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Grundbegriffe in transkontinentaler Perspektive

Grundbegriffe in transkontinentaler Perspektive

Der
Forschungsschwerpunkt widmet sich Aushandlungsprozessen von politischen,
sozialen und kulturellen Grundbegriffen in der Geschichte transkontinentaler
Räume und Imperien des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem besonderen Fokus auf
Asien, Europa, den Nahen Osten und Nordamerika. Er erforscht in
Auseinandersetzung mit kulturwissenschaftlichen, ideen- und
begriffsgeschichtlichen Zugängen, über welche Praktiken, AkteurInnen und Wege
sich europäisch verstandene Konzepte der Moderne (wie etwa Fortschritt, Freiheit,
Macht, Arbeit, Ökonomie, Eigentum, Familie, Souveränität, aber auch das Konzept
Moderne selbst) übersetzt und verbreitet werden. Im Zentrum steht die
Untersuchung, ob und auf welche Weise sie als heuristische Kategorien zum
Verständnis von Gesellschaften global aufgegriffen und verworfen, adaptiert und
verändert, weiterverbreitet und reimportiert wurden. Ziel des
Forschungsschwerpunkts ist es, Grundlagenwissen über die transkontinentale
Zirkulation von Konzepten zu gewinnen und diese in ihrer sprach- und
kulturräumlich spezifischen Historizität zu differenzieren. Auf diese Weise
leistet der Forschungsschwerpunkt einen Beitrag dazu, etablierte Grenzen
zwischen Regional- und Geschichtswissenschaften zu überschreiten, sowie Funktion und
Wirkung von Konzepten in den sich zunehmend globalisierenden
Geisteswissenschaften zu erschließen.

Projekte:

Das Projekt geht von der These aus, dass soziale und politische Gefüge
in der Moderne ganz wesentlich über materielle Verfügungs- und
Handlungsrechte ausgehandelt wurden. Als produktive Sonde in das
Handeln, die Aushandlungsprozesse und die Konflikte rund um Eigentum
nutzt das Projekt Diamanten. Denn Diamanten waren im 19. und 20.
Jahrhundert auf doppelte Weise eine umstrittene Ressource. Zum einen
stellten sie ein in hohem Maße begehrtes Gut dar. Sie galten als
verlässliche Wertspeicher, symb…

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In the past decades, the history of science has experienced numerous
turns due to new methodologies or the investigation of previously
overlooked sources. This gave rise to new perspectives that have
emphasized the contribution of non-European societies to both the
emergence and formation of academic disciplines. While these findings
have been analyzed in detail for late imperial and Republican China, the
case for the People’s Republic of China during the Cold War era has
remained a…

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Das durch den DAAD geförderte Workshopprogramm veranstaltet zusammen mit dem Integrated Human Sciences Program for Cultural Diversity (Tokyo University) und dem Institute of Korean Studies (Yonsei University) Workshops für Nachwuchswissenschaftler in Erlangen, Seoul und Tokyo, die sich mit Produktion, Transfer und Zirkulation von Wissen in transkontinentaler Perspektive beschäftigen. Die Förderung ermöglicht zusätzlich längere Forschungsaufenthalte für DoktorandInnen und Masterstudierende der FAU…

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Publikationen: