Forschung

Das Forschungsprofil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie erstreckt sich über acht Forschungsschwerpunkte unter dem Dach „Kultur – Sprache – Region“.

In der Fakultät werden kulturelle und linguistische Prozesse generell als verankert in unterschiedlich definierten Gemeinschaften, Gesellschaften und Regionen auf der nationalen, subnationalen und transnationalen Ebene betrachtet. Der zentrale Fokus auf Sprache, Kultur und Region wird im Hinblick auf historische, zeitgenössische und erwartete zukünftige Konstellationen bearbeitet.

Forschungsfelder

Kultur

  • Gesamtheit staatlicher Ordnungen
  • Gesamtheit gesellschaftlicher Lebensformen, greifbar in politischen Kulturen, Hochkulturen oder Alltagswelten, in Wertesystemen und Literaturen, Formen von Sinnstiftung, Verhaltensmustern, Riten

 

Sprache

  • Grundlage jeder menschlichen Kommunikation
  • Grundlage aller Kultur in ihrer Vielfalt, Ergebnis von Ausdifferenzierung und eines ständigen kulturellen Wandels

 

Region

  • als zeitlich und räumlich übergreifende Einheit Untersuchungsgegenstand im Blick auf den stets unabgeschlossenen Kulturprozess unter diachroner und synchroner, fachwissenschaftlicher und interdisziplinärer Perspektive

 

Herausragende Aktivitäten in diesem Wissenschaftsschwerpunkt sind das vom BMBF geförderte Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“, das Graduiertenkolleg 1718 „Präsenz und implizites Wissen“ und die DFG-Forschergruppe „Sakralität und Sakralisierung in Mittelalter und Früher Neuzeit. Interkulturelle Perspektiven in Europa und Asien“.

Mit den an der Fakultät vorhandenen Disziplinen deckt die Fakultät die vom Wissenschaftsrat als essentiell aufgestellten Dimensionen geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung

  • Sprachen und Texte
  • Bild, Musik, Theater
  • Geschichte und Gesellschaft
  • Erkenntnis, Ethik, Religion
  • Außereuropäische Kulturen

ab.

 

Aufgrund der Vielfalt ihrer wissenschaftlichen Disziplinen weist die Fakultät eines der differenziertesten und vielfältigsten Forschungsspektrum deutscher Universitäten auf.

 

Mit der Aufarbeitung von historischen und gegenwärtigen Deutungsmustern und Sinnstiftungsprozessen leistet die Fakultät einen wertvollen Beitrag zu einer reflektierten gesellschaftlichen Verständigung. Unter dem Blickwinkel der europäischen Tradition widmet sich die Fakultät auch anderen Weltgegenden und Kulturen, z.B. Nord- und Südamerika, Australien, Ostasien, den Arabischen Staaten sowie Teilen Afrikas.

 

Typische Forschungsformen innerhalb der Fakultät sind:

  • die Einzelforschung, zu der auch Drittmittelprojekte zählen, die z.T. von Einzelpersonen getragen und durchgeführt werden und deren Erträge sich in Monographien, Zeitschriftenaufsätzen, Kongressbeiträgen, Beiträgen zu thematischen Sammelbänden sowie in Vorträgen auf Kolloquien und Tagungen niederschlagen
  • die informell vernetzte Forschung (die auf nicht institutionalisierten, oftmals über Mitgliedschaften in Herausgebergremien und wissenschaftlichen Einrichtungen vermittelten Verbünden beruht und deren Ergebnisse in andere Forschung, vor allem in die Definition und Konkretisierung wissenschaftlicher Projekte einfließt)
  • die institutionalisierte Verbundforschung, die in thematisch gebundener Form in Zentralinstituten, Graduiertenkollegs, Interdisziplinären Zentren und Internationalen Kollegs oder ähnlichen Einrichtungen stattfindet.

 

 

Diskussionsforum Forschung

Der Forschungsrat lädt zu regelmäßigen Diskussionsforen für alle Forschenden der Fakultät ein und bietet eine Plattform zur Diskussion von und Beratung zu konkreten Forschungsvorhaben, insbesondere von größeren Verbundprojekten. Termine nach Vereinbarung.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Roland Sturm

Prodekan für Forschung