DFG fördert Projekt zur Erstellung einer neuen Edition der altjiddischen ‚Cambridger Handschrift‘

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Sachbeihilfe für ein gemeinsames Projekt von Dr. Jan Hon (Lehrstuhl für Deutsche Philologie im Europäischen Kontext) und Dr. Uri Zvi Shachar (Universität Tel Aviv) bewilligt. Im Rahmen der DFG-Nahostkooperation wird das dreijährige Vorhaben eine neue Edition der „Cambridger Handschrift“ T-S 10 K 22 erstellen und deren materielle Untersuchung durchführen. Ziel ist, die vielen bislang als unlesbar geltenden Stellen der ältesten jiddischen Sammelhandschrift mithilfe modernster bildgebender Technologien zu rekonstruieren und dabei die Herkunft des Codex im Kontext der spätmittelalterlichen aschkenasischen Diaspora im Nahen Osten zu erkunden. Untersucht wird zudem der Dialog jüdischer und deutschsprachiger literarischer Traditionen in den Texten der Handschrift. Das Erlanger Forschungsteam erhält eine Förderung von rund 450.000 Euro.

Hier sehen Sie ein Foto der Handschrift: http://cudl.lib.cam.ac.uk/view/MS-TS-00010-K-00022/1