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Bundesverdienstkreuz für Prof. Helmut Neuhaus

Prof. Neuhaus erhält Bundesverdienstkreuz
Prof. Helmut Neuhaus (links) erhält das Bundesverdienstkreuz vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration)

Professor Helmut Neuhaus, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte I, jetzt Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung würdigt der Bundespräsident sowohl Neuhaus‘ ehrenamtliches Engagement als auch seine Verdienste um den Wissenschaftsstandort Deutschland.

Helmut Neuhaus hat von 1989 bis 2009 die Frühe Neuzeit an der FAU vertreten und seinen Erlanger Lehrstuhl für Neuere Geschichte zu einem anerkannten Forschungszentrum gemacht. Darüber hinaus brachte sich Prof. Neuhaus in die akademische Selbstverwaltung ein, war Dekan der Philosophischen Fakultät I, Mitglied des Fachbereichs- bzw. Fakultätsrates und Vorsitzender des Promotionsausschusses der Philosophischen Fakultäten I und II. Gleichzeitig vertrat er als Vertrauensdozent die Konrad-Adenauer-Stiftung an der FAU und war Mitglied in den Auswahlausschüssen der Begabten- bzw. Graduiertenförderung der Stiftung.

Um das Gespräch über die Grenzen seines eigenen Fachs hinaus zu suchen, entwickelte der heute 75-Jährige bereits 1992 das Konzept der ‚Ringvorlesung‘ und fand weitere Formate, um die Wissenschaft einem breiteren Publikum zugänglich zu machen: Die ‚Atzelsberger Gespräche‘ sowie die ‚Erlanger Universitätstage‘ in Amberg und Ansbach, die er seit 2005 organisierte.

Er wirkte in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten und Kommissionen mit und war langjähriger Herausgeber des ‚Archivs für Kulturgeschichte‘. Außerdem wurde er in Würdigung seiner Forschungen von der Jahresversammlung der ‚Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften‘ zum ordentlichen Mitglied gewählt. Dort fungierte er von 2006 bis 2018 als Sekretär und hat in den zwölf Jahren seiner Amtszeit Bedeutendes geleistet. So hat er maßgeblich den Wechsel der Publikationstätigkeit hin zu digitalen Medien vorangetrieben. Bis heute engagiert er sich dort zudem als Leiter der Abteilung ‚Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges‘.

Mit den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland werden politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Der Bundespräsident möchte mit der Ordensverleihung die Öffentlichkeit auf diese Leistungen aufmerksam machen.