Solidaritätsnetzwerk gegen Rechts (SoliRex)

Was ist das Solinetzwerk gegen Rechts?

Das Solidaritätsnetzwerk gegen Rechts an der FAU (kurz: SoliRex) hat sich Ende 2024 als Selbstorganisation von Mitarbeiter*innen aus dem akademischen Mittelbau verschiedener Fachbereiche der FAU zusammengeschlossen. Anlass unseres Zusammenschlusses ist der bereits seit langem zunehmende Rechtsruck der Gesellschaft, insbesondere die steigende Akzeptanz und Normalisierung demokratiefeindlicher und menschenverachtender Positionen in der  „Mitte“ der Gesellschaft. Das wirkt sich auch auf die Hochschulen aus. Akteure des breiten rechten Spektrums nutzen Hochschulen als Feld des rechtsreaktionären Kulturkampfes. Dem will das Netzwerk solidarisch, kritisch und mit klarer Haltung entgegentreten. Derzeit befindet sich das Solinetz im Prozess einer direkten Anbindung an die Universität.

  • Du triffst auf Studierende, Dozierende oder anderes Universitätspersonal, welches rechtes Gedankengut offen ausspricht und rechte Positionen stark macht, z.B.: in Seminaren, Veranstaltungen, auf dem Gang oder in der Mensa?
  • Du hast versucht, dich gegen (extrem) rechtes Gedankengut zu positionieren und bist damit innerhalb der Universität auf Unverständnis gestoßen oder hast dich allein gefühlt?
  • Du hast einen rechten Vorfall beobachtet, z.B.: eine menschenverachtende Beleidigung gegenüber einer anderen Person oder rassistische Schmierereien entdeckt? 
  • Du bist Menschen an/ im Umfeld der FAU begegnet, die offen rechte Symbole zeigen?
  • Du hast etwas in der Universität erlebt, bist dir aber nicht ganz sicher, ob das wirklich „rechts“ ist?
  • Dich beschäftigt das, Du bist dir aber unsicher, wie Du das einordnen oder damit umgehen sollst? Stillschweigend hinnehmen möchtest Du es aber auch nicht?

Dann melde dich bei uns!

Das Solidaritätsnetzwerk hat folgende Ziele:

  • Wir wollen Räume für Vernetzung und Austausch schaffen, aber auch interne Expertise bündeln sowie Fort- und Weiterbildung zum Thema „rechte Strömungen“ an der FAU aufstellen. 
    Dabei schauen wir auf Forschung und Lehre, die von rechts besonders bedroht ist (z.B. Gender Studies/Geschlechterforschung, Rechtsextremismusforschung, Geschichte des Nationalsozialismus und Kolonialismus/Erinnerungskultur, Reproduktionsmedizin, Postkoloniale Studien).  
  • Wir wollen Räume für Erfahrungsaustausch sowie Beratung zur Unterstützung bei rechten Vorfällen (Störungen, Bedrohungen, „Shitstorms“, Repression o.Ä.) leisten.
  • Es ist uns ein Anliegen, dass bei entsprechenden Vorfällen an der FAU gesprochen und gehandelt und nicht einfach geschwiegen wird.
  • Dafür ist uns transparente Sicht- und Ansprechbarkeit wichtig: Studierende, aber auch alle anderen an der FAU tätigen Menschen können Sprecherinnen aus dem Solinetzwerk bei entsprechenden Vorfällen oder bei der Planung von themenbezogenen Veranstaltungen direkt kontaktieren und ins Gespräch kommen. Als selbstorganisiertes Netzwerk können und wollen wir keine Rechtsberatung anbieten oder gar Strafanzeigen stellen, wir unterstützen jedoch als erste Anlaufstelle gerne bei der Vermittlung weiterer Stellen.

Angehörige des akademischen Mittelbaus, die sich aktiv im Solinetz beteiligen möchten, können sich an folgende Kontaktadresse wenden: phil-solirex@fau.de

Sämtliche Studierende, Angestellte der Universität und Initiativen, die Kontakt zu uns aufnehmen möchten, Rat suchen, Vorfälle melden oder sich vernetzen möchten, können sich ebenfalls über phil-solirex@fau.de bei uns melden. 

Sprecherinnen: Alia Wielens und Laila Riedmiller 

Disclaimer: Wir sind ein loser Zusammenschluss von Menschen, denen das Thema wichtig ist. Wir sind kein offizielles Gremium der Universität und keine ausgebildeten Berater*innen für bspw. sexualisierte Gewalt. Solltet ihr euch mit Fragen an uns wenden, die unsere Kompetenz überschreiten, verweisen wir euch aber sehr gerne an entsprechende Stellen innerhalb der Universität!