Forschungsprojekte

Aktuell laufende Forschungsprojekte

Einzelförderung:

  • Am Vorabend der Destruktion - Lokale Gruppen und globale Netzwerke während des späten 4. und frühen 3. Jahrtausends v. Chr. in Mitteleuropa

    Laufzeit: 19. Juli 2021 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Geplant ist eine internationale Tagung zum Thema: „The eve of destruction - Local groups and global networks during the late 4th and early 3rd mil BC in Central Europe and beyond“, 19.-21.7.2021.

    In jüngster Zeit haben paläogenetische Forschungsergebnisse den Fokus der internationalen archäologischen Diskussion auf mögliche „massive migrations“ im 3. Jt. v. Chr. gelenkt (Allentoft u.a. 2015; Haack u.a. 2015; Furholt 2018). Im Zentrum des Interesses stehen dabei zumeist die sogenannte „Jamnaja Kultur" und die „Schnurkeramische Kultur“, deren „Träger*innen“ als mögliche Einwanderer aus dem osteuropäischen Raum in Betracht kommen. Die großflächige Ausbreitung der genannten Kulturen wird also von genetischer Seite gern durch eine rasche und massive Einwanderungsbewegung erklärt. Auf der anderen Seite stehen meist archäologisch argumentierte Modelle, die regionale Unterschiede betonen. Selbst diese
    können aber meist nicht entscheiden, worauf diese Regionalität zurückzuführen ist: auf eine Kontinuität der lokalen Bevölkerung, die die Schnurkeramik mitträgt, oder eher auf einer progressiven Diversifizierung der neuen Einwanderer. Diese Unsicherheit liegt darin begründet, dass die archäologischen Phänomene kurz vor dem Auftraten der Schnurkeramik in vielen europäischen Regionen nur grob bekannt sind.

    Die Einbeziehung des „Vorabends“ der Schnurkeramik ist also unabdingbar, wenn es darum geht, regionale und überregionale Modelle dieses Transformationsprozesses sinnvoll miteinander zu verbinden. Die Archäologie muss hier eine Schlüsselposition einnehmen, auch weil in vielen Regionen keine Bestattungen für die Entnahme genetischer Proben vorhanden sind.

    Der Workshop möchte hier neue Impulse setzen, indem er den Blick auf aktuelle Forschungen in Mitteleuropa und darüber hinaus in der Zeit zwischen 3300 und 2700 v. Chr. richtet. Für diese Phase wurden in der archäologischen Forschung zahlreiche, eher kleinräumig verbreitete „Kulturgruppen“ wie die „Wartbergkultur“ oder die „Goldberg-III-Gruppe“, jedoch auch großräumige Phänomene wie die „Kugelamphorenkultur“ definiert. Anhand diverser Elemente der archäologischen Überlieferung werden immer wieder Abgrenzungsprobleme zwischen verschiedenen „Kulturgruppen“ bzw. deren generelle Legimitation diskutiert. Häufig lässt sich kaum feststellen, ob mehr Verbindendes oder mehr Trennendes vorliegt. Dies führt unmittelbar zu der Frage, ob sich bereits dieser Horizont als Transformationsphase auffassen lässt, welche nachfolgenden Veränderungen kontinentalen Ausmaßes in der Zeit der Becherkulturen unmittelbar vorgreift oder diese eventuell sogar erst ermöglichte.

    Folgende Fragen sollen unter anderem debattiert werden:

    • Zeichnet sich eine Intensivierung überregionaler Verbindungen ab und anhand welcher archäologischen Quellengattungen lässt sich diese empirisch nachvollziehen?
    • Zeigen sie sich in der materiellen Kultur, in der Wirtschaftsweise, in Siedlungsweise und Architektur oder/und im Hinblick auf Rohstoffaustausch?
    • Lassen sich lokale Gruppen mit starker überregionaler Vernetzung adäquat mittels des archäologischen Kulturkonzeptes diskutieren, oder werden Alternativen benötigt („Innovationsraum“, „Netzwerk“ usw.)?
    • Welche sozialen Strukturen und Veränderungen lassen sich in den verschiedenen Regionen fassen und sind diese miteinander vergleichbar?
    • Und wie wahrscheinlich ist jeweils die von genetischer Seite argumentierte Idee einer weitgehenden Entvölkerung ganzer Landstriche durch eine Vorform der Pest?

    Ausgehend von aktuellen Forschungsergebnissen will die Tagung einen ersten Beitrag zu einem ganzheitlichen Verständnis der Transformationsprozesse im ausgehenden 4. und im 3. Jahrtausend v. Chr. leisten.

  • Aktive Besiedelung der Taman-Halbinsel

    Laufzeit: 1. Oktober 2020 - 30. September 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Die Herkunft von Neanderthaler-Gruppen an der Ostgrenze ihres Verbreitungsgebietes: Vergleichende archäologische Untersuchungen zur Sibiryachikha-Industrie des Russischen Altai

    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Episoden aus dem Leben eiszeitlicher Höhlenkünstler - Analyse menschlicher Fußabdrücke mit indigenem Wissen und Methoden westlicher Wissenschaften

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Aufbauend auf drei Pilotstudien (2013 bis 2015) sollen in dem beantragten Forschungsvorhaben spätpleistozäne und frühholozäne Fußabdrücke in ausgewählten südwestfranzösischen Bilderhöhlen von indigenen Fährtenlesern aus Namibia mit ihren eigenen indigenen Methoden untersucht werden. Parallel hierzu sollen dieselben Fußabdrücke mit aktuellen Methoden westlicher Wissenschaften analysiert werden, so dass die Ergebnisse beider Methodenspektren unmittelbar miteinander verglichen und diskutiert werden können. Die Analyse von Fußabdrücke ist seit den ersten Untersuchungen in den 1970er Jahren ein Desiderat der prähistorischen Archäologie, obwohl über Fußabdrücke wertvolle Einblicke in die Nutzung von Bilderhöhlen gewonnen werden können. Im Zentrum des beantragten Forschungsvorhabens stehen drei Anliegen: 1. Evaluation der im Rahmen der Pilotstudie von 2013 erarbeiteten Ergebnisse, 2. Generierung neuer Daten und 3. Aufbau einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke. Die Forschungen stehen in einem engen Austausch mit zwei weiteren, methodisch verwandten Projekten, die in einem Paketantrags Archäologie und indigenes Wissen (DFG 944/1) gebündelt sind.Gerade durch die Entwicklung einer hybriden Wissenschaft des Lesens menschlicher Fußabdrücke leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zu den archäologischen Wissenschaften und deren Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit.

  • Kulturelle und biologische Transformationen im späten Mittelpleistozän (420-200 ka) der Qesem Cave, Israel: Untersuchungen zur Homininen-Entwicklung in der Levante nach der Zeit des Homo erectus

    Laufzeit: 1. November 2015 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    Die in der Nähe von Tel Aviv, Israel gelegene Höhlenfundstelle Qesem Cave ist eine außergewöhnlich gut erhaltene Station des späten Mittelpleistozäns, deren archäologischen Horizonte absoluten Daten zufolge im Zeitraum zwischen 420.000 und 200.000 Jahren zur Ablage gekommen sind. Die bisher geborgenen Steingeräte-Inventare gehören in das Acheuleo-Yabrudien des ausgehenden Altpaläolithikums in der Levante. Innerhalb der Region folgt das Acheuleo-Yabrudien stratigraphisch regelhaft auf das Acheuléen und wird von Fundschichten des Mittelpaläolithikums überdeckt. Neue Untersuchungen an menschlichen Zähnen, die im letzten Jahrzehnt aus der Abfolge der Qesem Cave geborgen werden konnten, ergaben als Träger des Acheuleo-Yabrudien eine unbekannte Homininenart, die bei enger Verwandtschaft mit dem modernen Menschen gesichert jünger als Homo erectus ist. Zur Untersuchung dieses für die Evolutionsgeschichte des Menschen so wichtigen, aber weitestgehend unbekannten Abschnittes bietet die Qesem Cave ideale Bedingungen: zu dem großen Fundreichtum an Artefakten und Resten der Jagdfauna treten große Mengen an Kleinsäugern und Reptilien sowie zum Teil komplexe Feuerstellenbefunde. Die guten Erhaltungsbedingungen ermöglichen eine Rekonstruktion der jeweiligen Umwelt und die darauf ausgerichteten Anpassungsstrategien der neu in der Levante auftretenden Homininenart. Der Schwerpunkt der Untersuchungen in der Qesem Cave liegt auf dem Kontext des Beginns der Anwesenheit der neuen Homininenart in der Levante sowie des übergangs zum nachfolgenden Mittelpaläolithikum und auf der Frage nach der kulturellen Variabilität der archäologischen Hinterlassenschaften. Ausgrabungen in noch unberührten liegenden und hangenden Sedimenten der Höhlenfüllung zielen zum einen auf eine Klärung des Verhältnisses zwischen dem Acheuleo-Yabrudien und dem vorangegangenen Acheuléen bzw. des nachfolgenden Moustérien. Zum anderen soll durch die Aufdeckung einer größeren Fläche um einen etwa 300.000 Jahre alten Feuerstellenbefund, in dessen Peripherie Konzentrationen mit unterschiedlichen Industrien des Acheuleo-Yabrudien angeschnitten wurden, die Frage nach der kulturelle Einheit dieses Komplexes beantworten. Hierzu werden, wie für die gesamten ergrabenen Steingeräteinventare, Rekonstruktionen der Operationsketten unter besonderer Berücksichtigung von Nachschärfungen und Recycling angestrebt, die durch Untersuchungen der Gebrauchsspuren und Jagdbeutereste ergänzt werden. Das angestrebte Projekt ist interdisziplinär angelegt und umfasst neben Ausgrabungen Untersuchungen zur Geoarchäologie, zur Umwelt, zur Anpassung des Menschen anhand von Jagdbeuteresten und Steinartefakten sowie zur absoluten Datierung der archäologischen Horizonte. Zusammenfassend beschäftigt sich das Projekt mit einer für die Herausbildung des modernen Menschen wichtigen Phase vor 400.000 bis 200.000 Jahren, in der Homo erectus in der Levante verschwand und durch eine neue, unbekannte Homininenart ersetzt wurde.
  • Diachrone Landschaftsarchäologie im Spätneolithikum und in der Kupferzeit in der Moldau, Rumänien

    Laufzeit: 15. September 2014 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: andere Förderorganisation, Bayerische Staatsministerien
    URL: https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/diachrone-landschaftsarchaeolog
    Schwerpunkt des Projektes ist die Untersuchung des Besiedlungsablaufes in der Zeit zwischen ca. 4800 und 3500 v. Chr. im Gebiet zwischen den Karpaten und dem Pruth. Die jungneolithischen/kupferzeitlichen Kulturen Precucuteni und Cucuteni breiten sich in dieser Zeit aus dem Inneren des Karpartenbogens über das Gebirge und das hügelige Karpatenvorland (Subkarpaten) in die osteuropäische Steppe hinaus. Dort kommt es dann in der in der Ukraine Tripilija genannten Kultur zur Anlage von sog. Riesensiedlungen mit teilweise über tausend Hausbefunden.

    Ziel des Projektes ist, im Ursprungs- und Kerngebiet der Cucuteni-Kultur die wirtschaftlichen  und  sozialen Prozesse zu erforschen, die zwar in der Steppe zur Bildung dieser Riesenanlagen führten, sich  aber im topografisch anders strukturierten rumänischen Teil des Verbreitungsgebietes ohne derartige Folgen blieben.
    https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/diachrone-landschaftsarchaeolog

  • Bevölkerungsschätzungen in den Vici des Obergermanisch-Raetischen Limes

    Laufzeit: 1. Januar 2010 - 31. Dezember 2099
    Mittelgeber: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
    URL: https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/gradiometerprospektion-am-limes

    Ziel des Projekts, das in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) durchgeführt wird, ist Quantifizierung der besiedelten Flächen im unmittelbaren Umfeld der römischen Kastelle entlang des mittelfränkischen Limes, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Angewendet wird die zerstörungsfreie Methode der geophysikalische Prospketion mit einem Magnetometer (Gradiometer). Seit 2010 finden regelmäßig jeweils zweiwöchige Prospektionskampagnen im Frühjahr und Herbst statt, bei denen Studierende in die Vermessungs- und Auswertungsarbeiten eingearbeitet werden. Das Projekt vereint somit Forschung, Denkmalpflege und Ausbildung.
    Seit 2010, Förderung BLfD

    https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/gradiometerprospektion-am-limes

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Teilprojekt THEFBO: Gerätschaften und Funktionstextilien

    Titel des Gesamtprojektes: Die kulturhistorische Bedeutung des Textilhandwerks in den prähistorischen Feuchtbodensiedlungen am Bodensee und Oberschwaben - im Kontext von Anforderungen an textile Objekte und ihre Wahrnehmung.
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt

    Der Verbundpartner FAU untersucht in diesem Verbundprojekt die Gerätschaften zum Textilhandwerk und Funktionstextilien, die in elementaren Arbeitsbereichen früher bäuerlicher Siedlungsgemeinschaften, hier im Kontext der Pfahlbaukulturen, genutzt wurden. Bei den Gerätschäften soll eine erste Sondierung erfolgen. Seile/Knoten und Schnüre gehören zu den wichtigsten Textilgruppen im alltäglichen Leben. Hier soll eine grundlegende Bestandsaufnahme ihre Einsatzmöglichkeiten, wie im Lastenversatz, beim Hausbau oder als Verbindungselement von Verbundstoffen, wie geschäfteten Werkzeugen, erfolgen. Im Bereich der Fischfangtechniken sollen in Hornstaad Hörnle IA die Fischknochen mit einbezogen werden; ebenso die Aufnahme der Netzsenken. Maßgeblich bei der Auswertung wird das Herausarbeiten der spezialisierten Fischfangtechniken sein und deren Tradierung, bzw. Ausbreitungswege. Die Erfahrungen aus den Versuchen der Experimentellen Archäologie sollen den Stellenwert spezifizierter Funktionstextilien in diesen Siedlungsgemeinschaften herausstellen.

    https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/thefbo/

    www.thefob.de

Eigenmittelprojekte:

  • Klassische Antike und Byzantinistik in der Dobrudscha

    Neben dem Schwerpunkt „Neolithikum und Kupferzeit in der Moldau“ widmet sich die Professur für jüngere Urgeschichte auch der römischen Epoche in Rumänien. Zum einen mit dem Projekt zum Römerkastell und Vicus Razboieni, zum anderen aber auch – wenngleich auch „nur“ als Kooperationspartner im technischen Bereich – den klassischen antiken und spätantiken Städten im Mündungsbereich der Donau und in den Ebenen der Dobrudscha. Über viele Jahrhunderte entwickelten sich hier Siedlungen mit massiven Befestigungen und ausgedehnten Außensiedlungen und Gräberfeldern. Für tiefer gehende Informationen zu den einzelnen Fundplätzen sei auf die Seiten der Projektpartner verwiesen.

    Die Kooperationspartner sind dabei das Archäologische Institut der Rumänischen Akademie, Abteilung Iași (Prof. Dr. A. Rubel), sowie das Institut für Vor- und Frühgeschichte der LMU München (Prof. Dr. B. Päffgen).

    https://www.uf.phil.fau.de/abteilungen/juengere-urgeschichte/projekte-der-juengeren-urgeschichte/roemische-siedlungen-in-der-dobrudscha-rumaenien/

Einzelförderung:

  • Die Privatsammlung Georg Dehn und die Antikensammlung Erlangen

    Laufzeit: 1. Mai 2021 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Stiftungen

    Im Rahmen der Arbeiten am dritten Band des Corpus Vasorum Antiquorum, Antikensammlung Erlangen, fiel auf, dass viele der zu bearbeitenden attisch rotfigurigen Keramikfragmente im Jahr 1939 angekauft wurden, von einer in der Forschung bislang unbekannten Münchner Privatsammlung „Dehn“. Erste Nachforschungen ergaben, dass es sich nicht, wie bisher gedacht und durch die Dokumentation in der Antikensammlung nahegelegt, um den Verkauf aus dem Nachlass eines Sammlers durch dessen (vermeintliche, wie sich herausstellte) „Witwe“ Wiltrud Dehn handelte (vgl. CVA Erlangen 1, 9 mit Anm. 12). Stattdessen ereignete sich der Verkauf zu Lebzeiten des Sammlers Georg Dehn – nach den rassistischen Kriterien nationalsozialistischer Ideologie ein „Nicht-Arier“ –, und wurde vermutlich nur nominell von seiner – nach denselben Kriterien „arischen“ – Frau durchgeführt, ein halbes Jahr vor der Flucht der Familie nach Ecuador.
    Es ließen sich Belege finden, dass sich der damalige Leiter der Antikensammlung und Professor für Klassische Archäologie Georg Lippold (1885–1954) (und der Sammler Georg Dehn (1887–1967) aus gemeinsamer Zeit an der Universität München in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg persönlich kannten. Dokumente im Archiv der Antikensammlung belegen, dass Lippold zur selben Zeit 1939 privat weitere Objekte verschiedenster Gattungen der Sammlung Dehn erwarb, die er jedoch wenig später (1941 und 1942) der Antikensammlung, der er selbst vorstand, weiterverkaufte, und wo er sie von Anfang an deponiert hatte.
    Die bisher ermittelten Umstände des Verkaufs der Privatsammlung Georg Dehn lassen darauf schließen, dass der Entschluss Georg Dehns, seine Sammlung zu verkaufen, grundsätzlich deswegen erfolgte, weil er vor der Verfolgung durch das NS-Regime aus dem Land fliehen musste. Die Hintergründe des Verkaufs sind bislang weder vollständig erforscht noch dokumentiert. Das von Mai bis August 2021 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Projekt soll diese Lücke schließen und die Vorgänge des Verkaufs und die Hintergründe und Motivationen der Beteiligten durch eine systematische Recherche klären, dokumentieren und zum ersten Mal bekanntmachen.

    Die Nachforschungen erfolgen mit freundlicher Unterstützung durch die Familien Dehn und Lippold, bei denen wir uns an dieser Stelle bedanken möchten.

    Ergebnisse des Forschungsprojekts werden am 15. Juli 2021 im Rahmen eines Vortrags von Dr. Georg Gerleigner im Archäologischen Kolloquium vorgestellt.

    Einige frühe Erkenntnisse sind zudem in die virtuellen Ausstellung „Kreuz und quer: Lebensgeschichten antiker Objekte“ am Institut für Klassische Archäologie der FAU eingeflossen.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Nachahmungen griechischer Vasen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: der Tonwarenfabrikant August Sältzer in Eisenach als Beispiel

    Als ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche, mit antiken Gefäßen reich ausgestattete Gräber in Unteritalien und Etrurien aufgedeckt wurden, erregte dies erhebliches Aufsehen in Europa. Schnell wurden erste Sammlungen zusammengetragen und große Stichwerke – wie die ab 1767 erschienene Publikation der Sammlung des englischen Gesandten am neapolitanischen Königshof Sir William Hamilton – verbreiteten die Kenntnis der Vasen und ihrer reichen Bilderwelt. Die dadurch steigende Nachfrage nach antiker Keramik ließ sich nicht einmal mehr durch die zahlreichen Raubgrabungen, die alle archäologischen Kontextinformationen unwiederbringlich zerstörten, befriedigen. So gewannen auch moderne Reproduktionen und freiere Nachahmungen verschiedener Firmen wie die neapolitanische Manufaktur Giustiniani an Beliebtheit und fanden Eingang in Sammlungen und private Interieurs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verebbte das Interesse für antikisierende Keramik nicht, im Gegenteil: neue Firmen – wie etwa die dänische Firma Hjorth in Rønne – entstanden und fertigten noch bis ins 20. Jahrhundert hinein für eine breite interessierte Kundschaft.

    Bislang fast unbekannt ist der archäologischen Rezeptionsforschung die Produktionslinie der Firma August Sältzer, die spätestens ab 1864 in Eisenach mit der Fertigung von Gefäßen nach antiken Formen und mit antiken oder antikisierenden Bildern begann. Weitaus bekannter ist diese Firma heutzutage für ihre Bierhumpen, etwa Nachahmungen der sogenannten Creußener Krüge, während die antikisierenden Vasen in Vergessenheit geraten sind.
    Als Vorlagen für die Vasen wurden Stichwerke wie die 190 Tafeln mit Umrisszeichnungen umfassende Galerie Mythologique. Recueil de Monuments pour servir a l’étude de la mythologie, de l’histoire de l’art, de l’antiquité figurée. Et du langage allégorique des anciens von Aubin-Louis Millin (Paris 1811) oder die zahlreichen Publikationen des Klassischen Archäologen Eduard Gerhard verwendet, die die Vasenbilder in reichen, kolorierten Stichen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatten. Beiden Publikationen, die exemplarisch für eine ganze Reihe anderer im 19. Jahrhundert stehen, ist gemeinsam, dass sie die Bilder von ihrem dreidimensionalen Bildträger – der Vase – lösen und quasi als Abrollung auf die Tafel drucken. Dadurch waren sie als Vorlagen für das neu entstehende Kunstgewerbe und seine unterschiedlichen Belange verwendbar – ob auf Möbeln, als Wanddekoration oder eben auf neuen Gefäßen. So werden in der Firma August Sältzer sowohl die Bilder als auch die Ornamente, Vasenformen und der Malstil von der Antike übernommen, jedoch stets in neuen Kombinationen, unabhängig von der originalen Vase. Da es sich somit nicht um Kopien handelt, steht das originale Objekt anders als in der Archäologischen Wissenschaft nicht im Vordergrund des Interesses. Allein die Vorbildhaftigkeit der antiken Formen und Bilder für das Kunstgewerbe war von Bedeutung. Kunstfertigkeit besaß derjenige, dem es gelang, mit Geschmack diese Elemente zu kombinieren.
    Und August Sältzer scheint diesbezüglich überaus erfolgreich gewesen zu sein, da man seine Arbeiten mehrfach auf den Kunstgewerbeausstellungen in Deutschland und Österreich prämierte und seine Vasen auch Eingang in den Bestand der neu entstandenen Kunstgewerbemuseen (etwa in München und Wien) fanden. Und nicht nur dies: Die Firma erwarb sich wegen ihrer qualitätsvollen Nachahmungen auch den Titel des Hoflieferanten am preußischen Königshof.
    Die Untersuchung der Eisenacher Produktion kann daher einen beispielhaften Einblick in den zeitgenössischen Geschmack – vor allem des wohlhabenden Bürgertums – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geben. Die Antike gesellte sich in deren heimischen Interieurs immer häufiger neben Produktionen anderer Stilarten – ohne, dass dies störte, wie die „Zeitschrift für Kunst und Gewerbe“ von 1873 zur Verwendung derartiger Vasen bemerkte: „Man könnte vielleicht die Frage aufwerfen: Was sollen diese Nachbildungen altgriechischer Vasen und Schüsseln in unsern modern eingerichteten Zimmern? Werden sie, müssen sie dort nicht den Eindruck der Unruhe, des Unpassenden machen, das mühsam hergestellte Ensemble derselben stören? Die Frage ist unbedingt zu verneinen, sofern der Besitzer überhaupt ein Verständniss für die Eigenart der einzelnen Gegenstände mitbringt, die er in seinen Gemächern zusammenstellt, sobald er mit Absicht und künstlerischem Geschmacke wählt, der ihn in Bezug auf Form und Farbe das Richtige treffen lässt. Ist das der Fall, dann stören diese Nachbildungen neben Majoliken so wenig, als Abbildungen des Parthenon-Frieses neben einer solchen der Hermannsschlacht auf dem östlichen Giebel der Walhalla und eine Copie der Mediceischen Venus neben einer Apostelfigur von Peter Vischer.“ (Kunst und Gewerbe, Wochenschrift zur Förderung Deutscher Kunst-Industrie 7. Jg. Nr. 27, 1873, 214)

    Verschiedene Exemplare der Produktion und ein Verkaufskatalog der Firma ermöglichen einen nahsichtigen Einblick in die Variationsbreite der Produktion. Anhand dieser Zeugnisse werden Fragen nach den Geschmacksvorstellungen der Zeit in Bezug auf die griechische Antike, den Umgang mit Vorlagewerken und dem Stellenwert der Originale untersucht, ebenso wie ein Einblick in die spezifische Rezeption der Antike und die damit zusammenhängende kunstgewerbliche Produktion im Historismus verfolgt wird.

    Projektleitung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt
    Durchführung: Prof. Dr. Corinna Reinhardt, Katharina Hefele, BA, Jannis Rütten, BA

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Tracking the infodemic: Conspiracy theories in the corona crisis

    Laufzeit: 1. April 2021 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    Welche Kreise ziehen Verschwörungstheorien? Das Projekt untersucht diese Frage, indem wir mit Methoden der Korpuslinguistik den Gebrauch und die Verbreitung von Verschwörungstheorien anhand typischer Sprachmuster analysieren. Außerdem untersuchen wir die diskursiven Strategien, die Verschwörungstheorien mit rechtspopulistischen und extremistischen Diskursen gemeinsam haben. Ziel des Projekts ist es nicht nur, wichtige Einsichten in den Diskurs zur Corona-Pandemie zu gewinnen, sondern auch, die verwendeten Methoden weitgehend zu automatisieren, sodass sie eingesetzt werden können, um die Verbreitung anderer Verschwörungstheorien und Fehlinformationen zu untersuchen, etwa indem bestimmte Argumentationsmuster automatisch identifiziert werden.

  • Internationaler Preis für Forschung in Deutschland - Frau Prof. Breard

    Laufzeit: 1. Februar 2021 - 31. Januar 2026
    Mittelgeber: Humboldt-Stiftung / Alexander von Humboldt-Professur
  • "Writing History with China-Chinese Concepts in Transnational Historiography“

    In recent years historians in China have begun questioning Western models of historiography. The current efforts of Chinese researchers to make their publications available in English translation is part of their ambitions to (rightfully) criticize Eurocentrism, to pursue a deimperialization of knowledge production and to disseminate (also as part of soft power policy) a more Chinese understanding of history and culture on a global scale. So far, these ambitions have been discussed intensively in sinology, yet as they address the global community of historians their academic significance goes far beyond the area studies of China. The goal is to redefine the disciplinary boundaries of historical sciences and sinology in Western academia by reducing the asymmetric ignorance with regard to the history of the non-West. This shall be achieved by translating and annotating contemporary key texts of Chinese history writing while raising translingual awareness for how cultural assumptions and political rhetoric shape both the writing of these texts and our reading of them. The texts-together with a handbook on Key Concepts in Modern Chinese Historiography-will be published open access. By doing so, we hope to integrate Chinese history more closely into historical sciences curricula and to fathom the methodological contributions of Chinese historians to a more transnationally organized global history writing.

  • Gemeinsame Nutzung und Pflege der durch die Universität Heidelberg aufgebauten Datenbank „Early Chinese Periodicals Online“ (EPCO)

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland

    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Produktion und Konsum von Authentizität — Vergangenheitspolitik in der Kultur- und Kreativwirtschaft im sinophonen Raum

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Das Projekt untersucht die Bedeutung von Authentizität bei der Schaffung und Verbreitung historischer Erinnerungen im sinophonen Raum. Im Fokus steht die durch die Pluralisierung der historiographischen Akteure in den letzten drei Dekaden tiefgreifend veränderte Bedeutung von Vergangenheit in China, Hongkong und Taiwan. Besonders in der Kultur- und Kreativwirtschaft sind durch digitale Technologien, populäre Medien und die Kommerzialisierung kulturelle Produkte geschaffen worden, die die Vergangenheit als Identitätsressource nutzen und neu imaginieren. In Ergänzung zur top-down-Perspektive in der bestehenden Forschung, die sich seit langem mit staatlich gelenkter Vergangenheitspolitik und nationalen Identitätsdiskursen befasst hat, widmet sich dieses Projekt drei Fallstudien, in denen populäre Modi der Repräsentation und Rekonstruktion von Vergangenheit betrachtet werden: 1. historische Stätten und living history im Tourismus; 2. nichtstaatlich organisierte Ausstellungen und Museen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts; und 3. kulinarische Kultur. Dies sind derzeit stark umstrittene Räume der Aushandlung von historischer Erinnerung, wo Konsumenten eine „authentische“ Vergangenheit durch persönliche und personalisierte Erfahrungen nachvollziehen, historische Gebrauchsgegenstände wieder entdecken oder die Vergangenheit durch Nostalgie nacherleben. In allen Fällen ist die abstrakte, an Meistererzählungen gebundene Vergangenheit zu einem Ereignis oder einer Ware geworden, die sich über Authentizität statt historische Wahrheit legitimiert und damit nicht mehr ausschließlich einer politischen Logik zu folgen scheint. Die Erfindung und Anfechtung historischer Authentizität ist damit zu einem hochkomplexen Prozess geworden, in dem Identitätskonzepte zwischen kolonialer und/oder revolutionärer Nostalgie und unvermeidlicher Globalisierung oszillieren.
    Die Kernfragen des Projekts lauten: Wie helfen Kultur- und Kreativindustrien dem Konsumenten, durch ein Re-enactment von Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit vielschichtigen Zeitlichkeiten und Nostalgie historische Authentizität zu schaffen? Wie trägt der oft proklamierte Rückzug von politischer Ideologie und staatlicher Autorität zur wachsenden Polyphonie in der Kultur- und Kreativwirtschaft bei, und welche gesellschaftlichen und politischen Implikationen besitzt selbst behauptete Authentizität in den betrachteten Gesellschaften? Das Projekt zielt darauf ab, die Rollen des Staates, der Gesellschaft und der Kulturindustrie in der Vergangenheitspolitik nuancierter darzustellen, die Beziehung zwischen populärer und offizieller Sicht auf die Geschichte zu überdenken und schließlich einen möglichen Beitrag der jüngsten theoretischen Neuerungen in der Forschung zur öffentlichen Geschichte (public history) für ein neues Verständnis von historischer Erinnerung im sinophonen Raum zu eruieren.

  • Standards of Decision-Making Across Cultures

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://www.sdac.studium.fau.de/

        

    Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC) is an interdisciplinary study programme in cultural studies with an emphasis on East Asian societies. It allows the students to acquire profound academic and methodological knowledge, as well as additional key skills regarding decision-making processes in East Asia. The MA degree program requires a BA degree of variable disciplinary orientation. This non-consecutive Master’s program draws from the fields of anthropology, philosophy, political science, economics, history, and Chinese studies. In addition to core courses, students have the possibility to further shape their curriculum around linguistic-cultural, comparative-philosophical, or economical & political academic focuses.

    During their obligatory stay at the European Centre for Chinese Studies (ECCS) in Beijing, students will be given the opportunity to apply their theoretical knowledge to both academic and everyday situations in China.

    The programme is organized into four semesters. Students must acquire a total of 120 ECTS credit points. The Master’s thesis is due at the end of the fourth semester. The study plan includes lectures (including the IKGF lecture series), seminars and tutorials. All courses are held in English.

  • Emmy Noether-Programm: "Die Bürokratisierung des Islam und ihre sozio-rechtlichen Dimensionen in Südostasien"

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Emmy-Noether-Programm (EIN-ENP)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Elitestudiengang "Standards of Decision-Making Across Cultures (SDAC)"

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2023
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Grundbegriffe chinesischer Geschichte im transnationalen Kontext

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2018

Einzelförderung:

  • Reeducation Revisited: Transnationale und kulturvergleichende Perspektiven auf die Nachkriegszeit in den USA, Japan und Deutschland

    Laufzeit: 1. November 2018 - 1. November 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    This project examines US-American reeducation politics in its various aspects in Germany and Japan after World War II in a transnational and comparative perspective particularly taking into account cultural entanglements, mass media discourses, civil society and military agendas. It seeks to identify the multidirectional influences, ramifications, and interdependencies between the US and Japan, the US and Germany as well as Japan and Germany which work in each of those domestic as well as foreign settings as part of foundational discourses of legitimation. For instance, the positive self-representation of the US as a democratic exemplum to Japanese and German audiences points to attempts to mitigate social tensions and conflicts ‘at home’. Individual projects address gender regimes (in reeducation- and Hollywood films as well as in Japanese women’s magazines), discourses on race (in cultural representations of and by African American soldiers and in constructions of Japanese-Okinawan) and institutional histories (of the military and the social sciences in Japan and Germany); instead of looking primarily at sequestered national developments, the aim is to study transnational relations, intra-cultural differences and the construction of collective identities. Our focus is on the ways in which reeducation efforts unfold in specific contexts characterized by asymmetrical power relations. Ultimately, this project seeks to establish “comparative reeducation studies” as an interdisciplinary field of study.

  • Briefkultur in der englischen Restaurationszeit

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://www.angam.phil.fau.de/fields/enst/lit/research/epistolaryrestoration/
  • Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

    Laufzeit: 1. Mai 2018 - 30. April 2025
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Neue Ansätze in der Geolinguistik mit dem Schwerpunkt Romania und Germania

    Laufzeit: 1. Januar 2021 - 1. Januar 2022
    Mittelgeber: Stiftungen

    Die Geolinguistik beschäftigt sich traditionell mit der Erhebung von Sprachdaten in Form von linguistischen Merkmalen bestimmter Regionen und spiegelt diese in sog.Sprachatlanten wieder. Die geplanten neuen Ansätze der Geolinguistik erweitern dasbestehende Modell um zwei Parameter: Zum einen sollen die digitalen Möglichkeiten (E-Geography, multimediale Sprachatlanten) weiter ausgeschöpft werden, so dass mandurch Georeferenzierung durchsuchbare Sprachdaten generieren kann und diese aufverschiedenen Ebenen verknüpfbar werden. Zum anderen sollen auch neue Denkansätzedie Geolinguistik erweitern, und zwar durch die Einbeziehung von Nachbardisziplinen wieden Geschichtswissenschaften, der Geographie und der Soziologie (c.f. geofaktorielleLinguistik, Geo-Perzeptionslinguistik). Schließlich soll aus dem synergetischenZusammenwirken dieser neuen Methoden ein dynamischeres Sprachraummodell erstelltwerden, welches die sprachliche und gesellschaftliche Realität besser abbilden kann.

  • "Auswirkungen des marktbasierten Naturschutzes auf das kulturelle Kapital der indigenen Völker Amazoniens"

    Laufzeit: 1. November 2020 - 1. Dezember 2023
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Tropische Wälder weisen eine einzigartige biologischeVielfalt auf und bilden die Lebensgrundlage für 1,6 Milliarden Menschen. DieseHotspots der Biodiversität sind zudem Gebiete mit einer hohen Sprachendichte.Dennoch sind sie durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen gefährdet. Um dementgegenzuwirken, werden Payments for Ecosystem Services (PES) weltweiteingesetzt. Solche marktbasierten Instrumente bieten Anreize für die lokaleBevölkerung, die Biodiversität zu erhalten.

    PES-Forschung hat sich bisher auf die Analyse dersoziopolitischen Konsequenzen oder der finanziellen und ökologischenWirksamkeit konzentriert. Die Auswirkungen auf die lokale Kultur haben kaumAufmerksamkeit erhalten, obwohl dieser Aspekt essenziell ist, umNaturschutzinstrumente ohne negative Folgen zu gestalten. Wir argumentieren,dass die Abholzung durch PES zwar potenziell auf kostengünstige und faire Weiseumgekehrt werden kann, dabei aber auch kulturelle Praktiken und dieFunktionalität der teilnehmenden Gemeinschaften in Mitleidenschaft gezogenwerden könnten.

    Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen vonmarktbasiertem Naturschutz auf das kulturelle Kapital der indigenen Völkerbesser zu verstehen. Die Hypothese lautet, dass marktbasierter Naturschutz daskulturelle Kapital der indigenen Bevölkerung verändert. Die Auswirkungen vonmarktbasiertem Naturschutz sollen in Bezug auf zwei ineinandergreifende Aspektedes kulturellen Kapitals von Völkern Amazoniens analysiert werden:traditionelles Wissen über die Nutzung des Waldes und mehrsprachigeRepertoires. Die Studie soll bei den Zápara durchgeführt werden, ein fast isoliertesindigenes Volk aus dem ecuadorianischen Amazonas, das an einem PES-Programmteilnimmt und neben Kichwa auch Relikte ihrer traditionellen Sprache sowie zunehmendauch das Spanische spricht. Dieses Vorhaben ist innovativ, da es anstrebt,diese Forschungslücke durch die Kombination geographischer und linguistischerForschungsansätze zu schließen.

    Im Fokus des Projektes stehen Änderungen in derLebensgrundlage der Zápara, insbesondere in den für ihre Kultur zentralenBereichen Landwirtschaft und Waldnutzung. Dabei geht es vor allem um dieEthnobotanik und das multilinguale Repertoire in Bezug auf die natürlicheUmwelt und Existenzmöglichkeiten, mit einem Schwerpunkt auf den wenigen nochlebenden Sprechern des Zápara. Es sollen Daten zu PES-Investitionen sowievergangenen und aktuellen Praktiken der Landnutzung gewonnen werden, ebenso wiezu den damit zusammenhängenden räumlichen und sprachlichen Änderungen.Ausgehend von Methoden zur Analyse der Integration der indigenen Bevölkerung indie Marktwirtschaft soll die Verflechtung mit der Außenwelt und ihresprachlichen Auswirkungen seit der Einführung von PES untersucht werden. DurchSelbsteinschätzungen sollen auch Daten zu sprachlichen Kompetenzen undSprachwahl in verschiedenen kommunikativen Kontexten, die sich direkt oderindirekt von der Anwendung von PES ableiten, gesammelt werden.

  • Sprachliche Praktiken der Raumkonstruktion in einem transnationalen Kontext: Soziale Differenzierung und Agency in den "bateyes" der Dominikanischen Republik.

    Laufzeit: 1. September 2016 - 31. August 2024
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Wissensproduktion und -transfer in Naturwissenschaften und Literatur

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021
  • Narrative Entwürfe möglicher Welten in Science Fiction und populärwissenschaftlichen Schriften über Kosmologie und Astronomie

    Laufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2021

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Methodik des Wirtschafts- und Arbeitslehreunterrichts (Verbesserungsantrag)

    Laufzeit: 1. Oktober 2020 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Anschlussuntersuchung an den Schulversuch "Lernen in zwei Sprachen – Bilinguale Grundschule Englisch"

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 31. Juli 2022
    Mittelgeber: Bayerische Staatsministerien

    Inder Anschlussuntersuchung an den Schulversuch „Lernen in zwei Sprachen –Bilinguale Grundschule Englisch“ ist es das Ziel, in den Jahrgangsstufen 5 bis7 der weiterführenden Schulen Erkenntnisse über den weiteren Bildungsverlaufvon Schülerinnen und Schülern zu gewinnen, die in ihrer Grundschulzeit nach demUnterrichtskonzept Lernen in zweiSprachen deutsch-englisch bilingual unterrichtet wurden. Die Untersuchungerstreckt sich über die Schuljahre 2019/2020 bis 2021/2022 und wird an ca. 100 Mittelschulen,Realschulen und Gymnasien in ganz Bayern durchgeführt.

    Longitudinalwird untersucht, inwieweit sich die in der Grundschule bilingual unterrichtetenSchülerinnen und Schüler durch die weiterführende Schule mit Blick auf ihreBildungsbiografie gut aufgenommen fühlen, wie die Erziehungsberechtigten undLehrkräfte dies einschätzen, welche Leistungen die betroffenen Schülerinnen undSchüler im Fach Englisch an der weiterführenden Schule zeigen und welcheMaßnahmen sich aus leitfadengestützten Interviews mit Lehrkräften und anderenerhobenen Sprachdaten über eine möglichst wirkungsvolle Unterstützung desweiteren Bildungsverlaufs der vormals bilingual unterrichteten Schülerinnen undSchüler ableiten lassen.

    Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus inKooperation mit der Stiftung Bildungspakt Bayern ist federführend bei dieser Anschlussuntersuchung.Mit der Durchführung der wissenschaftlichen Untersuchung ist der Lehrstuhl fürFremdsprachendidaktik mit Schwerpunkt Didaktik des Englischen derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Thorsten Piske undDr. Anja Steinlen) betraut.

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Das Projekt, das in Kooperation mit der SalahaddinUniversity in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau vonnachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, derForschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universitätmit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftlicheWeiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildungin der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildungund Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für denTheorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oderregional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz vonbestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern undgesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme derLehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale undökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitungvon zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unterbesonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in derRegion. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre undForschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zurFörderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalenVernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinausträgt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkungder Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf denGebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen undinterkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Einleitung

    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen. Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:

    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.

    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen, Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev. oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt wird.

    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit, Ritualgebet in der Schule).

    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf Deutschland übertragen werden.

    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.

    2. Forschungsfrage / Hypothesen

    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:

    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;

    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen, eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;

    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch aufgeklärt werden.

    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als deutschstämmige.

    3. Forschungsdesign

    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen sowie Strukturgleichungsmodellen.

  • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Schulversuchs „Bilinguale Grundschule Französisch“

    Laufzeit: 1. August 2017 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    DerLehrstuhl für Fremdsprachendidaktik führt seit August 2017 diewissenschaftliche Begleitung des von der Stiftung Bildungspakt Bayerngeförderten Modellversuchs „Bilinguale Grundschule Französisch“ durch. An demModellversuch nehmen insgesamt elf Grundschulen in Bayern teil. Die Umsetzungdes Französischangebots reicht von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaftenoder als Zusatzangebot im Ganztag bis hin zu Bilingualem Sachfachunterricht inder Regelklasse.

    Diewissenschaftliche Begleitung umfasst die Entwicklung eines Kompetenzrahmens fürFranzösisch an der Grundschule, die Unterstützung der Lehrkräfte durchFortbildungsveranstaltungen sowie die wissenschaftliche Evaluation. Sie findetin enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterrichtund Kultus sowie mit dem Deutsch-Französischen Institut statt.

    Beider Untersuchung von Frühfranzösisch in Arbeitsgemeinschaften und alsZusatzangebot im Ganztag steht die Frage im Vordergrund, wie sich die jeweiligeUmsetzungsvariante bzw. Organisationsform auf den Erwerb des Französischenauswirkt. Beim Bilingualen Sachfachunterricht in derRegelklasse konzentriert sich die Evaluation auf die Frage, wie sich derbilinguale Unterricht Deutsch/Französisch auf die Kompetenzen im Sachfach, imDeutschen und im Französischen auswirkt.

    In jahrgangsstufenangemessenen Tests werden die Kompetenzen allerSchülerinnen und Schüler im Französischen, bei den deutsch-französischbilingual unterrichteten Grundschulkindern außerdem die Kompetenzen im Sachfachund im Deutschen überprüft. Weiterhin werden Elternfragebögen analysiert,Erhebungen zu kognitiven Grundfähigkeiten durchgeführt und untersucht, ob esLeistungsunterschiede zwischen ein- und mehrsprachig aufwachsenden Kindernsowie zwischen Mädchen und Jungen gibt.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Fachübergreifende Digitale Bildung – Kompetenzen für das Unterrichten in der digitalen Gesellschaft

    Laufzeit: 1. November 2016 - 1. Oktober 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: https://ddi.cs.fau.de/forschung/digi4all

    Ziel des Projekts Digi4All ist die Konzeption, Ausgestaltung und Implementierung eines Online-gestützten Studienangebots zur Digitalen Bildung für Lehramtsstudierende aller Fächer und Schularten. Das Projekt greift die Ziele der Zukunftsstrategie der Bayerischen Staatsregierung zum Thema „Digitale Bildung in Schule, Hochschule und Kultur“, des KMK-Schwer­punkt­themas „Bildung in der digitalen Welt“, der Digitalen Strategie 2025 des BMWi und des neuen FAU-Leitbild-Konzepts „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ auf. Durch ein innovatives Blended-Learning-Lehr-Lern-Angebot soll ein Beitrag geleistet werden, digitale Bildung in den Lehreramtsstudiengängen aller Fächer zu verankern.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • BayTreeNet - Talking Trees - TP3: Bildung für Nachhaltige Entwicklung

    Titel des Gesamtprojektes: "Talking Trees": Schnittstelle von Klimadynamik, Dendroökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2023
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) (seit 2018)
    URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/baytreenet/

    Im Zentrum dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes steht die bildungsbezogene Arbeit zu Zusammenhängen von Großwetterlagen und Waldökosystemen in Bayern im Kontext des Klimawandels. Dazu wird u.a. ein Unterrichtskonzept für Schülerinnen und Schüler in Bayern entwickelt und forschend begleitet, in dem die regional unterschiedlichen Auswirkungen von (durch den Klimawandel verändert auftretenden) Großwetterlagen auf Waldökosysteme im Zentrum stehen. Die begleitende Forschung beleuchtet die Wirkungen des Unterrichtskonzepts, u.a. hinsichtlich Veränderungen im Wissensbereich und bei Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse fließen wiederum in eine Überarbeitung des Konzeptes ein, so dass ein empirisch fundiertes und in der schulischen Praxis erprobtes Unterrichtskonzept unter dem Leitbild einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet wird. Es ermöglicht als übergeordnete Zielstellung einen Wissenstransfer in die Zivilgesellschaft über die in diesem Kontext besonders relevante Institution Schule. So kann eine große Gruppe von Entscheidungsträgern der Zukunft erreicht werden, die von den regionalen Folgen des Klimawandels in besonderem Maße betroffen sein werden, bei der jedoch bislang große Defizite insbesondere im Wissens- (Folgen des Klimawandels) und Einstellungsbereich (wenig eigene Bezüge zum Klimawandel) festzustellen sind.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Tracking the infodemic: Conspiracy theories in the corona crisis

    Laufzeit: 1. April 2021 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    Welche Kreise ziehen Verschwörungstheorien? Das Projekt untersucht diese Frage, indem wir mit Methoden der Korpuslinguistik den Gebrauch und die Verbreitung von Verschwörungstheorien anhand typischer Sprachmuster analysieren. Außerdem untersuchen wir die diskursiven Strategien, die Verschwörungstheorien mit rechtspopulistischen und extremistischen Diskursen gemeinsam haben. Ziel des Projekts ist es nicht nur, wichtige Einsichten in den Diskurs zur Corona-Pandemie zu gewinnen, sondern auch, die verwendeten Methoden weitgehend zu automatisieren, sodass sie eingesetzt werden können, um die Verbreitung anderer Verschwörungstheorien und Fehlinformationen zu untersuchen, etwa indem bestimmte Argumentationsmuster automatisch identifiziert werden.

  • Korpus- und Computerlinguistik interkulturell

    Laufzeit: 1. März 2020 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR)
  • Prekäre Literaturen (1830-1900). Zur Erschließung und Systematisierung nichtkanonisierter Erzähltexte im 19. Jahrhundert

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert) (2019-2022)

    Laufzeit: seit 9. Juni 2019
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.literarischer-zweifel.phil.fau.de/
  • Artefakte der Avantgarden 1885-2015 - Schlecht gemachte Bücher: Subversive Publikationspraktiken und hybride Artefakte der Neo-Avantgarde im postdigitalen Zeitalter

    Laufzeit: 1. April 2019 - 30. März 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.apod.li
  • Dokufiktionales Erzählen. Neue Formen des Realistischen in der Literatur der Gegenwart

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Dem Projekt geht es um eine grundlegende Konturierung und Produktiv-Machung des aktuell hochvirulenten Begriffs ‚Dokufiktion‘ für den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Ziel soll allerdings nicht dadurch erreicht werden, dass Dokufiktion als eigenes Genre in der literarischen Landschaft etabliert wird, wie es in anderen Ansätzen bereits der Fall ist. Vielmehr wird die dokufiktionale Narration als eine gegenwärtige Schreibweise und Erzählhaltung begriffen, die in reflektierter Weise auf den zunehmenden Realitätsverlust in einer digitalen und virtuell überformten Lebenswelt antwortet und einen konstruktiven Umgang mit dieser veränderten medialen Realität erprobt. Hierfür nutzen die bewusst zwischen Fakt und Fiktion changierenden Texte sowohl dokumentarische als auch fiktionale Darstellungsformen, die mithilfe intramedialer, intermedialer und transmedialer Verfahrensweisen verwoben werden. Diese vielfältigen Erzählverfahren und Darstellungsweisen – unter Einbezug zeitgenössischer medientheoretischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher und nicht zuletzt philosophisch-ethischer Ansätze – offenzulegen, sie in ihrer Funktionsweise ebenso wie in ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung zu analysieren und daraus eine Poetik dokufiktionalen Erzählens abzuleiten, ist die Zielsetzung des Projekts.

  • Irrtum in der Literatur

    Laufzeit: seit 27. September 2018
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
  • Nachwuchsforschergruppe "Der flexible Schreiber in der Sprachgeschichte. Zensierte Patientenbriefe des 19. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
  • Lyrik des deutschen Mittelalters: Eine elektronische Edition des Minnesangs

    Laufzeit: 1. März 2017 - 28. Februar 2026
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: http://www.ldm-digital.de

    Ein erheblicher Teil des Minnesangs ist mehrfach überliefert. Die intensive texttheoretische und mediengeschichtliche Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass die überlieferung in ihrer Varianz unbedingt ernst zu nehmen ist. Diesen Erkenntnisstand konsequent in die Editionspraxis zu überführen, ist das Ziel des Projekts; das Mittel hierzu ist der Ersatz des gedruckten Buches durch die elektronische Edition. Nur diese ermöglicht es, die Texte in ihren unterschiedlichen überlieferungszuständen so aufzubereiten, dass jedem Benutzer genau die Synopse an die Hand gegeben werden kann, die er gerade benötigt. Zudem kann der Text nicht nur in editorisch bearbeiteter Form dargeboten werden, sondern auch in den Gestalten, die wie das Digitalisat und die Transkription unmittelbar an die Handschriften selbst heranführen. Schließlich ermöglicht es die Wahl des elektronischen Mediums, die Texte frei zugänglich zu machen (Open Access). Das Projekt schließt an ein Pionierprojekt an, in dem das editorische Konzept detailliert ausgearbeitet, die verschiedenen Arbeitsabläufe erprobt und die technische Machbarkeit nachgewiesen worden sind. Sein Korpus umfasst den gesamten Minnesang.

  • Literarischer Untergrund. Schriftstellerische Produktion in nichtakademischen Milieus des 17. bis 19. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. Januar 2005 - 31. Dezember 2025
    Mittelgeber: Fritz Thyssen Stiftung
    URL: https://untergrund.repositorium.gf-franken.de/

    Der Bestand an deutscher Literatur, der im Licht heutiger literaturwissenschaftlicher Forschung als kanonisiert gilt, stammt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Wesentlichen von männlichen protestantischen Angehörigen der akademischen Bildungsschicht, die durch eben diesen Hintergrund über einen relativ homogenen Wissens- und Wertungshorizont verfügten. Dabei trifft man bei unvoreingenommener Auswertung der schriftstellerischen Produktion auch zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert auf eine überraschend hohe Zahl von Autoren, die trotz fehlender höherer Schul- oder gar Universitätsbildung produktiv am literarischen Leben teilnahmen. Sie verfaßten und publizierten Texte aller denkbaren Gattungen, die sich zum Teil an den Konventionen der „Bildungsliteratur“ orientierten, zum Teil aber inhaltlich und formal auch eigenen, alteritären Traditionen folgten.

    Das Forschungsprojekt soll zum einen die Entstehensbedingungen und Funktionen literarischer Werke rekonstruieren, die in bildungsfernen Milieus entstanden sind („Sitz von Literatur im Leben“). Zum anderen sollen die Formen, rhetorischen Verfahren und Kunstmittel analysiert und die immanente Poetik derartiger Literatur beleuchtet werden.

    Anstatt der in der Literaturwissenschaft bislang gängigen Opposition zwischen ‘Gelehrtenliteratur’ und ‘Volksliteratur’ bzw. ‘populärer Literatur’ wird dabei ein Milieu-Modell angewandt, das auf sozial- und bildungsgeschichtlichen Quellen basiert und eine angemessenere Binnendifferenzierung auch nichtintellektueller Autorenkreise erlaubt. Milieus werden durch eine Vielzahl korrelierender Elemente (neben Geburts- und Rechtsstand auch Konfession und Bildungsgang, Beruf und Status, Vermögen, soziale und politische Loyalitäten etc.) bestimmt; zentral für die literarische Produktion scheinen dabei v.a. die Stufungen der Teilhabe an der „Bildungstradition“ zu sein, d.h. Wissensinhalten und Formvorschriften, die im akademischen Unterricht vermittelt wurden.

    Ein solcher Ansatz erlaubt es einmal, relativ direkte Interdependenzen zwischen der Rhetorizität der Texte und ihren außerliterarischen Kontexten aufzudecken. Er ermöglicht zum anderen einen differenzierteren Blick auf die Literaturhistorie, die nur scheinbar durch den heute konsekrierten „Mainstream“, tatsächlich aber durch mehrere „literarische Kulturen“ geprägt war, die in komplexer Gemengelage nebeneinander existierten und jeweils über bestimmte Trägerschichten und Geltungsbereiche verfügten.

    Teilprojekte:

    • Werkausgabe Wilhelm Weber (abgeschlossen)

    • Poetische Neujahrswünsche

    • Lob des Handwerks

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Poetiken des Parasitären

    Laufzeit: seit 1. Januar 2019

    Das Projekt »Poetiken des Parasitären in der skandinavischen Literatur« untersucht epistemologische, poetologische und ökokritische Funktionen parasitärer Interrelationen in skandinavischen Texten und Filmen. Dabei zeichnet sich die Relevanz des Parasitismus in vier Szenarien ab: 1. als Schwellenfigur des Schmarotzers und des (ungebetenen) Gastes, häufig mit Fragen nach sozialen und politischen Dynamiken sowie im Hinblick auf literatursoziologische Phänomene des Mäzenatentums, der Co-Autorschaft und des Ghostwriting; 2. als intertextuelles Phänomen mit Fragen nach parasitären und partizipatorischen Schreibverfahren und den damit verbundenen Relationen zwischen Prätext und Posttext sowie der Interrelation von Text, Paratext und Kontext, aber auch im intermedialen Zusammenhang, d.h. im Hinblick auf mediale Transpositionen wie (literarische und filmische) Remakes; 3. in Form von poetologischen Prozessmodellen parasitärer Irritation, Infiltration, Infektion, der Schwächung oder Auflösung von innen heraus, der kompositorischen und kompostierenden Ab- und Umwandlung; und 4. als dynamische Komplexitätsrelation im Rahmen eines oder mehrerer Ökosysteme.
    Das Projekt legt erstmalig den Fokus auf (öko-)parasitäre ästhetische Verfahren in skandinavischen literarischen und audiovisuellen Fiktionen vom 18. bis ins 21. Jahrhundert. Dabei wird zum einen eine literarhistorische Linie verfolgt, auf der der philosophische, politische, intertextuelle, poetologische und ökokritische Einsatz parasitärer Systeme und Denkfiguren bzw. einer parasitistischen Rhetorik untersucht wird. Zum anderen werden durch die Unterteilung des Projekts in einen vorwiegend poetologischen und einen hauptsächlich posthumanistisch-ökosystematisch ausgerichteten Schwerpunkt wesentliche Veränderungen in der Mobilisierung sowie in der Bewertung parasitistischer Prinzipien aufgezeigt. Ziel des Projekts ist es, die Kreationsstrategien parasitärer Systeme bzw. ihre Transfermöglichkeiten auf epistemologische, soziokulturelle und poetologische Denk- und Strukturmodelle zu untersuchen und auf Ausprägungen der Irritations- und Variationsfähigkeit sowie auf Möglichkeiten der Modifikation und Horizonterweiterung – sowohl hinsichtlich der Beschreibungskategorien ästhetischer Prinzipien als auch einer posthumanistischen Konzeption von Mensch-Umwelt-Interaktionen – abzuklopfen. Ein wesentlicher Angelpunkt, der in der bisherigen Forschung noch nicht verfolgt wurde, ist das Verständnis des Parasitären als ökosystemische Dynamik, die sich als Herausforderung anthropozentrischer Welt- und Umwelt-Entwürfe begreifen lässt, indem sie traditionelle Subjekt-Entwürfe bzw. Szenarien einer Mensch-Natur-Dichotomie hinterfragt, irritiert und/oder zerrüttet.

  • Athena Norica - Altdorfer Universitätsgeschichte

    Laufzeit: 1. Januar 2007 - 31. Dezember 2027
  • Alba Amicorum - Erforschung und Dokumentation

    Laufzeit: 1. März 1995 - 31. Dezember 2027

Einzelförderung:

  • Geschichte Europas im 19. Jahrhundert

    Laufzeit: 1. September 2020 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
  • Russischer Republikanismus vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Des Sultans Sternkunde. al-Ashraf Umar und sein Kitab al-Tabsira fi ilm al-nujum

    Laufzeit: 15. November 2019 - 14. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://tabsira.hypotheses.org/
  • Spektakuläre Gewaltakte. Transnationale Öffentlichkeiten und Terrorismus, 1880-1914

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    In dem Projekt soll die kommunikative Wirkung spektakulärer Gewaltakte in den letzten beiden Jahrzehnten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges in vergleichender und transnationaler Perspektive analysiert werden. Als „spektakulär“ werden dabei Attentate bezeichnet, die besonders heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorriefen. Dies galt (und gilt) insbesondere für terroristisch motivierte Bombenattentate aus dem Untergrund mit einer großen Zahl unbeteiligter Opfer, aber auch für Pogrome und Massaker. Geplant ist zunächst eine möglichst dichte Beschreibung der unmittelbaren Reaktionen auf Gewaltereignisse in Spanien, Frankreich, dem Russischen Reich und den USA anhand der bereits vorhandenen Literatur sowie anhand von Quellen aus dem unmittelbaren Umfeld (Polizei- und Gerichtsakten, Geheimdienstberichte, Bekennerschreiben, Memoiren). Darauf folgt eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Zeitungen, die über Attentate berichteten. Von Interesse sind dabei Zeitungen, deren Berichterstatter unmittelbar vor Ort waren, sowie daran anschließend die nationale und internationale Presse, in der die Ereignisse kommentiert und eingeordnet wurden. Die Arbeit wird damit einen wichtigen Beitrag nicht nur zum besseren Verständnis von durch Gewalt ausgelösten kommunikativen Dynamiken, sondern auch der transnationalen Vernetzung von Öffentlichkeiten vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges leisten.

  • Kommunikation und Sprache im Reich. Die Nürnberger Briefbücher im 15. Jahrhundert: Automatische Handschriftenerkennung - historische und sprachwissenschaftliche Analyse.

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Regesta Imperii - Quellen der Reichsgeschichte

    Laufzeit: 25. Februar 2016 - 31. Dezember 2033
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Adelsverflechtungen zwischen Romania und Germania am Beispiel der historischen Gebiete des Grenzraums „Saar-Lor-Lux“ (ca. 1600−1737)

    Laufzeit: seit 1. April 2020

    Das Vorhaben ist als Postdoc-Projekt konzipiert und thematisch im Bereich der Neueren Geschichte, Schwerpunkt 17. und frühes 18. Jahrhundert, angesiedelt. Ziel ist die Erforschung grenzübergreifender Transferprozesse am Beispiel ausgewählter Adelsverbindungen in den historischen Gebieten einer heutigen europäischen Binnenregion (Großregion bzw. "Saar-Lor-Lux"). Das Projekt folgt neueren, transfer- bzw. verflechtungshistorischen Ansätzen und erprobt diese anhand von Geschehenszusammenhängen lokaler bzw. regionaler Tragweite, wie sie auch in mikrohistorischen Untersuchungen Beachtung finden. Im Mittelpunkt stehen klassische Formen adeliger Herrschaftsausübung und Selbsterhaltungsstrategien, welche geographische, sprachliche, kulturelle oder konfessionelle Transgressionen aufwiesen, vor allem (I) höfische und geistliche Laufbahnen, (II) Heiratsprojekte sowie (III) Migrationen und kulturelle Transferprozesse (Menschen, Tiere, Güter), die zuweilen mit (I) und (II) einhergingen. Ausgangspunkt ist eine Erhebung von familienbezogenen Akten und Amtsbüchern in den jeweiligen Kommunal- und Landesarchiven respektive Nationalarchiven, darunter Korrespondenzen adeliger Familienmitglieder, Inventare, administrative Schriftwechsel und Zeugnisse der Standeskorporationen. Das Erkenntnisinteresse ist auf zwei Ebenen anzusiedeln. Zum einen sollen Mechanismen sprachlicher und kultureller Übersetzungsprozesse in kleinen Räumen sondiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Alteritätserfahrungen, die eher bei sprachlichen Verständigungsproblemen, kulturellen Missverständnissen und politischen Konflikten als in 'erfolgreichen' Beziehungen zum Ausdruck kamen. Zum anderen zielt die Untersuchung auf politische Merkmale 'kleiner', bislang wenig beachteter Herrschaftsträger, die direkt an und über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg agierten: Neigten die lokalen Eliten im stark fragmentierten und herrschaftlich instabilen Raum Lothringen, Luxemburg und Mosel-Saar angesichts fehlender Machtmonopole und äußerer Hegemonialansprüche zu einer Beziehungsverdichtung? Welche Faktoren waren in diesem spezifischen Fall für eine versuchte Netzwerkbildung ausschlaggebend? Das Projekt leistet einen Beitrag zur übergreifenden Regionalgeschichte eines klassischen Grenzraums sowie zur Methodenbildung innerhalb der historischen Grenzraumforschung, die gerade komplexere, vornationalstaatliche Konstellationen noch nicht abschließend erforscht hat.

    Résumé (fr.)

    Le projet vise à étudier les notions d’échange entre noblesses dans l’espace frontalier formé par les territoires historiques de l’actuelle Grande Région, sujet qui n’a jamais fait l’objet d’une étude systématique. Tandis que les réseaux transnationaux des noblesses de cour ont fait l’objet de recherches exhaustives, le « cosmopolitisme » des noblesses provinciales, agissant à l’échelle micro-locale, laissent encore en suspens quelques questions: De quelles stratégies politiques, culturelles et linguistiques les collectifs nobles se servaient-ils pour nouer des liens au-delà des frontières? L’absence d’un monopole de pouvoir, privilégiait-il la fusion entre noblesses et l’émergence d’une « terre de métissage » (Motta 2016)? À base de sources relevant de l’histoire locale seront étudiés méthodiquement deux familles exemplaires, leurs pratiques matrimoniales ainsi que d’autres liens dans les terres limitrophes. Le rôle spécifique de la noblesse luxembourgeoise sera d’abord traité à part, puis relié à l’ensemble des transferts culturels franco-germaniques.

  • Griechische Epigraphik, Feldforschung.

    Laufzeit: 1. April 2010 - 31. März 2035
    URL: http://www.boris-dreyer.de/

    Jährlicher Aufenthalt an den Grabungsorten Metropolis in Ionien bei Izmir, Magnesia bei Aydin,  Appolonia bei Bursa, Nikaia bei Iznik (Istanbul)

Einzelförderung:

  • Serielle Handlungsmacht. Eine historische Produktionsstudie zu Serien im öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehen auf Grundlage des Nachlasses von Wolfgang Rademann

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    URL: https://www.serielle-handlungsmacht.fau.de

    Im Projekt soll der (Arbeits-)Nachlass des kürzlich verstorbenen Fernsehproduzenten Wolfgang Rademann auf Grundlage der production studies aufgearbeitet werden. Das Ziel unserer dezidiert mikroskopisch angelegten Produktionsstudie ist es zum einen, die vielgestaltigen und dabei heterogenen Dynamiken eines hochgradig arbeitsteiligen Produktionsprozesses televisueller Serialität medienhistoriografisch beschreibbar zu machen. Zum anderen soll aus diskursanalytischer Perspektive gefragt werden, welche strategischen Operationen und Zuschreibungen dazu führten, dass gerade der Fernsehproduzent Rademann als eine maßgebliche Autorität in Fragen deutschen Unterhaltungsfernsehens über Jahrzehnte hinweg fungieren konnte.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

  • Theater im Archiv: Orte, Ordnungen, Prozesse

    Laufzeit: seit 1. Februar 2019

Einzelförderung:

  • Bildsynthese als Methode des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Forschungsprojekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Das Digitale Bild“

    Digitale Bilder ermöglichen es uns Kunstwerke virtuell zusammenzubringen, sie zu gruppieren und beliebig zu rearrangieren. Die potentiell sehr komplexen Verbindungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede innerhalb solcher Datensätze können von Computern analysiert werden. Dies macht jedoch ein Verständnis der grundlegenden, vom Computer gelernten Repräsentationen zwingend für den wissenschaftlich Erkenntnisprozess. Mithilfe generativer Verfahren aus dem Bereich des „deep learning“ soll eine neue Methodik zur Erschließung und Visualisierung von Bildkonzepten etabliert werden, die auf der Analyse dieser Repräsentationen aufbaut, wodurch das synthetische, digitale Bild zu einem bedeutenden Instrument des Interpretationsprozesses sowie des kunsthistorischen Erkenntnisgewinns wird.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • ODEUROPA: Negotiating Olfactory and Sensory Experiences in Cultural Heritage Practice and Research

    Titel des Gesamtprojektes: ODEUROPA
    Laufzeit: 1. Januar 2021 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: EU - 8. Rahmenprogramm - Horizon 2020
    URL: https://odeuropa.eu/

    Our senses are gateways to the past. Although museums are slowly discovering the power of multi-sensory presentations, we lack the scientific standards, tools and data to identify, consolidate, and promote the wide-ranging role of scents and smelling in our cultural heritage. In recent years, European cultural heritage institutions have invested heavily in large-scale digitization. A wealth of object, text and image data that can be analysed using computer science techniques now exists. However, the potential olfactory descriptions, experiences, and memories that they contain remain unexplored. We recognize this as both a challenge and an opportunity. Odeuropa will apply state-of-the-art AI techniques to text and image datasets that span four centuries of European history. It will identify the vocabularies, spaces, events, practices, and emotions associated with smells and smelling. The project will curate this multi-modal information, following semantic web standards, and store the enriched data in a ‘European Olfactory Knowledge Graph’ (EOKG). We will use this data to identify ‘storylines’, informed by cultural history and heritage research, and share these with different audiences in different formats: through demonstrators, an online catalogue, toolkits and training documentation describing best-practices in olfactory museology. New, evidence-based methodologies will quantify the impact of multisensory visitor engagement. This data will support the implementation of policy recommendations for recognising, promoting, presenting and digitally preserving olfactory heritage. These activities will realize Odeuropa’s main goal: to show that smells and smelling are important and viable means for consolidating and promoting Europe’s tangible and intangible cultural heritage.

Eigenmittelprojekte:

  • Michael Wolgemut: Mehr als Dürers Lehrer

    Laufzeit: seit 19. Dezember 2019
  • Deutsche Künstler vor Dürer in Venedig

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2018

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://digista.de

    Im September 2018 hat der interdisziplinäre Forschungsverbund „Die digitale Stadt. Materialität und Objekte urbaner Kommunikationskultur (DIGISTA)“ seine Arbeit aufgenommen. Der Verbund wird Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp einer Million Euro gefördert. DIGISTA arbeitet als interdisziplinärer Forschungsverbund zu Fragen der Materialität urbaner Kommunikationskultur und vereint vier Teilprojekte aus den Wissenschaftsdisziplinen Architektur, Informatik, Kommunikationswissenschaft und Kultursoziologie. Beteiligte Projektpartner sind neben der Universität Augsburg die Universität Leipzig und die Technische Universität München.

    Der Forschungsverbund geht der gemeinsamen Fragestellung nach, welcheBedeutung die materiale Dimension des Medienwandels für die Konstitution und Veränderung urbaner Räume und urbaner Kommunikationskultur hat. Der Forschungsverbund verfolgt damit eine doppelte Zielstellung. Erstens soll die Erforschung der materialen Dimension sozialer und kultureller Prozesse transdisziplinär vorangetrieben werden. Zweitens sollen die beteiligten Disziplinen für Stadtkommunikation als eigenes Forschungsfeld sensibilisiert werden, da in Zeiten fortschreitender globaler Verstädterung die Stadt nicht nur Kontext für Kommunikation ist, sondern die kommunikative Lebenswelt von Bürgerinnen und Bürgern maßgeblich bestimmt. Deshalb ist die direkte Kommunikation der wissenschaftlichen Ergebnisse an interessierte Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Anliegen des Forschungsverbundes. Zu diesem Zweck werden eine Ausstellung (Architekturmuseum Schwaben in Augsburg) sowie eine multimediale Webopera realisiert.

    Die Materialität der Medien wird auf einer Struktur- und einer Handlungsebene analysiert. Auf der Strukturebene wird Medieninfrastruktur als Institutionalisierung gesellschaftlicher und kultureller Entwicklungen angesehen. Auf der Handlungsebene interessiert der medientechnisch durchdrungene urbane Raum als Konstruktionsort sozialer Praktiken. In dieser Dimension stehen Fragen nach der Alltagsintegration und den sich wandelnden Gebrauchsweisen der Medien des urbanen Raums im Vordergrund. Dabei wird berücksichtigt, dass Städte als Orte der Vielfalt und Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Entwicklungen von kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Aushandlungsprozessen geprägt sind. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, berücksichtigt DIGISTA sowohl auf der Struktur- als auch auf der Handlungsebene die Perspektiven unterschiedlicher lokaler Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft als auch von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit heterogenem sozioökonomischem und kulturellem Hintergrund. Durch den Einbezug der Perspektiven unterschiedlicher Gruppen von Stadtbewohnern will DIGISTA die Diskussion über Smart Cites um eine wichtige Dimension bereichern. Denn diese Diskussionen sind oftmals von ökonomischen und Stadtplanerischen Perspektiven dominiert, ohne die Sichtweisen von Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern einzubeziehen.

    In den vier Teilprojekten werden jeweils unterschiedliche Facetten urbaner Medienmaterialität in ihrer Bedeutung für sich historisch wandelnde kommunikative Praktiken untersucht. Als gemeinsamer Bezugspunkt der Fallstudien dient dabei der öffentliche Raum der Stadt Augsburg. Teilprojekt 1 „Materialität und Bedeutung urbaner Kommunikationspraktiken“ führt ein Mapping der gegenwärtigen medialen Artefakte und materiellen Infrastruktur im Stadtraum durch. Anschließend werden deren intendierten Verwendungszwecke mit ihrer tatsächlichen Bedeutung für die alltägliche Kommunikationspraxis der Menschen abgeglichen. Teilprojekt 2 „Urbane Plätze als Orte der Kommunikation“ widmet sich historisch-rekonstruktiv dem Wandel urbaner Plätze und fragt nach dem Zusammenhang der materiell unterschiedlichen Gestaltung dieser Orte und der dort beobachtbaren Kommunikationspraktiken. Im 3. Teilprojekt „Medien und Architektur: Prägungen und Effekte gebauter Materialität“ wird die Bedeutung von Medienmaterialität und urbaner Kommunikationspraxis für Architektur und Stadtplanung in Vergangenheit und Gegenwart rekonstruiert. Im 4. Teilprojekt „Zukunftsszenarien der Augmentierung des öffentlichen Raums“ werden Objekte des urbanen Raums medial erweitert und deren Aneignung und Bedeutungsaushandlung im öffentlichen Stadtraum getestet.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

Einzelförderung:

  • Bibliotheken, Digitalisierung und kulturelle Bildung in peripheren Räumen: Bedingungen und Modelle zur Entwicklung der Bibliothek als Kulturort im Kontext post-digitaler Jugendkultur.

    Laufzeit: 1. Dezember 2019 - 30. November 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Libraries, Digitalization, and Cultural Education in Peripheral Areas: Conditions and Models for theDevelopment of Local Libraries as Culture Space in the Context of Post-digital Youth Culture.

  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Bedarfsadäquate Angebotsmodellierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung (weiter.bildungspartner) - Begleitforschung

    Titel des Gesamtprojektes: Bedarfsadäquate Angebotsmodellierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung (weiter.bildungspartner)
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
  • Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.

    Titel des Gesamtprojektes: Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität.
    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2021
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://www.paedagogik.phil.fau.de/2017/10/bmbf-verbundprojekt-midakuk-musikalische-interface-designs-augmentierte-kreativitaet-

    Das Projekt erforscht die bildungstheoretische und musikpädagogische Bedeutung digital-materieller MusikmachDinge. Es entwickelt hierzu ein Forschungsdesign und Forschungsmethoden, die der besonderen Komplexität des Gegenstands und der mit ihm einhergehenden ästhetischen Praxen gerecht werden. Es ordnet die gewonnen Erkenntnisse zum einen in einen übergreifenden bildungsstheoretischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die kulturpädagogische Erforschung insbesondere materiell-digitaler Transformationsprozesse ermöglicht. Es macht zum anderen Transformationen musikalischer Werk- und Prozessstrukturen sichtbar und pädagogisch beurteilbar. Dadurch zeigt es musikpädagogische Innovationspotenziale, Professionalisierungsbedarfe, -chancen auf und trägt dazu bei, zukunftsweisende Professionalisierungsmodelle zu entwickeln.

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Lernentwicklungsgespräche - Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation von Kindern im Grundschulalter

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 30. September 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zentrales Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage, inwieweit Lernentwicklungsgespräche günstige Auswirkungen auf motivationale Aspekte des Lernens von Grundschulkindern haben, wenn sie entsprechend zentraler Elemente des Formativen Assessments durchgeführt werden. Untersucht werden sollen das Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen sowie die Qualität der Motivation. Lernentwicklungsgespräche – Gespräche zwischen Schüler*in und Lehrer*in im Beisein mindestens eines Erziehungsberechtigten – stellen ein Verfahren der Leistungsrückmeldung (und -beurteilung) dar, in dem zentrale Elemente Formativen Assessments gut umgesetzt werden können, wie z.B. der Einbezug von Selbstwertung/Selbstreflexion, Rückmeldungen zu Lernstand und Lernentwicklung unter Verwendung kriterialer und individueller Bezugsnorm, lernförderliches Feedback sowie die Vereinbarung klarer Ziele. Verschiedene Studien bestätigen positive Effekte des Formativen Assessments auf die motivationalen Aspekte des Lernens, allerdings nur dann, wenn die einzelnen Elemente auf tiefenstruktureller Ebene umgesetzt werden. Da bezüglich der konkreten Umsetzung von Lernentwicklungsgesprächen kaum inhaltliche oder methodische Vorgaben bestehen, ergibt sich hier eine große Varianz. Die bisher durchgeführten Forschungsarbeiten zu Lernentwicklungsgesprächen beziehen sich vorrangig auf die gesprächsanalytische Perspektive. Zur (Qualität der) Umsetzung sowie zu den Effekten von Lernentwicklungsgesprächen gibt es kaum empirische Evidenz. Diese Lücke soll mit der geplanten Studie geschlossen werden. Zu diesem Zweck wird die Qualität von Lernentwicklungsgesprächen aus Sicht der beteiligten Schüler*innen und Lehrpersonen sowie durch externe Beobachtung erhoben. Die Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation werden mithilfe eines Prä-Post-Follow-Up-Designs untersucht.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Digitaler Campus

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des für die Studierenden zu erwerbenden Zertifikats „IT-Kompetenz“ werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    ProjektpartnerHochschulübergreifende ZusammenarbeitUniversität Regensburg:

    Projektleitung: Dr. Michael Haider, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Astrid Rank, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Alexandra Pöferlein, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Petra Kirchhoff, Professur für Fachdidaktik Englisch

    Prof. Dr. Anita Schlicher, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Johannes Wild, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Prof. Dr. Stefan Krauss, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Andreas Eberl, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Prof. Dr. Silke Schworm, Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt “Lernen mit visuellen Medien”), UR-Klassen

    Stefan Prock, Projektkoordinator UR-Klassen

    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:

    Dr. Günter Renner, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Dr. Eva-Maria Kirschhock, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Bärbel Kopp, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Projektinhalt

    Das Projekt “Digitaler Campus” strebt eine Stärkung domänspezifischer IT-Grundkompetenzen für Dozierende und Studierende des Lehramts an Grundschulen an. Dabei wird eine Einbindung des Lehrangebots in den Studiengang “Lehramt an Grundschulen” auf drei Ebenen fokussiert:

    Erreicht werden soll eine Förderung der Kompetenzen von Hochschuldozenten, Lehramtsstudierenden und SchülerInnen im Bereich der digitalisierten Welt. Im Programm werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Eine höhere Kompetenz der Dozierenden soll in den Lehrveranstaltungen zu einem höheren Output durch Modelllernen und einem höheren mediendidaktischen Niveau der Veranstaltungen beitragen, somit auch zu einer Erweiterung der Kompetenzen der Studierenden. Geschult werden soll auf Medien bezogenes Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Im Rahmen dessen können Studierende das “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” erwerben. Dies wird zunächst für das Lehramt an Grundschulen angeboten, wobei weiterfolgend die Möglichkeit der Realisierung für die Lehrämter an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien angestrebt wird.

    Pressemitteilung der Universität Regensburg zum Projekt “Digitaler Campus” http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb

    Titel des Gesamtprojektes: Digitaler Campus Bayern
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit einer an das Projekt anschließenden Evaluation an ausgewählten Grundschulen erprobt werden.

    Das Projekt „Digitale Medien im Schriftspracherwerb“ ist Teil des Gesamtprojektes „Digitaler Campus – IT4@ll“ in Kooperation mit der Universität Regensburg. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

Eigenmittelprojekte:

  • Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings in der Lehrerbildung

    Laufzeit: seit 1. Januar 2021
  • Mitbestimmung und Unterrichtsqualität: Zusammenhänge zwischen der Umsetzung des Kinderrechts auf Mitbestimmung und gutem Unterricht in der Grundschule.

    Laufzeit: seit 1. Januar 2021
  • FIT 2020. Fallbezogenes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen – Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation einer Intervention.

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2018

    Theorie/Forschungsstand

    Der gegenwärtige Forschungsstand legt nahe, dass durch die Umgestaltung von Grundschulen hin zu inklusiven Lernorten die Schülerschaft immer heterogener wird und sich Lehrkräfte durch „besondere“ Kinder mit (sonder-)pädagogischem Förderbedarf zusätzlich belastet fühlen (Albisser et al. 2006). Studien zur Lehrergesundheit betonen für den Umgang mit Belastungen die Bedeutsamkeit professioneller Handlungskompetenzen (Peperkorn/Horstmann 2018) und Ressourcen (Döring-Seipel/Dauber 2010). Die Lehrerfortbildung übernimmt hierbei eine Schlüsselfunktion, da sich Lehrkräfte auf den Reformprozess der Inklusion nicht vorbereitet fühlen (Amrhein 2015) und in inklusiven Settings eine starke Steigerung der „ohnehin als hoch erlebten Belastung erwarten“ (Erbring 2015, S.159). Problematisch ist, dass der inklusionsspezifische Fortbildungsbedarf weiterhin steigt, jedoch zum einen nicht gedeckt werden kann (Amrhein/Badstieber 2013) und zum anderen keine Qualitätssicherungsmaßnahmen vorliegen (Amrhein 2015). Gleichzeitig verweisen die wenigen vorliegenden Studien zur salutogenen Perspektive von Lehramtsanwärter*innen der zweiten Ausbildungsphase (Braun et al. 2015) auf hohe Werte in „Burnout“ und „kognitiven Stresssymptomen“, die die der Lehrkräfte sogar übersteigen (Drüge et al. 2014). Die Belastungen zeigen sich auch darin, dass viele Lehrkräfte bereits nach wenigen Jahren ihren Beruf wieder verlassen (Albisser/Keller-Schneider 2010). Die verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen, Reformen/Neuerungen im Bildungssystem sowie das Verhalten/die Motivation einzelner Schüler*innen stellen dabei die drei am häufigsten genannten Belastungsfaktoren aus Sicht der Lehramtsanwärter*innen dar (Albisser 2009), die als Hinweise angesehen werden können, dass aktuell vorwiegend inklusive Settings mit besonderen Fällen als Belastung angesehen werden. Beutel et al. (2016) zufolge zeigt diese Zielgruppe  großes Interesse an gesundheitsbezogenen Unterstützungsangeboten, Fallbezug (z.B. Lipowsky/Rzejak 2017) und zielgruppenspezifische Anpassung (Kaluza 2018) stellen dabei zentrale Kriterien für deren Wirksamkeit dar.

    Fragestellungen/Ziel

    Die Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, die Fortbildungskonzeption LehrKRÄFTE (Elting et al. 2021; Martschinke et al. 2019) zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings für Lehramtsanwärter*innen weiterzuentwickeln, auf die Bedarfe der zweiten Lehrerbildungsphase anzupassen und zu evaluieren. Die ersten Evaluationsergebnisse aus LehrKRÄFTE können als Hinweise gedeutet werden, dass es sich um eine gewinnbringende Unterstützung zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings handeln kann (Elting et al. 2020) und phasenübergreifend erprobt werden könnte. Von Interesse ist dabei die Frage, inwiefern in inklusiven Settings durch die Intervention die fallspezifischen Belastungen reduziert und fallspezifischen Ressourcen gestärkt werden können und wie hoch der Lernnutzen eingeschätzt wird.

    Design/Methode

    Für die Vorstudie im Sommer 2019 konnten N=21 Lehramtsanwärter*innen rekrutiert werden. Hierbei wurden die Intervention und Messinstrumente aus LehrKRÄFTE bei der Zielgruppe der der Lehramtsanwärter*innen erprobt sowie deren spezifische Fortbildungsbedarfe erfasst. In der Hauptstudie im Februar/März/Juli 2020 wurde das daraufhin weiterentwickelte Training (FIT 2020. Fallbasiertes Inklusionsspezifisches Training für Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe zum Umgang mit Belastungen) in weiteren sechs Seminargruppen (N=58) implementiert. Die fragebogenbasierte Evaluation erfolgt im Rahmen einer quasi-experimentellen Prä-Post-Studie im Mixed-Methods- und Wartekontrollgruppendesign. Um mögliche Transferwirkungen des Trainings in den inklusiven Schulalltag erfahrbar zu machen, wurden im Juli 2020 mit N=22 Lehramtsanwärter*innen telefonische Leitfadeninterviews als Follow-Up-Messung geführt. Zudem wurden jeweils circa vier Monate nach Trainingsteilnahme von diesen und weiteren Lehramtsanwärter*innen (N=43) erneut Fragebögen zu möglichen Transferwirkungen im inklusiven Schulalltag ausgefüllt.

    Literaturangaben

    Albisser, S.; Kirchhoff, E.; Meier, A.; Grob, A. (2006): Anforderungsverarbeitung & Gesundheit im Berufszyklus von Lehrpersonen. Symposiumsbeitrag zu "Balancieren im Lehrberuf".

    Albisser, S. (2009): Belastender oder kompetenzorientierter Umang mit Anforderungen und Ressourcen im Berufseinstieg? In: PÄD-Forum: unterrichten erziehen 37/28 (3), S.104-107.

    Albisser, S.; Keller-Schneider, M. (2010): Unter Druck - und trotzdem professionell. In: ph akzente (2), S. 23–25.

    Amrhein, B. (2015): Professionalisierung für Inklusion gestalten: Stand und Perspektiven der Lehrerfortbildung in Deutschland. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.): Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 139-155.

    Amrhein, B.; Badstieber, B. (2013): Lehrerfortbildungen zu Inklusion - eine Trendanalyse. Hg. v. Bertelsmann Stiftung. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/lehrerfortbildungen-zu-inklusion-eine-trendanalyse/.

    Beutel, T..; Adams, J.; Engler, S.; Gerzymisch, K.; Rose, D.-M. (2016): Gesundheitliche Auswirkungen des Referendariats und Präventionsansätze. Eine qualitative Interviewstudie. In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 9 (2), S. 267–283.

    Döring-Seipel, E; Dauber, H. (2010): Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. In: Schulpädagogik heute (2), S.1-16.

    Drüge, M.; Schleider, K.; Rosati, A.-S. (2014): Psychosoziale Belastungen im Referendariat - Merkmale, Ausprägungen, Folgen. In: Die deutsche Schule 106 (4), S. 358–372. 

    Elting, C., Baumann, R., Martschinke, S., Grüning, M., Niessen, C., Kopp, B. & Oetjen, B. (2021). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen: Konzeption und erste Evaluation einer fallbasierten Fortbildung für Lehrkräfte zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. In N. Böhme, B. Dreer, H. Hahn, S. Heinecke, G. Mannhaupt & S. Tänzer (Hg.), Eine Schule für alle - 100 Jahre Grundschule - Mythen, Widersprüche, Gewissheiten. Springer VS.

    Erbing, S. (2015): Lehrer/innengesundheit und schulische Inklusion. Engagiert, und doch entspannt mit Vielfalt in der Schule umgehen. In: Fischer, C.; Veber, M.; Fischer-Ontrup, C.; Buschmann, R. (Hg.):  Umgang mit Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Waxmann (Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung), S. 157–168.

    Lipowsky, F.; Rzejak, D. (2017): Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzepte aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. In: Bildung und Erziehung 70 (4), S. 379–399. 

    Martschinke, S.; Elting, C.; Grüning, M.; Kopp, B.; Niessen, C.; & Schröder, C. (2019): Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Donie, C.: Foerster, F., Obermayr, M.; Deckwerth, A.; Kammermeyer G., Lenske, G.; Leuchter, M.; Wildemann, A. (Hg.): Grundschulpädagogik zwischen Wissenschaft und Transfer. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018): Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. In: Prävention und Gesundheitsförderung (15), S. 607-613.

  • Empowerment für Studierende und Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe - Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2018

    Theorie und Forschungsstand
    Die Bandbreite der Heterogenität der Grundschulkinder nimmt durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) zu und stellt Lehrkräfte vor zusätzliche An- und Herausforderungen (z.B. Horstmann/Perperkorn, 2018; Martschinke et al., 2019). Mit diesen zusätzlichen An- und Herausforderungen sehen sich nicht allein bereits ausgebildete Lehrkräfte konfrontiert; Lehramtsanwärter(innen) der ersten und zweiten Ausbildungsphase sind gleichermaßen hiervon betroffen. Obwohl Theoriebestände zu Auswirkungen von Belastungen (z.B. Maslach/Leiter, 1999) sowie Ergebnisse der Belastungs- (z.B. Peperkorn/Horstmann, 2018) und Forschung speziell im Referendariat (z.B. Braun et al., 2015) auf eine zusätzliche Beanspruchung in inklusiven Settings verweisen, gelten Lehramtsanwärter(innen) im Übergang in die zweite Ausbildungsphase (LAAs) als eine noch unzureichend erforschte Gruppe (Albisser/Keller-Schneider, 2010), wenngleich gerade der Einstieg in den Lehrberuf mit besonderen Beanspruchungen sowie hohen Abbruch- und Wechselquoten (z.B. OECD, 2004) einhergeht und eine entscheidende Phase der Professionalisierung sowie beruflichen Identitätsfindung darstellt (z.B. Terhart, 2000). Für einen erfolgreichen Umgang mit Belastungen gelten geeignete Ressourcen als besonders bedeutsam (z.B. Döring-Seipel/Dauber, 2010). Bekannt ist, dass es durch emotionale Erschöpfung zu einem veränderten Sozialverhalten der Lehrperson gegenüber den Schüler(inne)n kommen kann, die sogar mit negativen Konsequenzen für Leistung und Motivation der Schüler einhergehen (Maslach/Leiter, 1999; Klusmann et al., 2008; Klusmann/Richter, 2014). Nicht hinreichend erforscht sind hingegen Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten sowie deren Entwicklung im beruflichen Übergang. 

    Fragestellungen
    Diesen Desiderata widmet sich die Hauptfragestellung des Dissertationsprojekts: Wie entwickeln sich Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsphase und wie gehen Lehramtsanwärter*innen mit belastenden Fällen und Situationen im Unterricht um? Dabei soll auch deskriptiv erfasst werden, von welchen Fällen und Situationen sich Studierende und Lehramtsanwärter(innen) im inklusiven Setting besonders belastet fühlen, über welche Ressourcen diese für den Umgang mit diesen Belastungen verfügen und wie diese Personengruppe den gemeinsamen Unterricht gestaltet.

    Methode
    Das Dissertationsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, in einem Mixed-Methods-Design Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsbildungsphase zu identifizieren und den Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht näher zu beschreiben. Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teilstudien.

    Teilstudie 1 widmet sich der Erfassung der Anforderungen und Ressourcen von Studierenden und Lehramtsanwärter(innen) im Umgang mit Heterogenität. In einem quantitativen Längsschnittdesign sollen  mittels standardisierter Fragebögen zu mehreren Messzeitpunkten Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings im weiteren Sinn von Studierenden im Übergang zur zweiten Ausbildungsphase erfasst werden. So wird im Bereich der Anforderungen auf Basis authentischer Fallskizzen (vgl. Martschinke et al., 2019) die emotionale Erschöpfung (z.B. Demerouti/Bakker 2007) sowie die Belastungsintensität des jeweiligen Falls erfasst. Hinsichtlich der Ressourcen sollen emotional-energetische Ressourcen (z.B. Distanzierungsfähigkeit) (z.B. Schaarschmidt/Fischer, 2008)  sowie  personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Kompetenzerleben, Einstellung)  (z.B. Bosse/Spörer, 2014) erfasst werden. 

    In Teilstudie 2 sollen mittels leitfadengestützten Telefoninterviews Lehramtswärter(innen) des ersten und zweiten Dienstjahres zu ihrem Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht befragt werden. Flankierend sollen diese Lehramtsanwärter(innen) auch die Belastungsintensität authentischer Fallskizzen einschätzen sowie zu ihrer emotionalen Erschöpfung befragt werden.   

    Zwischenstand
    Für eine geplante Pilotierung des Fragebogens zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen konnten drei  Seminargruppe N=30 LAAs für Juni/Juli 2019 rekrutiert werden. Die Erhebungen der Hauptstudie sind ab Anfang 2020 geplant.

    Literaturangaben

    • Albisser, S. & Keller-Schneider, M. (2010). Unter Druck - und trotzdem professionell. ph akzente, (2), 23–25.
    • Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 63, 258-277.
    • Braun, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2015). Wie erleben Lehramtsreferendare den Vorbereitungsdienst? Eine Clusteranalyse zum Erleben der zweiten Ausbildungsphase in Abhängigkeit von personalen Merkmalen. Lehrerbildung auf dem Prüfstand, 8 (6), 21-37.
    • Demerouti, E. & Bakker, A. B. (2007). The Oldenburg Burnout Inventory: A Good Alternative to Measure Burnout (and Engagement). Manuscript.
    • Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund - die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1 (2), 1-16.
    • Hobfoll, S. E. (1989). Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.
    • Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts "Pythagoras". In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG - Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.
    • Klusmann, U. & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülern in der Primarstufe. Zeitschrift für Pädagogik, 60 (2), 202-224.
    • Klusmann, U., Kunter, M., Trautwein, U., Lüdtke, O. & Baumert, J. (2008). Teachers’ occupational well-being and quality of instruction: The important role of self-regulatory patterns. Journal of Eductational Psychology, 100 (3), 702-715.
    • Martschinke, S., Elting, C., Grüning, M., Kopp, B., Niessen, C., & Schröder, C. (2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Kucharz, D. & Skorsetz, N. (Hrsg.): Diversität und soziale Ungleichheit. Herausforderungen an die Integrationsleistung der Grundschule. Wiesbaden.
    • Maslach, C., & Leiter, M. P. (1999). Teacher burnout: A research agenda. In R. Vandenburghe & A. M. Huberman (Hrsg.), Understanding and preventing teacher stress: A sourcebook of international research and practice (S. 295-303). Cambridge, UK: Cambridge University Press.
    • OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) (2004). Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Länderbericht Deutschland. Bonn.
    • Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht – Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Schulform. Präv Gesundheitsf, 15, 607–613.
    • Pianta, R. C. & Hamre, B. K. (2009). Conceptualization, Measurement, and Improvement of Classroom Processes: Standardized Observation Can Leverage Capacity. Educational Researcher, 38 (2), 109–119.
    • Schaarschmidt, U. & Fischer, A. W. (2008). AVEM – Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster. London: Pearson.
    • Terhart, E. (2000). Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Weinheim: Belz.

Einzelförderung:

  • Digitale Souveränität Jugendlicher. Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen individueller Souveränität in einer tiefgreifend mediatisierten Welt

    Laufzeit: 1. August 2021 - 31. Juli 2026
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Die Nachwuchsforschungsgruppe (NFG) untersucht die Digitale Souveränität Jugendlicher und ihre Einflussfaktoren. Digitale Souveränität wird definiert als die Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person kompetent, selbstbestimmt und sicher im Umgang mit oder in Abhängigkeit von digitalen Medien das eigene Leben zu gestalten. Das relationale Konzept bezieht individuelle, technische, rechtliche und soziale Bedingungen ein. Diese Bedingungen werden in Studien zur digital geprägten Lebenswelt Jugendlicher nicht systematisch ausgearbeitet und zueinander in Beziehung gesetzt. Die NFG setzt deshalb an der Relationalität an, mit dem Ziel ein tragfähiges Konzept individueller Digitaler Souveränität auszuarbeiten und empirisch zu prüfen, um fördernde und hemmende Faktoren derselben zu identifizieren. Mittels Mixed-Methods-Ansatz erschließt die Gruppe explorativ die Perspektive Jugendlicher. Sie konzentriert sich auf weniger versierte (Promotion 1) bzw. besonders versierte Jugendliche (Promotion 2) in informellen und non-formalen Bildungskontexten. Aus der Exploration abgeleitete Hypothesen prüft die NFG in einer repräsentativen Studie. Mit der Erhebung der Eltern- und der pädagogischen Perspektive vervollständigt sie das Konzept Digitaler Souveränität Jugendlicher.

  • Empower teachers for remote online assessments in higher education

    Laufzeit: 1. Mai 2021 - 30. April 2023
    Mittelgeber: Erasmus+

    The project “Empower teachers for remote online assessments in
    higher education (Remote.EDU)” addresses the currently emerging need of establishing, fostering and promoting online assessments in higher education. With its objectives to support
    instructors in designing and implementing online assessments as part of their course development and teaching, provide possible technical concepts and to promote online
    assessments and digitalization within European higher education, it aims to contribute to the community through theory-based, hands-on knowledge and support.

  • Verbundprojekt: Persönliches transparentes KI-basiertes Portfolio für die Lehrerbildung - PetraKIP; Teilvorhaben: Evaluation eines KI-basierten Professionalisierungs-Portfolio (EvaKIP)

    Laufzeit: 1. März 2021 - 29. Februar 2024
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Data Literacy for Citizenship

    Laufzeit: 31. Dezember 2020 - 30. Dezember 2023
    Mittelgeber: Erasmus+

    DaLi addresses the basic training of data literacy (i.e., supporting individuals in acquiring and developing basic skills and key competences) for adult learners in non-formal contexts,through the co-creation, piloting, and evaluation of pedagogical strategies and a toolkit of games and playful learning resources with adult learners, as well as methods for implementation with stakeholders that work with adult education. By taking a playful approach we attempt to increase learning demand and take-up through effective outreach, guidance and motivational strategies.

  • Heimat Digital (HeiDi): Potenziale und Strategien digitaler Regionalentwicklung im ländlichen Raum

    Laufzeit: 1. April 2020 - 31. März 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

    Recent developments in digitization may be seen as threats, however, they also provide the opportunity to foster a positive relationship of people with their communities (place attachment) via participatory regional development. This may be particularly positive for sustainable development of rural areas at risk of demographic decline. The project’s aim is to synthesize, systematize and analyse Europe-wide examples of ‘good practice’ related to digital strategies and instruments on this issue. These examples will be compiled, resulting in an orientation framework that is being made available in the form of a digital toolbox for further use in regional development.

    The research questions are: how can digitization contribute to a positive interpretation of rural areas or rural identification? How can the potential of digitization be used for participatory regional development? In particular, how can place attachment be strengthened? And how may contributors only digitally present be involved? How can place attachment counter depopulation and migration? And how can digital tools be used to successfully address pivotal challenges of rural regions such as brain drain and youth drain? Which strategies have already been successfully pursued based on such questions? What criteria of good practice for participatory digital regional development result from examples available in Europe?

    By addressing these questions, the project will provide a deeper insight into patterns and processes of place attachment in times of digitization and demographic change. At the same time, it provides a toolbox for the target-oriented design of programs for rural regions. Given the lower carbon footprint of rural populations, this also contributes to sustainable development.

  • Beziehungsgestaltung, Autonomie und Soziale Eingebundenheit in der Schule - Partizipation und Wohlbefinden
    in pädagogischen Beziehungen

    Laufzeit: 1. April 2020 - 31. März 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://www.basis-studie.de

    Die Qualitätpädagogischer Beziehungen zwischen Schüler*innen, Lehrpersonen und Elternspielt bei allen Schulakteuren für das Erleben von Selbstbestimmung, sozialerEingebundenheit und Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Die Basis-Studie zieltdarauf ab, pädagogische Beziehungen an Preisträgerschulen des DeutschenSchulpreises differenziert auf ihre Merkmale hin zu untersuchen undZusammenhänge mit anderen im schulischen Kontext wichtigen Konstruktenaufzudecken. Vor dem Hintergrund der Selbstbestimmungstheorie (Ryan & Deci,2017) sowie des Empowerment-Konzepts (Schwalb & Theunissen, 2009) werdenpädagogische Beziehungen zwischen Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern sowiederen Bedeutung für das Empfinden von Selbstbestimmung, sozialerEingebundenheit, eigener Kompetenz und schulischem Wohlbefinden (Hascher, 2004)systematisch untersucht. Basierend auf einem Mixed-Methods-Design werden indrei Projektphasen Charakteristika pädagogischer Beziehungen aufSchüler*innen-, Lehrkraft- und Schulebene an Preisträgerschulen der Primar- undSekundarstufe analysiert. Die Ergebnisse aus den Analysen von standardisiertenFragebogenerhebungen, Leitfadeninterviews, Dokumentenanalysen sowieBeobachtungen münden in der Konzeption einer pädagogischen Werkstatt sowie Aus-und Weiterbildungsangeboten an Universitäten und Schulbehörden.

  • Innovative Lernumgebungen im Verbund

    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.schulportal-thueringen.de/schulentwicklung/inlive_schulnetzwerk

    Gefördert von der Robert Bosch Stiftung und in Kooperation mit dem Thüringer Institut fürLehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) führt der Lehrstuhlfür Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine wissenschaftlicheBegleitung der „InLiVe-Netzwerke“ durch.

    Schulnetzwerke fördern die Schulentwicklung und ermöglichen Schulen einen effizienteren Umgangmit Ressourcen (Hillebrand, Webs, Kamarianakis, Holtappels, Bremm &Ackeren, 2017). Zentral ist dafür ein zielgerichteter, anlassbezogener Ansatzder Netzwerkarbeit. Im Rahmen dieser soll ein Raum für den Austausch undTransfer innovativer Ideen und Ansätze zur Lösung verschiedenerHerausforderungen und Probleme generiert werden (Killus & Gottman, 2012).Daran soll im Projekt „InLiVe“ angesetzt werden.

    Innovative Lernumgebung im Verbund (InLiVe)“ entwickelte sich aus dem internationalen OECDProjekt zu Schulnetzwerkarbeit „Entwicklung innovativer Lernumgebungen (ILE)“.Einige Schulen aus diesem Projekt wünschten sich die Möglichkeit des Austauschesund der Vernetzung zu verschiedenen Themenbereichen der Schulentwicklung auchauf nationaler Ebene. International etablierte Kriterien zu innovativenLernumgebungen des Centre for Educational Research and Innovation (CERI) derOECD bilden für die Arbeit in den Netzwerken eine themenspezifischenReferenzrahmen.

    Ziel des Projekts ist es einen Raum für einen Erfahrungsaustausch zwischen Schulen bereitzustellen,eine Reflexion des pädagogischen Handelns und der Schulentwicklungsprozesse unterBezugnahme auf innovative Lernumgebungen und der international anerkannterKriterien zur Gestaltung von innovativen Lernumgebungen des CERI der OECD zuetablieren und innovative Konzepte für Schul- undUnterrichtsentwicklungsprozesse zu generieren. Hierzu sollen bereits bestehendeSchulnetzwerke in Thüringen mit einer intensiven Begleitung zu einemGesamtnetzwerk zusammengeführt werden. Darüber hinaus sollenbundeslandübergreifende Schulnetzwerke nachhaltig etabliert werden, womit ein umfassenderRaum für Austausch, Reflexion und Transfer von Ideen undProblemlösungsstrategien für die Schulen geschaffen wird. Diebundeslandübergreifende Netzwerkarbeit konzentriert sich auf die an Thüringenangrenzenden Bundesländern Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

    Literatur:

    Gläser-Zikuda, M., Baumgart, K., Herzer, G., Kemper, R., König-Wendel, J., & Wenke, F.(2014). Schulentwicklung in Thüringen – das Startprojekt E.i.L. (“Entwicklunginnovativer Lernumgebungen”) .In A. Jantowski (Eds.), Unterricht im Spannungsfeld zwischen Kompetenz- undStandardorientierung. (pp. 71-81). Thillm.: Bad Berka.

    Hillebrand, A., Webs, T., Kamarianakis, Eva, Holtappels, H.-G., Bremm, N. & Ackeren, I.v. (2017). Schulnetzwerke als Strategie der Schulentwicklung: Zurdatengestützten Netzwerkzusammenstellung von Schulen on sozialräumlichdeprivierten Lagen. Journal for educational research online 9 (1), S.118-143.

    Killus, D. & Gottmann, C. (2012). Schulübergreifende und schulinterne Kooperationin Schulnetzwerken. In E. Baum, T.-S. Idel, H. Ullrich (Hrsg.), Kollegialitätund Kooperation in der Schule. Wiesbaden: VS Verlag fürSozialwissenschaften.

    Rössler, L., Gläser-Zikuda, M., Bonitz, M., & Anderegg, N. (2017). Innovation durchTransformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigenNetzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE).Journal für Schulentwicklung, 21(2), 8-15.

  • PLASTIC FREE HEROES: developing 21st century competences through inquiry-based learning and social activism

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 31. März 2022
    Mittelgeber: Erasmus+
  • FAU Lehramt International

    Laufzeit: 1. Oktober 2019 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
    URL: https://www.teachedinter.fau.de/

    Das Projekt „FAU Lehramt International“ greift aktuellebildungspolitische Diskussionen und Empfehlungen zur Internationalisierungsowie Forschungsergebnisse und Best-Practice-Erfahrungen zurInternationalisierung der Lehrkräftebildung unter besonderer Beachtung derLehramtsprüfungsordnung I in Bayern auf und zielt auf die Etablierung einesnachhaltigen Konzeptes der Internationalisierung der Lehrkräftebildung an derFAU. Allen Lehramtsstudierenden soll ein Angebot für internationale Erfahrungengemacht werden. Internationalisierung in der Lehrkräftebildung wird durchAuslandserfahrungen (Mobilität) und durch internationalization at home sowie inden virtuellen Bildungsräumen (internetbasierte Studienangebote) erreicht. DasKonzept sieht vor, dass Internationalisierungsaktivitäten inFachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften implementiertwerden. Darüber hinaus werden Kooperationen zwischen der ersten und der drittenPhase der Lehrkräftebildung (wie z. B. im Netzwerk „Internationalisierung vonBildung in der Metropolregion Nürnberg“) angestrebt. Damit wird der Diversitätder Studiengänge und Fächer, der sprachlich-kulturellen Vielfalt und der Breiteder internationalen Beziehungen Rechnung getragen. Im Rahmen von „FAU LehramtInternational“ werden begleitende Forschungsprojekte im Bereich derInternationalisierung der Lehrkräftebildung durchgeführt. Neben der begleitenden Forschungwird das Projekt evaluiert.

  • Evaluation des sozialen Bildungsprojekts CJD Panorama

    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Wissenschaftliche Prozessbegleitung von Schulnetzwerkarbeit zur Senkung des Anteils von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss in einem ausgewählten Schulnetzwerk in den Schuljahren 2018/2019 bis 2020/2021

    Laufzeit: 1. März 2019 - 30. Juni 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des europäischen Sozialfonds führt der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) sowie dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) eine wissenschaftliche Prozessbegleitung zu Netzwerkarbeit an Schulen in Südthüringen durch.
    Die Kooperation von Schulen im Rahmen eines Schulnetzwerks bietet einer Einzelschule durch die Bündelung spezifischer Kompetenzen und Ressourcen die Möglichkeit, Lerngelegenheiten und Entwicklungsimpulse wahrzunehmen, die ohne externe Kooperationen ungenutzt bleiben würden (Dresselhaus, 2006). Schulnetzwerkarbeit kann regional, national wie international somit durch die systematische Nutzung von Synergieeffekten zu Schulentwicklung beitragen (Berkemeyer et al., 2008; Rößler, Gläser-Zikuda, Bonitz & Anderegg, 2017). So können Netzwerke beispielsweise auch im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote wirksam sein. Schulnetzwerke sollten dabei unter einer klaren Zielsetzung agieren und intensiv gepflegt bzw. strukturiert werden. Eine wissenschaftliche Prozessbegleitung bietet durch kontinuierliche Begleitung und fachlichen Input die Möglichkeit, die Schulnetzwerke diesbezüglich zu unterstützen.
    Um Entwicklungspotenziale an der Einzelschule aufzuzeigen, werden Schulentwicklungsbedingungen datenbasiert erfasst und in Form schulscharfer Portfolios an die einzelnen Netzwerkschulen rückgemeldet. Darüber hinaus wird die Reflexionskultur an Netzwerkschulen hinsichtlich der Schulentwicklungsprozesse zur Senkung der Schulabbruchquote systematisch durch die Etablierung eines Multiplikatorensystems gefördert. Ergänzend werden Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen angeboten. Neben der aktiven Unterstützung der pädagogischen Arbeit der Netzwerkschulen wird im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung zudem die Wirksamkeit von Schulnetzwerkarbeit im Hinblick auf die Senkung der Schulabbruchquote geprüft. Im Vergleich zu Schulen ohne Netzwerkarbeit werden dann schließlich evidenzbasierte Hinweise und Praxisempfehlungen für die erfolgreiche Schulnetzwerkarbeit generiert.

    Literatur:
    Berkemeyer, N., Manitius, V. & Müthing, K. (2008). „Schulen im Team“. Erste empirische Befunde. In N. Berkemeyer, W. Bos, V. Manitius & K. Müthing (Hrsg.), Unterrichtsentwicklung in Netzwerken. Konzeptionen, Befunde, Perspektiven (S. 329–341). Münster: Waxmann.
    Dresselhaus, G. (2006). Netzwerkarbeit und neue Lernkultur. Theoretische Grundlagen und praktische Hinweise für eine zukunftsfähige Bildungsregion. Münster: Waxmann.
    Rößler, L.; Gläser-Zikuda, M.; Bonitz, M. & Anderegg, N. (2017). Innovation durch Transformation in transnationalen Netzwerken am Beispiel des deutschsprachigen Netzwerkes für Innovative Learning Environments (ILE). Journal für Schulentwicklung 21(2), 8-15.

  • Teacher Education and Society: Potentials and Innovations in the Kurdistan Region of Iraq

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

    Das Projekt, das in Kooperation mit der SalahaddinUniversity in Erbil umgesetzt wird, befasst sich mit dem Aufbau vonnachhaltigen Strukturen und wissenschaftlichen Kapazitäten in der Lehre, derForschung und in der so genannten Third Mission (Verflechtung der Universitätmit dem gesellschaftlichen Umfeld durch Innovationstransfer, wissenschaftlicheWeiterbildung, Service Learning und soziales Engagement) in der Lehrerbildungin der Region Kurdistan (Irak). Insbesondere für den Bereich der universitären Lehrerbildungund Lehrerfortbildung ist eine wechselseitige Beziehung relevant, etwa für denTheorie-Praxis-Bezug in der Lehre, für die Durchführung der praxisnahen oderregional bedeutsamen Forschung oder für die Schaffung der Akzeptanz vonbestimmten pädagogischen Ideen (z.B. Inklusion) bei den Eltern undgesellschaftlichen Akteuren. Das Projekt greift aktuelle Probleme derLehrerbildung auf, berücksichtigt die aktuelle politische, soziale undökonomische Situation in der Region Kurdistan und leistet mit der Bearbeitungvon zwei innovativen thematischen Handlungsfeldern (Diversity Education unterbesonderer Berücksichtigung der Menschenrechte und Entrepreneurship Education)einen Beitrag zur Modernisierung der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung in derRegion. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehre undForschung, der universitären Strukturen und des Hochschulmanagements, zurFörderung des akademischen Nachwuchses sowie zur regionalen und internationalenVernetzung mit universitären und außeruniversitären Akteuren. Darüber hinausträgt das Projekt durch den fachlichen und kulturellen Austausch zur Stärkungder Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der FAU auf denGebieten Wirtschaft, Gesellschaft des Nahen Ostens und (internationale)Lehrerbildungsforschung sowie zur Stärkung der internationalen undinterkulturellen Dimension der Lehrerbildung an der FAU bei.

  • Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften

    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://projekt-rebel.phil.fau.de

    1. Einleitung

    Aus der Forschung ergeben sich Hinweise, dass persönliche Überzeugungen von Lehrkräften (z.B. Welt- und Menschenbild; ethische Grundüberzeugungen) deren berufliches Denken und Handeln beeinflussen. Dass dies insbesondere für religiöse Überzeugungen gilt, legt sich aus mehreren Gründen nahe:

    - Religionspsychologisch gesehen gelten religiöse Überzeugungen als für religiöse Menschen besonders bedeutsame Überzeugungen, die tendenziell ihr gesamtes Leben prägen.

    - Normativ gehen religiös orientierte Bildungsträger (z.B. Kirchen, Diakonie) davon aus, dass Lehrpersonen ihre Religiosität in ihr berufliches Handeln einbringen – weshalb z.B. von Lehrer/innen an ev. oder kath. Schulen die entsprechende Kirchenmitgliedschaft verlangt wird.

    - In der gesellschaftspolitischen Schul-Diskussion spielen religiöse Aspekte immer wieder eine Rolle (z.B. Kopftuchstreit, Kruzifixstreit, Ritualgebet in der Schule).

    - In der empirischen Forschung haben v.a. Studien aus den USA Effekte von religiösen Überzeugungen auf Denken und Handeln von Lehrkräften zeigen können. Wegen der höheren Religiosität der amerikanischen Gesamtbevölkerung können diese Befunde jedoch nicht einfach auf Deutschland übertragen werden.

    Für Europa und Deutschland besteht im Hinblick auf diese Thematik ein eklatantes Forschungsdefizit.

    2. Forschungsfrage / Hypothesen

    Gibt es Zusammenhänge zwischen den religiösen und berufsbezogenen Überzeugungen von Lehrpersonen an deutschen Schulen? Unsere Forschungshypothese ist, dass es solche Zusammenhänge gibt und sie empirisch erfasst werden können. Wir gehen weiter davon aus, dass eine solche Erfassung die Weiterentwicklung von Schule und Lehrerbildung maßgeblich unterstützen kann, denn:

    -       Religiosität kann eine persönliche Ressource von Lehrkräften für die Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben sein;

    -       Religiosität kann, v.a. in fundamentalistischen Ausprägungen, eine Beeinträchtigung und ein Störfaktor für die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben von Lehrkräften sein;

    -       normative Unterstellungen über Einflüsse der Religiosität von Lehrkräften auf ihr berufliches Denken und Handeln sollten empirisch aufgeklärt werden.

    Ziel muss es u.E. sein, dass (künftige) Lehrkräfte ihre religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen sowie deren mögliche Bezüge zu ihrem Beruf kritisch reflektieren, um professionell und produktiv mit ihnen umgehen zu können. Dies gilt umso mehr, als die vielen zugewanderten Menschen (und somit auch zunehmend mehr Lehrpersonen und Schüler/innen) eine signifikant höhere Religiosität aufweisen als deutschstämmige.

    3. Forschungsdesign

    In einem hypothesenprüfenden Design sollen mittels eines Online-Fragebogens die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in zwei exemplarischen Raumordnungsregionen der Bundesrepublik befragt werden. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe von Korrelations- und Pfadanalysen sowie Strukturgleichungsmodellen.

  • Digitalisierung in der Kulturellen Bildung - ein Metaprojekt

    Laufzeit: 1. September 2017 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Projekt dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland. Dazu werden regelmäßig Workshops und Schwerpunkt-Symposien auf wissenschaftlichen Konferenzen organisiert. Im Rahmen der empirischen Erhebungen wird auf die Hebung von Synergieeffekten durch koordinierte Datenerhebungen geachtet. Die Projekte des Förderschwerpunkts werden beim Forschungsdatenmanagement unter anderem durch Weiter- bildungsveranstaltungen zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Es erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Entwicklungen und Projektergebnisse im Schwerpunkt. Ausgehend von den darin und im weiteren Forschungsfeld gewonnenen Erkenntnissen sowie unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in Bildungssystem und Gesellschaft werden Perspektiven für die weitere Forschung erarbeitet und aufgezeigt. Unter Nutzung dafür vorhandener Strukturen werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten zur Vernetzung ebenso geboten wie Möglichkeiten zur Weiterbildung zu projektübergreifenden inhaltlichen und methodischen Fragen. Der Transfer der Ergebnisse des Verbundprojekts in die Öffentlichkeit wird über praxisorientierte Publikationen ebenso gefördert wie über Veranstaltungen für eine breitere Fachöffentlichkeit.

    Das Metavorhaben steht in Form regelmäßiger Treffen in wissenschaftlichem Austausch mit ähnlichen Projekten im Rahmenprogramm. Dabei erfolgt auch ein Austausch zu übergreifenden Themen wie gesellschaftliche Herausforderungen, Nachwuchsförderung, Forschungsdatenmanagment und Transfer.

  • Verläufe exzessiver Internetnutzung in den Familien

    Laufzeit: 8. April 2015 - 31. Oktober 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.medpaed.phil.fau.de/forschung/veif/

    ProblembeschreibungNeben der medialen Öffentlichkeit widmen sich auch unterschiedliche Wissenschaftsbereiche der exzessiven Internetnutzung von Jugendlichen. Ergebnisse internationaler Studien belegen dabei einen Zusammenhang mit familialen Einflussfaktoren. Bisher fehlen jedoch längsschnittlich angelegte Studien, um diesen Zusammenhang genauer beschreiben zu können. Dementsprechend liegt der Fokus der VEIF-Studie auf dem Verlauf exzessiver Internetnutzung von Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der Familie.

    Zielsetzung und Fragenstellung
    Gesellschaftlich bedarf es näherer Kenntnisse zum Verlauf des Phänomens exzessiver Internetnutzung, um geeignete Präventions-, Diagnose- und Interventionsmaßnahmen entwickeln zu können. Zur hierfür erforderlichen Grundlagenforschung soll die VEIF-Studie einen Beitrag leisten. Anhand quantitativer Methoden werden über insgesamt 60 Monate Daten erhoben, welche Aufschluss über das Phänomen, dessen Entwicklung und den Einfluss der Familie geben. Leitend sind folgende Fragestellungen.
    • In welchem Alter und aus welchen Gründen beginnen Jugendliche das Internet exzessiv zu nutzen?
    • Wann nimmt dies gegebenenfalls wieder ab?
    • Welchen Einfluss nimmt die Familie auf den individuellen Entwicklungsverlauf?

    Forschungsmethoden
    Die Studie folgt einem multiperspektivischen Forschungsansatz. Es wird davon ausgegangen, dass exzessive Internetnutzung in Familien zu einem Problem wird, wenn es von den Familienmitgliedern als ein solches wahrgenommen wird. Dabei muss die Perspektive der Eltern nicht notwendigerweise von den Jugendlichen geteilt werden. Gleichzeitig entsprechen die als Problem wahrgenommenen Phänomene nicht unbedingt der Perspektive einer wissenschaftlichen Definition suchtartiger Internetnutzung. Im Rahmen einer quantitativen Fragebogenerhebung werden aus diesem Grund Familiendyaden (bestehend aus einer oder einem Jugendlichen und jeweils einem Erziehungsberechtigten) sowohl zu ihrer subjektiven Problemsicht befragt als auch Instrumente der Suchtforschung (YDQ, IGDS) eingesetzt.

    Um die spezifischen Problemverläufe anhand der Daten abbilden zu können, wird primär eine Gruppe mit erhöhtem Risiko für exzessive Internetnutzung untersucht. Dieses wird dann angenommen, wenn eine Mediennutzungsproblematik mindestens seitens der Erziehenden oder der Jugendlichen wahrgenommen wird. Der Anteil der rekrutierten Jugendlichen mit problematischen Mediennutzungsweisen liegt hierbei in der Stichprobe höher als in der Allgemeinbevölkerung (sogenanntes „Oversampling“). Um Vergleiche mit Familien ohne jegliche Problemdefinition anstellen zu können, wird darüber hinaus eine Kontrollgruppe hinzugezogen. Die quantitative Datenerhebung umfasst insgesamt sechs Wellen. Zum ersten Erhebungszeitpunkt (2016) wurden 1095 Familiendyaden befragt und zum fünften Erhebungszeitpunkt (2020) konnten Daten bei 498 Familien erhoben werden. Analyseschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Familienklima, Medienerziehung, psychische Gesundheit und formale Bildung und ihrer prädiktiven Bedeutung für exzessive Internetnutzung bei Jugendlichen im zeitlichen Verlauf.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Inclusive Peer Learning with Augmented Reality Apps

    Laufzeit: 1. September 2020 - 31. August 2023
    Mittelgeber: Erasmus+

    Augmented Reality (AR) has been developing rapidly in the pastyears, and the acceptance of this technology is growing among the users ofsmartphones and tablets. Educational applications and resources that use ARtechnology are also growing both in number and quality. According to the recentreview “Meta-analysis of the impact of Augmented Reality on students’ learninggains” (Garzón & Acevedo 2019), the technology has overall a positiveimpact on learning gains, especially in STEM. However, most educators lacksufficient digital skills and are unaware of the pedagogical approachesnecessary to successfully use the available digital tools to advance theirteaching practices and their professional development.

    The iPEAR project aims at empowering European educators with thedigital and pedagogical competences that enable them using innovative AR toolsand collaborative learning methodologies, such as peer learning. iPEAR aims at strengtheningthe skills of educators in higher education and other educational settings. The project will map the existing researchresults and available applications, supplementing these results and validatingthem in case studies following the research methodology of Informed GroundedTheory. It will facilitate the adoption of AR in education by creatingopen access teaching and learning material for educators, including a toolkit of educational ARapps and platforms supplemented by teacher guidelines, a compendium of best practices,and a competence framework for AR educators all available as independently asOERs and delivered as a MOOC.

    The design of the project is guided bythe European policies, strategies and tools. The project aims to improve thedigital competence of educators and subsequently their students by developing acomprehensive set of educational resources that are open and accessible onlineworldwide (EU initiative “Opening Up Education”). It supports the “DigitalLearning & ICT in Education” 2018 and “Digital Education Action Plan” 2018by promoting innovative technology-enhanced learning practices with both thecontent of the materials and by making all materials designed for and availableonline as OERs and as a MOOC. The project supports the European skillsframeworks: “Digital skills framework” and the “Digital Competence Frameworkfor Educators (DigCompEdu), by extending them into a framework for specificskills educators need to integrate AR in their teaching. The project supportsthe ”EU Cohesion Policy”, focusing on social inclusion according to studentsrequirements and preferences based on the UN definition of inclusion. Theproject communicates and disseminates the results via a range of onlineactivities, reaching the major stakeholders, educational organisations andindividual educators. These activities culminate in a final project conferenceon the topic of educational AR targeting educators, practitioners, researchers,and students. The outreach and impact of the project are extended via a massiveonline open course for educators, delivering all project results structured ina course format.

     

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Automatic System for TRacking E-Learners

    Titel des Gesamtprojektes: Automatic System for TRacking E-Learners
    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2021
    Mittelgeber: Erasmus+
  • Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education

    Titel des Gesamtprojektes: INSHIP
    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2022
    Mittelgeber: Europäische Union (EU)
    URL: https://www.spaed.phil.fau.de/forschung/forschungsschwerpunkte/#collapse_7

    The project entitled Teaching Practice Partnership Model in Pre-Service Teacher Education (INSHIP) aims to develop educational innovation in the area of higher education through a complementary partnership model for teaching practice (TP) in initial teacher education. The project follows four main objectives: (1) Provision of appropriate educational opportunities for student teachers in the course of TP, (2) Enhancement of the professional competencies of academic staff in the in-service course of TP (CPD-INSHIP course), (3) Operationalization of tools and guidance materials for implementation of TP (INSHIP-toolkit) (4) Development of Professional Learning Network in TP (INSHIP-PLN).
    INSHIP-project derives from an international consortium of experts in the field of teacher education, and is evidence-based. Its background is a socio-constructivist paradigm, at the forefront of which is situational learning of student teachers, and the role of collaboration and professional learning communities in bridging the gap between theory and practice in teacher education, which can be exceeded in an authentic learning context, i.e. in the concrete work environments. Moreover, in the course of the TP student teachers become professionally socialised, evolving their professional identity on the basis of shared attitudes and values within the teaching and learning community. Finally, the active participation of students in their future work environments contributes to their professional promotion, as the particular school gets to know the individual students during the TP course, which provides for a higher level of security of the institution in the employment of the graduates.
    The main achievement of the project will be the INSHIP-model, which will take the form of four basic elements covering the educational principles of strategic complementary partnership collaboration, professional socialisation, the student teachers TP competencies, and quality indicators for TP, with its own developed evaluation system. Supporting the INSHIP-model, the CPD-INSHIP course for academic staff will be developed and piloted within the project, as well as the INSHIP-toolkit and INSHIP-PLN fostering the spread of the professional learning community in TP by using INSHIP-portal, attending various professional meetings and using the materials produced in INSHIP. The INSHIP-project aims to bring together a total of 96 education professionals for INSHIP transnational teaching / learning / training events. It is planned to engage with another 150 education professionals for professional dissemination events taking place ones simultaneously across 6 partner countries and 120 participants in the INSHIP final conference. It is expected to gradually involve more education professionals across the participating countries who will benefit INSHIP-PLN, as well as other project outputs over time.

  • A

    Titel des Gesamtprojektes: Primat des Pädagogischen in der Digitalen Grundbildung. Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen in der Professionalisierung von pädagogischen Akteuren für Bildung im Grundschulalter (P3DIG)
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.p3dig.de/
    Problembeschreibung:In aktuellen Strategiepapieren zur Bildung in der digitalen Welt fordern BMBF und KMK, ein Primat der Pädagogik in den Mittelpunkt der Bildungsstrategien zu stellen. Grundlegende digitale Kompetenzen werden im Grundschulalter erworben. In dieser Lebensspanne soll die Grundschule als erste öffentliche Pflichtschule mit weiteren Bildungsakteuren den Erwerb der basalen Kompetenzen absichern, wobei hinsichtlich der Kompetenzmodelle, der Anforderungen an die Akteure und der notwendigen Rahmenbedingungen Unklarheiten bestehen.
    Zielstellung:Das Forschungsprojekt P3DiG macht es sich zur Aufgabe, sowohl mehrperspektivisch Professionalisierungsbereiche und -prozesse von pädagogischen Akteuren zur „digitalen Grundbildung“ zu beschreiben und theoretisch zu modellieren als auch deren Umsetzung zu erfassen.
    Forschungsmethoden:In der ersten Projektstufe werden mit einem theoriebasierten Mehrebenenmodell die strukturellen Bedingungen von Kompetenzerwerb und Einstellungsänderungen von pädagogischen Akteuren (schulisch und außerschulisch) erfasst. Mittels Gruppendelphi-Verfahren werden wissenschaftliche Experten und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen zur „digitalen Grundbildung“ im Kindesalter, zu Professionalisierungserfordernissen und -prozessen und strukturellen Rahmenbedingungen befragt. Ziel dieser ersten Stufe ist die Klärung von Grundsatzfragen hinsichtlich veränderter Aufgaben von Bildungseinrichtungen.
    In der zweiten, umfassenderen Projektstufe erfolgt die Analyse von Gelingensbedingungen durch die Befragungen von Ausbildungspersonen und pädagogischen Akteuren zur Identifikation von Kompetenzen und Einstellungen zur „digitalen Grundbildung“. Dabei werden insbesondere auch treibende und hemmende Faktoren in der Professionalisierung der pädagogischen Akteure erfasst. Hierzu werden in einem Methodenmix theoriegenerierende qualitative und hypothesenprüfende quantitative Forschungselemente miteinander kombiniert. Im qualitativen Teil werden insbesondere auch Bedingungskonstellationen von Kompetenzerwerb, Einstellungsveränderungen und praktischen Umsetzungen erfragt. Bestehende Daten aus aktuellen Studien mit einem ähnlichen Fokus werden mittels Sekundäranalysen eingebunden. Die Befunde der qualitativen Teilprojekte werden für eine quantitative Erhebung genutzt, mit der neue Skalen zur digitalen Bildung im Kindesalter validiert werden und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen endogenen Faktoren (Kompetenzen, Einstellungen) pädagogischer Akteure und strukturellen Bedingungen geprüft werden sollen.
  • Online gaming and Digital tools to promote the asylum seekers Integration and increase awareneSS amongst schools of the refugees’ crisis in Europe

    Titel des Gesamtprojektes: Online gaming and Digital tools to promote the asylum seekers Integration and increase awareneSS amongst schools of the refugees’ crisis in Europe
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Erasmus+

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Overte und koverte Aufmerksamkeit auf emotionale Gesichter in realistischen sozialen Situationen

    Laufzeit: seit 1. September 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Gesichtsausdrücke anderer Menschen zu interpretieren, erleichtert soziale Interaktionen. In zahlreichen Laborstudien, bei denen auf Computerbildschirmen Bilder von Gesichtern simultan mit anderen Objekten gezeigt werden, richten Menschen ihren Blick bevorzugt auf die Gesichter, besonders, wenn sie emotionale Ausdrücke zeigen. Gegensätzlich reagieren Menschen, wenn sie sich in realen sozialen Situationen befinden: sie unterdrücken ihre Augenbewegungen in Richtung der Gesichter anderer. Um die Extraktion emotionaler Informationen aus Gesichtern in realistischen sozialen Situationen zu verstehen, müssen daher Aufmerksamkeitsverschiebungen sowohl mit, als auch ohne Augenbewegungen untersucht werden.Es ist bislang unklar, ob in sozialen Situationen Aufmerksamkeit verdeckt auf Gesichter verschoben wird, auch wenn keine offene Augenbewegung stattfindet und welchen Einfluss emotionale Gesichtsausdrücke auf das Blickverhalten haben. Das geplante Projekt füllt diese Forschungslücke.1) Zuerst wird untersucht, ob emotionale Gesichtsausdrücke das Blickverhalten in sozialen Situationen beeinflussen. Unsere vorläufigen Untersuchungen zeigen, dass Blickverhalten in realistischen sozialen Situationen mittels mobiler Eye-tracking-Brillen messbar ist. In Studie 1 werden diese Brillen verwendet, um Augenbewegungen von Proband*innen in Richtung eines Konföderierten zu messen, der entweder einen neutralen, positiven oder negativen Gesichtsausdruck zeigt. Die Ergebnisse der Studie werden den Effekt emotionaler Gesichtsausdrücke auf Blickverhalten in sozialen Situationen verdeutlichen.2) Neben der offenen Aufmerksamkeitsverschiebung durch Augenbewegung sind Verschiebungen auch verdeckt, also ohne Augenbewegung, möglich. Unsere bisherigen Studien zeigen, dass eine Kombination von Eye-tracking und Elektroenzephalographie (EEG) eine Unterscheidung der Gehirnmechanismen von offener und verdeckter Aufmerksamkeitsverschiebung ermöglicht. In Studie 2 des Projekts wird diese Methode zur Untersuchung der Aufmerksamkeitsverschiebung auf emotionale Gesichter genutzt. Mit ihr kann simultan untersucht werden, ob Proband*innen andere Menschen ansehen und ob ihr Gehirn auch dann verstärkt auf Menschen reagiert, wenn sie diese nicht ansehen.3) In Studie 3 wird dieselbe Methode in einem realistischen sozialen Kontext angewendet. Hierdurch kann untersucht werden, ob Aufmerksamkeit verdeckt verschoben wird, wenn Proband*innen sich in sozialen Situationen befinden. In allen Studien werden außerdem Modulationen von Effekten aufgrund von natürlichen Variationen bei autistischen Merkmalen und sozialer Ängstlichkeit betrachtet.Mit dem Projekt werden Mechanismen von Aufmerksamkeitsverschiebung auf emotionale Gesichter in Abhängigkeit des sozialen Kontexts einer Situation identifiziert. Es verspricht daher erhebliche Aufschlüsse für alltägliche soziale Interaktionen und für Populationen mit Beeinträchtigungen bei diesen, beispielweise Menschen mit Autismus oder sozialer Ängstlichkeit.

  • Paralinguistische Stimmmerkmale in Major Depression (ParaStiChaD)

    Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Integration von Online-Interventionen in die ambulante Psychotherapie bei Patienten mit depressiven Störungen und Angststörungen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 30. April 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Smartphone-assistierte Abstinenzförderung nach Alkoholentzug

    Laufzeit: 1. April 2019 - 31. März 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Evaluation der Behandlung von Opioidabhängigen während der Inhaftierung im bayerischen Justizvollzug

    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium der Justiz (StMJ)
  • Forschungs- und Entwicklungsvertrag im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundforschungsvorhabens „COMPARE - Risikobewertung bei Kindern psychisch kranker Eltern“.

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 30. September 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Individuelle Unterschiede in der Authentizitätswahrnehmung dynamischer Emotionsausdrücke

    Laufzeit: seit 16. Februar 2021
    Mittelgeber: Ausländische Drittmittelgeber (keine EU-Mittel)

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Ermittlung der Praxis- und Alltagstauglichkeit des IEEDA, Untersuchungen der Patienten und Durchführung der IASON-Validierung

    Titel des Gesamtprojektes: Intelligenter emotional-empathischer digitaler Assistent mit EEG-Zeitreihenanalyse zur Früherkennung und Verlaufskontrolle bei Alzheimer-Demenz - IASON
    Laufzeit: 1. Juli 2019 - 30. Juni 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien

    Titel des Gesamtprojektes: Gesunder Umgang mit digitalen Technologien und Medien
    Laufzeit: 1. Juni 2019 - 31. Mai 2023
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) (seit 2018)
  • Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse

    Titel des Gesamtprojektes: Empirisch basierte Behandlung für Kinder und Jugendliche als Opfer von Missbrauch und Vernachlässigung zugänglich machen - internetbasierte Therapie und biometrische Analyse
    Laufzeit: 1. April 2019 - 31. März 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation

    Titel des Gesamtprojektes: @myTabu - Online-Intervention für entlassene Kindesmissbrauchstäter während der Bewährungs- und Führungsaufsicht: Entwicklung der Intervention und gesundheitsökonomische Evaluation
    Laufzeit: 1. Februar 2019 - 31. Januar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Anforderungsanalyse, Entwicklung der Motivationsstrategie und des Geschäftsmodells, Test und Evaluierung

    Titel des Gesamtprojektes: Intelligentes Servicesystem für lokal vernetzte Prosumer
    Laufzeit: 1. September 2018 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Das Ziel des Verbundprojektes liegt in der Unterstützung und Entlastung der Menschen, die in einem Quartier zusammenleben und kurzfristig oder dauerhaft Hilfe benötigen ohne dass durch diese Hilfen finanzielle Mehrbelastungen entstehen dürfen. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Verbundprojektes ein neuartiges, interaktives und nicht-monetäres Dienstleistungssystem für eine "Nachbarschaftshilfe 2.0" entwickelt und aufgebaut. Das innovative Konzept entwickelt ein Netzwerk gegenseitiger Hilfe durch Integration von Bürgern mit ehrenamtlichen, gemeinnützigen und professionellen Organisationen über eine neuartige digitale Plattform. 

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Gesundheit und soziale Teilhabe

    Laufzeit: 1. Januar 2021 - 31. Dezember 2025
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.geronto.fau.de/forschung/soziale-beziehungen/geste/
  • Ageing as Future - Future-related activities regarding age and ageing in cross-cultural perspective

    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: Stiftungen
  • Beratungsstelle für gesundes Altern

    Laufzeit: 1. Januar 2016 - 31. Dezember 2025
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: http://www.geronto.fau.de/bega

    An BegA können sich Menschen mit Beratungsbedarf zu allgemeinen Fragen der Lebensführung im Alter, zu subjektiven Einschränkungen der kognitiven oder körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. bei der Verkehrsteilnahme wenden bzw.  auch deren Angehörige. Ziel von BegA ist es, basierend auf ausführlichen Gesprächen und evtl. vertiefender Diagnostik, individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln.

    Das Projekt BegA - Beratung für gesundes Altern ist langfristig ausgelegt, d.h. Klienten und Klientinnen sollen so lange wie möglich und gewünscht (in jährlichen Abständen) weiter begleitet werden. Die Anzahl der Klienten wird letztendlich durch Nachfrage und Ressourcen bestimmt. Im ersten Jahr der Projektlaufzeit haben sich seit Januar 2016 schon mehr als 100 Klienten an BegA gewandt.

    Arbeitsschwerpunkte von BegA sind:
    1. Beratung zu Fragen der Lebensführung im höheren Lebensalter
    2. Beratung bei subjektiv erlebten Gedächtnis- oder sonstigen kognitiven Leistungseinbußen
    3. Mobilitätsberatung und Fahreignungsdiagnostik bei subjektiver Unsicherheit im Verkehr
    4. Nicht-medikametöse therapeutische Interventionen wie z.B. Kognitiv-körperliches Training zur Prävention von kognitiven Leistungseinbußen oder Gesprächsangebote in Gruppenform zu verschiedenen Themenbereichen (z. B. Trauerbegleitung).

    BegA wird für einen Zeitraum von fünf Jahren von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert. Im Förderumfang enthalten sind 0.75 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, Mittel für wissenschaftliche Hilfskräfte (15h/Woche) sowie Sachmittel.  Beiträge der Klienten und Eigenleistungen der FAU Erlangen-Nürnberg ergänzen die Finanzierung.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Kommunale Integration durch gezielte Verteilung stärken – Pilotprojekt zur Verteilung von Schutzsuchenden mithilfe eines IT-gestützten Matching-Verfahrens

    Laufzeit: 1. Mai 2021 - 30. April 2024
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.pol.phil.fau.de/institut/migration-flucht-integration/forschungsprojekte/#collapse_2
  • Global autocratic collaboration in times of COVID-19: Game changer or business as usual in Sino-Gulf relations?

    Laufzeit: 1. Februar 2021 - 31. Juli 2022
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    There is strong empirical evidence that COVID-19 acts as a booster for processes of global autocratization in which autocratic protagonists present themselves as more effective role models in fighting the pandemic than the ‘liberal script’ of Western societies. This is particularly observable in Sino-Gulf relations that challenges Europe’s and Germany’s international alliances and partnerships. This prospective project aims at explaining these corridors of autocratic collaboration and at formulating clear-cut policy recommendations how to navigate EU/German relations with the Gulf and China in times of the global pandemic.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • The Public (Re-)Negotiation of Intergenerational Solidarity and Responsibility in the Corona-Pandemic – Media Discourse Analysis and Ethical Evaluation (PRISMAE)

    Laufzeit: 1. April 2021 - 30. September 2022
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung
    URL: https://www.soziologie.phil.fau.de/forschung/prismae/
  • Quantitative Studie zum Themenkomplex "Gesellschaftliche Fragestellungen des Mensch-Technik-Verhältnisses bei Künstlicher Intelligenz" im Rahmen des BMBF-Einzelvorhabens "KI - Mensch - Gesellschaft - Den Wandel des Mensch-Technik-Verhältnisses durch Künstliche Intellgenz ganzheitlich verstehen und bewerten"

    Laufzeit: 1. April 2021 - 31. August 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Das Imaginäre an den Grenzen des Sozialen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
    URL: https://www.soziologie.phil.fau.de/imaginaeres/
  • Die Struktur kognitiver Minderheiten: Evangelikale in Leipzig und Unitarier in Dallas

    Laufzeit: 1. Oktober 2017 - 31. März 2022
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch die komparative Untersuchung 'kognitiver Minderheiten' herauszufinden, wie Menschen eine von ihrer sozialen Umgebung abweichende Wirklichkeitsdefinition aufrechterhalten. In einem komplementär aufgebauten Forschungsdesign soll rekonstruiert werden, wie die Welt für eine religiöse Gruppierung (Evangelikale) in einer stark säkularisierten Stadt (Leipzig) und für eine Gruppe von Zweiflern und Suchenden (Unitariern) in einer von evangelikaler Religiosität geprägten Stadt (Dallas) jeweils wirklich wird. Vor dem Hintergrund einer wissenssoziologischen Theorieperspektive gehe ich davon aus, dass Wirklichkeitsdefinitionen in einem permanenten Wechselspiel zwischen der subjektiven Ebene des Bewusstseins und der objektiven Ebene der Institutionen und geteilten Sinnstrukturen entstehen. Um das Thema zu bearbeiten, wird entlang einer rekonstruktiven Methodologie ein ethnografischer Forschungsansatz gewählt, der teilnehmende Beobachtung mit narrativ-biographischen Interviews verbindet. An aktuelle religionssoziologische Debatten anschließend, soll das Projekt erstens einen empirisch fundierten mikrosoziologischen Beitrag zur Verhältnisbestimmung von Stadt, Religion und Moderne leisten und damit zweitens an der konzeptionellen Weiterentwicklung neuerer religionssoziologischer Theorieansätze mitwirken.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Living with Radiation: The Role of the International Atomic Energy Agency in the History of Radiation Protection

    Titel des Gesamtprojektes: Living with Radiation: The Role of the International Atomic Energy Agency in the History of Radiation Protection
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2024
    Mittelgeber: EU - 8. Rahmenprogramm - Horizon 2020
    URL: https://iaeahistory.weebly.com

    "This project addresses the central question of how the International Atomic Energy Agency, a diplomatic and political international organization, came to dominate scientific institutions with a long tradition in radiation protection. Despite the importance of international organizations for the development of postwar science there is no work on the history of radiation protection in relation to the development of the IAEA. The project addresses this lacuna in a groundbreaking way: it analyses what is usually treated as a strictly techno-scientific issue—how best to protect us from ionized radiation—using methods from history, philosophy, and sociology of science, and in the context of international history. The main hypothesis is that scientific knowledge about radiation protection has been shaped by diplomatic, social, economic, and political concerns. This approach casts new light on important aspects of postwar history of science, combining attention to state actors, science diplomacy, and the roles played by international organizations. Given the enormous interest in radiation protection the time is ripe for providing a comprehensive social, historical, and political study of the role of the IAEA in the field.
    The main objectives of the project are:
    • to retrace the international history of radiation protection after World War II, focusing especially on the Technical Assistance Programs of the IAEA;
    • to investigate the role of the IAEA in sponsoring knowledge production in the field of radiation protection in competition with other regulatory agencies; and
    • to analyze the standardization of instruments, objects, procedures, and technical vocabulary as the main strategy used by the IAEA for guiding radiation protection worldwide.
    The project advocates a ""diplomatic turn"": diplomacy becomes analytical category in history of science. Highly interdisciplinary it brings together expertise from several disciplines, promising a significant advancement across them."

  • Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen

    Titel des Gesamtprojektes: Betriebliche Praxislaboratorien - Chancen der Digitalisierung für Frauen
    Laufzeit: 1. November 2018 - 31. Oktober 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Eigenmittelprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

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Eigenmittelprojekte:

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Einzelförderung:

  • Integratives Konzept zur personalisierten Präzisionsmedizin in Prävention, Früh-Erkennung, Therapie undRückfallvermeidung am Beispiel von Brustkrebs - DigiOnko

    Laufzeit: 1. Oktober 2020 - 30. September 2024
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, StMGP (seit 2018)
  • Integratives Konzept zur personalisierten Präzisionsmedizin in Prävention, Früh-Erkennung, Therapie und Rückfallvermeidung am Beispiel von Brustkrebs

    Laufzeit: 1. Oktober 2020 - 30. September 2024
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, StMGP (seit 2018)

    Breast cancer is one of the leading causes of death in the field of oncology in Germany. For the successful care and treatment of patients with breast cancer, a high level of information for those affected is essential in order to achieve a high level of compliance with the established structures and therapies. On the one hand, the digitalisation of medicine offers the opportunity to develop new technologies that increase the efficiency of medical care. On the other hand, it can also strengthen patient compliance by improving information and patient integration through electronic health applications. Thus, a reduction in mortality and an improvement in quality of life can be achieved. Within the framework of this project, digital health programmes are going to be created that support and complement health care. The project aims to provide better and faster access to new diagnostic and therapeutic procedures in mainstream oncology care, to implement eHealth models for more efficient and effective cancer care, and to improve capacity for patients in oncologcal therapy in times of crisis (such as the SARS-CoV-2 pandemic). The Chair of Health Management is conducting the health economic evaluation and analysing the extent to which digitalisation can contribute to a reduction in the costs of treatment and care as well as to an improvement in the quality of life of breast cancer patients.

  • CwiC: Coping with Certainty – von der Steigerung der Prädiktabilität im KI-Zeitalter und ihren damit einhergehenden normativen Herausforderungen

    Laufzeit: 1. März 2020 - 28. Februar 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Design Thinking als Modell forschenden Lernens in der Theologie

    Laufzeit: 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2024
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • vALID: KI-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme in der Klinik. Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen

    Laufzeit: 1. November 2019 - 31. Oktober 2022
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt

    Künstliche Intelligenz (KI) scheint in aller Munde. Von zunehmender Bedeutung sind Anwendungen von KI im Bereich klinischer Entscheidungsfindung. Liegen einige der denkbaren Anwendungen klinischer KI noch in der Zukunft, verändern andere bereits die Praxis. Das Projekt vALID unternimmt eine normative, rechtliche und technische Analyse der Frage, wie KI-gesteuerte klinische Entscheidungsunterstützungssysteme mit dem Ideal der Arzt- und Patientensouveränität in Einklang gebracht werden können.

    vALID besteht aus vier Teilprojekten. Im ethischen Teilprojekt wird auf Basis einer eingehenden Analyse bestehender normativer Arbeiten zur KI in der Klinik untersucht, welche Aspekte das Ideal der Souveränität von ÄrtzInnen und PatientInnen umfasst. Das rechtliche Teilprojekt wird auf Basis einer De Lege Lata Analyse verschiedene Regulierungsoptionen im nationalen und internationalen Kontext analysieren und bewerten. Beide Teilprojekte untersuchen, wie Konzepte von Vertrauenswürdigkeit, Transparenz, Akteurschaft und Verantwortung durch klinische KI beeinflusst und verschoben werden—sowohl auf theoretischer Ebene als auch im Hinblick auf konkrete moralische und rechtliche Konsequenzen.

    Im technischen Teilprojekt werden vor dem Hintergrund einer eingehenden Analyse technisch möglicher sowie in der Klinik bereits eingesetzter Anwendungen Mock-Up-Simulationen von konventionellen, automatisierten sowie integrativen Entscheidungsunterstützungssystemen entworfen. Im empirischen Teilprojekt werden anhand dieser Mock-Ups sowie mittels quantitativer und qualitativer Erhebungsmethoden die Perspektiven und Argumentationsmuster von Patientinnen und ÄrztInnen zu einer Bandbreite von Designs und Implementierungen KI-getriebener, klinischer Entscheidungsunterstützungssysteme systematisch erfasst.

    Während dieses Prozesses sind die Teilprojekte fortwährend methodologisch verzahnt: Die normwissenschaftlichen Teilprojekte erarbeiten einerseits den konzeptionellen Rahmen für die empirischen Untersuchungen, und nehmen andererseits deren Zwischenergebnisse in die Argumentationsgänge auf.

    Auf Basis dieser Arbeiten werden die vier vALID-Teilprojekte schließlich gemeinsam eine ethisch, rechtlich, technisch, und empirisch informierte Governance-Perspektive für KI-getriebene Entscheidungsunterstützungssysteme im Kontext eines shared decision-making erarbeiten.

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Christliche Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte

    Titel des Gesamtprojektes: GRK 2304: Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption
    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 31. März 2023
    Mittelgeber: DFG / Graduiertenkolleg (GRK)

    Zum 1. Oktober 2018 wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ein neues geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg eingerichtet. Die DFG bewilligte das interdisziplinäre GRK 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen: Austausch, Abgrenzung und Rezeption“, an dem insgesamt zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen historischen, archäologischen und theologischen Fächern sowie der Musikwissenschaft beteiligt sind, die von der Antike bis zur Frühen Neuzeit forschen. Sprecher ist der Byzantinist Johannes Pahlitzsch, stellvertretende Sprecherin die Kirchenhistorikerin Heike Grieser. Ute Verstegen vom LS Christliche Archäologie der FAU ist als externe Expertin Mitglied des Trägerkreises und wird Qualifikationsarbeiten zur spätantiken und byzantinischen Archäologie und Kunstgeschichte betreuen.

    Das GRK untersucht die Wechselbeziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und seinen Nachbarn und Konkurrenten erstmals aus einer transkulturellen Perspektive, nicht nur anhand von Formen und Praktiken des Krieges, sondern auch mithilfe der sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen.

    Das GRK bietet einen intensiven fachlichen und interdisziplinären Austausch, eine fächerübergreifende Betreuung durch zwei Professorinnen/Professoren aus dem Trägerkreis, praxisbezogene Ausbildungsanteile im Museumsbereich, ein umfangreiches Angebot zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (z. B. aus dem Bereich der Digital Humanities) und vielfältige Möglichkeiten zur internationalen Vernetzung.

Eigenmittelprojekte:

Einzelförderung:

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Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

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Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Tierschutz und die Gerechtigkeitsidee im Islam

    Titel des Gesamtprojektes: Nachwuchsforschergruppe "Norm, Normativität und Normenwandel"
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 30. September 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.dirs.phil.fau.de/norm-normativitaet-und-normenwandel/
  • Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption

    Titel des Gesamtprojektes: Die Normativität des Korans zwischen traditionellen Deutungsansätzen und zeitgenössischer Rezeption
    Laufzeit: 15. November 2018 - 31. August 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

Eigenmittelprojekte:

Es wurden leider keine Projekte gefunden.

Einzelförderung:

  • WHO Collaborating Centre for Physical Activity and Public Health – Unterstützung der Aktivitäten für das Jahr 2021

    Laufzeit: 1. Januar 2021 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Bewegung als Investition in Gesundheit

    Laufzeit: 1. Dezember 2020 - 30. November 2024
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Gehen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten

    Laufzeit: 1. September 2020 - 31. August 2024
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Digitales Lehren und Lernen für Integration im Sport

    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Dezember 2022
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    URL: https://integration.dosb.de/inhalte/projekte/smile

    Im Februar 2020 startete der DOSB das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt SMILE(EAC/S20/2019 SPORT AS A TOOL FOR INTEGRATION AND SOCIAL INCLUSION OF REFUGEES).

    In diesem Projekt möchte der DOSB seine mehrjährigen Erfahrungen, die er bereits in verschiedenen Projekten und Programmen im Bereich der Integration gewonnen hat, mit den Themen Kompetenzorientierung und Blended Learning in der Qualifizierung von Multiplikator*innen im Sport zusammenbringen.

    Die aktuelle Herausforderung, Geflüchtete aus Krisen- und Kriegsgebieten in die deutsche Zivilgesellschaft zu integrieren, stellt auch Sportvereine vor eine große Aufgabe. Besonders gefordert sind die ca. 1 Millionen Trainer*innen und Übungsleiter*innen, die in den Vereinen vielfältige Sportangebote organisieren und durchführen. Damit die Integration der Migrant*innen und Geflüchteten besser gelingt, müssen die Trainer*innen und Übungsleiter*innen für ihr Engagement „fit“ gemacht werden. Dazu wollen wir sie speziell qualifizieren und ihnen Unterstützung für diese Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen anbieten.

  • Bewegungsversorgung im Gesundheitssystem – Etablierung von Versorgungsketten zur Bewegungsförderung für Menschen mit nichtübertragbaren Erkrankungen

    Laufzeit: 1. Juni 2019 - 31. Mai 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/bewegtversorgt/
  • PEN - Wirksamkeit bestehender politischer Maßnahmen für Lebensstil-Interventionen - Netzwerk zur Evaluation politischer Maßnahmen

    Laufzeit: 1. Februar 2019 - 31. Januar 2022
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    URL: https://www.jpi-pen.eu
  • Qualifizierung im DOSB: Kompetenzorientierung in der Trainerbildung Leistungssport

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2021
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz

    Laufzeit: 1. Oktober 2018 - 30. September 2023
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Kooperation 

    Das DSS der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im Rahmen eines wissenschaftlichen Förderprojektes namens „KMU bewegt!“ eine onlinebasierte Weiterbildungsplattform „Bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz“ (nachfolgend „BGK-online“ genannt) entwickelt. Hierin enthalten sind konzeptuelle Bestandteile eines bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenzmodells für Gesundheitsberufe. Der DVGS vertritt in Konzeption, Realisation und Evaluation die Themen körperliche Aktivität, Bewegung und Sport in der Prävention und Rehabilitation. Dabei stützt sich der DVGS auf evidenzbasierte biopsychosoziale Modelle. Die Intention der Arbeit des Fachverbandes ist explizit der Wissenschaftstransfer in die Anwenderorientierung. Zu diesem Ziel kooperiert der DVGS mit den zuständigen wissenschaftlichen Einrichtungen einerseits sowie andererseits mit Leistungserbringern und Leistungsträgern des Gesundheitswesens.

    Das DSS  und der DVGS intendieren mit dieser Kooperation

    • Weiterentwicklung des vorliegenden Konzeptes der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz sowie zur Bewegungsförderung in Bezug auf die praktische Umsetzung sowie theoretische Konzeptualisierung
    • Wissenstransfer bezüglich Blended-Learning- sowie E-Learning-Verfahren für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in Bewegungs- und Gesundheitsfachberufe
    • Entwicklung von Konzepten für berufstätige Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen, die in den Feldern der Prävention, der ambulanten und stationären medizinischen Rehabilitation, der Akutversorgung und der Pflege tätig sind
    • Weiterentwicklung theoretischer Rahmenkonzepte und Definition von Kernkompetenzen für Sport-/Bewegungstherapeuten und Physiotherapeuten sowie sonstigen Gesundheitsberufen zu verhaltensbezogenen Bewegungsinterventionen
    • Weiterentwicklung, Implementierung und Evaluation von analogen und digitalisierten Interventionen zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz in der Gesundheitsversorgung (Prävention, ambulante und stationäre medizinische Rehabilitation, Akutversorgung und Pflege)
  • Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten

    Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die sich durch einen stetig fortschreitenden Verlust der Bewegungsqualität und –sicherheit kennzeichnet. Bewegungstherapeutische Maßnahmen zielen insbesondere auf den Erhalt und das Wiedererlernen grundlegender motorischer Funktionen. Ihre Wirkung begründet sich durch zentralnervöse Reorganisationsprozesse (Neuroplastizität) und sind demnach als Lernprozess zu betrachten. Die motorische Lernfähigkeit bleibt im Verlauf der Erkrankung weitestgehend erhalten, jedoch ist sie im Vergleich zur Altersnorm reduziert. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Lernleistung gesunder Erwachsener durch eine Kombination mit gezielten aeroben Belastungsreizen gesteigert werden kann. Ziel der Studie ist es daher, die Effekte eines, dem motorischen Lernen unmittelbar vorangehenden, aeroben Trainings auf die motorische Lernleistung von Parkinsonpatienten zu untersuchen.

Gruppenförderung – Gesamtprojekte:

  • Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"

    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Juli 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gruppenförderung – Teilprojekte:

  • Planung, Durchführung und Analyse der Erhebung

    Titel des Gesamtprojektes: NUBIG - Nacherhebung des Projekts "Bewegung als Investition in die Gesundheit"
    Laufzeit: 1. Februar 2020 - 31. Juli 2023
    Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten III - FaST-PD III

    Titel des Gesamtprojektes: Optimierung motorischer Lernprozesse in der Rehabilitation von Parkinsonpatienten
    Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2021
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/optimierung-motorischer-lernprozesse-

    Im dritten Studienteil soll das in denExperimenten #1 und #2 gewählte Paradigma auf einen mehrwöchigen Therapieprozess übertragen und evaluiertwerden. Untersucht wird, wie sich die regelmäßige unmittelbare Kopplung vonmotorischen Lerneinheiten und Herz-Kreislauf-Beanspruchungen auf dieKonsolidierung und Automatisierung der geübten Bewegungen auswirkt. Ausgehendvon den Erkenntnissen der ersten beiden Studien soll dabei das aerobe Trainingdem motorischen Lernen über einen mehrwöchigen Trainingszeitraum jeweilsunmittelbar nachfolgen.

Eigenmittelprojekte:

 

Die Informationen zu den Projekten werden automatisch aus dem Forschungsinformationssystem (CRIS: Current Research Information System) der FAU generiert.