-Strukturen, Institutionen und Akteure imperialen Machtstrebens-
Aktuell wird weltpolitisch eine Rückkehr imperialer Großmachtpolitik diagnostiziert. Bewertet wird diese Entwicklung zurecht fast einhellig negativ: Imperien werden als politisches Ordnungsmodell abgelehnt. Ein zentraler Grund ist, dass Imperien als Inbegriff von Machtkonzentration gelten, imperiale Eliten als besonders machtversessen – und imperiale Herrschaft als emblematisch für politischen Machtmissbrauch. Aber wie genau wirkt imperiale Macht? Welche Akteure und Institutionen dominieren in Imperien – oder ist Imperialität ein strukturelles Machtphänomen?
Eva Marlene Hausteiner gibt im Vortrag einen Überblick über konkurrierende Analyseansätze imperialer Macht. Gegen rein akteurs- und rein strukturzentrierte Ansätze plädiert sie für eine Theoretisierung imperialer Politik, die die epistemische Rolle von Ideen und Deutungsmustern priorisiert.
Zur Person:
Prof. Dr. Eva Marlene Hausteiner https://www.pol.phil.fau.de/person/eva-marlene-hausteiner/