mediennutzungsproblematik mindestens seitens der Erziehenden oder der Jugendlichen wahrgenommen wird, soll in dieser Panelstudie vor allem die Entwicklung und der Verlauf exzessiver Internetnutzung betrachtet werden. Forschungsschwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Familienbeziehungen und -interaktionen (u.a. FB-S; SFB; KV-Fam) sowie der Medienerziehung. Für die Einbindung der wissenschaftlichen Perspektive kommt ein Instrument zur Messung exzessiver Internetnutzung (CIUS) zum Einsatz. Zum Vergleich der Problemgruppen mit Familien ohne jegliche Problemdefinition, wird eine Kontrollgruppe hinzugezogen. Um dem oben genannten Modell gerecht zu werden, werden jeweils ein Jugendlicher und ein Erziehungsberechtigter (Familiendyade) befragt. Die Datenerhebung anhand standardisierter Interviews umfasst drei Wellen in 700 Familiendyaden, wobei 500 Familien die Problemgruppe und 200 Familien die Kontrollgruppe bilden.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Kondensiertes Glück? Mehrtägige musikpädagogische Interventionen: Determinanten der Teilnahme, wirksame Gestaltungsmerkmale und Effekte auf Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
    Laufzeit: 1. Dezember 2016 - 30. November 2019
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Durchführung einer Serie musikpädagogischer Feldexperimente zu Determinanten und Effekten musikpädagogischer Interventionen.
    Titel des Gesamtprojektes: Kondensiertes Glück? Mehrtägige musikpädagogische Interventionen: Determinanten der Teilnahme, wirksame Gestaltungsmerkmale und Effekte auf Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
    Laufzeit: 1. Dezember 2016 - 30. November 2019
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Eigenmittelprojekte:

  • Dissertationsprojekt: Handlungsorientierungen professionell tätiger Lehrkräfte beim Einsatz von Tablets im Unterricht
    Laufzeit: 1. August 2017 - 1. August 2020

Einzelförderung:

  • Big Two - Eine Untersuchung der kognitiven Repräsentation der "Big Two" Dimensionen der sozialen Kognition
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsprogramms ist ein
    tiefgreifenderes Verständnis der mit „Agency“ und „Communion“ (auch
    „Kompetenz“ und „Wärme“ bzw. die „Big Two“) bezeichneten Dimensionen,
    anhand welcher sich die Wahrnehmung und Urteilsbildung bezüglich des
    Selbst, anderer Personen und sozialer Gruppen beschreiben lassen.
    Communion, einteilbar in die Subdimensionen Wärme und Moralität,
    spiegelt dabei das Bedürfnis nach positiven sozialen Beziehungen wieder;
    Agency, einteilbar in die Subdimensionen Durchsetzungsfähigkeit und
    Kompetenz, bezieht sich auf das Bedürfnis nach Selbstbehauptung und
    Zielerreichung. Trotz einer umfangreichen Literatur zu diesen beiden
    Dimensionen gibt es kaum Forschung zu deren kognitiver Repräsentation –
    obwohl erste empirische Hinweise auf eine Asymmetrie in der
    Repräsentation von Agency und Communion hindeuten, die bedeutsame
    theoretische und forschungspraktische Implikationen hätte. Das
    vorgeschlagene Projekt will diese Lücke schließen. Konkret testen wir
    unsere Hypothesen zur kognitiven Repräsentation von Communion und Agency
    sowie zu impliziten Persönlichkeitstheorien bezüglich Agency und
    Communion anhand eines mehrstufigen, methodisch vielfältigen
    Forschungsprogramms. Wir kombinieren dabei Re-Analysen bestehender Daten
    mit kontrollierten Experimenten, die sich innovativer Methoden wie
    räumlicher Konzeptvisualisierung bedienen. Parallele Studien in Polen
    und Deutschland sollen Auskunft über die Generalisierbarkeit über
    Sprachen hinweg geben.
  • Selbstreguliertes Lernen beim Schreiben: Analyse von Portfolio-Einträgen und Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Einsatz von E-Portfolios in der Hochschullehre
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: Staedtler-Stiftung
  • Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamem Unterricht begegnen - Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Flucht und Vertreibung, UN-Behindertenrechtskonvention) und der damit einhergehenden Zunahme der Heterogenität der Schülerschaft nimmt auch die Belastung für Lehrkräfte an Grundschulen zu (Peperkorn & Horstmann, 2018). Lehrkräfte gelten schon lange als hoch belastet und sind öfter als andere Berufsgruppen von Burn-Out und/oder psychischen Krankheiten betroffen, die auch mit Frühpensionierung einhergehen (Chang, 2009; Aloe, Amo & Shanahan, 2014). Belastungen und emotionale Erschöpfung gehen allerdings nicht allein zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften, Forschungsbefunde verweisen auch auf eine geringere Unterrichtsqualität belasteter Lehrkräfte, die wiederum zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht (Klusmann & Richter, 2014). Für ein erfolgreiches Belastungsmanagement wird theorieübergreifend die Bedeutsamkeit des Verhältnisses von Anforderungen und Ressourcen betont (Bakker & Demerouti, 2007; Lazarus & Folkman, 1984; Hobfoll, 1989). Es gibt empirische Hinweise dafür, dass professionelle Handlungskompetenz (Peperkorn/Horstmann, 2018) sowie personale, soziale und emotional-energetische Ressourcen (z.B. Döring-Seipel & Dauber, 2010) für ein erfolgreiches Belastungsmanagement besonders bedeutsam sind.

    Fragestellungen
    Ungeklärt ist bislang die Frage, welche Fälle und Situationen von den Grundschullehrkräften in inklusiven Settings als besonders belastend wahrgenommen werden und welche Ressourcen und Strategien die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Belastungen nutzen. Das Kooperationsprojekt BISU erfasst daher die wahrgenommenen Belastungen und Ressourcen von Grundschullehrkräften in inklusiven Settings, um Ansatzpunkte zur Qualifizierung zu identifizieren. Hierauf aufbauend wird ein modulares Fortbildungskonzept entwickelt, das sich an authentischen Fallbeispielen orientiert, um möglichst „close to the job“ (Lipowsky & Rzejak, 2017) an vorhandene Erfahrungen von Lehrkräften anknüpfen zu können.

    Projektphasen
    Im ersten Förderjahr (2018) wurden in Teilstudie 1 (Institut für Grundschulforschung) durch inhaltsanalytische Auswertung telefonischer Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften (N=51) und deren Schulleitungen (N=10) in inklusiven Settings Fortbildungsbedarfe, Belastungen (Fälle und Situationen) sowie Ressourcen (personale, emotional-energetische, soziale Ressourcen) zum Umgang mit diesen inklusionsspezifischen Belastungen identifiziert. In Teilstudie 2 (Lehrstuhl für Arbeitspsychologie) wurden Lehrkräfte (N=45) in einer Critical-Incident-Befragung zu gut oder weniger gut bewältigten Belastungssituationen, ihrem emotionalen Erleben, Verhalten sowie ihren Bewältigungsstrategien in kritischen Situationen befragt. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Fortbildung „LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen – ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings ein. In den einzelnen Fortbildungsmodulen werden theoretische Grundlagen vermittelt und in Übungen angewendet, um professionelle Handlungskompetenzen und Ressourcen der Lehrkräfte zu erweitern, indem sie ihre Ressourcen und Belastungen reflektieren (Modul 1), systematisch Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit belastenden Fällen entwickeln (Modul 2), Bewältigungsstrategien für unlösbare Fälle (Modul 3) und Möglichkeiten des kollegialen Problemlösens (Modul 4) kennenlernen. Die begleitende, fragenbogenbasierte Evaluation der Fortbildung gibt Auskunft über den subjektiven Lernnutzen und Wirkungen der Fortbildung auf die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Förderjahr (2019) eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Fortbildung sowie die Implementation der Erkenntnisse des Forschungsprojektes in die universitäre Lehre. Die Präsenzphasen der Fortbildung werden hierbei zunehmend abgebaut und durch Online-Elemente zu einem Blended-Learning Format entwickelt, um das Selbststudium und die Selbstreflexion zu intensivieren. Zum anderen wird die Stichprobe der Fortbildungsteilnehmenden um zusätzliche relevante Akteursgruppen (z.B. Lehramtsanwärterinnen und -anwärter) erweitert. Die entwickelten Online-Phasen werden zusätzlich als Bausteine in thematisch bestehende oder neue universitäre Online- oder Blended-Learning-Lehrveranstaltungen implementiert. Das selbstreflexive Lernen soll in der Fortbildung wie auch in den Lehrveranstaltungen durch ein „digitales Tagebuch“ (smart diary) zu Ressourcen und Strategien im Umgang mit Belastungen (Niessen et al., 2017) unterstützt werden.

    Aus dem Forschungsprojekt „BISU“ und der Fortbildung „LehrKRÄFTE“ entstehen derzeit zwei Dissertationsprojekte. In diesen soll unter anderem die Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation des Trainings für Lehramtsanwärter*innen erfolgen. Zudem sollen Auswirkungen der Belastung auf die Unterrichtsgestaltung von Lehramtsanwärter*innen und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern näher betrachtet werden.

    Literaturangaben
    Aloe, A. M., Amo, L. C., & Shanahan, M. E. (2014). Classroom management self-efficacy and burnout: A multivariate meta-analysis. Educational Psychology Review, 26(1), 101–126.

    Bakker, A.B. & Demerouti, E. (2007). The job demands‐resources model: state of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309-328.

    Chang, M. (2009). An appraisal perspective of teacher burnout: Examining the emotional work of teachers. Educational Psychology Review, 21(3), 193–218.

    Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1(2). Zugriff am 12.02.2018. Verfügbar unter http://www.schulpaedagogik-heute.de/conimg/SH2_34.pdf

    Klusmann, U., & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülerleistung. Zeitschrift für Pädagogik, 60(2), 202-224.

    Hobfoll, Stevan E. (1989): Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.

    Lazarus, Richard S.; Folkman, Susan (1984). Stress, appraisal and coping. New York: Springer Publishing Company.

    Lipowsky, F. & Rzejak, D. (2017). Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzept aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. Bildung und Erziehung, 70(4), 379-399.

    Niessen, C., Mäder, I., Stride, C. & Jimmieson, N. L. (2017). Thriving when exhausted. The role of perceived transformational leadership. Journal of Vocational Behavior, 103, 41–51.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. Prävention und Gesundheitsförderung, 15, 607-613.

  • Islamistische Radikalisierung im Justizvollzug – Radikalisierungspotentiale und -prozesse
    Laufzeit: 16. August 2017 - 15. August 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Die geplante Arbeit setzt an den theoretischen Annahmen zu Voraussetzungen und Prozessen der islamistischen Radikalisierung an und hat verschiedene Ziele: Zum einen soll der Status quo im Justizvollzug untersucht werden, nämlich die Radikalisierungspotentiale bei „normalen“ jungen muslimischen Inhaftierten. Mit „Radikalisierungspotential“ sind dabei die persönlichen Voraussetzungen gemeint (Wissen, Motive, Einstellungen, biografische Belastungen, soziale Kontakte), die im Sinne der oben beschriebenen theoretischen Modelle als relevant gelten. Das schließt folgende Fragen ein:

    - Welche persönlichen Voraussetzungen, die zu einer Radikalisierung beitragen können (im Sinne des Modells von Kruglanski), bringen junge Inhaftierte bei Haftantritt mit in den Vollzug? (Erfasst werden insbesondere religiöse Sozialisation, religiöses Wissen, extremistische Einstellungen, Bedürfnis nach kognitiver Geschlossenheit.)

    - Wie hängen kognitive Strukturen wie ein „Need for Closure“, biografische Belastungen und der daraus resultierende Wunsch nach Bedeutsamkeit mit radikalen Tendenzen zusammen?

    - Welche Rolle spielt das Wissen über die eigene und andere Religionen? Sind religiöse Sozialisation und religiöses Wissen generell Schutzfaktoren gegen Radikalisierung, oder muss man im Gegenteil annehmen, dass auch die gängige muslimische Sozialisation in Familien und den durch die dominierenden islamischen Verbände bestimmten Gemeinden bestimmte problematische ideologische Inhalte vermittelt und damit Ausgangsbedingungen für Radikalisierung setzt?

    - Gelten die Gesetzmäßigkeiten religiöser Radikalisierung für Menschen, die sich in der Adoleszenz für eine (neue) Konfession entschieden haben (sog. Konvertiten) ebenso wie für Menschen, die in muslimischen Familien und einer islamisch bestimmten Kultur aufgewachsen sind?

    - Wie verändern sich die einzelnen Aspekte des Radikalisierungspotentials (insb. die Einstellungen) im Verlauf der Haftzeit?

  • Evaluation der Behandlung von Sexualstraftätern in sozialtherapeutischen Einrichtungen des bayerischen Justizvollzugs
    Laufzeit: 1. Mai 2017 - 30. April 2020
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
  • Protective factors against extremism and recruitment for terrorism. Teilprojekt im Konsortium: Modelling the PRocesses leading to Organised crime and TerrOrist Networks
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: Europäische Union (EU)
    The project aims at identifying protective factors against violent extremism, radicalisation and potential engagement in terrorism. The work plan conatins two main approaches: (1) a systematic review of existing empirical studies examining protective factors that reduce the likelijood of violent extremism; and (2) a European survey of experts and programmes that aim at promoting protective factors against radicalisation and related violence.
  • Gesundheitsförderung und Prävention von psychischen Störungen bei Studierenden
    Laufzeit: 1. Februar 2016 - 31. Januar 2021
    Mittelgeber: Industrie
  • Evaluation der psychotherapeutischen Fachambulanzen für Gewaltstraftäter München, Nürnberg und Würzburg
    Laufzeit: 1. Oktober 2015 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
    URL: http://www.lsdiagnostik.phil.uni-erlangen.de/forschungsprojekt_fachambulanzen

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Präventionsprogramms zur Förderung der psychosozialen und emotionalen Gesundheit und Entwicklung von unter Dreijährigen in Kindertagesstätten - Papilio U3
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 1. Januar 2020
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation
    Titel des Gesamtprojektes: @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation
    Laufzeit: 1. Februar 2019 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Intelligentes Servicesystem für lokal vernetzte Prosumer; Teilprojekt: Anforderungsanalyse, Entwicklung der Motivationsstrategie und des Geschäftsmodells, Test und Evaluierung
    Titel des Gesamtprojektes: Intelligentes Servicesystem für lokal vernetzte Prosumer; Teilprojekt: Anforderungsanalyse, Entwicklung der Motivationsstrategie und des Geschäftsmodells, Test und Evaluierung
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)
    Titel des Gesamtprojektes: Evaluation des Pilotprojektes seelische Belastungen in der sozialversicherungszweigübergreifenden Prävention (SVLFG)
    Laufzeit: 1. Juni 2017 - 31. Mai 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Identifikation von Überversorgung und Wege zur Verhinderung unnötiger Medizin in der Primärversorgung
    Titel des Gesamtprojektes: Identifikation von Überversorgung und Wege zur Verhinderung unnötiger Medizin in der Primärversorgung
    Laufzeit: 1. Februar 2017 - 31. Januar 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Eigenmittelprojekte:

  • Organisationale Hormoneffekte, Körper-Morphologie und das motivationale Gehirn
    Laufzeit: 2. Februar 2018 - 2. Februar 2021
    Das Projekt zielt auf die Identifizierung organisationaler Hormoneffekte auf das motivationale Gehirn während der Entwicklung anhand von Markern in der Köper-Morphologie ab. Indem das Projekt Marker für pränatale (z.B. das Fingerlängenverhältnis 2D:4D) und pubertäre (facial width-to-height ratio) Hormone einschließt, die spezifisch von organisierenden Effekten während spezifischer Entwicklungsphasen beeinflusst werden, schließt es auf das Ausmaß zurück, in dem Sexualsteroide wie Testosteron oder Östradiol während dieser Phasen auch die Gehirnentwicklung beeinflussen. Zu diesem Zweck werden Anthropometrie, 2D-Messungen auf Fotos und Scans, sowie zukünftig auch fMRI-Methoden eingesetzt. Auf Seiten des motivationalen Gehirns liegt ein besonderer Schwerpunkt auf impliziten Motiven, da diese im späteren Lebensverlauf Beziehungen zu endokrinen Parametern aufweisen. Das Projekt verfolgt die folgenden Ziele: (1) Nachweis von Beziehungen zwischen Markern organisationaler Hormoneffekte und motivationalen Parametern bei Erwachsenen; (2) Nachweis von Beziehungen zwischen Markern und behavioralen, physiologischen und endokrinologischen Outcomes bei Erwachsenen (geplant); (3) Erbringen weiterer Nachweise für die Validität von Markern durch Verwendung externer Datenbanken, die gleichzeitig morphometrisch analysierbares Material  und behaviorale Outcomes beinhalten; (4) Verbesserung von Messprozessen von Markern durch Messanleitungen und Software; (5) Verwendung von fMRI zur Aufdeckung struktureller Gehirneigenschaften, die mit Markern und motivationalen Parametern in Zusammenhang stehen (geplant).

    Weitere Projektmitglieder (studentische/externe Mitglieder):

    Kira Bleck

    Alexandra Rudnaya

    Helena Schmiedl

    Stefan Schmiedl

    Annika Schwarm

    Julia Waßer

  • Entwicklung und Validierung eines Verfahrens zur Messung sexueller Motivation
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 1. Oktober 2020
    Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung und Validierung eines neuen Instruments für die Erfassung sexueller Motivation. Der Messansatz basiert auf aktuellen Theorien sexueller Motivation, die die Bedeutung sexueller Anreize für die Auslösung eines zentralen Motivzustands betonen, der auf sexuelle Befriedigung drängt. Er basiert zudem auf einem Validitätskonzept, das die kausale Manipulierbarkeit des Messinstruments durch Veränderung der zu messenden Eigenschaft betont und das bereits erfolgreich bei der Entwicklung von anderen bildgeschichtenbasierten Motivmaßen zum Einsatz gekommen ist. Die spezifischen Projektziele sind: (1) Entwicklung eines Bildgeschichtenverfahrens für die Messung des Bedürfnisses nach Sex (bSex); (2) Entwicklung eines geeigneten Bildersatzes für die Erhebung von Geschichten zur Messung von bSex; (3) Untersuchung der Reliabilität des Instruments (Auswerterobjektivität; Testwiederholung; Profilstabilität); (4) Testung der prädiktiven Validität des neuen Verfahrens anhand von Kerncharakteristika motivationaler Prozesse (Aufmerksamkeit, Affekt, Hormone, Physiologie, assoziatives und instrumentelles Lernen, Sexualität und emotionales Wohlbefinden im täglichen Leben); (5) Bestimmung der konvergenten und diskriminanten Validität.
  • Achtsamkeit und motivationale Kongruenz
    Laufzeit: 1. August 2017 - 1. August 2020
    Dieses Projekt, das von Prof. Dr. Schattke (Montreal) geleitet wird und bei dem der Lehrstuhl internationaler Kooperationspartner ist, widmet sich der Frage, welche Rolle Achtsamkeit bei der Passung zwischen den impliziten Zielen einer Person und ihren persönlichen Zielen spielt. Das Projekt umfasst zwei längsschnittliche, interventionelle Studien und zielt auf die Entwicklung von kongruenzfördernden therapeutischen Interventionen ab.
  • Multi-zentrische, multi-methodische Validierung der Messung von Steroidhormonen im Speichel
    Laufzeit: 1. Juli 2017 - 1. Juli 2020
    In diesem Forschungsprojekt arbeiten wir mit zwei weiteren Laboren in Deutschland und einem Labor in Kanada zusammen, um die Konvergenz verschiedener Methoden (RIA, EIA, LC/MS) zur Messung der Steroidhormone Testostreron, Östradiol, Progesteron, und Cortisol im Speichel zu bestimmen. Ziel ist die Identifizierung besonders robuster und valider Verfahren zur Bestimmung von Speichelhormonen für die zukünftige Forschung.
  • Der Einfluss von impliziten Motiven auf Prozesse der Aufmerksamkeitsorientierung und assoziierte Lernprozesse
    Laufzeit: 1. Juni 2017 - 1. Juni 2020
  • Motivdiagnostik für Filme
    Laufzeit: 1. April 2017 - 1. April 2020
    Welche Filme Menschen gerne sehen oder nicht gerne sehen, so unsere Hypothese, ist unter anderem eine Funktion der motivationalen Anreize, die sie zeigen, und wie gut sich diese eignen, um die motivationalen Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen. Deshalb arbeitet der Lehrstuhl an der Adaptierung und Validierung eines Verfahrens zu akkuraten und reliablen Messung von motivationalen Themen in Filmen, um in weiteren Studien den so erfassten motivationalen gehalt von Filmen mit den affektiv-motivationalen Reaktionen der Zuschauer in Beziehung setzen zu können. Ein weiter gehendes Ziel dieses Forschunsgbereichs ist die Messung kollektiver motivationaler Lagen in bestimmten Populationen und zu verschiedenen historischen Perioden anhand des motivationalen Inhalts populärer Filme.
  • VARD: Untersuchung zur verbal-autonomen Reaktionsdissoziation im simulierten medizinischen Setting
    Laufzeit: 20. März 2017 - 20. März 2020
    In Deutschland werden jährlich bis zu 16 Millionen operative Eingriffe durchgeführt. Doch nicht nur Operationen stellen Belastungen im medizinischen Setting dar. Auch kleinere medizinische Eingriffe wie Blutabnahmen können eine erhebliche Belastung für Patienten darstellen.

    Die bisherige Forschung konnte zeigen, dass besonders eine repressive Bewältigung von belastenden Ereignissen mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Ein mögliches Phänomen worauf dieser Zusammenhang zurückzuführen sein könnte, ist die verbal-autonome Reaktionsdissoziation. Es beschreibt eine Diskrepanz zwischen dem subjektiv erlebten Stress und der physiologischen Reaktion des Körpers.

    Im Forschungsprojekt VARD werden Angst- und Stressverarbeitungsweisen im simulierten medizinischen Setting untersucht um das Phänomen der Diskrepanz weiter zu erforschen. Im Fokus liegen vigilante und kognitiv vermeidende Bewältigungsstrategien und ihr Zusammenhang mit physiologischen Stressreaktionen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse sowie des sympathischen Nervensystems.

  • STING: Deutsche Übersetzung und Evaluation des Stress and Adversity Inventory (STRAIN)
    Laufzeit: 15. Februar 2017 - 15. Februar 2020
    In Zusammenarbeit mit Dr. George Slavich von der UCLA arbeiten wir an einer Übersetzung und Evaluierung des Stress and Adversity Inventory (STRAIN) in deutscher Sprache.

    Der STRAIN ist ein vollständig online zu bearbeitender, automatisierter und adaptiver Stress-Fragebogen, mit dessen Hilfe Stressereignisse über die gesamte bisherige Lebensspanne erfasst werden. Es werden akute sowie chronische Stressereignisse abgefragt und diese werden zusätzlich nach Schweregrad, Häufigkeit, Zeitpunkt des Auftretens und Dauer charakterisiert. Die Bearbeitungsdauer der englischen Version beträgt im Mittel 30 Minuten. Zurzeit arbeiten wir an der Übersetzung der über 200 Einzel-Items und Antwortmöglichkeiten. Im Wintersemester 2016/17 erfolgt eine erste Erprobung an einer deutschen Stichprobe.

  • POSTRES: Charakterisierung der akuten Stressreaktion bei der Posttraumatischen Belastungsstörung
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 1. Januar 2020
    Die Posttraumatische Belastungssstörung (PTBS) steht in Zusammenhang mit einer veränderten psychologischen und physiologischen Stressreaktion definiert durch (1) flachere Kortisolprofile, (2) weniger Kortisolproduktion während eines Tages, (3) veränderten Alpha-Amylase-Tagesprofilen, (4) erhöhte ketacholaminerge Ausschüttung, (5) erhöhte unterschwellige Entzündungswerte (trotz höherer Glukokortikoid-sensitiver intrazellulärer Mechanismen) und schließlich (6) veränderten intrazellulären Mechanismen für die Entzündungsreaktionen. Diese biologischen Veränderungen sind wiederum mit psychologische Symptomen der PTBS korreliert und stehen in Zusammenhang mit Veränderungen im zentralen Nervensystem (ZNS) bei vorliegender PTBS. Doch während die psychologischen Symptome der PTBS inzwischen relativ gut behandelt werden können, ist aktuell wenig darüber bekannt, ob die erfolgreiche Behandlung der psychologischen Symptome auch zur Normalisierung von physiologischen Stressprozessen führt. Daher ist das Ziel dieser die physiologische Stressreaktion bei PTBS auf einen akuten Stressor in einer querschnittlich designten Studie zu untersuchen und diese mit einer parallelisierten Stichprobe von gesunden Probanden zu vergleichen. Beide Gruppe werden hierfür gebeten am Trier-Sozialen-Stress-Test (TSST) teilzunehmen und zuvor sowie im Anschuss mehrere Serum- sowie Plasmablutproben und mehrere Speichelproben abzugeben sowie einige Fragebögen zu ihren Symptomen auszufüllen. Nach sieben Wochen werden sie erneut gebeten alle Frageböge auszufüllen und jeweils eine Plasma- und Serum-Blutprobe abzugeben. Mit den Ergebnissen dieser Studie erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Besonderheiten in der Stressreaktion bei PTBS, vor allem zu unterschwelligen Entzündungsprozessen und Effekten auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HHNA) zu erhalten und reliable Prädiktoren für den Therapieerfolg von PTBS während einer standardisierten achtwöchigen Behandlung in einer Tagesklinik zu finden.

Einzelförderung:

  • 9x selbstbestimmtes Wohnen in Oberfranken
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2020
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) (ab 10/2013)
  • Beratungsstelle für gesundes Altern
    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: http://www.geronto.fau.de/bega
    An BegA können sich Menschen mit Beratungsbedarf zu allgemeinen Fragen der Lebensführung im Alter, zu subjektiven Einschränkungen der kognitiven oder körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. bei der Verkehrsteilnahme wenden bzw.  auch deren Angehörige. Ziel von BegA ist es, basierend auf ausführlichen Gesprächen und evtl. vertiefender Diagnostik, individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln.

    Das Projekt BegA - Beratung für gesundes Altern ist langfristig ausgelegt, d.h. Klienten und Klientinnen sollen so lange wie möglich und gewünscht (in jährlichen Abständen) weiter begleitet werden. Die Anzahl der Klienten wird letztendlich durch Nachfrage und Ressourcen bestimmt. Im ersten Jahr der Projektlaufzeit haben sich seit Januar 2016 schon mehr als 100 Klienten an BegA gewandt.

    Arbeitsschwerpunkte von BegA sind:
    1. Beratung zu Fragen der Lebensführung im höheren Lebensalter
    2. Beratung bei subjektiv erlebten Gedächtnis- oder sonstigen kognitiven Leistungseinbußen
    3. Mobilitätsberatung und Fahreignungsdiagnostik bei subjektiver Unsicherheit im Verkehr
    4. Nicht-medikametöse therapeutische Interventionen wie z.B. Kognitiv-körperliches Training zur Prävention von kognitiven Leistungseinbußen oder Gesprächsangebote in Gruppenform zu verschiedenen Themenbereichen (z. B. Trauerbegleitung).

    BegA wird für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert. Im Förderumfang enthalten sind 0.75 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, Mittel für wissenschaftliche Hilfskräfte (15h/Woche) sowie Sachmittel.  Beiträge der Klienten und Eigenleistungen der FAU Erlangen-Nürnberg ergänzen die Finanzierung.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Dezentralisierung in der Arabischen Welt: Eine vergleichende Studie zu Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien
    Laufzeit: 1. August 2017 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.pol.phil.fau.de/institut/middleeast/dfg-projekt-dezentralisierung/
    In der Arabischen Welt sind seit den frühen 1990er Jahren auf Regierungsseite verstärkt Dezentralisierungsstrategien zu beobachten, die eine hohe Varianz in Bezug auf Zeitpunkt, Intensität, Erfolg, Reichweite und Folgen aufzeigen. Trotz dieser empirischen Befunde bleibt die internationale Forschung sowohl hinsichtlich der Ursachen als auch der Konsequenzen der Entscheidung für ein Mehr an dezentraler Staatsorganisation weitgehend im Ungefähren.

    Unser Forschungsprojekt setzt an diesem Punkt an und thematisiert die Erfahrungen mit Strategien administrativer Dezentralisierung im Kontext einer in der Literatur dargelegten, regionalen Persistenz neopatrimonialer Patronage- und Klientelnetzwerke. Unsere Grundannahme ist dabei, dass Politiken der Dezentralisierung durch klar identifizierbare personelle Netzwerke getragen, angeregt und instrumentalisiert werden. Sie überspannen in einer Verflechtungsbeziehung die zentralstaatliche, regionale und lokale Ebene. Das Entstehen und die Funktion von Dezentralisierungsprozessen sind deshalb mehr als nur Ergebnis einer modifizierten verfassungsrechtlichen Architektur. Ursache des durch Dezentralisierung herbeigeführten politischen Wandels ist eine Neuausrichtung neopatrimonialer Netzwerke, mit welcher eine Territorialisierung von Herrschaft im Zuge zentralstaatlicher Strategien der Aufgabenübertragung erfolgt. Unser Projekt fragt, in welchem Umfang und mit welchen gesellschaftlichen und politischen Folgen solche Dezentralisierungsprozesse Regierbarkeit („governability“) in den vier zu untersuchenden Ländern verändern und damit jenseits des klassischen Motivs der Herrschaftssicherung durch institutionellen Wandel legitimatorische Wirkung entfalten. Indikator und Analysetool der Regierbarkeitsfolgen von Dezentralisierung ist die Steuerung von Budgets und Finanzströmen auf der subnationalen Ebene.

    Das Vergleichssample umfasst die Länder Marokko, Tunesien, ägypten und Jordanien. Diese Fälle wurden gewählt, weil sie im arabischen Raum unterschiedlichste Formen, Funktionen und Folgen von Dezentralisierung vorweisen, bei dennoch sehr ähnlichen Ausgangsbedingungen (Tradition zentralisierter Staatsorganisation, ähnliche Pfade der Staatsbildung und Persistenz neopatrimonialer Netzwerke). Das Projekt liefert einen konzeptionellen und empirischen Beitrag zu den noch weitgehend unerforschten Fragen der Dezentralisierung und ihren Folgen in der Arabischen Welt. Wir streben an, jenseits von Landesspezifika der vier untersuchten Fälle, Erklärungszusammenhänge mittlerer theoretischer Reichweite zu identifizieren, die uns erlauben, die innere Logik von Dezentralisierungspolitik im Arabischen Raum im Kontext der vergleichenden Staatsorganisationsforschung erstmals zu verorten.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Alfred Schütz-Werkausgabe
    Das Projekt ist der Vorbereitung und Publikation (Zusammenarbeit: UVK Verlag Konstanz) der neuen Werkausgabe der Schriften von Alfred Schütz gewidmet. Auch wenn keine historisch-kritische Edition vorgesehen ist, stellt sie jedoch das Werk von Schütz einheitlich, zuverlässig, erstmals chronologisch und systematisch gegliedert (Bände: systematisch; bandintern: chronologisch) und vor allem wesentlich ergänzt, kommentiert und (soweit nötig) in überarbeiteten Übersetzungen zur Verfügung. So wird die Ausgabe zusätzlich bislang unpublizierte Texte und Material aus dem Nachlaß enthalten, die die geläufige Einschätzung des Werkes eines soziologischen Klassikers mindestens so weit zu Revisionen anregen kann, wie es die Neugliederung und Kommentierung seines Werkes ermöglicht. Den einzelnen Bänden sind jeweils Editoren (- teams) zugeteilt, deren Arbeit in der Redaktion in Erlangen im Verbund mit dem Sozialwissenschaftlichen Archiv in Konstanz koordiniert wird.

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Praktische und theoretische Gründe
    Laufzeit: 1. Oktober 2013 - 31. Dezember 2019
    In diesem Projekt geht es um die Erforschung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten von praktischen und theoretischen Gründen. Eng verbunden damit sind Untersuchungen zur Natur von Rationalität sowie zum Verhältnis des Wahren zum Guten.

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Datensouveränität in klinischen Big-Data-Regimes. Ethische, rechtliche und Governance-Herausforderungen (DABIGO)
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. April 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    DABIGO adressiert die Frage, wie der Umgang mit individuellen (Gesundheits-)Daten in Zeiten von Big-Data verantwortlich gestaltet werden kann. Ziel ist es, ethische und rechtliche Orientierungsmarker für die Entwicklung eines multidimensionalen Konzepts von Datensouveränität in klinischer Forschung und Versorgung zu entwickeln. Methodologisch wird der Konnex zu diesem Anwendungsbereich, dem Ansatz einer konkreten Ethik folgend, durch Verknüpfung der ethischen und rechtlichen Fragestellungen mit einem international führenden klinischen Case gewährleistet. Im Rahmen des PRAEGNANT-Netzwerks werden an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen hochvolumige Datenströme zusammengebracht, mit dem Ziel, die Krebsprädiktion, -diagnose und -therapie signifikant zu verbessern.  Die Datenströme bestehen dabei sowohl aus Whole-Genome-Sequenzierungsdaten von Tumor und Keimbahn, mit einer Größe von 250-500 GB und ca. 6 Milliarden Variablen pro Patientin, als auch Lifestyle-Daten der Patientinnen und schließlich klinischen sowie epidemiologischen Daten. Die nicht-genomischen Daten beinhalten ca. 500-600 Variablen.

    Genutzt wird Big-Data in dem skizzierten klinischen Case erstens, um herauszufinden, welche klinischen Studien für welche Patientin am besten geeignet sein könnten. Während dies noch mit einfachen Datenbankabfragen geschehen kann, geht es zweitens darum, die Informationen zu nutzen, um Therapieentscheidungen im klinischen Alltag zu unterstützen. Drittens konnte durch sog. deep-learning-Prozesse bereits gezeigt werden, dass gewisse Indikationsstellungen mit einer relativ hohen Zuverlässigkeit auf der Basis vorhandener Informationen durch Computeralgorithmen gestellt werden können. 

     

    Eine der wesentlichen Governance-Herausforderungen im Umgang mit den Big-Data-getriebenen Veränderungen im Gesundheitswesen besteht darin, dass sich durch die zunehmende Komplexität und Selbsttätigkeit der Big-Data-Anwendungen die Zugriffs- und Steuerungsmöglichkeiten sowohl für die Datenspender als auch die Datennutzer im Gesundheitsbereich massiv verändern. Wie aber müssen ethische Kriterien in welchem rechtlichen Rahmen aussehen, um sowohl eine verantwortliche Nutzung der Daten zu ermöglichen als auch die möglichen Herausforderungen für die klinische Big-Data-Nutzung gleichermaßen mit Blick auf die Datenspender wie Datennutzer nachhaltig adressieren zu können?

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte
    Titel des Gesamtprojektes: GRK 2304: Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 31. März 2023
    Mittelgeber: DFG / Graduiertenkolleg (GRK)
    Zum 1. Oktober 2018 wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz
    ein neues geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg eingerichtet. Die
    DFG bewilligte das interdisziplinäre GRK 2304 „Byzanz und die
    euromediterranen Kriegskulturen: Austausch, Abgrenzung und Rezeption“,
    an dem insgesamt zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
    verschiedenen historischen, archäologischen und theologischen Fächern
    sowie der Musikwissenschaft beteiligt sind, die von der Antike bis zur
    Frühen Neuzeit forschen. Sprecher ist der Byzantinist Johannes
    Pahlitzsch, stellvertretende Sprecherin die Kirchenhistorikerin Heike
    Grieser. Ute Verstegen vom LS Christliche Archäologie der FAU ist als
    externe Expertin Mitglied des Trägerkreises und wird
    Qualifikationsarbeiten zur spätantiken und byzantinischen Archäologie
    und Kunstgeschichte betreuen.Das GRK untersucht die Wechselbeziehungen zwischen dem Byzantinischen
    Reich und seinen Nachbarn und Konkurrenten erstmals aus einer
    transkulturellen Perspektive, nicht nur anhand von Formen und Praktiken
    des Krieges, sondern auch mithilfe der sich auf den Krieg beziehenden
    Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen.Das GRK bietet einen intensiven fachlichen und interdisziplinären
    Austausch, eine fächerübergreifende Betreuung durch zwei
    Professorinnen/Professoren aus dem Trägerkreis, praxisbezogene
    Ausbildungsanteile im Museumsbereich, ein umfangreiches Angebot zum
    Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z. B. aus dem Bereich der Digital
    Humanities) und vielfältige Möglichkeiten zur internationalen
    Vernetzung.
  • MaxSynBio – Max Planck Research Network in Synthetic Biology. Cluster D: Ethical and Societal Challenges within Synthetic Biology
    Titel des Gesamtprojektes: MaxSynBio – Max Planck Research Network in Synthetic Biology
    Laufzeit: 1. August 2014 - 31. Juli 2020
    Mittelgeber: Max-Planck-Gesellschaft, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Synthetic Biology (SB) as one of the currently leading fields of so called emerging biotechnologies does not only promise new scientific insights into the organization of complex systems as well as possible applications for societal challenges but does also evoke several ethical, societal and governmental challenges. Within the first funding period we focus on the ethical questions colligated with SB on the one hand and the societal and especially participatory questions linked with the roots of SB as a part of the Do-it-Yourself-Biology movement as well as a citizens science approach. During the second funding period we will proceed with the work on developing modes for a governmental frame of responsible research and innovation in Synthetic Biology. Furthermore we will continue with the started work on technological innovation and modes of public participation at the interface of science and society as well as figure out the role of philosophical and theological concepts in dealing with processes of developing a synthetic cell. 

Eigenmittelprojekte:

  • Die materielle Kultur des frühen Christentums entlang der sog. Seidenstraßen
  • Nacktheit und Kleidung in der hebräischen Bibel
    Laufzeit: 16. Oktober 2017 - 16. Oktober 2020
    (1) Publikation der Jahrestagung des Zentralinstituts "Anthropologie der Religion(en)"

    (2) Beitrag zu einer alttestamentlichen Publikation zum Thema 

  • Der Mensch im Alten Testament - Implizite Anthropologien in den Schriften Israels und des frühen Judentum
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 1. Oktober 2020
    Buchprojekt
  • Biographisch-Bibliographisches Nachschlagewerk zu den in den Jahren 1896 bis 1919 im Osmanischen Reich arbeitenden deutschen Missionaren und Missionarinnen
    Laufzeit: 1. August 2017 - 1. August 2020
  • Schloss Colmberg als NS-Beutekunst-Depot und die Fachgeschichte der Erlanger Christlichen Archäologie
    Laufzeit: 1. Juni 2017 - 1. Juni 2020
    URL: https://www.ca.phil.fau.de/forschung/projekte/colmberg/
    Schloss Colmberg in der Nähe von Ansbach (Mittelfranken) diente während des Zweiten Weltkrieges als Depot von geraubtem Kulturgut. Die heute als Hotel genutzte, bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Burganlage befand sich von 1927 bis 1964 im Besitz des deutschen Diplomaten Ernst Arthur Voretzsch. Als Schlossverwalter war sein Neffe Ernst Adalbert Voretzsch tätig, der Ev. Theologie und Archäologie studierte hatte und 1961 zum Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen berufen wurde. Von Ernst Adalbert Voretzsch ist ein umfangreiches Verzeichnis der auf Colmberg gelagerten Kulturgüter erhalten, die vorrangig aus der Sowjetunion (z. B. aus Nowgorod und Pskow) stammten, darunter eine Vielzahl von Gemälden mit christlichen Inhalten und Ausstattungsstücke aus Kirchenräumen.

    1945 wurden 25 LKW-Ladungen mit Kulturgut aus Colmberg zunächst in den Central Collecting Point nach München verbracht, 1946 dann eine große Anzahl der Werke von der US-amerikanischen Besatzungsmacht an die Sowjetunion restituiert. Einen Sonderfall bildete der sog. Klosterschatz aus dem Petschorsker Mariä-Entschlafen-Kloster, der wegen eigentumsrechtlicher Unklarheiten zunächst im Ikonenmuseum Recklinghausen verwahrt blieb und erst 1973 zurück nach Petschory kam.

    Das Projekt untersucht die Rolle von Schloss Colmberg als Aufbewahrungsort von Raubgut religiöser Funktion sowie die komplexen Mechanismen bei Raub, Deponierung und Rückgabe des Kulturgutes. Wichtigste Quellen sind Inventar- und Restitutionslisten.

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption
    Titel des Gesamtprojektes: Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption
    Laufzeit: 15. November 2018 - 31. August 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: http://www.capital4health.de

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Systematische Aufbereitung, Analyse und Kommunikation von den Orten und der Motivation für Bewegung sowie den Bedarfen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Bewegungsförderung
    Titel des Gesamtprojektes: KOMM
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 30. Juni 2020
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Health.eduPLUS: Gesundheit in Sportunterricht und Sportlehrerbildung
    Titel des Gesamtprojektes: CAPITAL4HEALTH II: Handlungmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung - Teilprojekt Erlangen
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://health.edu.capital4health.de/
  • Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz in der beruflichen Bildung (2. Projektphase)
    Titel des Gesamtprojektes: Capital4Health
    Laufzeit: 1. April 2018 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://parc-ave.capital4health.de/
    Das Projekt PArC-AVE (Physical Activity-related Health
    Competence in Apprenticeship and Vocational Education; deutsch:
    Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz in der beruflichen Bildung)
    beschäftigt sich mit dem Thema der Bewegungsförderung in der Ausbildung
    und fokussiert im Zuge dessen die Entwicklung und Stärkung der
    bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz (BGK) von Auszubildenden der Krankenpflege und KFZ-Mechatronik.Auch in der zweiten Förderphase
    liegt das primäre Ziel in der Förderung der BGK von Auszubildenden.
    Dabei widmet sich PArC-AVE folgenden weiteren Zielen:
    1. Transfer von kooperativen Planungsprozessen zur Förderung der BGK in neue Settings;
    2. Analyse der Beziehungen zwischen den subjektiv wahrgenommenen körperlichen Arbeitsbeanspruchungen und der Ausprägung der BGK;
    3. Langzeitbewertung von BGK und strukturellen Veränderungen in den Settings der ersten Förderphase.
  • Beratung für kompetenzorientierte Qualifizierungsprozesse im Themenfeld Inklusion für die DOSB-Lizenzausbildung im Rahmen des DOSB Projektes "Sport-Inklusionsmanager/in"
    Titel des Gesamtprojektes: Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den organisierten Sport
    Laufzeit: 1. Dezember 2016 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
    URL: http://webs.sport.uni-erlangen.de

Eigenmittelprojekte:

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Die Informationen zu den Projekten werden automatisch aus dem Forschungsinformationssystem (CRIS: Current Research Information System) der FAU generiert.